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Pflege, Schwerbehinderte Menschen

Pflege

Die Daten zu den Leistungsempfängern der Pflegeversicherung, zu den ambulanten Pflegediensten und den stationären Pflegeeinrichtungen werden seit 1999 im Zweijahresturnus erhoben. 

Tabellen und Grafiken

Leistungsempfänger der Pflegeversicherung

Pflegebedürftige als Leistungsempfänger der Pflegeversicherung in Sachsen im Dezember von 2009 bis 2017

Merkmal 2017 2015 2013 2011 2009
Leistungsempfänger
insgesamt

204 797

166 792

149 461

138 987

131 714
je 1 000 Einwohner 50,2 40,8 36,9 33,6 31,6
männlich 74 887 58 709 51 546 46 164 42 284
weiblich 129 910 108 083 97 915 92 823 89 430
im Alter von
unter 25 Jahren

8 780

5 383

4 936

4 493

4 783
...25 bis
unter 65 Jahren

25 396

19 821

18 810

17 136

16 181
...65 und mehr Jahren 170 621 141 588 125 715 117 358 110 750
Prozentualer Anteil
Leistungsempfänger
in stationärer Pflege


24,9


29,4


31,1


33,0


33,1
… ausschließlich von
ambulanten
Pflegediensten betreut


14,6


14,3


16,8


17,3


18,1
… mit Kombi-
nationsleistungen
(ambulante Pflege und
Geldleistungen)



14,8



15,5



12,2



10,1



10,1
… als reine
Pflegegeldempfänger

45,6

40,8

39,9

39,6

38,8

Bei der Insgesamtzahl der Pflegebedürftigen und dem hier ausgewiesenen Anteil der stationär Betreuten gilt seit 2009 folgende Regelung: Die von den Pflegeeinrichtungen gemeldeten teilstationär betreuten Pflegebedürftigen werden hier nicht berücksichtigt; ausgenommen sind seit 2017 teilstationär betreute Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1. Diese Regelung dient der Vermeidung von Doppelzählungen, da diese Empfängergruppen größtenteils schon durch den Erhalt anderer Leistungen (als Pflegegeldempfänger bzw.Betreute ambulanter  Pflegedienste) in der Gesamtzahl enthalten sind.
Eine Kombination von Geld- und Sachleistungen liegt bei Pflegebedürftigen vor, die zwar Pflegegeldleistungen erhalten, gleichzeitig aber auch durch ambulante Pflegedienste betreut werden. 

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Leistungsempfänger der Pflegeversicherung in Sachsen im Dezember bis 2017 nach Altersgruppen

Ersichtlich ist die große und steigende Anzahl Pflegebedürftiger als Leistungsempfänger der Pflegeversicherung sowie der steigende Anteil von Pflegebedürftigen an der Bevölkerung. Der überproportionale Anstieg 2017 ist Ergebnis der Erweiterung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes im Rahmen des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes.

Ersichtlich ist die große und steigende Anzahl Pflegebedürftiger als Leistungsempfänger der Pflegeversicherung sowie der steigende Anteil von Pflegebedürftigen an der Bevölkerung. Der überproportionale Anstieg 2017 ist Ergebnis der Erweiterung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes im Rahmen des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2019, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Leistungsempfänger der Pflegeversicherung in Sachsen im Dezember bis 2017 nach der Leistungsart

Im methodisch vergleichbaren Zeitraum von 2009 bis 2015 hat sich der Anteil der Pflegebedürftigen in vollstationärere Pflege stetig leicht verringert. Ebenso stetig sank die Anzahl der Empfänger mit ausschließlich Sachleistungen der ambulanten Pflegedienste. Der Anteil der Pflegebedürftigen ohne professionelle Pflegeleistungen bzw. vor allem derer mit einer Kombination aus Angehörigen- und professioneller Pflege ist dagegen immer weiter angestiegen. Verstärkt sinkende Anteile der stationären Pfflege und stark erhöhte der reinen Pflegegeldempfänger kennzeichnen die Situation 2017 nach Einführung des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes.

Im methodisch vergleichbaren Zeitraum von 2009 bis 2015 hat sich der Anteil der Pflegebedürftigen in vollstationärere Pflege stetig leicht verringert. Ebenso stetig sank die Anzahl der Empfänger mit ausschließlich Sachleistungen der ambulanten Pflegedienste. Der Anteil der Pflegebedürftigen ohne professionelle Pflegeleistungen bzw. vor allem derer mit einer Kombination aus Angehörigen- und professioneller Pflege ist dagegen immer weiter angestiegen. Verstärkt sinkende Anteile der stationären Pfflege und stark erhöhte der reinen Pflegegeldempfänger kennzeichnen die Situation 2017 nach Einführung des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2019, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Pflegebedürftige als Leistungsempfänger der Pflegeversicherung in Sachsen im Dezember 2017 nach Pflegegraden

Merkmal Ins-
gesamt
In
stationären
Einrich-
tungen
betreut
Von
ambulanten
Pflege-
diensten
betreut
Mit
aus-
schließlich
Pflegegeld-
leistungen
Leistungs-
empfänger
insgesamt


204 797


57 603


60 247


93 487
Pflegegrad 1 3 101 135 2 966 x
Pflegegrad 2 95 437 9 920 29 156 58 152
Pflegegrad 3 59 655 19 239 18 049 25 093
Pflegegrad 4 32 632 18 670 7 434 8 146
Pflegegrad 5 13 832 9 458 2 642 2 096
noch keiner
Pflegestufe
zugeordnet


140


181


x


x
Prozentualer
Anteil
Leistungs-
empfänger
mit Pflegegrad 1




1,5




0,2




4,9




x
...Pflegegrad 2 46,6 17,2 48,4 62,2
...Pflegegrad 3 29,1 33,4 30,0 26,8
...Pflegegrad 4 15,9 32,4 12,3 8,7
...Pflegegrad 5 6,8 16,4 4,4 2,2
... noch keiner
Pflegestufe
zugeordnet


0,1


0,3


x


x

Zu Bildung der Gesamtanzahl der Leistungsempfänger werden zur Vermeidung von Doppelzählungen mit nichtstationären Leistungen ab 2017 unter den stationär betreuten Pflegebedürftigen nur die vollstationär betreuten sowie die teilstationär betreuten mit Pflegegrad 1 herangezogen. Bei separater Betrachtung der stationär betreuten Pflegebedürftigen und ihrer Aufteilung nach Pflegegraden werden alle stationär betreuten berücksichtigt.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

In stationären Pflegeeinrichtungen betreute Pflegebedürftige in Sachsen am 15. Dezember von 2009 bis 2017

Merkmal 2017 2015 2013 2011 2009
Leistungsempfänger
insgesamt

57 603

54 091

50 534

48 712

45 825
männlich 16 922 15 330 13 816 12 610 11 352
weiblich 40 681 38 761 36 718 36 102 34 473
in vollstationärer
Dauerpflege

49 720

47 861

45 641

44 874

42 692
in Kurzzeitpflege 1 277 1 254 868 941 872
in teilstationärer Pflege 6 606 4 976 4 025 2 897 2 261
Prozentualer Anteil
männlich

29,4

28,3

27,3

25,9

24,8
… weiblich 70,6 71,7 72,7 74,1 75,2
... in vollstationärer
Dauerpflege

86,3

88,5

90,3

92,1

93,2
... in Kurzzeitpflege 2,2 2,3 1,7 1,9 1,9
... in teilstationärer
Pflege

11,5

9,2

8,0

5,9

4,9

In der Gesamtzahl der stationär betreuten Pflegebedürftigen werden auch alle teilstationär betreuten mit berücksichtigt.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Von ambulanten Pflegediensten betreute Pflegebedürftige in Sachsen am 15. Dezember von 2009 bis 2017

Merkmal 2017 2015 2013 2011 2009
Leistungsempfänger
insgesamt

60 247

49 618

43 359

38 085

37 087
männlich 19 416 15 686 13 288 11 302 10 702
weiblich 40 831 33 932 30 071 26 783 26 385
Betreuung als
Kombinationsleistung

30 371

25 831

18 177

14 003

13 291
Betreuung ausschließlich
durch Pflegedienst

29 876

23 787

25 182

24 082

23 796
Prozentualer Anteil
männlich

32,2

31,6

30,6

29,7

28,9
… weiblich 67,8 68,4 69,4 70,3 71,1
...Betreuung als
Kombinationsleistung

50,4

52,1

41,9

36,8

35,8
...Betreuung ausschließlich
durch Pflegedienst

49,6

47,9

58,1

63,2

64,2

Die Tabelle enthält alle von ambulanten Pflegediensten betreuten Leistungsempfänger, inklusive derjenigen, die zwar Pflegegeldleistungen erhalten, gleichzeitig aber durch ambulante Pflegedienste betreut werden (mit Kombinatonsleistungen). 

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Leistungsempfänger der Pflegeversicherung mit ausschließlich Pflegegeld in Sachsen im Dezember von 2009 bis 2017

Merkmal 2017 2015 2013 2011 2009
Leistungsempfänger
insgesamt

93 487

68 059

59 593

55 087

51 063
männlich 40 866 29 491 25 896 23 246 20 973
weiblich 52 621 38 568 33 697 31 841 30 090
Prozentualer Anteil
männlich

43,7

43,3

43,5

42,2

41,1
… weiblich 56,3 56,7 56,5 57,8 58,9

Die Tabelle enthält nur die Leistungsempfänger mit Pflegegeld, die nicht durch ambulante Pflegedienste, sondern zu Hause ausschließlich von Angehörigen, Lebenspartnern, Nachbarn oder sonstigen ehrenamtlichen oder nicht erwerbsmäßigen Pflegepersonen gepflegt werden. 

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen

Stationäre Pflegeeinrichtungen, verfügbare Plätze, Beschäftigte und betreute Pflegebedürftige in Sachsen am 15. Dezember von 2009 bis 2017

Merkmal 2017 2015 2013 2011 2009
Einrichtungen insgesamt 970 885 866 804 729
mit freigemeinnützigem
Träger

503

478

501

461

427
mit privatem Träger 429 374 325 312 270
mit öffentlichem Träger 38 33 40 31 32
Verfügbare Plätze
insgesamt

58 201

55 266

51 741

50 487

48 124
Plätze für vollstationäre
Dauerpflege

51 974

50 146

47 580

46 996

44 962
für Kurzzeitpflege 986 1 005 945 1 077 1 155
für Tages- und Nachtpflege 5 241 4 115 3 216 2 414 2 007
Plätze je 1 000 Einwohner 14,3 13,5 12,8 12,2 11,5
Beschäftigte insgesamt 41 311 38 504 34 997 33 759 31 302
Beschäftigte in der
körperbezogenen Pflege

26 507

25 385

24 335

23 514

22 086
Vollzeitbeschäftigte 8 920 8 132 7 512 7 878 7 578
männliche Beschäftigte 7 164 6 227 5 598 5 225 4 868
Betreute Pflegebedürftige
insgesamt

57 603

54 091

50 534

48 712

45 825
im Alter unter 65 Jahren 3 825 3 890 3 876 3 750 3 618
im Alter von 65 und mehr
Jahren

53 778

50 201

46 658

44 962

42 207
Betreute je 1 000 Einwohner 14,1 13,2 12,5 11,8 11,0
Betreute je Beschäftigtem 1,4 1,4 1,4 1,4 1,5
darunter dauerhaft
vollstationär betreute
Pflegebedürftige


49 720


47 861


45 641


44 874


42 692
im Alter unter 65 Jahren 3 317 3 472 3 512 3 476 3 379
im Alter von 65 und mehr
Jahren

46 403

44 389

42 129

41 398

39 313
Betreute je 1 000 Einwohner 12,2 11,7 11,3 10,8 10,2

Die Zahl der insgesamt stationär betreuten Pflegebedürftigen enthält Pflegebedürftige in vollstationärer Dauerpflege, in Kurzzeitpflege und teilstationär Betreute.
Der 2017 eingeführte Begriff der „körperbezogenen Pflege“ grenzt diesen Tätigkeitsbereich besser von anderen Betreuungstätigkeiten ab. Er ersetzt die zuvor verwendete Bezeichnung „Pflege und Betreuung",  die einen in etwa vergleichbaren Tätigkeitsbereich umfasste.

 

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Ambulante Pflegedienste, Beschäftigte und betreute Pflegebedürftige in Sachsen am 15. Dezember von 2009 bis 2017

Merkmal 2017 2015 2013 2011 2009
Ambulante Pflegedienste
insgesamt

1 121

1 068

1 052

1 005

997
mit freigemeinnützigem
Träger

342

325

312

295

290
mit privatem Träger 770 736 728 704 697
mit öffentlichem Träger 9 7 12 6 10
Beschäftigte insgesamt 26 774 24 201 22 412 19 400 17 048
Beschäftigte in der
körperbezogenen Pflege

19 078

16 608

15 911

13 859

12 310
Vollzeitbeschäftigte 8 224 7 710 7 779 6 790 5 993
männliche Beschäftigte 3 385 2 791 2 492 1 949 1 526
betreute Pflegebedürftige
insgesamt

60 247

49 618

43 359

38 085

37 087
unter 15 Jahren 305 184 114 79 129
15 bis unter 65 Jahre 6 123 4 520 3 976 3 283 3 111
65 und mehr Jahre 53 819 44 914 39 269 34 723 33 847
Betreute je 1000 Einwohner 14,8 12,1 10,7 9,2 8,9
Betreute je Beschäftigtem 2,3 2,1 1,9 2,0 2,2
darunter Pflegebedürftige mit
Kombinationsleistungen

30 371

25 831

18 177

14 003

13 291
Anteil Pflegebedürftige
mit Kombinationsleistungen

50,4

52,1

41,9

36,8

35,8

Pflegebedürftige mit Kombinationsleistungen sind von ambulanten Pflegediensten betreute Pflegebedürftige, bei denen ein Teil der Pflege unter Zuhilfename des Pflegegelds in eigener Regie realisiert wird, meist als Pflege durch Angehörige. Man spricht deshalb hier von einer Kombination aus Geld- und Sachleistungen.
Der 2017 eingeführte Begriff der „körperbezogenen Pflege“ grenzt diesen Tätigkeitsbereich besser von anderen Betreuungstätigkeiten ab. Er ersetzt die zuvor verwendete Bezeichnung „Grundpflege", die einen in etwa vergleichbaren Tätigkeitsbereich umfasste.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Einrichtungen für die stationäre und ambulante Pflege in Sachsen am 15. Dezember bis 2017

Das Säulendiagramm zeigt, dass seit 1999 die geringere Anzahl stationärer Pflegeeinrichtungen einen stärkeren Zuwachs erfuhr als die anfangs fast doppelt so hohe Zahl ambulanter Pflegedienste. Stationäre Einrichtungen befinden sich überwiegend in freigemeinnütziger Trägerschaft, ambulante Pflegedienste dagegen in privater. Es gibt insbesondere in der ambulanten Pflege kaum Einrichtungen mit öffentlichem Träger.

Das Säulendiagramm zeigt, dass seit 1999 die geringere Anzahl stationärer Pflegeeinrichtungen einen stärkeren Zuwachs erfuhr als die anfangs fast doppelt so hohe Zahl ambulanter Pflegedienste. Stationäre Einrichtungen befinden sich überwiegend in freigemeinnütziger Trägerschaft, ambulante Pflegedienste dagegen in privater. Es gibt insbesondere in der ambulanten Pflege kaum Einrichtungen mit öffentlichem Träger.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2019, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Ausführlichere Daten zu den Leistungsempfängern der Pflegeversicherung, zu den ambulanten Pflegediensten und den stationären Pflegeeinrichtungen finden Sie hier.

Analysen

erste Seite des Fachbeitrages 1/2018

Stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen in Sachsen – Entwicklungen 1999 bis 2015 und ein Ausblick bis 2030

Die Pflegesituation in Sachsen ist durch eine besondere Dynamik gekennzeichnet. Durch die Alterung der Bevölkerung stellt die Zunahme der Zahl der Pflegebedürftigen die Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Die Statistik zu den Leistungsempfängern der Pflegeversicherung bietet eine Grundlage für quantitative Aussagen zur Entwicklung der Pflegesituation. Nachdem in einem früheren Beitrag [1] die Inanspruchnahme der verschiedenen Leistungsarten betrachtet wurde, steht in diesem Beitrag die Darstellung der Pflegeeinrichtungen im Mittelpunkt. Es wird die Entwicklung von Anzahl, Beschäftigten und betreuten Pflegebedürftigen seit 1999, dem Jahr der ersten Erhebung zur Pflegestatistik, dargestellt.

erste Seite des Fachbeitrages 2/2017

Die Pflegesituation in Sachsen 2015 im Spiegel der amtlichen Statistik

Die Pflegesituation in Sachsen ist durch eine besondere Dynamik gekennzeichnet. Durch die Alterung der Bevölkerung stellt die Zunahme der Zahl der Pflegebedürftigen die Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Die Statistik zu den Leistungsempfängern der Pflegeversicherung bietet eine Grundlage für quantitative Aussagen zur Entwicklung der Pflegesituation. Der Fokus dieses Beitrages liegt auf der Inanspruchnahme der verschiedenen Leistungsarten. Neben der Darstellung des Istzustandes auf Basis der letzten Erhebung im Dezember 2015 geben die Betrachtung der Veränderungen seit Dezember 2013 und der Bezug auf die Bevölkerung die Möglichkeit, den Sachverhalt in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext zu betrachten.

Deckblatt Statistisch betrachtet Ausgabe 2018

Pflege in Sachsen - Ausgabe 2018

Die vorliegende Broschüre stellt Ergebnisse aus der amtlichen Statistik zur Pflegesituation in Sachsen in anschaulicher Form vor. Sie ist in die Themenschwerpunkte Pflegebedürftigkeit, Pflegeeinrichtungen und Pflegepersonal gegliedert.

Deckblatt der Zeitschrift 3/2013

Ambulante und stationäre Versorgung von Pflegebedürftigen in Sachsen

Im Ergebnis der Erhebungen zur Pflege im Dezember 2011 bestätigte sich der Trend einer steigenden Anzahl Pflegebedürftiger. Im vorliegenden Beitrag, erschienen in Heft 3/2013 »Statistik in Sachsen« wird schwerpunktmäßig auf die Entwicklung der professionellen Pflege im Hinblick auf die Beschäftigungssituation im ambulanten und stationären Bereich eingegangen.

Deckblatt der Zeitschrift 4/2011

Pflegebedürftigkeit in Sachsen im Spiegel der amtlichen Statistik

Der Schwerpunkt des in »Statistik in Sachsen, Heft 4/2011« erschienenen Beitrages liegt auf einer Betrachtung der Entwicklung der Pflegebedürftigkeit seit Beginn der Erhebungen zur Pflege in der amtlichen Statistik im Jahr 1999 und einer auch regionalisierten Analyse des Zustandes am Jahresende 2009. Allgemeine Fragen und Ergebnisse zu Prognosen/Vorausberechnungen auf diesem Gebiet werden nur kurz angerissen.

Deckblatt der Zeitschrift 3/2009

Pflegebedürftigkeit in Sachsen 1999 bis 2007

Erschienen in der Zeitschrift »Statistik in Sachsen, 3/2009, Seite 56 bis 60«, informiert der Artikel über die Ergebnisse der Statistiken zu pflegebedürftigen Menschen 1999 bis 2007 in Sachsen.

Ausführlich wird die Problematik einer zukünftigen Entwicklung im Pflegebereich in einer vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) in Auftrag gegebenen Studie der Universität Freiburg betrachtet.

Erläuterungen

Die Bundesstatistik über die ambulanten und stationären Pflege- einrichtungen wird als Bestandserhebung ab dem Berichtsjahr 1999 in zweijährigem Erhebungsturnus jeweils zum Stichtag 15. Dezember von den Statistischen Landesämtern durchgeführt. Wegen des hohen Anteils von Pflegebedürftigen mit Pflegegeldleistungen, die nicht in einer Einrichtung betreut werden, erfolgt ergänzend beim Statistischen Bundesamt eine Erhebung über die Pflegegeldempfänger, ebenfalls zweijährlich ab dem Berichtsjahr 1999 zum Stichtag 31. Dezember.

Änderung bei der Ermittlung der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen ab 2009
Ab der Erhebung 2009 werden die in stationären Einrichtungen teilstationär Versorgten bei der Ermittlung der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen nicht mehr berücksichtigt, da sie in der Regel parallel auch Pflegegeld und/oder ambulante Sachleistungen erhalten und somit bereits in der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen enthalten sind.
Diese methodische Änderung wurde notwendig, da durch die Reformen der Pflegeversicherung im Sommer 2008 der Anreiz, Leistungen der teilstationären Pflege parallel zu Pflegegeld und/oder ambulanten Sachleistungen zu beziehen, deutlich angestiegen ist. Ursache hierfür ist vor allem, dass der höchstmögliche Gesamtanspruch aus der Kombination von Leistungen der Tages- und Nachtpflege mit ambulanten Sachleistungen oder dem Pflegegeld durch die Reform auf das 1,5fache des bisherigen Betrages gestiegen ist.

Nochmalige Veränderung bei der Ermittlung der Gesamtzahl ab 2017
Bei der Ermittlung der Gesamtzahl werden zur Vermeidung von Doppelzählungen weiterhin prinzipiell die von den Einrichtungen gemeldeten teilstationär betreuten Pflegebedürftige nicht berücksichtigt. Eine Ausnahme bilden dabei jedoch die teilstationär betreuten Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 1, die in die Berechnung mit einfließen.

Neuerungen durch das Zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) ab 2017
Das PSG II gilt als bedeutendste Reform der Pflegeversicherung seit deren Einführung 1995.
Die wichtigsten Veränderungen sind:
- die Erweiterung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs
- ein neues einheitliches Begutachtungssystem
- eine Einteilung in 5 Pflegegrade anstelle der zuvor gültigen Pflegestufen 1-3

Schwerbehinderte Menschen

Die Daten zu schwerbehinderten Menschen werden im Zweijahresturnus erhoben.

Tabellen und Grafiken

Schwerbehinderte Menschen mit gültigem Schwerbehindertenausweis in Sachsen am 31. Dezember für ausgewählte Jahre bis 2017

Merkmal 2017 2015 2013 2007 2001
Insgesamt 406 250 391 137 377 550 296 485 274 984
je 1 000 Einwohner 95,8 93,3 70,3 62,7
männlich 201 868 193 884 186 763 145 896 134 400
weiblich 204 382 197 253 190 787 150 589 140 584
unter 15 Jahre 7 279 6 702 6 543 4 595 5 768
15 bis unter 60 Jahre 113 605 115 844 119 709 108 425 100 996
60 und mehr Jahre 285 366 268 591 251 298 183 465 168 220
darunter mit
überwiegend
körperlicher
Behinderungen
257 736 250 496 243 279 198 075 195 870
...geistig-seelischer
Behinderungen
101 515 96 274 92 793 70 304 57 794
darunter mit
Behinderung in Folge
einer allgemeine
Krankheit
(einschließlich
Impfschaden)
369 459 353 095 338 177 251 602 225 666
...eines Unfalls
(einschließlich
Arbeitsunfall,
Berufskrankheit
und Wegeunfall)
7 767 7 955 8 133 8 936 9 843
… einer anerkannte
Kriegs-, Wehrdienst-
oder Zivildienst-
beschädigung
984 1 235 1 513 3 115 6 198
...mit angeborene
Behinderung
22 242 22 821 23 431 25 361 26 000
mit einer Behinderung 343 675 331 779 322 070 260 128 229 484
mit mehreren
Behinderungen
62 575 59 358 55 480 36 357 45 500

Zur Quotenberechnung dienen die Bevölkerungsdaten zum jeweiligen Jahresende aus der Bevölkerungsfortschreibung; seit 2011 auf Basis des Zensus 2011.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Weitere Tabellen sind über die GENESIS-Online Datenbank abrufbar. 

Schwerbehinderte Menschen in Sachsen am 31. Dezember ab 1995 nach Art der schwersten Behinderung

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Schwerbehindertenzahl in Sachsen von 1995 bis 2017 in Hinblick auf die Art der schwersten Behinderung. Sichtbar wird, dass trotz weiterer Dominanz der körperlichen Behinderungen inzwischen fast jeder vierte Inhaber eines Schwerbehindertenausweises an einer geistig-seelischen Behinderung leidet.

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Schwerbehindertenzahl in Sachsen von 1995 bis 2017 in Hinblick auf die Art der schwersten Behinderung. Sichtbar wird, dass trotz weiterer Dominanz der körperlichen Behinderungen inzwischen fast jeder vierte Inhaber eines Schwerbehindertenausweises an einer geistig-seelischen Behinderung leidet.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2018, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Analysen

Ende 2017 waren beim Kommunalen Sozialverband in Sachsen 406 250 schwerbehinderte Menschen mit einem Behinderungsgrad von 50 und mehr registriert. Davon waren 201 868 (49,7 Prozent) männlich und 204 382 (50,3 Prozent) weiblich. Gegenüber 2015 wurden am 31. Dezember 2017 insgesamt 15 113 (3,9 Prozent) mehr schwerbehinderte Personen gezählt, wobei die Anzahl der männlichen schwerbehinderten Menschen um 4,1 Prozent und die der weiblichen um 3,6 Prozent gestiegen ist.
Bei 90,9 Prozent der schwerbehinderten Menschen war die Ursache der schwersten Behinderung eine Krankheit (einschließlich Impfschaden). Fast jeder sechste schwerbehinderte Mensch (62 575 Personen) litt an mehreren Behinderungen.
Etwa drei von fünf schwerbehinderten Menschen (59,2 Prozent) waren 65 Jahre und älter. Mehr als jeder dritte schwerbehinderte Mensch befand sich im Alter von 25 bis unter 65 Jahren: der Anteil der 45- bis unter 65-Jährigen war dabei mit 28,7 Prozent über dreimal so hoch wie der der 25 bis unter 45-Jährigen mit 8,4 Prozent. Unter 25 Jahre alt waren 3,6 Prozent der schwerbehinderten Menschen.

    Erläuterungen

    Schwerbehinderte Menschen sind Personen mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis, die von den Versorgungsämtern aufgrund vorhandener gesundheitlicher Schäden einen Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr zuerkannt bekommen.
    Die Bundesstatistik über schwerbehinderte Menschen wird vom Statistischen Landesamt Sachsen ab dem Berichtsjahr 1993 im zweijährigen Erhebungsturnus jeweils zum Stichtag 31. Dezember durchgeführt. Auskunftspflichtig sind die Versorgungsämter bzw. der Kommunale Sozialverband Sachsen, welche für die Anerkennung der Behinderteneigenschaft und die damit verbundene Ausweisausstellung für Behinderte zuständig sind.
    Behinderte Menschen mit einem Grad von weniger als 50 sind nicht Bestandteil dieser Statistik. Personen, die zwar die Voraussetzung für eine Anerkennung als Behinderte besitzen, aber keinen Antrag bei der Versorgungsverwaltung stellten, werden im Rahmen dieser Statistik nicht nachgewiesen, ebenso wie schwerbehinderte Menschen, deren Ausweis am Erhebungsstichtag noch nicht ausgestellt bzw. nicht ausgehändigt war.

    Landesblindengeld

    Tabellen und Grafiken

    Leistungen nach dem Landesblindengeldgesetz für ausgewählte Jahre von 2005 bis 2018

    Merkmal 2018 2017 2015 2010 2005
    Leistungsempfänger
    am 31. Dezember
    14 313 14 709 15 490 16 877 18 051
    davon Landesblindengeld 5 712 5 912 6 289 7 258 8 334
    davon Nachtteilsausgleich 8 601 8 797 9 201 9 619 9 717
    Leistungen in 1000 € 30 448 28 496 29 188 35 900 39 429
    davon Landesblindengeld 19 378 20 276 20 789 26 927 30 239
    davon Nachtteilsausgleich 11 070 8 220 8 399 8 973 9 190

    Quelle: Kommunaler Sozialverband Sachsen (ab 2008), Sächsisches Landesamt für Familie und Soziales (bis 2007)

    (© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

    Im Rahmen des Landesblindengeldgesetzes wird seit dem 01.01.1996 auch ein Nachteilsausgleich bei hochgradiger Sehschwäche, Gehörlosigkeit und für schwerstbehinderte Kinder (mit Grad der Behinderung 100) gewährt.

    Leistungen nach dem Landesblindengeldgesetz in Sachsen ab 2005

    Die Grafik zeigt die Entwicklung der Ausgaben und Empfängerzahlen nach dem Landesblindengeldgesetz. Die Empfängerzahlen und Ausgaben des Blindengeldes (als grüne Säulen bzw, Linie dargesterllt) sind außer den Ausgaben in 2010 durchgängig rückläufig. Die Empfängerzahlen und Ausgaben beim Nachteilsausgleich sind nur tendenziell und viel weniger rückläufig. 2018 gab es hier im Bereich der Ausgaben sogar einen deutlichen Anstieg durch erheblich verbesserte Leistungen (an Steigerung der Gesamtausgaben in roter Linie ersichtlich).

    Die Grafik zeigt die Entwicklung der Ausgaben und Empfängerzahlen nach dem Landesblindengeldgesetz. Die Empfängerzahlen und Ausgaben des Blindengeldes (als grüne Säulen bzw, Linie dargesterllt) sind außer den Ausgaben in 2010 durchgängig rückläufig. Die Empfängerzahlen und Ausgaben beim Nachteilsausgleich sind nur tendenziell und viel weniger rückläufig. 2018 gab es hier im Bereich der Ausgaben sogar einen deutlichen Anstieg durch erheblich verbesserte Leistungen (an Steigerung der Gesamtausgaben in roter Linie ersichtlich).
    (© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2019, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

    Marginalspalte

    Medieninformationen

    38 000 - fast ausschließlich zu Hause versorgte - Pflegebedürftige mehr in Sachsen innerhalb von zwei Jahren

    3. Dezember - Internationaler Tag der behinderten Menschen

    Körperliche Beeinträchtigungen häufigste Behinderungsart

    Über 406 000 Schwerbehinderte in Sachsen

    Weitere Informationen

    Deutschland- und Länderergeb- nisse zur Pflegestatisik finden Sie in den Publikationen des statistischen Bundesamtes.

    Hier finden Sie wichtige Informationen zu den Statistiken.

    © Statistisches Landesamt