MI 2010
Medieninformation 205/2010 vom 15.09.2010
16. September - Tag zum Schutz der Ozonschicht
Verwendungsmenge chlorfreier Ersatzstoffe (Blends) 2009 auf Spitzenwert gestiegen
424,9 Tonnen klimawirksame Stoffe wurden 2009 durch die sächsischen Unternehmen im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit verwendet. Damit verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (2008 = 468,3 Tonnen) die Verwendungsmenge dieser Stoffe um 43,4 Tonnen (9,3 Prozent). Bei Betrachtung der Verwendungsmengen wurde festgestellt, dass diese in den Jahren 1996 - 2007 kontinuierlich stiegen. In den letzten zwei Jahren hingegen wurde ein Rückgang der Verwendungsmenge festgestellt.
Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes kam der mengenmäßige Hauptanteil (387,7 Tonnen = rund 91 Prozent) als Kältemittel zum Einsatz. Der höchste Verbrauch fiel dabei bei der Erstbefüllung von Autoklimaanlagen im Wirtschaftszweig »Herstellung von Kraftwagen und -motoren« an (143,7 Tonnen).
Nach dem Verbot FCKW-haltiger Kältemittel stieg 2009 die ersatzweise Verwendung chlorfreier Stoffgemische mit ähnlichen Eigenschaften (Blends) auf den bisherigen Spitzenwert von 171,2 Tonnen. Im Vergleich zu 2008 nahm dieser Mengenanteil um mehr als ein Fünftel (rund 31 Tonnen = 22,1 Prozent) zu. Damit setzte sich der Trend aus den Vorjahren weiterhin kontinuierlich fort, immer größere Mengen dieser Ersatzstoffe zum Einsatz zu bringen. Die Blends wurden aufgrund ihrer stofflichen Eigenschaften ausnahmslos als Kältemittel eingesetzt.
Klimawirksame Stoffe fördern den Treibhauseffekt. Da sich die verwendeten Stoffe größtenteils in geschlossenen Systemen befinden, tritt eine Schädigung der Umwelt nur im Falle ihrer Freisetzung in die Atmosphäre auf.
