MI 2012
Medieninformation 86/2012 vom 26.04.2012
Leichter Anstieg der Schwangerschaftsabbrüche bei sächsischen Frauen
Bei 5 903 Frauen mit Wohnort in Sachsen wurde 2011 ein Schwangerschaftsabbruch gemeldet. Das waren 19 Eingriffe (0,3 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Frauen im Alter von 15 bis unter 45 Jahren verringerte sich gleichzeitig um 17 880 (2,6 Prozent). Je 10 000 Frauen im gebärfähigen Alter stieg die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche von 87,1 (2010) auf 89,8 im Jahr 2011.
Das Durchschnittsalter der betroffenen Frauen lag bei 29 Jahren. Von 100 Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ließen, waren 24 zum Zeitpunkt des Eingriffs zwischen 20 und 25 Jahren, 26 zwischen 25 und 30 Jahren sowie 21 zwischen 30 und 35 Jahren alt. Knapp 3 Prozent der gemeldeten Abbrüche erfolgte bei Minderjährigen, absolut ging deren Anzahl von 193 (2010) um 34 auf 159 zurück.
3 877 (66 Prozent) der Frauen waren ledig, 1 823 (31 Prozent) verheiratet. In 1 925 Fällen (33 Prozent) gehörten keine Kinder zum Haushalt, 1 876 Frauen (32 Prozent) hatten ein Kind und 2 102 Frauen (36 Prozent) versorgten bereits zwei oder mehr Kinder.
Mit knapp 96 Prozent wurden fast alle Schwangerschaftsabbrüche auf Verlangen der Schwangeren vorgenommen. Insgesamt 4 Prozent der Abbrüche erfolgten auf Grund einer medizinischen Indikation.
5 689 Schwangerschaftsabbrüche (96 Prozent) wurden ambulant durchgeführt. Nur 214 Abbrüche (2010: 197) waren mit einem stationären Aufenthalt verbunden.
Für den Abbruch gingen 46 Frauen aus dem Freistaat Sachsen (2010: 49 Frauen) in ein anderes Bundesland. Im Freistaat Sachsen ließen 161 Frauen aus anderen Bundesländern und 21 Frauen aus dem Ausland einen Schwangerschaftsabbruch durchführen.
