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Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen

Die Gesundheitswirtschaft und ihre Widerspiegelung in der amtlichen Statistik

Die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft wird in Sachsen als Chance für weiteres Wirtschaftswachstum gesehen und entsprechend gefördert. Für die amtliche Statistik ergibt sich aus dieser Entwicklung die Herausforderung, die Gesundheitswirtschaft im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten statistisch abzubilden und entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen.

Dazu wurden Handlungsstrategien entwickelt, welche ein Grundkonzept der Entwicklung von Gesundheitsrechnungen festschreiben. Weitere Informationen dazu siehe hier. Schwerpunkte hierbei sind die Arbeiten zur Quantifizierung der Gesundheitswirtschaft sowie die Gesundheitsausgabenrechnung. Die aktuellen Ergebnisse sind im Folgenden dargestellt.

Gesundheitswirtschaft in Sachsen

Veränderung der Zahl der Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft und Wirtschaft insgesamt 1997 bis 2008 gegenüber 1996 (in Prozent)

Veränderung der Zahl der Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft und Wirtschaft insgesamt 1997 bis 2008 gegenüber 1996 (in Prozent)
(© StLa)

Die Gesundheitswirtschaft wird zunehmend als wichtiger Bereich der Volkswirtschaft wahrgenommen, der einen wesentlichen Anteil bei der Generierung der Bruttowertschöpfung einnimmt und für viele Erwerbstätige Beschäftigungsmöglichkeiten und damit Einkommen sichert. Hierzu legt das Statistische Landesamt in Kooperation mit der TU Darmstadt erstmals Schätzungen zur Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen sowie zur Anzahl der Erwerbstätigen für die Jahre 1996 bis 2008 auf Landesebene vor. Anwendung fand der Wertschöpfungsansatz, welcher von Frau Dr. Ranscht und Herrn Dr. Ostwald am Fachgebiet Finanz- und Wirtschaftspolitik der TU Darmstadt entwickelt wurde.1)

Der Gesundheitswirtschaft werden dabei diese volkswirtschaftlichen Bereiche zugeordnet, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, die im Gesundheitssektor konsumiert werden bzw. für die Gesunderhaltung der Bevölkerung relevant sind. Eine Übersicht, welche Zweige der Volkswirtschaft der Gesundheitswirtschaft zugeordnet sind, finden sie hier.

Eingeschlossen in diese Berechnungen sind demnach neben dem Gesundheits- und Sozialwesen auch solche Unternehmen und Einrichtungen in Sachsen, deren Produkte oder Dienstleistungen im weitesten Sinne einen Bezug zum Gesundheitssektor haben. Hierzu gehören Industriezweige wie die Pharmazeutische Industrie, Handwerker wie die Orthopädieschuhmacher, aber auch Teile des Handels (z.B. Apotheken) oder der Forschung.

Die Ergebnisse sind in Form von Tabellen und Grafiken verfügbar.

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1)  Ranscht, A.: Quantifizierung regionaler Wachstums- und Beschäftigungseffekte der Gesundheitswirtschaft - am Beispiel ausgewählter Metropolregionen, Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Berlin 2009;
 Ostwald, D. A: Wachstums- und Beschäftigungseffekte der Gesundheitswirtschaft in Deutschland, Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2008.

Gesundheitsausgabenrechung in Sachsen

Gesundheitsausgaben in Sachsen 2009 nach Ausgabenträger (in Prozent)

Gesundheitsausgaben in Sachsen 2009 nach Ausgabenträger (in Prozent)
(© StLa)

In der Gesundheitsausgabenrechnung werden die Kosten für diejenigen Waren bzw. Dienstleistungen erfasst, die im letzen Verbrauch dem Gesundheitssektor zuzuordnen sind. Gemäß der Definition des Statistischen Bundesamtes umfassen die Gesundheitsausgaben sämtliche Leistungen und Güter mit dem Ziel der Vorbeugung, Behandlung, Rehabilitation und Pflege, die Kosten der Verwaltung sowie Investitionen der Einrichtungen des Gesundheitswesens. Aufwendungen für Forschung und Ausbildung im Gesundheitssektor sowie Ausgaben für krankheitsbedingte Folgen und Einkommensleistungen, wie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, gehören nicht zu den Gesundheitsausgaben, werden aber ebenfalls ermittelt.

Dargestellt werden hier die Ausgaben nach Trägern. Im Einzelnen sind dies die gesetzliche Krankenversicherung, die privaten Haushalte und Organisationen ohne Erwerbszweck, die soziale Pflegeversicherung, die private Krankenversicherung, die öffentlichen Haushalte, die Arbeitgeber, die gesetzliche Rentenversicherung sowie die gesetzliche Unfallversicherung.

Die durchgeführten Berechnungen nutzen, dort wo vorhanden, länderscharfe Daten. Soweit keine sächsischen Daten verfügbar waren, erfolgte die Berechnung durch Disaggregation der Bundeswerte. Zurzeit liegen Ergebnisse für die Jahre 2006, 2007, 2008 und 2009 vor. Siehe dazu hier.

Tabellen und Grafiken

Gesundheitswirtschaft

Gesundheitsausgabenrechnung

Analysen

Zu einigen speziellen Themen finden Sie nachfolgend Analysen.

Artikel der Zeitschrift »Statistik in Sachsen«

Erläuterungen

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Veröffentlichungen

Analysen, Grafiken und Daten finden Sie in unseren aktuellen Publikationen zum Thema.

AG GGR

Die Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen (AG GGR) ist seit 2010 tätig. Sie koordiniert die gesundheitsökonomischen Arbeiten der Statistischen Landesämter. Mehr Informationen finden Sie unter:

Weitere Informationen

Informationen und Daten zur GGR von anderen Anbietern erhalten Sie in folgendem Internetangebot.

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