MI 2012
Medieninformation 137/2012 vom 05.07.2012
Nach Sachsen importierte Menge gefährlicher Abfälle überwiegt auch 2010 deutlich
In sächsischen Unternehmen fielen 2010 rund 990 000 Tonnen gefährliche Abfälle an. Das waren gegenüber dem Vorjahr rund 208 000 Tonnen (17,4 Prozent) weniger.
Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, wurden rund 59 Prozent aller sächsischen Sonderabfälle in Sachsen entsorgt. 41 Prozent wurden in andere Bundesländer verbracht, vorwiegend nach Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Die Restmenge (2 905 Tonnen) wurde zur Entsorgung ins Ausland exportiert.
Von den sächsischen Entsorgungsunternehmen wurden 2010 insgesamt rund 1,6 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle entsorgt. Davon stammten rund 585 000 Tonnen (36 Prozent) von Erzeugern aus dem Freistaat. Die restliche Menge wurde aus anderen Bundesländern (612 757 Tonnen = rund 38 Prozent) und dem Ausland (414 632 Tonnen = 26 Prozent) zur Entsorgung importiert. Die meisten gefährlichen Abfälle kamen dabei aus Italien (270 417 Tonnen), Österreich (62 466 Tonnen) und der Schweiz (20 943 Tonnen). Insgesamt gesehen überwog die zur Entsorgung nach Sachsen importierte Sonderabfallmenge den exportierten Mengenanteil deutlich. Der Anteil der in Sachsen entsorgten importierten Sonderabfälle lag bei rund 64 Prozent.
Die Ergebnisse stammen aus der sächsischen Sonderabfallbilanz des Statistischen Landesamtes, die für das Jahr 2010 in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie erstellt wurde und demnächst als kostenfreier pdf-download im Internet zur Verfügung steht.
Nach Sachsen importierte Menge gefährlicher Abfälle überwiegt auch 2010 deutlich
