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Wirtschaft in Sachsen 2019 - unterdurchschnittliches Wachstum - Industrie mit minderndem Beitrag

22.09.2020


Die sächsische Wirtschaft wuchs 2019 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt noch um 0,5 Prozent und damit etwas schwächer als auf Bundesebene (0,6 Prozent). Zu dieser Entwicklung trugen die einzelnen Wirtschaftsbereiche in unterschiedlichem Ausmaß bei. Positive Wachstumsbeiträge kamen einerseits aus den drei Dienstleistungsbereichen, der größte darunter vom Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation mit knapp 0,5 Prozentpunkten. Darüber hinaus war auch das Baugewerbe mit 0,3 Prozentpunkten nennenswert an der aktuellen Wirtschaftsentwicklung beteiligt (siehe Abbildung). Anders als in den Vorjahren hatte die Industrie, genauer das Verarbeitende Gewerbe, 2019 einen stark mindernden Beitrag auf die Wirtschaftsentwicklung in Sachsen in Höhe von reichlich -0,7 Prozentpunkten. Ursächlich dafür war ein realer Wertschöpfungsrückgang um 4,0 Prozent gegenüber 2018, nachdem die Entwicklung zuvor von 2012 an ununterbrochen aufwärtsgerichtet verlief (siehe Tabelle). Diese und weitere Daten aus den verschiedenen Bereichen der amtlichen Wirtschaftsstatistiken für Sachsen, ergänzt um Vergleichsangaben für Deutschland sowie die beiden Großraumregionen Neue Länder und Alte Länder, enthält der aktualisierte Wirtschaftsbericht für den Freistaat Sachsen. Dieser steht als Excel-Arbeitsmappe auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes kostenfrei zur Verfügung.
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1) BIP-Wachstumsbeitrag (Veränderungsbeitrag) = preisbereinigte Veränderung der Bruttowertschöpfung eines Wirtschaftsbereiches bzw. des Saldos aus Gütersteuern und Gütersubventionen* entsprechender Anteil am Bruttoinlandsprodukt des Vorjahres (in jeweiligen Preisen)

Daten sind nur für das Land Sachsen erhältlich.

 

Suizide in Sachsen im Vergleich der letzten 20 Jahre rückläufig

21.09.2020

In den letzten 20 Jahren (1999 bis 2018) setzten in Sachsen insgesamt 13 702 Menschen ihrem Leben selbst ein Ende, davon 10 222 Männer (75 Prozent) und 3 480 Frauen (25 Prozent). Im Jahr 1999 nahmen sich 807 Personen selbst das Leben, im Jahr 2018 waren es 624 Personen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes entsprach das einem Rückgang um 23 Prozent. 2018 betrug die Suizidrate 15,3 Suizide je 100 000 Einwohner (1999: 18,0). Obwohl die Suizidrate bei Männern von 27,7 je 100 000 männliche Einwohner im Jahr 1999 auf 23,0 im Jahr 2018 zurückging, lag sie deutlich über der der Frauen. Die Suizidrate bei Frauen ging von 9,0 je 100 000 weibliche Einwohner im Jahr 1999 auf 7,8 im Jahr 2018 zurück. Im Durchschnitt wurden in den letzten 20 Jahren 75 Prozent aller Suizide von Männern verübt. Die Altersgruppen der 65- jährigen und älteren Männer (3 674 bzw. 36 Prozent) sowie 45- bis unter 65-jährigen Männer (3 669 bzw. 36 Prozent) waren am meisten betroffen. Auf 3 Männer, die von 1999 bis 2018 ihrem Leben selbst ein Ende setzten, kam nur eine Frau. Die 65-jährigen und älteren Frauen waren mit 52 Prozent bzw. 1 798 Suiziden dabei am meisten betroffen. Insgesamt konnte ein Rückgang der Suizide bei Frauen um 22 Prozent von 207 im Jahr 1999 auf 161 im Jahr2018 festgestellt werden. Die weibliche Bevölkerung ging im gleichen Zeitraum um 11 Prozent zurück. Häufigste gewählte Todesart bei Männern als auch bei Frauen war „Erhängen, Strangulierung oder Ersticken“ (59 Prozent), vor „Vergiftung“ (14 Prozent) und „Sturz in die Tiefe“ (12 Prozent). Im Vergleich der Kreisfreien Städte und Landkreise und bezogen auf den Wohnort hatte der Landkreis Mittelsachsen im Jahr 2018 die höchste Suizidrate von 24,7 Suiziden je 100 000 Einwohner. Im Jahr 1999 betrug die Suizidrate im Landkreis Mittelsachsen noch 18,7 Suizide je 100 000 Einwohner. Die niedrigste Suizidrate verzeichnete im Jahr 2018 der Erzgebirgskreis mit 11,8 Suiziden je 100 000 Einwohner. 1999 betrug diese noch 15,8.

Daten sind für das Land Sachsen sowie für Kreisfreie Städte und Landkreise erhältlich.

 

Weltkindertag am 20. September 2020 - Kinder in Sachsen in Coronazeiten

17.09.2020

544 082 Kinder unter 15 Jahren lebten am 31. Dezember 2019 im Freistaat Sachsen. Das waren 13,4 Prozent der Gesamtbevölkerung (4 071 971) und 2 919 Kinder mehr als Ende 2018. Nach der 7. Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung für den Freistaat Sachsen soll die Anzahl der Kinder bis zum Jahr 2035 jedoch um bis zu rund 68 000 zurückgehen und damit unter einer halben Millionen liegen (475 900)1). Durch die Schließung von Kindertageseinrichtungen, Schulen und Freizeitmöglichkeiten waren in den vergangen Monaten auch die Kinder stark vom Corona-Lockdown betroffen. Insgesamt 165 451 Kinder unter 6 Jahren wurden noch zum Stichtag am 1. März 2020 regelmäßig in einer Kindertageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege2) betreut. Die Betreuungsquote3) lag bei den Kindern im Alter von 3 bis unter 6 Jahren bei 94,7. Bei den unter 3-Jährigen war es mehr als die Hälfte der Kinder (52,8 Prozent), die regelmäßig betreut wurden. Für Familien mit schulpflichtigen Kindern war während der Schulschließungen für die Realisierung von Homeschooling vor allem die Ausstattung mit Internetzugang maßgeblich. Im ersten Quartal 2019 verfügten 99,6 Prozent der Haushalte mit mindestens einem Kind über einen Internetzugang.4)
173 144 Kinder unter 15 Jahren waren am 1. Januar 2020 Mitglied im Landessportbund Sachsen e. V. und damit in Folge der Corona Schutzverordnung zeitweise in ihrer Freizeitgestaltung eingeschränkt. Seit dem Jahr 2005 ist die Mitgliederanzahl sowohl insgesamt als auch in dieser Altersgruppe kontinuierlich angestiegen.5)
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1) Datenquelle: 7. Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung für den Freistaat Sachsen, (Variante 2). Weitere Informationen unter: https://www.bevoelkerungsmonitor.sachsen.de/index.html
2) Kinder in mit öffentlichen Mitteln geförderter Kindertagespflege, die nicht zusätzlich eine Kindertageseinrichtung oder eine Ganztagsschule besuchen, sowie Kinder in Kindertageseinrichtungen.
3) Anzahl der betreuten Kinder je 100 Kinder der gleichen Altersgruppe zum Stichtag 31. Dezember 2019, Bezugsgröße Fortschreibungsergebnis auf Basis des Zensus 2011.
4) Datenquelle: Jährliche Haushaltsbefragung zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten 2019
5) Datenquelle: Landessportbund Sachsen e. V., Leipzig

Daten sind für das Land Sachsen erhältlich.

 

Straßenverkehrsunfallbilanz Januar bis Juni 2020 - knapp ein Fünftel weniger Verunglückte auf sächsischen Straßen

16.09.2020

Das geringere Verkehrsaufkommen aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bewirkte einen deutlichen Rückgang des Unfallgeschehens. Bei 5 327 Straßenverkehrsunfällen mit Personenschaden verunglückten auf sächsischen Straßen im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 6 558 Verkehrsteilnehmer. Damit ging nach Angaben des Statistischen Landesamtes sowohl die Zahl der Unfälle als auch die Anzahl der Verunglückten gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 zurück, und zwar um 15,7 bzw. um 19,6 Prozent. 69 Personen verloren bei einem Unfall ihr Leben und damit 15 weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Darunter waren 21 Senioren im Alter von 75 und mehr Jahren - drei mehr als vor einem Jahr. In der Altersgruppe 45 bis unter 60 Jahre wurde der höchste Rückgang registriert, hier sank die Anzahl der getöteten Teilnehmer am Straßenverkehr von 26 auf 9 Personen. Die Anzahl der schwer- und leichtverletzten Verunglückten insgesamt ging mit -16,2 bzw.
-20,7 Prozent stark zurück. Trotz des Corona bedingten geringeren Verkehrsaufkommens stieg die Anzahl der getöteten Fahrradfahrer von 14 auf 16. Die Hälfte von ihnen war 65 Jahre oder älter (acht und damit zwei mehr als von Januar bis Juni 2019), ein Kind unter 15 Jahren kam im Betrachtungszeitraum als Fahrradfahrer ums Leben. Bei allen anderen Arten der Verkehrsbeteiligung waren die Zahlen der getöteten Verkehrsteilnehmer niedriger als im Vorjahreszeitraum. Der Anteil der schwer- und leichtverletzten Fahrradfahrer stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,6 Prozent. In Bussen wurden gut zwei Drittel weniger Verunglückte gezählt, in Personenkraftwagen sank die Anzahl um gut 30 Prozent. Bei den Fußgängern verunglückten ein Viertel weniger.

Daten sind für Sachsen und Kreise erhältlich.

 

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