MI 2012
Medieninformation 130/2012 vom 26.06.2012
1 503 Stunden arbeitete jeder Erwerbstätige im Durchschnitt im Jahr 2011 in Sachsen
Die Pro-Kopf-Arbeitszeit in Sachsen lag um 90 Stunden über der durchschnittlichen Arbeitszeit je Erwerbstätigen in Deutschland. Das durchschnittliche Arbeitspensum eines Erwerbstätigen stieg im Jahr 2011 auf 1 503 Stunden und war etwas höher als im Jahr 2010. Dabei gab es innerhalb Sachsens zwischen den Branchen deutliche Unterschiede. Mit 1 713 Stunden je Erwerbstätigen war das Baugewerbe der Bereich mit der längsten Arbeitszeit. Im Gegensatz dazu betrug die Arbeitszeit im Bereich Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit nur 1 442 Stunden je Erwerbstätigen. Hauptursachen für die Unterschiede zwischen den Ländern bzw. Branchen waren neben der Wirtschaftsstruktur die unterschiedlichen tariflichen bzw. individuellen Arbeitszeiten, die jeweilige Bedeutung von Teilzeit- und Minijobs sowie die Inanspruchnahme von Kurzarbeit, wobei letztere im Jahr 2011 eine wesentlich geringere Rolle als z. B. im Jahr 2009 spielte. Insgesamt wurde von den 1,96 Millionen Erwerbstätigen in Sachsen 2011 ein Volumen von 2 947 Millionen Stunden erbracht. Das waren 0,6 Prozent bzw. reichlich 17 Millionen Stunden mehr als im Vorjahr und rund drei Prozent mehr als im Krisenjahr 2009. Aktuell resultierte der Zuwachs an Arbeitsstunden aus dem Produzierenden Gewerbe, wobei innerhalb dieses Bereiches die Dynamik vom Verarbeitenden Gewerbe ausging, in dem auch die Zahl der Erwerbstätigen zunahm. Die Dienstleistungsbereiche zusammen verzeichneten einen leichten Rückgang. Jedoch gab es hier gegenläufige Entwicklungen. Dem starken Rückgang bei den Öffentlichen und sonstigen Dienstleistern, bei welchen auch die Zahl der Erwerbstätigen sank, standen Zuwächse im Handel, Verkehr usw. sowie bei den Finanz- und Unternehmensdienstleistern gegenüber. Mit diesen Ergebnissen zum Arbeitsvolumen für 2008 bis 2011 werden erstmals Daten zur Wirtschaftsstruktur nach der Klassifikation WZ 2008 publiziert.
