MI 2012
Medieninformation 90/2012 vom 03.05.2012
Weniger Habilitationen in Sachsen
An den Hochschulen in Sachsen wurden 2011 insgesamt 74 Habilitationsverfahren abgeschlossen. Damit sank die Zahl der Habilitationen im Vergleich zum Vorjahr (83) um 10,8 Prozent. Verglichen mit dem Höchststand im Jahr 2003 (111 Habilitationen) ging die Zahl sogar um 33,3 Prozent zurück.
Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, war 2011 jede fünfte (18,9 Prozent) der Habilitanden eine Frau. Von ausländischen Wissenschaftlern wurden 8 Habilitationsverfahren erfolgreich abgeschlossen.
In der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (24) gab es die meisten Habilitationsverfahren, gefolgt von den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften (15), Sprach- und Kulturwissenschaften (11), Mathematik, Naturwissenschaften (10) sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (9).
An der TU Dresden (33) und der Universität Leipzig (28) erbrachten die meisten Wissenschaftler den Nachweis der wissenschaftlichen Lehrbefähigung und qualifizierten sich so für eine Berufung zum Hochschullehrer. Das durchschnittliche Habilitationsalter lag bei 43,8 Jahren (2010: 42,6 Jahre). Das ist der höchste Wert seit 1993. Die Frauen waren bei der Habilitation im Durchschnitt 42,9 Jahre und die Männer 44,0 Jahre. Der jüngste Habilitand legte seine Prüfung mit 33 Jahren, der älteste mit 65 Jahren ab. Die meisten Habilitanden (40) waren in der Altersgruppe von 35 bis unter 45 Jahren. Zum Zeitpunkt der Habilitation standen 37 Neuhabilitierte in einem Beschäftigungsverhältnis zur Hochschule. Alle waren hauptberuflich tätig.
