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MI 2012

Medieninformation 110/2012 zum 30.05.2012

31. Mai - Internationaler Welt-Nichtrauchertag

Rauchen beeinflusst die Lebensqualität, wirkt sich aber auch in weiteren Bereichen des alltäglichen Lebens aus. Einige Gründe, vielleicht weniger oder gar nicht mehr zum »Glimmstengel« zu greifen, nennt das Statistische Landesamt: 2 138 Personen (1 655 Männer und 483 Frauen) starben 2010 in Sachsen an einer für Raucher symptomatischen Krebserkrankung (Lungen-, Bronchial-, Kehlkopf- sowie Luftröhrenkrebs). Das waren 4,2 Prozent aller Gestorbenen. Bundesweit lag dieser Anteil bei 5,2 Prozent.
Zudem mussten 10 834 entsprechende Krebsfälle sächsischer Patientinnen und Patienten 2010 im Krankenhaus behandelt werden (etwa so viele wie im Vorjahr). Bei einer Vielzahl weiterer Erkrankungen und Todesfälle, insbesondere bei Herz-Kreislauferkrankungen sowie der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD), spielte das Rauchen eine Rolle.
Wer dem Nikotin entsagt, hat jedoch nicht nur einen gesundheitlichen Bonuspunkt, sondern auch einen finanziellen. Dies belegt eindeutig die Verbraucherpreisstatistik. Vor rund zehn Jahren kosteten »Tabakwaren« im Schnitt 73 Prozent weniger als gegenwärtig. Besonders »Tabakfeinschnitt« (85 Prozent) und »Zigaretten« (71 Prozent) unterlagen u. a. durch Steuererhöhungen einem beträchtlichen Preisauftrieb. Dieser ließ sich auch bei »Zigarren und Zigarillos« beobachten, fiel allerdings mit 42 Prozent nur etwa halb so groß aus. Durch Steueranpassungen im Mai 2011 und Januar 2012 in Umsetzung einer EU-Richtlinie erhöhten sich allein im letzten Jahr die Ausgaben der Raucher für "Feinschnitt" um 9,5 Prozent, für »Zigaretten« um 5,9 Prozent sowie für »Zigarren und Zigarillos« um 2,0 Prozent.
Nach Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) kauften sächsische Haushalte 2008 monatlich im Durchschnitt 83 Zigaretten, 10 mehr als noch 2003. Bundesweit ging dieser Wert gleichzeitig von 105 auf 72 Stück Zigaretten im Monat zurück.

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