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Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro betraf bis zu 250 Tausend Beschäftigungsverhältnisse in Sachsen

22.01.2026

Nach einer Schätzung des Statistischen Landesamtes auf Basis der Verdiensterhebung vom April 2025 waren von der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2026 in Sachsen rund 250 Tausend Jobs betroffen. Das sind knapp 15 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse, deren Verdienste bisher unterhalb des Mindestlohns von 13,90 Euro pro Stunde lagen. Damit ergibt sich für diese Beschäftigten insgesamt eine geschätzte Steigerung der Verdienstsumme um bis zu sechs Prozent (rund 18 Millionen Euro).
Frauen profitierten nach der Schätzung überdurchschnittlich häufig von der Mindestlohnerhöhung. In rund 16 Prozent der von Frauen ausgeübten Jobs erhöhte sich demnach der Stundenverdienst, bei Männern waren es nur rund 13 Prozent. Auch innerhalb der einzelnen Branchen gab es deutliche Unterschiede. Der Dienstleistungsbereich war mit 16 Prozent stärker betroffen als das Produzierende Gewerbe mit zehn Prozent.
Zum 1. Januar 2027 soll der Mindestlohn erneut steigen, auf dann 14,60 Euro pro Stunde. Auf Basis der Verdiensterhebung vom April 2025 werden in Sachsen geschätzt maximal 364 Tausend Jobs von der vorgesehenen Erhöhung betroffen sein. Dies entspricht rund 21 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse. Werden diese Jobs ab 1. Januar 2027 mit 14,60 Euro entlohnt, ergibt sich eine weitere Steigerung der geschätzten Verdienstsumme um rund vier Prozent (rund 21 Millionen Euro) im Vergleich zum Zeitpunkt der ersten Erhöhungsstufe ab 
1. Januar 2026.

Methodische Hinweise:
Der Mindestlohn stieg zum 1. Januar 2026 von zuletzt 12,82 Euro pro Stunde auf 13,90 Euro pro Stunde. 
Die Auswertungen berücksichtigen den mindestlohnrelevanten Bruttostundenverdienst ohne Sonderzahlungen, Überstundenverdienste und Zuschläge.
Aufgrund der Ausnahmeregelungen beim Mindestlohn wurden Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten sowie Minderjährige bei den Auswertungen nicht berücksichtigt.

Daten sind nur für das Land Sachsen erhältlich.

Konjunktur in Sachsen: Schwächephase setzt sich fort

21.01.2026

Von Januar bis September 2025 erwirtschaftete die sächsische Industrie1) in knapp 1.300 Betrieben mit rund 230.000 tätigen Personen einen Gesamtumsatz von 56,3 Milliarden Euro. Damit wurde der Wert des Vorjahreszeitraums sowohl nominal um 0,4 Prozent als auch preisbereinigt um rund 2 Prozent (Deutschland analog) unterschritten. Es zeigte sich ferner, dass die realen Rückgänge im Auslandsgeschäft (-3 Prozent auf 23,8 Milliarden Euro) stärker als beim Inlandsumsatz (-2 Prozent auf 32,4 Milliarden Euro) waren.
Die Exporte Sachsens (Spezialhandel) summierten sich insgesamt in den ersten neun Monaten 2025 auf gut 38,6 Milliarden Euro und blieben damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu unverändert (Deutschland: +0,3 Prozent). Als wertstärkste Warengruppe zählte »Personenkraftwagen und Wohnmobile« (-2 Prozent auf gut 12,5 Milliarden Euro). Wichtigste Handelspartner waren trotz verschärfter Zollpolitik die Vereinigten Staaten (+0,2 Prozent auf knapp 3,8 Milliarden Euro) vor China (-23 Prozent auf gut 3,7 Milliarden Euro).
Im sächsischen Binnenhandel schwankte die reale Umsatzentwicklung von Januar bis September 2025 gegenüber 2024 von -1 Prozent im Kraftfahrzeughandel bis +1 Prozent im Einzelhandel (Deutschland: +3 Prozent), darunter +4 Prozent im Online-/Versandhandel. Für das Gastgewerbe ergab sich ein preisbereinigter Rückgang von fast 6 Prozent (Deutschland: -4 Prozent). Korrespondierend dazu sank die Zahl der Gästeübernachtungen in Sachsens Beherbergungsgewerbe2) um über 2 Prozent auf annähernd 14,9 Millionen Übernachtungen (Deutschland: Stagnation), wobei überdurchschnittliche Rückgänge bei den Auslandsgästen zu verzeichnen waren (-8 Prozent auf
knapp 1,6 Millionen Übernachtungen).

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1) Betriebe mit 50 und mehr tätigen Personen im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden.
2) Beherbergungsstätten mit mindestens 10 Betten/Campingplätze mit mindestens 10 Stellplätzen.

Daten sind nur für das Land Sachsen erhältlich.

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