MI 2012
Medieninformation 85/2012 vom 25.04.2012
Girls' Day und Boys' Day am 26. April 2012 -
bundesweiter Aktionstag zur Berufsorientierung
Die Aktionen im Rahmen des Girls' Day bzw. Boys' Day am 26. April bieten den rund 185 000 sächsischen Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Schulen ab der Klassenstufe 5 die Chance, zukunftsorientierte Berufe kennenzulernen.
Im vergangenen Jahr haben 90 Prozent der Schüler die allgemeinbildende Schule mit mindestens einem Hauptschulabschluss verlassen. Junge Männer erzielten dabei weniger höherwertige Abschlüsse als Frauen. So gingen 26 Prozent aller männlichen Schüler mit allgemeiner Hochschulreife ab. Bei den Absolventinnen betrug dieser Anteil 33 Prozent. Ohne Hauptschulabschluss verließen dagegen 12 Prozent der männlichen Jugendlichen die Schule. Bei den jungen Frauen waren es 8 Prozent. Wie geht es nach der Schulbildung für die Jugendlichen weiter?
Mit dem für Mädchen inzwischen etablierten Girls' Day wird das Interesse auf eher »männliche Berufe« gelenkt. Der zukünftige Fachkräftemangel in den zumeist weiblich besetzten Bereichen im Gesundheits- und Sozialwesen soll nun aber auch verstärkt Jungen an neue Berufsfelder heranführen.
Gegenwärtig lernen zum Beispiel 5 209 Schüler und Schülerinnen an Berufsfachschulen den Beruf eines Altenpflegers. Ein Fünftel davon ist männlich.
In den sächsischen Kitas gibt es fast nur Erzieherinnen. Der Frauenanteil des pädagogischen und Leitungspersonals 2011 betrug 96 Prozent. Aber auch Männern bietet der Beruf des Erziehers große Chancen und Möglichkeiten. Im laufenden Schuljahr werden 6 975 Schüler und Schülerinnen an Fachschulen zum Staatlich anerkannten Erzieher ausgebildet. 15 Prozent (2010: 13 Prozent) von ihnen sind Männer.
Bei der Studienfachwahl zeigen sich ebenfalls deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Im Studienfach Erziehungswissenschaft (Pädagogik) waren im Wintersemester 2011/12 die männlichen Studenten beispielsweise mit 28,4 Prozent (Vorjahr: 27,8 Prozent) unterrepräsentiert.
