MI 2012
Medieninformation 99/2012 vom 14.05.2012
Abwasserbehandlung in Sachsen fast ausschließlich mit biologischen Verfahren
743 Anlagen zur Abwasserbehandlung gab es 2010 in Sachsen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, verfügten diese zusammen über eine Ausbaugröße (Bemessungskapazität) für 5 594 675 Einwohner. Der Jahresmittelwert der angeschlossenen Einwohnerwerte betrug 4 679 379. Insgesamt wurden 422 Mill. m3 Abwasser gereinigt, darunter rund 163 Mill. m3 Schmutzwasser aus Haushalten und Betrieben sowie rund 127 Mill. m3 Fremdwasser. Nahezu die gesamte Jahresabwassermenge (413 Mill. m3) wurde in 212 großen Anlagen gereinigt, die über eine Bemessungsgröße für jeweils mehr als 2 000 Einwohner verfügten.
Bei der Reinigung der Abwässer standen die biologischen Verfahren klar im Vordergrund. Während 715 Anlagen mit biologischen Behandlungsverfahren ausgestattet waren, trat die mechanische Abwasserbehandlung (in 28 Anlagen) weiter in den Hintergrund. Lediglich ein Mengenanteil von weniger als 0,1 Prozent der Abwässer wurde in diesen Anlagen behandelt, während im Jahr 1991 noch fast die Hälfte des Abwassers in mechanischen Behandlungsanlagen gereinigt wurde.
Neben der Behandlung sächsischer Abwässer wurden in den sächsischen Anlagen Abwässer von 2 622 Einwohnern aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg behandelt. Im Gegenzug wurden Abwässer von 1 175 Einwohnern Sachsens in grenznahe Kläranlagen in Thüringen und Bayern eingeleitet.Die vorliegenden Angaben basieren auf vorläufigen Ergebnissen der statistischen Erhebung über die Öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die aller drei Jahre durchgeführt wird.
