Statistik - Sozialhilfe, Wohngeld
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Sozialhilfe, Wohngeld

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel SGB XII

Tabellen und Grafiken

Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in Sachsen am 31. Dezember für ausgewählte Jahre bis 2017

Merkmal 2017 2016 2015 2010 2005
Insgesamt 30 002 29 248 31 238 24 682 21 149
  je 1 000 Einwohner 8,5 9,0 6,9 5,7
  männlich 16 670 16 107 16 841 12 399 9 844
  weiblich 13 332 13 141 14 397 12 283 11 305
  Ausländer 2 888 2 671 2 502 1 860 1 468
außerhalb von
Einrichtungen
23 044 22 147 23 067 17 578 13 544
in Einrichtungen 6 958 7 101 8 171 7 104 7 605
voll erwerbsgemindert
im Alter von 18 Jahren bis
Altersgrenze
18 650 18 537 19 455 15 393 12 576
   davon männlich 11 380 11 256 11 825 9 165 7 356
   davon weiblich 7 270 7 281 7 630 6 228 5 220
   davon Ausländer 353 333 292 169 93
   davon außerhalb
von Einrichtungen
13 481 13 179 13 400 10 157 7 277
   davon in 
Einrichtungen
5 169 5 358 6 055 5 236 5 299
Altersgrenze und älter 11 352 10 711 11 783 9 289 8 573
je 1 000 Einwohner 10,5 11,7 9,1 9,0
   davon männlich 5 290 4 851 5 016 3 234 2 488
   davon weiblich 6 062 5 860 6 767 6 055 6 085
   davon Ausländer 2 535 2 338 2 210 1 691 1 375
   davon außerhalb
von Einrichtungen
9 563 8 968 9 667 7 421 6 267
   davon in
 Einrichtungen
1 789 1 743 2 116 1 868 2 306

Quelle für die Bevölkerungsdaten (zur Quotenberechnung) ist die Bevölkerungsfortschreibung - seit 2011 auf Basis des Zensus 2011.
Die Quoten der Leistungsempfänger insgesamt werden hier auf die Bevölkerung im Alter von 18 und mehr Jahren bezogen, da für unter 18-Jährige keine Leistungsberechtigung besteht.
Zur Quotenberechnung der Leistungsempfänger ab der Altersgrenze wird von der  Bevölkerung im Alter ab 65 Jahren der entsprechende Anteil der hier noch nicht leistungsberechtigten Bevölkerung abgezogen (s. Erläuterungen).

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Die Altersgrenze orientiert sich an der Regelaltersgrenze, diese verschiebt sich seit 2012 jährlich um einen Monat. Vor Erreichen des gesetzlichen Rentenalters ist eine anerkannte Erwerbsminderung gemäß § 43 Abs.2 SGB VI Leistungsvoraussetzung. 

Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in Sachsen am 31. Dezember ab 2003

Das Balkendiagramm zeigt die Entwicklung der beiden Empfängergruppen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung jeweils in bzw. außerhalb von Einrichtungen. Den größten Anteil haben voll Erwerbsgeminderte außerhalb von Einrichtungen.<BR>Bei tendenziell steigenden Empfängerzahlen sanken diese jedoch 2009 und 2016 ab. Als Ursache kommen hier außer Rentenerhöhungen vor allem gesetzliche Änderungen beim Wohngeld in Betracht. Durch besseren Zugang zum Wohngeld konnte der Empfang von Grundsicherungsleistungen öfter vermieden werden.

Das Balkendiagramm zeigt die Entwicklung der beiden Empfängergruppen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung jeweils in bzw. außerhalb von Einrichtungen. Den größten Anteil haben voll Erwerbsgeminderte außerhalb von Einrichtungen.
Bei tendenziell steigenden Empfängerzahlen sanken diese jedoch 2009 und 2016 ab. Als Ursache kommen hier außer Rentenerhöhungen vor allem gesetzliche Änderungen beim Wohngeld in Betracht. Durch besseren Zugang zum Wohngeld konnte der Empfang von Grundsicherungsleistungen öfter vermieden werden.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2018, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Erläuterungen

Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung wurde im Jahr 2003 zunächst auf Basis des Gesetzes über eine bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung eingeführt, um die sogenannte »verschämte Armut« einzugrenzen. Älteren bzw. voll erwerbsgeminderten Menschen wird damit eine bedarfsorientierte Leistung garantiert, ohne dass sie im Normalfall einen Unterhaltsrückgriff auf Eltern bzw. Kinder befürchten müssen ...

Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem 3. Kapitel

Tabellen und Grafiken

Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt in Sachsen am 31. Dezember für ausgewählte Jahre bis 2016

Merkmal 2016 2015 2010 2005 2004 1995
Insgesamt 14 372 16 453 12 533 13 350 139 944 66 184
je
1 000 Einwohner
4,0 3,0 3,1 32,6 14,5
männlich 8 391 9 483 7 198 6 878 64 148 28 678
weiblich 5 981 6 970 5 335 6 472 75 796 37 506
Ausländer 444 354 192 202 11 276 2 589
in Einrichtungen 8 065 9 991 8 513 10 882 350 2 468
Anteil
in Einrichtungen
56,1 60,7 67,9 81,5 0,3 3,7
außerhalb von
Einrichtungen
6 307 6 462 4 020 2 468 139 594 63 716
je
1 000 Einwohner
1,6 1,0 0,6 32,5 14,0
männlich 3 666 3 703 2 456 1 369 64 066 28 077
weiblich 2 641 2 759 1 564 1 099 75 528 35 639
Ausländer 399 316 153 178 11 276 2 278
unter 18 Jahre 1 088 1 122 922 612 52 311 28 196
18 bis unter 65
Jahre
4 899 5 111 3 075 1 711 85 994 34 242
65 und mehr Jahre 320 229 23 145 1 289 1 278

Quelle für die Bevölkerungsdaten zum jeweiligen Jahresende ist die Bevölkerungsfortschreibung - ab 2011 auf Basis des Zensus 2011.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Dezember 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Diese Hilfeleistung wurde im Jahr 2005 weitestgehend durch die sogenannten Hartz IV-Leistungen abgelöst. Nähere Informationen zu den Veränderungen finden Sie in den Erläuterungen.

Personengemeinschaften von Empfängern von Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen nach ihrem Typ

Bei den hier dargestellten Personengemeinschaften (geänderte Bezeichnung ab Statistik 2015) handelt es sich um die Personen eines Haushaltes, für die eine gemeinsame Bedarfsberechnung erfolgt.<BR>Zwei Kreisringe stellen die Empfängerstruktur am Jahresende 2016 der vor Einführung von »Hartz IV« gegenüber. Dargestellt werden die Anteile der einzelnen »Bedarfsgemeinschaftstypen« am Hilfeempfang. Während 2016 einzeln nachgewiesene Haushaltsvorstände über drei Viertel dieser Personengemeinschaften stellten, waren es 2004 nur reichlich 40 %. Ebenfalls sehr stark vertreten waren damals Alleinerziehende (26 %), aber auch Paare mit oder ohne Kinder, 2016 dagegen »einzeln nachgewiesene minderjährige Haushaltsangehörige« (12,0 %; siehe Erläuterungen).

Bei den hier dargestellten Personengemeinschaften (geänderte Bezeichnung ab Statistik 2015) handelt es sich um die Personen eines Haushaltes, für die eine gemeinsame Bedarfsberechnung erfolgt.
Zwei Kreisringe stellen die Empfängerstruktur am Jahresende 2016 der vor Einführung von »Hartz IV« gegenüber. Dargestellt werden die Anteile der einzelnen »Bedarfsgemeinschaftstypen« am Hilfeempfang. Während 2016 einzeln nachgewiesene Haushaltsvorstände über drei Viertel dieser Personengemeinschaften stellten, waren es 2004 nur reichlich 40 %. Ebenfalls sehr stark vertreten waren damals Alleinerziehende (26 %), aber auch Paare mit oder ohne Kinder, 2016 dagegen »einzeln nachgewiesene minderjährige Haushaltsangehörige« (12,0 %; siehe Erläuterungen).
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Dezember 2017, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Erläuterungen

Diese Hilfeleistung dient dem Bestreiten des Lebensunterhaltes, wenn die Hilfebedürftigkeit durch eigenes Einkommen, das von Verwandten bzw. durch vorrangig zu gewährende andere Sozialleistungen nicht beseitigt werden kann. Der Empfängerkreis dieser Hilfeleistung hat sich mit Einführung des SGB II und XII im Jahr 2005 stark verändert.

Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel SGB XII

Tabellen und Grafiken

Empfänger von Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel SGB XII (bis 2004 Bezeichnung: »Hilfe in besonderen Lebenslagen«) für ausgewählte Jahre bis 2016

Merkmal 2016 2015 2010 2005 2000
Insgesamt 68 717 70 695 63 909 54 548 54 216
je 1 000 Einwohner 16,8 17,4 15,4 12,7 12,2
männlich 38 366 39 225 35 028 29 887 28 874
weiblich 30 351 31 470 28 881 24 661 25 342
unter 18 Jahre 18 032 19 057 17 712 15 747 16 855
18 bis unter 65 Jahre 36 475 36 915 33 221 27 684 28 573
65 und mehr Jahre 14 210 14 723 12 976 11 117 8 788
Ausländer 1 603 1 546 1 253 763 2 864
außerhalb von Einrichtungen 33 848 34 651 25 058 18 972 21 884
in Einrichtungen 44 457 45 535 41 895 36 910 33 384
Hilfe zur Pflege 16 520 17 130 15 354 13 470 9 104
darunter vollstationär 10 667 11 026 10 052 9 318 6 209
Eingliederungshilfe für
 behinderte Menschen
47 663 48 651 43 790 37 188 33 408
darunter Leistungen
in Werkstätten für
behinderte Menschen
15 937 15 926 14 803 12 518 10 229
darunter Hilfen zum selbst-
bestimmten Wohnen
17 773 17 442 14 761 11 890 ·
darunter heilpädagogische
Leistungen für Kinder
11 452 11 881 12 192 10 283 8 672
Hilfen zur Gesundheit 1 745 2 115 2 253 3 435 12 417
darunter
Anspruchsberechtigung
auf Krankenbehandlung
gemäß § 264 Abs. 2 SGB V
1 575 1 709 2 093 2 945 x
Anzahl Fälle inkl. der
Anspruchsberechtigung
auf Krankenbehandlung
69 378 71 420 64 978 56 236 54 216

Empfänger mehrerer Leistungen werden bei jeder Hilfeart gezählt, sind im Insgesamt jedoch nur einmal enthalten. Die Anspruchsberechtigung auf Krankenbehandlung nach § 264 Abs. 2 SGB V ersetzt seit Mitte 2004 in einem Großteil der Fälle die unmittelbar über das Sozialamt zu erbringenden Hilfen zur Gesundheit. Die hier Anspruchsberechtigeten werden im Rahmen der Hilfen zur Gesundheit mit ausgewiesen, sie zählen jedoch nicht als »Leistungsempfänger« (siehe Erläuterungen).
Zur Berechnung der bevölkerungsbezogenen Quoten wurden Daten der Bevölkerungsfortschreibung jeweils mit Stand 30. Juni des entsprechenden Jahres verwandt - ab 2011 auf Basis des Zensus 2011.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Empfänger von Hilfe in besonderen Lebenslagen bzw. von Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel SGB XII in Sachsen

Das Diagramm stellt die Empfänger der wichtigsten Leistungsarten in Säulenform dar. Eine Linie bildet die Gesamtzahl der Leistungsempfänger inklusive der Personen, die über das Sozialamt nur eine Anspruchsberechtigung auf Krankenbehandlung haben, ab (ohne Mehrfachzählung, s. Anmerkungen zur Tabelle).<BR>Ersichtlich ist die große Bedeutung der Eingliederungshilfe für behindere Menschen, aber auch Einschnitte bei der Hilfe zur Pflege, den Hilfen zur Gesundheit und erstmals 2016 bei der Eingliederungshilfe durch gesetzliche Änderungen im Bereich der Pflege- und der Krankenversicherung.

Das Diagramm stellt die Empfänger der wichtigsten Leistungsarten in Säulenform dar. Eine Linie bildet die Gesamtzahl der Leistungsempfänger inklusive der Personen, die über das Sozialamt nur eine Anspruchsberechtigung auf Krankenbehandlung haben, ab (ohne Mehrfachzählung, s. Anmerkungen zur Tabelle).
Ersichtlich ist die große Bedeutung der Eingliederungshilfe für behindere Menschen, aber auch Einschnitte bei der Hilfe zur Pflege, den Hilfen zur Gesundheit und erstmals 2016 bei der Eingliederungshilfe durch gesetzliche Änderungen im Bereich der Pflege- und der Krankenversicherung.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2018, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Analysen

Deckblatt der Zeitschrift »Statistik in Sachsen«, 2/2014

Eingliederungshilfe für behinderte Menschen in Sachsen

Der in der Zeitschrift »Statistik in Sachsen 2/2014« erschienene Artikel liefert Einblick in diesen wichtigen Bestandteil der Sozialhilfe. Ein Schwerpunkt ist die empfänger- und ausgabenseitige Entwicklung dieser Leistung, wobei auch regionale Vergleiche innerhalb Sachsens und mit anderen Bundesländern gezogen werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Betrachtung der beiden dominierenden Hilfearten in diesem Bereich – der Leistungen in Werkstätten für behinderte Menschen und der Hilfe zum selbstbestimmten Wohnen in betreuten Wohnmöglichkeiten.

Erläuterungen

Leistungen nach dem Fünften bis Neunten Kapitel SGB XII werden Personen in besonders schwierigen Lebenssituationen zur Bewältigung dieser speziellen Notlage gewährt. Diese Leistungen wurden deshalb bis 2004 unter dem Begriff »Hilfe in besonderen Lebenslagen« zusammengefasst. Sie werden oft parallel zu Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes gewährt. Empfänger mehrerer Leistungen werden bei jeder Hilfeart gezählt, sind in der Gesamtempfängerzahl jedoch nur einmal enthalten. Folgende Leistungen sind in den einzelnen Kapiteln des SGB XII geregelt: 

  • Hilfen zur Gesundheit (Fünftes Kapitel)
  • Eingliederungshilfe für behinderte Menschen (Sechstes Kapitel) 
  • Hilfe zur Pflege (Siebentes Kapitel) 
  • Hilfe in anderen Lebenslagen (Achtes Kapitel) 
  • Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten (Neuntes Kapitel)

Unterschiedliche Gesetzeslagen haben Einfluss auf die einzelnen Leistungen…

Ausgaben und Einnahmen der Sozialhilfe nach dem SGB XII

Tabellen und Grafiken

Auszahlungen und Einzahlungen der Sozialhilfeträger für Leistungen nach dem SGB XII von 2011 bis 2016 (in 1 000 €)

Merkmal 2016 2015 2014 2013 2012
Bruttoauszahlungen
insgesamt
889 011 847 582 797 643 761 076 705 865
Einzahlungen
insgesamt
107 195 101 577 101 030 118 837 69 268
darunter
Leistungen anderer
Sozialleistungsträger
89 692 84 971 84 023 98 199 54 880
Nettoauszahlungen
insgesamt
781 817 746 005 696 613 642 239 636 597
Hilfe zum
Lebensunterhalt
42 493 41 521 34 570 30 195 28 547
Grundsicherung
im Alter und bei
Erwerbsminderung
153 422 157 623 142 944 132 215 116 654
Hilfe nach dem
5. bis 9. Kapitel
585 902 546 862 519 098 479 829 491 396
darunter
Eingliederungshilfe für
behinderte Menschen
486 680 454 348 427 521 395 643 411 379
darunter
Hilfe zur Pflege
73 189 69 710 66 405 59 686 60 883
darunter
Hilfen zur Gesundheit
15 002 11 411 15 043 15 051 11 031

Durch Anwendung des doppischen Rechnungswesens im Ergebnis der Reform des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens wurden die Begrifflichkeiten geändert.
Die Nettoauszahlungen errechnen sich als Differenz aus im Berichtsjahr getätigten Auszahlungen der Leistungsträger abzüglich verbuchter Einzahlungen.
Bei den Hilfen zur Gesundheit sind die Erstattungen an Krankenkassen für eine Übernahme der Krankenbehandlung gemäß § 264 Abs. 7 SGB V enthalten.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, September 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Die  im Rahme des SGB XII getätigten Ausgaben zur Sicherung des Lebensunterhaltes stellen nur einen geringen Teil der insgesamt geleisteten Hilfen auf diesem Gebiet dar. Der überwiegende Teil wird im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitsuchende geleistet. Die Statistik hierfür liegt in Verantwortung der Bundesagentur für Arbeit.

Die über die Finanzsysteme der Bundesagentur für Arbeit (BA) realisierten Ausgaben finden sie unter:

Nettoauszahlungen der Sozialhilfe nach dem SGB XII bzw. BSHG für ausgewählte Jahre bis 2016 nach Hilfearten

Das Balkendiagramm vergleicht die Nettoauszahlungen der sächsischen Sozialhilfträger für Leistungen nach dem SGB XII mit den entsprechenden Ausgaben vor 2005. Während nach BSHG (Bundessozialhilfegesetz) und GSiG (Gesetz über eine bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) die grün dargestellten Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts 2004 nach stetigem Anstieg etwa die Hälfte aller Leistungen ausmachten, sanken sie stark im Zusammenhang mit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Hartz IV) im Jahr 2005. Seitdem verursacht die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen die höchsten Ausgaben im Rahmen der Sozialhilfe.

Das Balkendiagramm vergleicht die Nettoauszahlungen der sächsischen Sozialhilfträger für Leistungen nach dem SGB XII mit den entsprechenden Ausgaben vor 2005. Während nach BSHG (Bundessozialhilfegesetz) und GSiG (Gesetz über eine bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) die grün dargestellten Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts 2004 nach stetigem Anstieg etwa die Hälfte aller Leistungen ausmachten, sanken sie stark im Zusammenhang mit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Hartz IV) im Jahr 2005. Seitdem verursacht die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen die höchsten Ausgaben im Rahmen der Sozialhilfe.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, September 2017, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Analysen

Artikel »Statistik der Ausgaben und Einnahmen der Sozialhilfe vor und nach der Einführung von Hartz IV«

Dieser Beitrag stellt die durch Hartz IV hervorgerufenen Veränderungen bei den Ausgaben der Sozialhilfe den Auswirkungen früherer Gesetzesänderungen gegenüber. Betrachtet werden sächsische Leistungsdaten im Zeitraum von 1994 bis 2007. Für die Jahre 2004 und 2005 werden überblicksmäßig auch die Ausgaben für die Arbeitslosenhilfe bzw. die Leistungen nach dem SGB II mit herangezogen.

Erläuterungen

Die Erhebung zu den Ausgaben und Einnahmen der Sozialhilfe wird jährlich für das abgelaufene Kalenderjahr durchgeführt. Bis 2004 umfasste diese Statistik die Ausgaben nach dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG), seit 2005 die Ausgaben nach dem SGB XII. Die 2003 eingeführte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung hatte zunächst eine eigene gesetzliche Grundlage, wurde aber 2005 mit ins SGB XII integriert. Zur besseren Vergleichbarkeit werden für 2003 und 2004 die auf diesem Gebiet getätigten Ausgaben in den Zeitreihen mit hinzugezogen.

Wohngeld

Tabellen und Grafiken

Haushalte mit Wohngeld in Sachsen am 31. Dezember für ausgewählte Jahre zwischen 2005 und 2016

Merkmal 2016 2015 2014 2010 2005
Wohngeldhaushalte
insgesamt
53 500 42 091 52 521 100 008 82 506
je 100 Haushalte 2,5 1,9 2,4 4,5 3,8
reine Wohngeldhaushalte 50 919 38 725 47 804 80 188 79 714
mit Mietzuschuss 47 489 36 037 44 542 73 481 70 892
mit Lastenzuschuss 3 430 2 688 3 262 6 707 8 822
Haupteinkommensbezieher
(vor 2013 Antragssteller) ...
ist erwerbstätig
14 479 11 480 14 210 23 282 27 216
ist arbeitslos 2 079 2 064 2 492 6 257 10 460
ist Rentner/Pensionär 29 149 20 045 25 159 41 816 32 514
Anteil
Einpersonenhaushalte
66,5 63,9 65,4 67,1 59,3
monatlicher
Wohngeldanspruch
(in €)
124 94 94 106 85
wohngeldrechtliche
Teilhaushalte
2 581 3 366 4 717 19 820 2 792
mit Mietzuschuss 2 533 3 300 4 623 19 314 2 374
mit Lastenzuschuss 48 66 94 506 418

Als monatlicher Wohngeldanspruch wird der Durchschnittswert im Berichtsmonat ausgewiesen. In den Jahren 2009 und 2010 (hier: 2010) ist ein nicht herausrechenbarer Heizkostenzuschlag enthalten.
Der Erwerbsstatus des Haupteinkommensbeziehers wird erst seit 2013 erfasst, zuvor nur der des Antragsstellers.
Quelle der Haushaltanzahl insgesamt (jeweiliger Jahresdurchschnitt) ist der Mikrozensus.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Dezember 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Dargestellt werden hier nur Haushalte mit Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz. Die Empfängern von Mindestsicherungsleistungen erhalten seit 2005 Kosten für Unterkunft und Heizung ausschließlich im Rahmen der jeweiligen Leistung und sind dementsprechend hier nicht enthalten.

Bis 2004 wurde Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz als vorrangige Sozialleistung auch Empfängern mit Leistungen zum Lebensunterhalt gewährt (s. Erläuterungen). Dieses wurde im Gegensatz zum »allgemeinen Wohngeld« als »besonderer Mietzuschuss« gezahlt.

 

Haushalte mit Wohngeld in Sachsen am 31. Dezember für ausgewählte Jahre zwischen 1995 und 2004

Merkmal 2004 2000 1997 1995
Wohngeldhaushalte insgesamt 276 591 235 466 209 947 181 028
je 100 Haushalte 12,8 11,2 10,2 8,9
mit allgemeinem Wohngeld 226 712 194 316 186 833 167 912
als Mietzuschuss 208 598 179 108 172 144 153 310
als Lastenzuschuss 18 114 15 208 14 689 14 602
Antragsteller ist erwerbstätig 44 633 44 891 45 099 41 160
ist arbeitslos 112 516 83 290 77 432 55 616
ist Rentner/Pensionär 45 915 45 938 46 423 53 149
Anteil Einpersonenhaushalte 53,8 52,2 50,5 51,3
monatlicher Wohngeldanspruch 95 89 83 76
mit besonderem Mietzuschuss 49 879 41 150 23 114 13 116
Anteil Einpersonenhaushalte 45,8 42,0 38,8 34,0
monatlicher Wohngeldanspruch 139 123 114 98

Als monatlicher Wohngeldanspruch wird der Durchschnittswert im Berichtsmonat ausgewiesen. Im Jahr 1995 ist hier bei den Empfängern von allgemeinem Wohngeld ein nicht herausrechenbarer Zuschlag für Heiz- und  Warmwasserkosten enthalten.

Das >>allgemeine Wohngeld<< wurde zuvor auch als Tabellenwohngeld bzw. spitzes Wohngeld bezeichnet, der >>besondere Mitzuschuss<< als pauschaliertes Wohngeld.

Quelle der Haushaltanzahl insgesamt (Anzahl Haushalte im jeweiligen Berichtsmonat) ist der Mikrozensus.    

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, September 2012 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet) 

Weitere Tabellen sind über die GENESIS-Online Datenbank abrufbar.

Haushalte mit Wohngeld in Sachsen am 31. Dezember für ausgewählte Jahre von 1995 bis 2016 nach der Art des Wohngeldes

Das Säulendiagramm zeigt die Haushalte mit Wohngeld seit 2005 nach Art des Wohngeldes. Dabei dominieren reine Wohngeldhaushalte mit Mietzuschuss. Durch Änderungen im Wohngeldgesetz stieg die Anzahl der Empfängerhaushalte 2009 und 2016 erheblich an. Der Anstieg bei den wohngeldrechtlichen Teilhaushalten 2009 bis 2011 hatte daneben aber auch methopdische Ursachen (siehe Erläuterungen).

Das Säulendiagramm zeigt die Haushalte mit Wohngeld seit 2005 nach Art des Wohngeldes. Dabei dominieren reine Wohngeldhaushalte mit Mietzuschuss. Durch Änderungen im Wohngeldgesetz stieg die Anzahl der Empfängerhaushalte 2009 und 2016 erheblich an. Der Anstieg bei den wohngeldrechtlichen Teilhaushalten 2009 bis 2011 hatte daneben aber auch methopdische Ursachen (siehe Erläuterungen).
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Dezember 2017, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Das Säulendiagramm zeigt die Anzahl der Wohngeldhaushalte vor der Einführung von Hartz IV. Ihre Anzahl war 2004 etwa dreimal so hoch wie 2005. Das »allgemeine Wohngeld« entspricht dem jetzigen. Es gab keine wohngeldrechtlichen Teilhaushalte, dafür wurde an Empfänger laufender Sozialleistungen Wohngeld in Form von »besonderem Mietzuschuss« gewährt. Diese sind heute vom Wohngeld ausgeschlossen - Kosten für Unterkunft und Heizung erhalten sie im Rahmen der jeweiligen Leistung.

Das Säulendiagramm zeigt die Anzahl der Wohngeldhaushalte vor der Einführung von Hartz IV. Ihre Anzahl war 2004 etwa dreimal so hoch wie 2005. Das »allgemeine Wohngeld« entspricht dem jetzigen. Es gab keine wohngeldrechtlichen Teilhaushalte, dafür wurde an Empfänger laufender Sozialleistungen Wohngeld in Form von »besonderem Mietzuschuss« gewährt. Diese sind heute vom Wohngeld ausgeschlossen - Kosten für Unterkunft und Heizung erhalten sie im Rahmen der jeweiligen Leistung.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, September 2012, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Hinweis:

Die Daten zu den Wohngeldempfängern 2013 wurden korrigiert. Die auf dieser Seite von November 2014 bis Februar 2015 veröffentlichten Daten waren aufgrund eines Programmfehlers zu hoch ausgewiesen.

Analysen

Am 31. Dezember 2016 erhielten in Sachsen insgesamt 53 5500 Haushalte Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz. Davon waren 50 909 (95,2 Prozent) reine Wohngeldhaushalte. Weitere 2 581 Haushalte waren so genannte wohngeldrechtliche Teilhaushalte, also Mischhaushalte, in denen nur ein Teil der Haushaltsmitglieder Wohngeld bezog. Gegenüber dem gleichen Stichtag des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl der Haushalte mit Wohngeldempfang um 11 409 Haushalte bzw. 27,1 Prozent. Der Anstieg fiel bei den reinen Wohngeldhaushalten mit 31,5 Prozent noch stärker aus, da die Anzahl der wohngeldrechtlichen Teilhaushalte weiterhin sank. Die stark erhöhte Anzahl der reinen Wohngeldhaushalte, deren Entwicklung seit 2010 rückläufig war, hat ihre Ursache in einer erneuten Novellierung des Wohngeldgesetzes mit angepassten Einkommensgrenzen und höheren Wohngeldzahlungen. Ursache für die hohe Anzahl Wohngeldhaushalte 2009 und 2010 war die Wohngeldnovellierungen 2009, die außer leichteren Zugangsvoraussetzungen zum Wohngeld zusätzlich einen Heizkostenzuschuss für diese beiden Jahre beinhaltet hatten. Bezüglich der Teilhaushalte hatte damals außerdem eine methodische Änderung bei der Bedarfsberechnung von Kindern bestanden.

Erläuterungen

Das Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Aufwendungen für den Wohnraum, wenn die Höhe der Miete oder Belastung die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Haushaltes übersteigt. Damit soll auch einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten ein angemessenes und familiengerechtes Wohnen ermöglicht werden. Auf die Zahlung von Wohngeld besteht bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen ein Rechtsanspruch.

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Medieninformationen

Höhere Auszahlungen für Sozialleistungen in Sachsen 

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung – mehr Eingliederungshilfen in Sachsen 2015 gewährt 

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