Hauptinhalt

Verdiensterhebung

Ab 2022 wird die Verdiensterhebung monatlich bei einer Stichprobe von 3 600 Betrieben in Sachsen durchgeführt.

Ausführliche Informationen unter anderem zu Zweck, Art und Umfang der Erhebung sowie Rechtsgrundlagen und Auskunftspflicht finden Sie in der Unterrichtung nach Bundesstatistikgesetz und Datenschutz-Grundverordnung.

Ein wichtiges Ziel ist es, den Arbeitsaufwand für die Betriebe bei der Meldung der Daten zu reduzieren, die gemäß Entgeltbescheinigungsverordnung in der Lohnabrechnungssoftware und als Personalstammdaten in den Unternehmen vorliegen.

Infografik mit Inhalten der neuen Verdiensterhebung: Verdienstangaben, Tarifbindung, Geschlecht, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Tätigkeitsschlüssel, Personengruppen, Beschäftigungsbeginn, Bezahlte Arbeitsstunden

Was wird gemeldet?

Hier finden Sie den aktuellen Mustererhebungsbogen als druckbare PDF-Datei. Die Fragen und zugehörigen Erläuterungen geben Einblicke in die aus der Erhebung zu erwartenden Ergebnisse sowie die Absichten der Statistik.

Im April 2021 wurde die Erhebung einmalig durchgeführt, um die Verdienstdaten für die Mindestlohnkommission zu erheben und um den Ablauf und das Verfahren für den monatlichen Betrieb ab 2022 zu optimieren.

Sie melden zu dieser Statistik?

Für die elektronische Übermittlung Ihrer Daten stehen Ihnen folgende Lieferwege zur Verfügung:

e.STATISTIK.core

IDEV

Wichtige Hinweise

Die Meldung soll sich stets auf alle Angaben beziehen, die auf der Verdienstabrechnung für den Berichtsmonat aufgeführt werden, unabhängig davon,

  • auf welche Monate sich ggfs. diese Zahlungen beziehen oder
  • ob die Zahlungen für den Monat x erst im Laufe des Monats x+1 erfolgt.

Beispiele:

  • Werden über die Februar-Verdienstabrechnung erfolgsabhängige Zahlungen für den Monat Januar gezahlt, so sind diese Zahlungen für den Berichtsmonat Februar zu erfassen.
  • Werden die Verdienstkürzungen für den Kurzarbeit-Monat Januar erst mit der Februar-Abrechnung vorgenommen, so sind die gekürzten Verdienste auch erst mit der Meldung für den Berichtsmonat Februar zu melden.

Ein Beschäftigungsverbot wird z. B. gegenüber Schwangeren ausgesprochen, die in gesundheitsgefährdenden Bereichen arbeiten. Da dem Arbeitgeber die Gehaltszahlungen dieser Personen von der Krankenkasse erstattet werden (U2-Umlage), sind diese Personen nicht zu melden.

Die Zahlungen, mit denen der Arbeitgeber bei Quarantäne seiner Beschäftigten in Vorlage tritt, sind kein Verdienstbestandteil und somit beim Bruttomonatsverdienst bzw. den bezahlten Arbeitsstunden nicht zu erfassen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet.

Gleiches gilt für verauslagte Zahlungen an Personen, die aufgrund einer infektionsbedingten, amtlich verordneten Schließung von Schulen, Kindergärten oder Behinderteneinrichtungen zu Hause bleiben müssen, um ihre Kinder zu betreuen.

Eine Entschädigung für Verdienstausfall wird nach § 56 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) gewährt, wenn eine Person als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern einem Tätigkeitsverbot oder einer Absonderung unterworfen wird. Die Entschädigung ist abhängig vom Verdienstausfall: Für die ersten sechs Wochen wird sie in voller Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Mit Beginn der siebten Woche wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 7 Absatz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) gewährt, soweit der Verdienstausfall nicht die Jahresarbeitsentgeltgrenze von gesetzlichen Krankenkassen übersteigt.

Das Kurzarbeitergeld ist eine Sozialleistung, die nicht bei den Bruttoverdiensten anzugeben ist. Ebenfalls nicht anzugeben sind Arbeitszeiten für die die Beschäftigten auf Grundlage des Kurzarbeitergeldes freigestellt wurde. Der Zuschuss des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld ist hingegen nur dann beim Bruttoverdienst zu berücksichtigen, wenn von den Beschäftigten tatsächlich Arbeitsstunden gegen Entgelt vom Arbeitgeber geleistet wurden. Erhalten Beschäftigte im Berichtsmonat ausschließlich Kurzarbeitergeld, sind diese nicht zu melden.

Einzutragen in Position:

  • Bruttomonatsverdienst und
  • sonstige Bezüge

Ein sonstiger Bezug ist das Arbeitsentgelt, das nicht als laufender Verdienst gezahlt wird. Zu den sonstigen Bezügen gehören insbesondere einmalige Zahlungen, die neben dem laufenden Verdienst gezahlt werden, z. B.:

  1. dreizehnte und vierzehnte Monatsgehälter,
  2. einmalige Abfindungen und Entschädigungen,
  3. Gratifikationen, Tantiemen und Provisionen die nicht fortlaufend gezahlt werden,
  4. Jubiläumszuwendungen, Prämien, unternehmensinterne Coronabeihilfen
  5. Urlaubsgelder, die nicht fortlaufend gezahlt werden, und Entschädigungen zur Abgeltung nicht genommenen Urlaubs,
  6. Vergütungen für Erfindungen,
  7. Weihnachtszuwendungen,
  8. Nachzahlungen und Vorauszahlungen, wenn sich der Gesamtbetrag oder ein Teilbetrag der Nachzahlung oder Vorauszahlung auf Verdienstzahlungszeiträume bezieht, die in einem anderen Jahr als dem der Zahlung enden, oder, wenn Arbeitsverdienst für Verdienstzahlungszeiträume des abgelaufenen Kalenderjahres später als drei Wochen nach Ablauf dieses Jahres zufließt,
  9. Ausgleichszahlungen für die in der Arbeitsphase erbrachten Vorleistungen aufgrund eines Altersteilzeitverhältnisses im Blockmodell, das vor Ablauf der Zeit beendet wird,
  10. Zahlungen innerhalb eines Kalenderjahres als viertel- oder halbjährliche Teilbeträge.

Einzutragen in Position:

  • Bruttomonatsverdienst

In dem Feld »Zuschläge für Schicht-, Samstags-, Sonntags-, Feiertags- und/oder Nachtarbeit« (Nr. 15) werden keine Zulagen (z. B. Erschwerniszulage, Leistungszulage etc.) aufgeführt. Lediglich Bereitschaftsdienst/Rufbereitschaft am Wochenende kann als Zuschlag für Schicht-, Samstags-, Sonntags-, Feiertags- und/oder Nachtarbeit eintragen werden, wenn der betreffende Mitarbeiter im Normalfall am Wochenende keinen Dienst hat. Ansonsten kann diese Position »Zuschläge für Schicht-, Samstags-, Sonntags-, Feiertags- und/oder Nachtarbeit« (Nr. 15) wortwörtlich genommen werden.

Zulagen sind im Bruttoverdienst enthalten. Sie werden regelmäßig ausgezahlt und müssen daher nicht extra ausgewiesen werden.

Einzutragen in Position:

  • Bruttomonatsverdienst

Überstunden die aufgrund von Arbeitszeitverlagerung später in Anspruch genommen werden, werden nicht als Überstunden angegeben und die Zuschläge dafür gehören auch nicht in den Gesamtverdienst für Überstunden.

Einzutragen in Position:

  • Bruttomonatsverdienst

⇒ Es sind keine Zuschläge.

zurück zum Seitenanfang