Hauptinhalt

Presse

 

Aktuelle Meldungen

Weniger Handwerksunternehmen in Sachsen 2024

23.04.2026

Ende 2024 waren 33.307 Handwerksunternehmen im Freistaat wirtschaftlich aktiv. Das bedeutet einen Rückgang um insgesamt 1.404 Firmen (4,0 Prozent) gegenüber dem Jahr zuvor. Die Handwerkskammern registrierten über alle Gewerbegruppen hinweg mehr Abmeldungen als Anmeldungen. Besonders betroffen waren das Ausbaugewerbe mit 610 Unternehmen (-4,7 Prozent) sowie das Bauhauptgewerbe mit
323 Unternehmen (-5,7 Prozent). Rückläufige Zahlen gab es dabei nur  bei Handwerksunternehmen mit weniger als 5 Beschäftigten
(-1.676 Unternehmen, -7,5 Prozent). Dagegen wurde bei Unternehmen mit 5 und mehr Beschäftigten ein geringfügiger Zuwachs
(272 Unternehmen, +2,2 Prozent) verzeichnet. Im Jahr 2024 war die Entwicklung erstmals bei den zulassungspflichtigen und den zulassungsfreien Gewerken ähnlich. Im zulassungspflichtigen Gewerbe sank die Zahl der Handwerksunternehmen im Vorjahresvergleich um 1.243 auf 29.082 und im zulassungsfreien Handwerk um 161 auf 4.225 Unternehmen.
Insgesamt sank der Handwerksumsatz im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 0,93 Milliarden Euro auf einen Gesamtwert von
34,0 Milliarden Euro (-2,7 Prozent). Beim zulassungspflichtigen Handwerk verringerte sich der Umsatz um 2,9 Prozent auf 32,1 Milliarden Euro. Das zulassungsfreie Handwerk hingegen verbuchte ein leichtes Plus um 1,6 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Für das Handwerk stehen keine preisbereinigten Daten zur Verfügung. 
Die Beschäftigtenzahlen sind aufgrund einer methodischen Umstellung auf das Jobkonzept1) deutlich auf insgesamt 216.258 angestiegen. Ein Vergleich mit den Vorjahren ist deshalb nicht sinnvoll. 
Diese Ergebnisse fußen auf einer Aufbereitung von Verwaltungsdaten und wurden somit ohne zusätzliche Belastung der Handwerksunternehmen erstellt. Dank einer Prozessoptimierung kann die Veröffentlichung bereits im April statt im September erfolgen, also fünf Monate früher als bisher.
_______

1) Die Umstellung auf das Jobkonzept ermöglicht eine vollständige Erfassung aller Beschäftigungsverhältnisse, inklusive Nebenjobs und kurzfristiger Beschäftigungen und sorgt für mehr Datenqualität und bessere Vergleichbarkeit mit europäischen Vorgaben.  

Daten sind für das Land Sachsen sowie für Kreisfreie Städte, Landkreise und Handwerkskammerbezirke erhältlich.

 

Wie leben die Menschen in den sächsischen Landkreisen und Kreisfreien Städten?

22.04.2026

Das Statistische Landesamt hat seine Veröffentlichungen und Datenbanken zu Regionaldaten um einen neuen Statistischen Bericht ergänzt, der eine Reihe von Ergebnissen des Mikrozensus 2024 für die Kreisfreien Städte und Landkreise zusammenfasst. 
Für die 10 Kreise und 3 Kreisfreien Städte sind dort umfangreiche Informationen zu finden, z. B. zu Bildungsabschlüssen, zur Erwerbsbeteiligung, zu Einkommensquellen und -höhe oder darüber, in wie vielen privaten Haushalten Kinder oder ältere Menschen wohnten.
Hätten Sie gewusst, dass…

  • in Dresden 32,2 Prozent der ab 15-Jährigen einen akademischen Bildungsabschluss hatten, im Erzgebirgskreis waren es 11,3 Prozent.
  • in der Stadt Leipzig für 49,9 Prozent der Bevölkerung die eigene Erwerbstätigkeit die wichtigste Einkommensquelle war, im Landkreis Görlitz galt das nur für 41,4 Prozent. Renten bzw. Pensionen waren dafür in der Stadt Leipzig am seltensten die Haupteinkommensquelle (19,0 Prozent), im Landkreis Zwickau am häufigsten (34,2 Prozent).
  • im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 80,3 Prozent der 15- bis unter 65-jährigen Frauen erwerbstätig waren, im Landkreis Görlitz nur 72,9 Prozent.
  • in den Städten Leipzig und Dresden in mehr als der Hälfte der Haushalte nur eine Person (52,8 Prozent bzw. 51,9 Prozent) lebte. Am geringsten war dieser Anteil mit 37,2 Prozent im Landkreis Leipzig.

Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, für die jährlich 1 Prozent der Haushalte befragt werden. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen belastbare statistische Daten zu Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor, auch wenn einzelne Merkmale aufgrund geringer Fallzahlen nicht für alle Kreise dargestellt werden können.
Der Bericht erscheint künftig jährlich und ist unter dem untenstehenden Link verfügbar.

Daten sind für das Land Sachsen sowie für Kreisfreie Städte und Landkreise erhältlich.

 

Im Blickpunkt: Kraftstoffe treiben aktuell die Entwicklung der Verbraucherpreise in Sachsen an

22.04.2026

Die ersten drei Monate des Jahres 2026 waren von massiven Preisanstiegen bei Kraftstoffen geprägt. Während im Dezember 2025 der entsprechende Index (2020 = 100) noch 135,9 betrug, lag er im März 2026 bei 166,1. Somit verteuerten sich Kraftstoffe in nur drei Monaten um insgesamt 22,2 Prozent. Im März 2026 war die Teuerung infolge des Iran-Krieges besonders stark. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise für Kraftstoffe allein um 15,3 Prozent (darunter Dieselkraftstoff: 22,3 Prozent). Die Jahresteuerungsrate gegenüber März 2025 betrug für Kraftstoffe 18,6 Prozent (darunter Dieselkraftstoff: 28,7 Prozent).
Damit beeinflusste der Preisanstieg bei Kraftstoffen die Verbraucherpreisentwicklung insgesamt spürbar. Von Februar zu März 2026 stieg der Gesamtindex um 1,1 Prozent. Das war der größte Anstieg gegenüber dem Vormonat seit Januar 2023.
Die aktuellen Preisanstiege bei Kraftstoffen sind die stärksten seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Jahre 2022. In den darauffolgenden Jahren hatten sich die Kraftstoffpreise zwar wieder leicht von den zwischenzeitlich markanten Anstiegen erholt, blieben aber seitdem auf einem hohen Niveau.
Im aktuellen Blickpunkt »Verbraucherpreisentwicklung in Sachsen von 2020 bis 2025« beleuchtet das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen die langjährige Entwicklung ausgewählter Verbraucherpreisindizes näher.

Daten sind für das Land Sachsen erhältlich.

 

Presse Archiv

Sie möchten unsere Medieninformationen erhalten?

Senden Sie uns das Anmeldeformular (PDF) mit gültiger E-Mail-Adresse zu. Bitte beachten Sie die Datenschutzhinweise.

Hinweis zum Ausfüllen der PDF im Webbrowser:

Folgende Browser unterstützen NICHT das Ausfüllen und den Versand von PDF-Formularen direkt im Webbrowser: Google Chrome. Folgende Browser unterstützen das Ausfüllen und den Versand von PDF-Formularen unter bestimmten Voraussetzungen: Internet Explorer (bei installiertem Adobe® Reader® und aktiviertem Add-on), Mozilla Firefox (bei aktiviertem Adobe® PDF Plug-In (Add-on)), Apple Safari ((OS X) bei installiertem Adobe® Reader®).

 

Sie haben Fragen?

Auskunftsdienst

Telefon: +49 3578 33-1913

E-Mail: info@statistik.sachsen.de

Pressesprecherin

Diana Roth

Telefon: +49 3578 33-1910

E-Mail: presse@statistik.sachsen.de

zurück zum Seitenanfang