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Pflege, Schwerbehinderte Menschen

Pflege

Die Daten zu den Leistungsempfängern der Pflegeversicherung, zu den ambulanten Pflegediensten und den stationären Pflegeeinrichtungen werden seit 1999 im Zweijahresturnus erhoben. 

Tabellen und Grafiken

Leistungsempfänger der Pflegeversicherung

Leistungsempfänger der Pflegeversicherung in Sachsen im Dezember für ausgewählte Jahre bis 2015

Merkmal 2015 2013 2009 2005 2001
           
Leistungsempfänger
insgesamt
166 792 149 461 131 714 119 905 118 918
je 1 000 Einwohner 40,8 36,9 31,6 28,1 27,1
männlich 58 709 51 546 42 284 36 953 34 808
weiblich 108 083 97 915 89 430 82 952 84 110
unter 25 Jahren 5 383 4 936 4 783 4 623 4 303
25 bis unter 65 Jahre 19 821 18 810 16 181 15 730 17 032
65 und mehr Jahre 141 588 125 715 110 750 99 552 97 583
Prozentualer Anteil
Leistungsempfänger
in stationärer Pflege
29,4 31,1 33,1 33,3 28,1
… ausschließlich von
ambulanten
Pflegediensten betreut
14,3 16,8 18,1 21,6 24,1
… mit Kombi-
nationsleistungen
(ambulante Pflege und
Geldleistungen)
15,5 12,2 10,1 4,5 3,6
… als reine
Pflegegeldempfänger
40,8 39,9 38,8 40,6 44,2

Bei der Insgesamtzahl der Pflegebedürftigen und beim Anteil der stationär Betreuten werden die von den Pflegeeinrichtungen gemeldeten teilstationär betreuten Pflegebedürftigen seit 2009 zur Vermeidung von Doppelzählungen nicht mit berücksichtigt. Diese erhalten in der Regel Pflegegeld und/oder werden von ambulanten Pflegediensten betreut und sind dort berücksichtigt.
Eine Kombination von Geld- und Sachleistungen liegt bei Pflegebedürftigen vor, die zwar Pflegegeldleistungen erhalten, gleichzeitig aber auch durch ambulante Pflegedienste betreut werden. 

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, November 2016 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Leistungsempfänger der Pflegeversicherung in Sachsen im Dezember bis 2015 nach Altersgruppen

Ersichtlich ist die große und steigende Anzahl älterer Pflegebedürftiger (hier verkörpert durch Leistungsempfänger der Pflegeversicherung) sowie der steigende Anteil von Pflegebedürftigen an der Bevölkerung.

Ersichtlich ist die große und steigende Anzahl älterer Pflegebedürftiger (hier verkörpert durch Leistungsempfänger der Pflegeversicherung) sowie der steigende Anteil von Pflegebedürftigen an der Bevölkerung.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, November 2016, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Leistungsempfänger der Pflegeversicherung in Sachsen im Dezember bis 2015 nach der Leistungsart

Im methodisch vergleichbaren Zeitraum seit 2009 hat sich der Anteil der Pflegebedürftigen in vollstationärere Pflege stetig leicht verringert. Auch die Anzahl der Empfänger mit ausschließlich Sachleistungen der ambulanten Pflegedienste ist ständig gesunken. Dagegen ist seitdem der Anteil der Pflegebedürftigen ohne professionelle Pflegeleistungen bzw. vor allem derer mit einer Kombination aus Angehörigen- und professioneller Pflege immer weiter angestiegen.

Im methodisch vergleichbaren Zeitraum seit 2009 hat sich der Anteil der Pflegebedürftigen in vollstationärere Pflege stetig leicht verringert. Auch die Anzahl der Empfänger mit ausschließlich Sachleistungen der ambulanten Pflegedienste ist ständig gesunken. Dagegen ist seitdem der Anteil der Pflegebedürftigen ohne professionelle Pflegeleistungen bzw. vor allem derer mit einer Kombination aus Angehörigen- und professioneller Pflege immer weiter angestiegen.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, November 2016, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

In stationären Pflegeeinrichtungen betreute Pflegebedürftige in Sachsen im Dezember für ausgewählte Jahre bis 2015

Merkmal 2015 2013 2009 2005 2001
Insgesamt 54 091 50 534 45 825 39 921 33 419
männlich 15 330 13 816 11 352 9 093 7 039
weiblich 38 761 36 718 34 473 30 828 26 380
Pflegestufe I 19 287 18 000 16 277 13 845 11 662
Pflegestufe II 23 554 22 301 21 179 19 754 16 795
Pflegestufe III
einschließlich Härtefälle
10 976 9 966 7 971 5 959 4 478
noch keiner Pflegestufe
zugeordnet
274 267 398 363 484
darunter teilstationär Betreute 4 976 4 025 2 261 1 367 936
Prozentualer Anteil männlich 28,3 27,3 24,8 22,8 21,1
Prozentualer Anteil
Pflegestufe I
35,7 35,6 35,5 34,7 34,9
...Pflegestufe II 43,5 44,1 46,2 49,5 50,3
...Pflegestufe III
einschließlich Härtefälle
20,3 19,7 17,4 14,9 13,4
... noch keiner Pflegestufe
zugeordnet
0,5 0,5 0,9 0,9 1,4
Prozentualer Anteil
teilstationär
9,2 8,0 4,9 3,4 2,8

In der Gesamtzahl der stationär betreuten Pflegebedürftigen werden auch die teilstationär betreuten mit berücksichtigt.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Von ambulanten Pflegediensten betreute Pflegebedürftige in Sachsen im Dezember für ausgewählte Jahre bis 2015

Merkmal 2015 2013 2009 2005 2001
Insgesamt 49 618 43 359 37 087 31 310 32 980
männlich 15 686 13 288 10 702 8 058 8 120
weiblich 33 932 30 071 26 385 23 252 24 860
Pflegestufe I 30 996 26 253 21 707 17 344 17 367
Pflegestufe II 14 725 13 439 12 231 11 372 12 851
Pflegestufe III einschließlich
Härtefälle
3 897 3 667 3 149 2 594 2 762
darunter mit
Kombinationsleistungen
25 831 18 177 13 291 5 416 4 264
Prozentualer Anteil
männlich
31,6 30,6 28,9 25,7 24,6
Prozentualer Anteil
Pflegestufe I
62,5 60,5 58,5 55,4 52,7
...Pflegestufe II 29,7 31,0 33,0 36,3 39,0
...Pflegestufe III
einschließlich Härtefälle
7,9 8,5 8,5 8,3 8,4

Die Tabelle enthält alle von ambulanten Pflegediensten betreuten Leistungsempfänger, inklusive derjenigen, die zwar Pflegegeldleistungen erhalten, gleichzeitig aber durch ambulante Pflegedienste betreut werden (mit Kombinatonsleistungen). 

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, November 2016 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Leistungsempfänger der Pflegeversicherung mit ausschließlich Pflegegeld in Sachsen im Dezember für ausgewählte Jahre bis 2015

Merkmal 2015 2013 2009 2005 2001
Insgesamt 68 059 59 593 51 063 48 674 52 519
männlich 29 491 25 896 20 973 19 802 19 649
weiblich 38 568 33 697 30 090 28 872 32 870
Pflegestufe I 48 853 41 981 34 624 31 827 32 357
Pflegestufe II 15 534 14 179 13 204 13 724 16 590
Pflegestufe III 3 672 3 433 3 235 3 123 3 572
Prozentualer Anteil
männlich
43,3 43,5 41,1 40,7 37,4
Prozentualer Anteil
Pflegestufe I
71,8 70,4 67,8 65,4 61,6
...Pflegestufe II 22,8 23,8 25,9 28,2 31,6
...Pflegestufe III 5,4 5,8 6,3 6,4 6,8

Die Tabelle enthält nur die  Leistungsempfänger mit Pflegegeld, die nicht durch ambulante Pflegedienste, sondern zu Hause ausschließlich von Angehörigen, Lebenspartnern, Nachbarn oder sonstigen ehrenamtlichen oder nicht erwerbsmäßigen Pflegepersonen gepflegt werden. 

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, November 2016 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen

Stationäre Pflegeeinrichtungen, verfügbare Plätze, Beschäftigte und betreute Pflegebedürftige in Sachsen am 15. Dezember für ausgewählte Jahre bis 2015

Merkmal 2015 2013 2009 2005 2001
Einrichtungen insgesamt 885 866 729 648 499
mit freigemeinnützigem
Träger
478 501 427 382 302
mit privatem Träger 374 325 270 227 135
mit öffentlichem Träger 33 40 32 39 62
Verfügbare Plätze
insgesamt
55 266 51 741 48 124 43 413 36 154
Plätze für vollstationäre
Dauerpflege
50 146 47 580 44 962 40 656 33 884
für Kurzzeitpflege 1 005 945 1 155 1 156 988
für Tages- und Nachtpflege 4 115 3 216 2 007 1 601 1 282
Plätze je 1 000 Einwohner 13,5 12,8 11,5 10,2 8,2
Beschäftigte insgesamt 38 504 34 997 31 302 26 296 20 732
Beschäftigte in Pflege und
Betreuung
25 385 24 335 22 086 19 157 14 351
Vollzeitbeschäftigte 8 132 7 512 7 578 7 630 8 115
männliche Beschäftigte 6 227 5 598 4 868 4 199 3 078
Betreute Pflegebedürftige
insgesamt
54 091 50 534 45 825 39 921 33 419
unter 15 Jahren 3 5 (136) 7 3
15 bis unter 65 Jahre 3 887 3 871 3 482 3 328 3 407
65 und mehr Jahre 50 201 46 658 42 207 36 586 30 009
Betreute je 1 000 Einwohner 13,2 12,5 11,0 9,3 7,6
Betreute je Beschäftigtem 1,4 1,4 1,5 1,5 1,6
darunter dauerhaft
vollstationär betreute
Pflegebedürftige
47 861 45 641 42 692 37 788 31 793
unter 15 Jahren 2 4 (135) 7 3
15 bis unter 65 Jahre 3 470 3 508 3 244 3 133 3 264
65 und mehr Jahre 44 389 42 129 39 313 34 648 28 526
Betreute je 1 000 Einwohner 11,7 11,3 10,2 8,8 7,3

Die Zahl der insgesamt stationär betreuten Pflegebedürftigen enthält Pflegebedürftige in vollstationärer Dauerpflege, in Kurzzeitpflege und teilstationär Betreute.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, November 2016 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Ambulante Pflegedienste, Beschäftigte und betreute Pflegebedürftige in Sachsen am 15. Dezember für ausgewählte Jahre bis 2015

Merkmal 2015 2013 2009 2005 2001
Ambulante Pflegedienste
insgesamt
1 068 1 052 997 913 879
mit freigemeinnützigem
Träger
325 312 290 289 289
mit privatem Träger 736 728 697 618 581
mit öffentlichem Träger 7 12 10 6 9
Beschäftigte insgesamt 24 201 22 412 17 048 13 762 12 050
Beschäftigte in der
Grundpflege
16 608 15 911 12 310 9 762 7 982
Vollzeitbeschäftigte 7 710 7 779 5 993 4 824 5 034
männliche Beschäftigte 2 791 2 492 1 526 1 091 1 013
betreute Pflegebedürftige
insgesamt
49 618 43 359 37 087 31 310 32 980
unter 15 Jahren 184 114 129 34 122
15 bis unter 65 Jahre 4 520 3 976 3 111 2 558 2 855
65 und mehr Jahre 44 914 39 269 33 847 28 718 30 003
Betreute je 1000 Einwohner 12,1 10,7 8,9 7,3 7,5
Betreute je Beschäftigtem 2,1 1,9 2,2 2,3 2,7
darunter Pflegebedürftige mit
Kombinationsleistungen
25 831 18 177 13 291 5 416 4 264
Anteil Pflegebedürftige mit
Kombinationsleistungen
52,1 41,9 35,8 17,3 12,9

Pflegebedürftige mit Kombinationsleistungen sind von ambulanten Pflegediensten betreute Pflegebedürftige, bei denen ein Teil der Pflege unter Zuhilfename des Pflegegelds in eigener Regie realisiert wird, meist als Pflege durch Angehörige. Man spricht deshalb hier von einer Kombination aus Geld- und Sachleistungen.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, November 2016 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Einrichtungen für die stationäre und ambulante Pflege in Sachsen am 15. Dezember bis 2015

Das Säulendiagramm zeigt, dass seit 1999 die geringere Anzahl stationärer Pflegeeinrichtungen einen stärkeren Zuwachs erfuhr als die anfangs fast doppelt so hohe Zahl ambulanter Pflegedienste. Stationäre Einrichtungen befinden sich überwiegend in freigemeinnütziger Trägerschaft, ambulante Pflegedienste dagegen in privater. Es gibt, insbesondere in der ambulanten Pflege, kaum Einrichtungen mit öffentlichem Träger.

Das Säulendiagramm zeigt, dass seit 1999 die geringere Anzahl stationärer Pflegeeinrichtungen einen stärkeren Zuwachs erfuhr als die anfangs fast doppelt so hohe Zahl ambulanter Pflegedienste. Stationäre Einrichtungen befinden sich überwiegend in freigemeinnütziger Trägerschaft, ambulante Pflegedienste dagegen in privater. Es gibt, insbesondere in der ambulanten Pflege, kaum Einrichtungen mit öffentlichem Träger.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, November 2016, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Ausführlichere Daten zu den Leistungsempfängern der Pflegeversicherung, zu den ambulanten Pflegediensten und den stationären Pflegeeinrichtungen finden Sie hier.

Analysen

erste Seite des Fachbeitrages 1/2018

Stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen in Sachsen – Entwicklungen 1999 bis 2015 und ein Ausblick bis 2030

Die Pflegesituation in Sachsen ist durch eine besondere Dynamik gekennzeichnet. Durch die Alterung der Bevölkerung stellt die Zunahme der Zahl der Pflegebedürftigen die Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Die Statistik zu den Leistungsempfängern der Pflegeversicherung bietet eine Grundlage für quantitative Aussagen zur Entwicklung der Pflegesituation. Nachdem in einem früheren Beitrag [1] die Inanspruchnahme der verschiedenen Leistungsarten betrachtet wurde, steht in diesem Beitrag die Darstellung der Pflegeeinrichtungen im Mittelpunkt. Es wird die Entwicklung von Anzahl, Beschäftigten und betreuten Pflegebedürftigen seit 1999, dem Jahr der ersten Erhebung zur Pflegestatistik, dargestellt.

erste Seite des Fachbeitrages 2/2017

Die Pflegesituation in Sachsen 2015 im Spiegel der amtlichen Statistik

Die Pflegesituation in Sachsen ist durch eine besondere Dynamik gekennzeichnet. Durch die Alterung der Bevölkerung stellt die Zunahme der Zahl der Pflegebedürftigen die Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Die Statistik zu den Leistungsempfängern der Pflegeversicherung bietet eine Grundlage für quantitative Aussagen zur Entwicklung der Pflegesituation. Der Fokus dieses Beitrages liegt auf der Inanspruchnahme der verschiedenen Leistungsarten. Neben der Darstellung des Istzustandes auf Basis der letzten Erhebung im Dezember 2015 geben die Betrachtung der Veränderungen seit Dezember 2013 und der Bezug auf die Bevölkerung die Möglichkeit, den Sachverhalt in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext zu betrachten.

Deckblatt Statistisch betrachtet Ausgabe 2018

Pflege in Sachsen - Ausgabe 2018

Die vorliegende Broschüre stellt Ergebnisse aus der amtlichen Statistik zur Pflegesituation in Sachsen in anschaulicher Form vor. Sie ist in die Themenschwerpunkte Pflegebedürftigkeit, Pflegeeinrichtungen und Pflegepersonal gegliedert.

Deckblatt der Zeitschrift 3/2013

Ambulante und stationäre Versorgung von Pflegebedürftigen in Sachsen

Im Ergebnis der Erhebungen zur Pflege im Dezember 2011 bestätigte sich der Trend einer steigenden Anzahl Pflegebedürftiger. Im vorliegenden Beitrag, erschienen in Heft 3/2013 »Statistik in Sachsen« wird schwerpunktmäßig auf die Entwicklung der professionellen Pflege im Hinblick auf die Beschäftigungssituation im ambulanten und stationären Bereich eingegangen.

Deckblatt der Zeitschrift 4/2011

Pflegebedürftigkeit in Sachsen im Spiegel der amtlichen Statistik

Der Schwerpunkt des in »Statistik in Sachsen, Heft 4/2011« erschienenen Beitrages liegt auf einer Betrachtung der Entwicklung der Pflegebedürftigkeit seit Beginn der Erhebungen zur Pflege in der amtlichen Statistik im Jahr 1999 und einer auch regionalisierten Analyse des Zustandes am Jahresende 2009. Allgemeine Fragen und Ergebnisse zu Prognosen/Vorausberechnungen auf diesem Gebiet werden nur kurz angerissen.

Deckblatt der Zeitschrift 3/2009

Pflegebedürftigkeit in Sachsen 1999 bis 2007

Erschienen in der Zeitschrift »Statistik in Sachsen, 3/2009, Seite 56 bis 60«, informiert der Artikel über die Ergebnisse der Statistiken zu pflegebedürftigen Menschen 1999 bis 2007 in Sachsen.

Ausführlich wird die Problematik einer zukünftigen Entwicklung im Pflegebereich in einer vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) in Auftrag gegebenen Studie der Universität Freiburg betrachtet.

Erläuterungen

Die Bundesstatistik über die ambulanten und stationären Pflege- einrichtungen wird als Bestandserhebung ab dem Berichtsjahr 1999 in zweijährigem Erhebungsturnus jeweils zum Stichtag 15. Dezember von den Statistischen Landesämtern durchgeführt. Wegen des hohen Anteils von Pflegebedürftigen mit Pflegegeldleistungen, die nicht in einer Einrichtung betreut werden, erfolgt ergänzend beim Statistischen Bundesamt eine Erhebung über die Pflegegeldempfänger, ebenfalls zweijährlich ab dem Berichtsjahr 1999 zum Stichtag 31. Dezember.

Änderung bei der Ermittlung der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen ab 2009
Ab der Erhebung 2009 werden die in stationären Einrichtungen teilstationär Versorgten bei der Ermittlung der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen nicht mehr berücksichtigt, da sie in der Regel parallel auch Pflegegeld und/oder ambulante Sachleistungen erhalten und somit bereits in der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen enthalten sind.
Diese methodische Änderung wurde notwendig, da durch die Reformen der Pflegeversicherung im Sommer 2008 der Anreiz, Leistungen der teilstationären Pflege parallel zu Pflegegeld und/oder ambulanten Sachleistungen zu beziehen, deutlich angestiegen ist. Ursache hierfür ist vor allem, dass der höchstmögliche Gesamtanspruch aus der Kombination von Leistungen der Tages- und Nachtpflege mit ambulanten Sachleistungen oder dem Pflegegeld durch die Reform auf das 1,5fache des bisherigen Betrages gestiegen ist.

Schwerbehinderte Menschen

Die Daten zu schwerbehinderten Menschen werden im Zweijahresturnus erhoben.

Tabellen und Grafiken

Schwerbehinderte Menschen mit gültigem Schwerbehindertenausweis in Sachsen am 31. Dezember für ausgewählte Jahre bis 2017

Merkmal 2017 2015 2013 2007 2001
Insgesamt 406 250 391 137 377 550 296 485 274 984
je 1 000 Einwohner 95,8 93,3 70,3 62,7
männlich 201 868 193 884 186 763 145 896 134 400
weiblich 204 382 197 253 190 787 150 589 140 584
unter 15 Jahre 7 279 6 702 6 543 4 595 5 768
15 bis unter 60 Jahre 113 605 115 844 119 709 108 425 100 996
60 und mehr Jahre 285 366 268 591 251 298 183 465 168 220
darunter mit
überwiegend
körperlicher
Behinderungen
257 736 250 496 243 279 198 075 195 870
...geistig-seelischer
Behinderungen
101 515 96 274 92 793 70 304 57 794
darunter mit
Behinderung in Folge
einer allgemeine
Krankheit
(einschließlich
Impfschaden)
369 459 353 095 338 177 251 602 225 666
...eines Unfalls
(einschließlich
Arbeitsunfall,
Berufskrankheit
und Wegeunfall)
7 767 7 955 8 133 8 936 9 843
… einer anerkannte
Kriegs-, Wehrdienst-
oder Zivildienst-
beschädigung
984 1 235 1 513 3 115 6 198
...mit angeborene
Behinderung
22 242 22 821 23 431 25 361 26 000
mit einer Behinderung 343 675 331 779 322 070 260 128 229 484
mit mehreren
Behinderungen
62 575 59 358 55 480 36 357 45 500

Zur Quotenberechnung dienen die Bevölkerungsdaten zum jeweiligen Jahresende aus der Bevölkerungsfortschreibung; seit 2011 auf Basis des Zensus 2011.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Weitere Tabellen sind über die GENESIS-Online Datenbank abrufbar. 

Schwerbehinderte Menschen in Sachsen am 31. Dezember ab 1995 nach Art der schwersten Behinderung

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Schwerbehindertenzahl in Sachsen von 1995 bis 2017 in Hinblick auf die Art der schwersten Behinderung. Sichtbar wird, dass trotz weiterer Dominanz der körperlichen Behinderungen inzwischen fast jeder vierte Inhaber eines Schwerbehindertenausweises an einer geistig-seelischen Behinderung leidet.

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Schwerbehindertenzahl in Sachsen von 1995 bis 2017 in Hinblick auf die Art der schwersten Behinderung. Sichtbar wird, dass trotz weiterer Dominanz der körperlichen Behinderungen inzwischen fast jeder vierte Inhaber eines Schwerbehindertenausweises an einer geistig-seelischen Behinderung leidet.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2018, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Analysen

Ende 2017 waren beim Kommunalen Sozialverband in Sachsen 406 250 schwerbehinderte Menschen mit einem Behinderungsgrad von 50 und mehr registriert. Davon waren 201 868 (49,7 Prozent) männlich und 204 382 (50,3 Prozent) weiblich. Gegenüber 2015 wurden am 31. Dezember 2017 insgesamt 15 113 (3,9 Prozent) mehr schwerbehinderte Personen gezählt, wobei die Anzahl der männlichen schwerbehinderten Menschen um 4,1 Prozent und die der weiblichen um 3,6 Prozent gestiegen ist.
Bei 90,9 Prozent der schwerbehinderten Menschen war die Ursache der schwersten Behinderung eine Krankheit (einschließlich Impfschaden). Fast jeder sechste schwerbehinderte Mensch (62 575 Personen) litt an mehreren Behinderungen.
Etwa drei von fünf schwerbehinderten Menschen (59,2 Prozent) waren 65 Jahre und älter. Mehr als jeder dritte schwerbehinderte Mensch befand sich im Alter von 25 bis unter 65 Jahren: der Anteil der 45- bis unter 65-Jährigen war dabei mit 28,7 Prozent über dreimal so hoch wie der der 25 bis unter 45-Jährigen mit 8,4 Prozent. Unter 25 Jahre alt waren 3,6 Prozent der schwerbehinderten Menschen.

    Erläuterungen

    Schwerbehinderte Menschen sind Personen mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis, die von den Versorgungsämtern aufgrund vorhandener gesundheitlicher Schäden einen Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr zuerkannt bekommen.
    Die Bundesstatistik über schwerbehinderte Menschen wird vom Statistischen Landesamt Sachsen ab dem Berichtsjahr 1993 im zweijährigen Erhebungsturnus jeweils zum Stichtag 31. Dezember durchgeführt. Auskunftspflichtig sind die Versorgungsämter bzw. der Kommunale Sozialverband Sachsen, welche für die Anerkennung der Behinderteneigenschaft und die damit verbundene Ausweisausstellung für Behinderte zuständig sind.
    Behinderte Menschen mit einem Grad von weniger als 50 sind nicht Bestandteil dieser Statistik. Personen, die zwar die Voraussetzung für eine Anerkennung als Behinderte besitzen, aber keinen Antrag bei der Versorgungsverwaltung stellten, werden im Rahmen dieser Statistik nicht nachgewiesen, ebenso wie schwerbehinderte Menschen, deren Ausweis am Erhebungsstichtag noch nicht ausgestellt bzw. nicht ausgehändigt war.

    Landesblindengeld

    Tabellen und Grafiken

    Leistungen nach dem Landesblindengeldgesetz für ausgewählte Jahre von 2005 bis 2017

    Merkmal 2017 2016 2015 2010 2005
    Leistungsempfänger
    am 31. Dezember
    14 709 15 097 15 490 16 877 18 051
    davon Landesblindengeld 5 912 6 107 6 289 7 258 8 334
    davon Nachtteilsausgleich 8 797 8 990 9 201 9 619 9 717
    Leistungen in 1000 € 28 496 28 529 29 188 35 900 39 429
    davon Landesblindengeld 20 276 20 280 20 789 26 927 30 239
    davon Nachtteilsausgleich 8 220 8 249 8 399 8 973 9 190

    Quelle: Kommunaler Sozialverband Sachsen (ab 2008),  Sächsisches Landesamt für Familie und Soziales (bis 2007)

    (© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

    Im Rahmen des Landesblindengeldgesetzes wird seit dem 01.01.1996 auch ein Nachteilsausgleich bei hochgradiger Sehschwäche, Gehörlosigkeit und für schwerstbehinderte Kinder (mit Grad der Behinderung 100) gewährt.

    Leistungen nach dem Landesblindengeldgesetz in Sachsen ab 2005

    Die Grafik zeigt die Entwicklung der Ausgaben und Empfängerzahlen nach dem Landesblindengeldgesetz. Dabei wird deutlich, dass die als Linie dargestellten rückläufigen Ausgaben maßgeblich vom Landesblindengeld bestimmt sind, wo etwa drei Viertel der Ausgaben anfallen. Auch bei den als Säulen abgebildeten Empfängerzahlen ist zu sehen, dass der Rückgang durchgängig und stärker blinde Leistungsempfänger betrifft. Empfängerzahlen und Ausgaben beim Nachteilsausgleich sind weniger und nur tendenziell rückläufig.

    Die Grafik zeigt die Entwicklung der Ausgaben und Empfängerzahlen nach dem Landesblindengeldgesetz. Dabei wird deutlich, dass die als Linie dargestellten rückläufigen Ausgaben maßgeblich vom Landesblindengeld bestimmt sind, wo etwa drei Viertel der Ausgaben anfallen. Auch bei den als Säulen abgebildeten Empfängerzahlen ist zu sehen, dass der Rückgang durchgängig und stärker blinde Leistungsempfänger betrifft. Empfängerzahlen und Ausgaben beim Nachteilsausgleich sind weniger und nur tendenziell rückläufig.
    (© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2018, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

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    Medieninformationen

    Körperliche Beeinträchtigungen häufigste Behinderungsart

    Über 406 000 Schwerbehinderte in Sachsen

    12. Mai – Internationaler Tag der Pflege

    Mehr Pflegebedürftige werden zu Hause betreut

    3. Dezember - Internationaler Tag der behinderten Menschen

    Weitere Informationen

    Deutschland- und Länderergeb- nisse zur Pflegestatisik finden Sie in den Publikationen des statistischen Bundesamtes.

    Hier finden Sie wichtige Informationen zu den Statistiken.

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