MI 2012
Medieninformation 87/2012 vom 26.04.2012
Sächsische Verbraucherpreise fast stabil
Im April erhöhte sich der Verbraucherpreisindex von 113,9 auf einen Wert von 114,0 (Basis 2005 = 100) und verharrte demzufolge fast auf dem Vormonatsniveau (0,1 Prozent). Innerhalb eines Jahres verteuerte sich die Lebenshaltung in Sachsen um exakt 2 Prozent - dem niedrigsten Anstieg seit 13 Monaten. Die Jahresteuerung war damit nach zuletzt 2,4 und 2,2 Prozent im Februar bzw. März dieses Jahres weiter rückläufig.
In Folge der Osterfeiertage musste im Vergleich zum Vormonat für »Pauschalreisen« (0,8 Prozent), bei der Anmietung einer »Ferienwohnung« (1,9 Prozent) sowie der Buchung eines »Fluges« (3,0 Prozent) deutlich mehr gezahlt werden. Auf dem Nahrungsmittelmarkt zeigten sich insbesondere bei »Gemüse« (-5,6 Prozent), »Speisefetten und -ölen« (-1,9 Prozent) sowie »Fisch und Fischwaren« (-0,4 Prozent) erste Entspannungen. Teurer wurden dagegen beispielsweise »Obst« (4,5 Prozent) und zum Unmut des Osterhasen »Eier« (0,8 Prozent), »Schokolade« (1,3 Prozent), »Schokoriegel« (0,9 Prozent) und »Pralinen« (0,3 Prozent). Sehr gegensätzlich entwickelten sich die Preise bei Mineralölerzeugnissen. Während »Heizöl« (-1,6 Prozent) und »Dieselkraftstoff« (-0,7 Prozent) günstiger als im März am Markt verfügbar waren, kostete »Superbenzin« fast 2 Prozent mehr. Neuerungen gab es im April im Gesundheitsbereich. Neben dem geänderten Landesbasisfallwert für Krankenhäuser, der sich im Teilindex »stationäre Gesundheitsdienstleistungen« (1,4 Prozent) widerspiegelte, beruhte die Erhöhung bei »zahnärztlichen Dienstleistungen« (1,5 Prozent) auf Preisanpassungen der Dentallabors. Die Ergebnisse weiterer Pflegesatzverhandlungen in »stationären« (0,2 Prozent) sowie »ambulanten Pflegeeinrichtungen« (0,8 Prozent) kamen ebenso zum Tragen.
