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Pflege, Schwerbehinderte Menschen

Folgeseite Erläuterungen Pflege

Auskunftspflichtig für diese Statistiken sind die Träger der Pflegedienste und Pflegeheime bzw. die zugelassenen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie die Träger der Pflegeversicherung (Pflegekassen) und die privaten Versicherungsunternehmen.

Leistungsempfänger der Pflegeversicherung
Leistungsempfänger der Pflegeversicherung sind Personen, die über einen den Stichtag (31. Dezember) umfassenden Zeitraum regelmäßig Leistungen der Pflegeversicherung erhalten oder eine Leistung zum Stichtag genehmigt bekamen. Voraussetzung dafür ist eine vom Medizinischen Dienst zuerkannte Pflegestufe, für die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch – Elftes Buch – Soziale Pflegeversicherung (SGB XI) gezahlt werden. Diese Personen erhalten somit Sachleistungen durch ambulante Dienste bzw. in stationären Pflegeeinrichtungen oder Geldleistungen für die Pflege zu Hause durch Angehörige, Lebenspartner, Nachbarn oder sonstige ehrenamtliche oder nicht erwerbsmäßige Pflegepersonen. Sie können aber auch kombinierte Leistungen in Anspruch nehmen: Pflegebedürftige Personen, die zu Hause ausschließlich von Angehörigen, Lebenspartnern, Nachbarn oder sonstigen ehrenamtlichen oder nicht erwerbsmäßigen Pflegepersonen gepflegt werden, sind Pflegegeldempfänger ohne kombinierte Leistungen. Werden darüber hinaus Sachleistungen von Pflegeeinrichtungen erbracht, erhalten diese Personen Pflegegeld und Sachleistungen und zählen als Pflegegeldempfänger mit kombinierten Leistungen.
Nach dem SGB XI ist die Pflegebedürftigkeit in drei Pflegestufen eingeteilt. Die Zuordnung der Pflegestufen erfolgt durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Pflegestufe I erhalten Personen, die erheblich pflegebedürftig sind; Pflegebedürftige der Pflegestufe II sind schwerpflegebedürftig, Pflegebedürftige der Pflegestufe III sind schwerstpflegebedürftig und schließen die Härtefälle mit ein. Härtefälle erfordern einen außergewöhnlich hohen und intensiven Pflegeaufwand, der das übliche Maß der Pflegestufe III weit übersteigt.
Pflegebedürftige mit der Pflegestufe »0« oder »G«, die keine Leistungen von der Pflegeversicherung, jedoch »Hilfe zur Pflege« vom Sozialamt erhalten, werden hier nicht erfasst. Ebenso sind Pflegebedürftige, die Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz, aus der Kranken- und Unfallversicherung beziehen oder Selbstzahler sind, nicht Gegenstand dieser Statistik.

Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen
Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen sind von den Pflegekassen zugelassene Einrichtungen mit einem abgeschlossenen Versorgungsvertrag, die Leistungen im Sinne des SGB XI durchführen.
Ambulante Pflegeeinrichtungen bzw. Pflegedienste sind selbständige Unternehmen mit mindestens einer verantwortlichen und ausgebildeten Pflegefachkraft. Die Pflegebedürftigen werden in der Wohnung gepflegt und hauswirtschaftlich versorgt.
Stationäre Pflegeeinrichtungen (Pflegeheime, Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen) sind selbständige Unternehmen mit mindestens einer verantwortlichen und ausgebildeten Pflegefachkraft, in denen Pflegebedürftige gepflegt und auf Dauer oder auch kurzzeitig ganztägig (vollstationär) und/oder nur tagsüber oder nur nachts (teilstationär) untergebracht und verpflegt werden können.
Die Angaben zu Beschäftigten der ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen weisen ebenfalls nur das nach dem SGB XI eingesetzte Personal aus. Nicht einbezogen sind demzufolge Beschäftigte oder Pflegekräfte, die nur Krankenhilfe leisten oder Personen der Pflegestufen »0« oder »G« betreuen.
Verfügbare Plätze sind am Stichtag zugelassene Pflegeplätze, die gemäß Versorgungsvertrag für Pflegebedürftige mit Leistungen aus der Pflegeversicherung angeboten werden.

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