MI 2012
Medieninformation 138/2012 vom 05.07.2012
BIP in Sachsen wächst real um 2,7 Prozent und erreicht 2011 95,1 Milliarden Euro
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Sachsen stieg 2011 preisbereinigt um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und lag damit knapp über dem Vorkrisenstand von 2008. Mit dieser dynamischen Entwicklung war das Wirtschaftswachstum in Sachsen etwas höher als im Durchschnitt der Neuen Länder ohne Berlin, blieb aber hinter dem Bundesergebnis zurück. Das BIP umfasste als Summe der in Sachsen produzierten Waren und Dienstleistungen aktuell 95,1 Milliarden € und stieg in jeweiligen Preisen um 3,6 Prozent gegenüber 2010. Reichlich 67 Prozent der Bruttowertschöpfung kommen gegenwärtig aus den Dienstleistungsbereichen, wie die erstmals publizierten Ergebnisse nach der Gliederung der Wirtschaftszweige WZ 2008 im Anhang zeigen. Das reale Wachstum gegenüber 2010 resultierte maßgeblich aus Zuwächsen im Produzierenden Gewerbe (+6,4 Prozent), die speziell aus dem Verarbeitenden Gewerbe (+11,4 Prozent), aber auch aus dem Baugewerbe (+3,7 Prozent) kamen. Die reale Entwicklung in den Dienstleistungsbereichen zeigte mit 1,0 Prozent ebenfalls einen Zuwachs, jedoch wesentlich weniger Dynamik. Innerhalb der zu diesem Bereich zählenden Branchen gab es ein überdurchschnittliches Wachstum im Handel, Verkehr, Gastgewebe, Information und Kommunikation (+3,7 Prozent). Dem stand ein realer Rückgang um 1,0 Prozent bei den Öffentlichen und sonstigen Dienstleistern, Erziehung und Gesundheit gegenüber. Das aktuell je Erwerbstätigen erwirtschaftete BIP betrug 48 494 € in Sachsen und repräsentierte 78 Prozent des Bundeswertes. Bezogen auf das Arbeitsvolumen stieg das BIP je Arbeitsstunde auf 32,26 € und entsprach 73 Prozent des Ergebnisses für Deutschland. Ebenso hoch fiel mit 22 970 € das BIP je Einwohner in Sachsen aus. Alle Daten wurden einheitlich als Ergebnis der Revision 2011 vom Arbeitskreis VGR der Länder ermittelt und stehen für 2008 bis 2011 auch in den Internetangeboten detailliert zur Verfügung.
