MI 2012
Medieninformation 136/2012 vom 04.07.2012
2012 - Internationales Jahr der Genossenschaften
Rund 200 Agrargenossenschaften in Sachsen
Die Vereinten Nationen haben 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften ausgerufen. Damit soll auf die weltweite Bedeutung von Genossenschaften und ihre Rolle für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung vieler Länder aufmerksam gemacht werden.
Neben den Bereichen Handel, Banken oder Wohnungsbau haben in Deutschland Genossenschaften im Sektor Landwirtschaft große Bedeutung. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, gibt es derzeit in Sachsen rund 200 Agrargenossenschaften. Das sind zwar nur 3 Prozent der Agrarbetriebe des Freistaates, aber diese bearbeiten etwa 30 Prozent der sächsischen Landwirtschaftsfläche.
Agrargenossenschaften sind wichtige Arbeitgeber auf dem Lande. In den sächsischen Agrargenossenschaften verdienen fast 8 000 Personen ihr täglich Brot. Das ist mehr als ein Fünftel der insgesamt in der Landwirtschaft Tätigen. In der "Durchschnitts-Agrargenossenschaft" sind 35 ständige Arbeitskräfte und 3 Saisonkräfte beschäftigt. Knapp ein Drittel sind Frauen.
Bei einer durchschnittlichen Flächengröße je Unternehmen von knapp 1 400 Hektar sind davon gut 80 Prozent Ackerland. Hier werden vor allem Winterweizen, Raps und Wintergerste angebaut. Der Großteil der Flächen - 83 Prozent - ist gepachtet. In jedem Betrieb werden im Durchschnitt fast 600 Schweine (darunter 50 Zuchtsauen), 600 Rinder (darunter 400 Milchkühe) und 40 Schafe gehalten. Zwei Drittel der Genossenschaften bearbeiten Flächen von mehr als 1 000 Hektar.
Innerhalb der letzten 10 Jahre ging in Sachsen die Anzahl der Genossenschaften um 18 Prozent und deren Fläche um 15 Prozent zurück. Die durchschnittliche Flächenausstattung je Betrieb stieg um 30 Hektar an.
