MI 2012
Medieninformation 129/2012 vom 25.06.2012
Gesundheitsausgaben betrugen 2010 in Sachsen 14,4 Milliarden Euro
Die Ausgaben für die Gesundheit lagen in Sachsen nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes im Jahr 2010 bei insgesamt 14,4 Milliarden €. Das waren 2,6 Prozent bzw. knapp 400 Millionen € mehr als im Jahr 2009. Dieser Anstieg liegt unter den Wachstumsraten der Vorjahre. 2008 und 2009 lagen diese bei rund fünf Prozent, für 2007 wurde sogar ein Anstieg von knapp neun Prozent gegenüber dem Vorjahr errechnet.
Größter Ausgabenträger ist dabei die gesetzliche Krankenversicherung. Sie trug mit 9,2 Milliarden € fast zwei Drittel der gesamten Gesundheitsausgaben. Der zweitgrößte Ausgabenträger war die soziale Pflegeversicherung. Hier fielen Ausgaben von 1,6 Milliarden € an. Das waren 11,3 Prozent der Gesundheitsausgaben insgesamt. Die privaten Haushalte und Organisationen ohne Erwerbszweck wendeten 1,3 Milliarden € auf, hatten somit einen Anteil von 8,8 Prozent und waren der drittgrößte Ausgabenträger. Auf die private Krankenversicherung entfielen 0,7 Milliarden € oder 4,9 Prozent der Gesundheitsausgaben (vgl. auch Tab. Seite 2).
Die größten relativen Anstiege gegenüber dem Vorjahr wurden für die soziale Pflegeversicherung mit 7,8 Prozent (117,7 Millionen €) sowie für die private Krankenversicherung mit 6,6 Prozent (43,9 Millionen €) ermittelt. Ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr wurde nur für die öffentlichen Haushalte festgestellt. Er betrug 0,6 Prozent bzw. 3,2 Millionen €.
Die Gesundheitsausgaben entsprachen 2010, wie auch im Vorjahr, 15 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
