Hauptinhalt

Presse

Aktuelle Meldungen

Höchster Bevölkerungszuwachs und meiste Einbürgerungen 2019 in Kreisfreien Städten Dresden und Leipzig

10.07.2020

Im Jahr 2019 wurden im Freistaat Sachsen 34 491 Kinder lebend geboren. Gleichzeitig sind 54 946 Personen gestorben. Gegenüber dem Vorjahr ist sowohl die Anzahl der Lebendgeborenen als auch die der Gestorbenen jeweils um mehr als 1 300 zurückgegangen, was zu einem nahezu identischen Geburtendefizit von 20 455 Personen geführt hat (2018: 20 400). Der Bevölkerungsverlust, bedingt durch das Geburtendefizit, wurde durch den Wanderungsgewinn von 15 612 Personen abgeschwächt. Daraus ergibt sich für 2019 ein Bevölkerungsverlust von 5 966 Personen gegenüber 2018.
Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, verlief die Bevölkerungsentwicklung 2019 regional unterschiedlich. Während alle Landkreise und Kreisfreien Städte wie im Vorjahr Wanderungsgewinne erzielten, wiesen wie in den vergangenen Jahren lediglich die Kreisfreien Städte Leipzig und Dresden einen Geburtenüberschuss auf. Wanderungsgewinn und Geburtenüberschuss führten in diesen beiden Kreisfreien Städten zu einer Bevölkerungszunahme gegenüber dem Vorjahr.
Als Folge der Wanderungsgewinne hat sich im Jahr 2019 auch der Ausländeranteil im Freistaat Sachsen auf 5,1 Prozent erhöht (2018: 4,9 Prozent). Gleichzeitig erhielten 2 091 ausländische Personen die deutsche Staatsangehörigkeit. Damit ist die Anzahl an Einbürgerungen im Vergleich zu 2018 (1 647) um 444 angestiegen. Zum Zeitpunkt ihrer Einbürgerung waren die fünf häufigsten Staatsangehörigkeiten ukrainisch, vietnamesisch, britisch, polnisch und syrisch. Von den eingebürgerten Personen hatten die meisten ihren Hauptwohnsitz in den Kreisfreien Städten Leipzig (786) und Dresden (501).

 

34 491 Lebendgeborene 2019 in Sachsen

09.07.2020

In Sachsen wurden 2019 bei 34 083 Geburten 34 491 Kinder lebend geboren. Im Jahr 2018 waren es mit 35 890 noch 1 399 Lebendgeborene mehr. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, kamen die meisten lebend geborenen Kinder in den beiden Kreisfreien Städten Leipzig (6 499) und Dresden (5 867) zur Welt. Mit 17 660 waren die männlichen Lebendgeborenen im Freistaat leicht in der Überzahl (51,2 Prozent). Bei 54,6 Prozent der lebendgeborenen Kinder waren im Jahr 2019 die Eltern nicht miteinander verheiratet. Dieser Anteil ging seit dem Jahr 2013 mit 59,8 Prozent kontinuierlich zurück. Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt ihrer lebendgeborenen Kinder stieg im Jahr 2019 weiter auf 31,4 Jahre an (2018: 31,2 Jahre). Im Jahr 1990 lag das Durchschnittsalter der Mütter mit 25,4 Jahren noch 6 Jahre niedriger. 2019 betrug die Zusammengefasste Geburtenziffer (TFR)1) 1,56. Damit ist die TFR seit ihrem Höchststand im Jahr2016 mit 1,66 Kindern je Frau stetig zurückgegangen.
Auf Ebene der Landkreise und Kreisfreien Städte wies im Jahr 2019 die Kreisfreie Stadt Leipzig mit 1,34 Kindern je Frau die geringste TFR auf. Dass trotzdem in der Stadt Leipzig die meisten Kinder geboren wurden, ist auf die hohe Anzahl junger Frauen im gebärfähigen Alter zurückzuführen. Die höchste TFR wurde mit 1,89 Kindern je Frau im Landkreis Bautzen erzielt. Wird der Anteil der Erstgeborenen an allen Lebendgeborenen im Jahr 2019 betrachtet, so zeigt sich, dass dieser bei den Kreisfreien Städten Dresden und Leipzig mit 49,2 und 51,5 Prozent höher ist als in den Landkreisen und der Kreisfreien Stadt Chemnitz (Sachsen: 44,2 Prozent). Auch dieser Umstand steht mit der hohen Anzahl junger Frauen im gebärfähigen Alter in den Kreisfreien Städten Dresden und Leipzig in Zusammenhang.
_______

1) Die zusammengefasste Geburtenziffer (englisch: total fertility rate, TFR) wird zur Beschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens herangezogen. Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekäme, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im betrachteten Jahr.

 

Jugendämter schalten Familiengericht ein - 2019 in Sachsen 1 737 Maßnahmen eingeleitet

08.07.2020

Für Kinder und Jugendliche haben die Jugendämter in Sachsen 2019 in Folge einer Gefährdung des Kindeswohls insgesamt 1 737 Maßnahmen beim Familiengericht nach § 1666 Absatz 3 BGB eingeleitet. Diese waren
u. a. darauf zurückzuführen, dass die Personensorgeberechtigten nicht bereit oder in der Lage waren, die Gefahr für das Kind abzuwenden oder einer Inobhutnahme widersprachen. Die Maßnahmen des Familiengerichts umfassten:
- 469 Auferlegungen der Inanspruchnahme von Hilfen der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII - z. B. Hilfen zur Erziehung),
- 195 Aussprachen von Geboten und Verboten gegenüber den Personensorgeberechtigten oder Dritten gemäß § 1666 Absatz 3 Nummer 2 bis 4 BGB (z. B. das Gebot für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen; das Verbot, Orte, an denen sich das Kind regelmäßig aufhält, aufzusuchen oder Kontakt mit dem Kind aufzunehmen),
- 85 Ersetzungen von Erklärungen des/der Personensorgeberechtigten (z. B. die Einwilligung in die Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung oder die Zustimmung zur Inobhutnahme eines Kindes) und
- 569 vollständige und 419 teilweise Übertragungen der elterlichen Sorge auf das Jugendamt oder einen Dritten als Vormund oder Pfleger (vollständiger und teilweiser Entzug der elterlichen Sorge).

 

16 226 Sorgeerklärungen bei den Jugendämtern 2019 in Sachsen registriert

08.07.2020

m Jahr 2019 wurden bei den sächsischen Jugendämtern 16 133 sogenannte Sorgeerklärungen von Eltern abgegeben bzw. 93 durch Gerichte ersetzt. Nach § 1626a BGB steht Eltern, die bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet waren, die elterliche Sorge gemeinsam zu, wenn sie erklären, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorgeerklärungen), wenn sie einander heiraten oder ihnen das Familiengericht die elterliche Sorge gemeinsam überträgt. Im Übrigen hat die Mutter die elterliche Sorge.
Des Weiteren übten die sächsischen Jugendämter am Jahresende 2019 insgesamt 2 787 Amtsvormundschaften für Minderjährige aus. Wenn ein Minderjähriger nicht unter elterlicher Sorge steht, aber auch, wenn die Eltern nicht berechtigt sind, weder in den die Person noch das Vermögen betreffenden Angelegenheiten des Minderjährigen als Vertreter zu fungieren, kommt es zur Berufung eines Vormundes. Dabei gab es 2 486 bestellte Amtsvormundschaften, insbesondere bei Entzug der elterlichen Sorge, und 301 gesetzliche Amtsvormundschaften bei der Geburt eines Kindes durch eine unverheiratete minderjährige Mutter oder bei Freigabe eines Kindes zur Adoption.
Die Zahl der bestellten Amtspflegschaften für Kinder und Jugendliche betrug 1 364. Insbesondere bei Gefährdung des Kindeswohls sowie nach Scheidung oder bei Getrenntleben der Eltern wird die Personensorge ganz oder teilweise oder auch die Vermögenssorge auf das Jugendamt übertragen.
14 830 Kinder und Jugendliche erhielten zum Jahreswechsel von den Jugendämtern Beistand - auf Antrag eines Elternteils zur Feststellung der Vaterschaft und bei der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen.

 

Industriekultur in Sachsen - Entwicklung der sächsischen Industrie aus Sicht der amtlichen Statistik

08.07.2020

Am 11. Juli 2020 wird die 4. Sächsische Landesausstellung „Industriekultur in Sachsen“ eröffnet. Aus diesem Anlass stellt das Statistische Landesamt eine Folge von Beiträgen im Internet zur Entwicklung und Struktur der sächsischen Industrie im Zeitraum ab 1991 bereit.
Im ersten Teil wird die Stellung der Industrie des Freistaates Sachsen innerhalb Deutschlands analysiert. Der Freistaat Sachsen erbringt seit Mitte der 1990er Jahre im Jahresmittel 3,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der Bundesrepublik. Im Verarbeitenden Gewerbe betrug der Anteil Sachsens 1995 gut zwei Prozent. Er ist tendenziell gestiegen und lag in den letzten fünf Jahren (2015 bis 2019) bei 3,4 Prozent.
Eine abweichende Entwicklung zeigt sich bei der Erwerbstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe im Vergleich zur gesamten Wirtschaft. Der Anteil Sachsens an den Erwerbstätigen des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland erhöhte sich von 4,1 Prozent im Jahr 1995 auf zuletzt 4,7 Prozent (seit dem Jahr 2013). Der Anteil des Freistaates Sachsen an der Zahl der Erwerbstätigen Deutschlands insgesamt geht dagegen seit Mitte der 1990er Jahre tendenziell zurück. Im Jahr 1995 erreichte er noch 5,3 Prozent und zuletzt (2015 bis 2019) lediglich noch 4,6 Prozent.
Die neue Themenseite wird in den kommenden Wochen durch weitere Beiträge ergänzt. Geplant sind:
* Volkswirtschaftliche Stellung der Industrie im Rahmen der sächsischen Wirtschaft;
* Entwicklung der sächsischen Industrie (Betriebe, Beschäftigte, Verdienste, Umsätze) und Struktur nach Industriebereichen;
* Struktur und Entwicklung ausgewählter Industriebereiche.

 

Sich vertragen ist besser als klagen - Rückgang der Schlichtungsverfahren in Sachsen

07.07.2020

Ehrenamtliche Friedensrichterinnen und Friedensrichter versuchen Streitigkeiten des täglichen Lebens durch Einigung der Parteien gütlich, unbürokratisch und kostengünstig beizulegen.
Dafür gab es im Jahr 2019 im Freistaat Sachsen 300 Schiedsstellen für 419 Gemeinden.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes führten die sächsischen Schiedsstellen im Jahr 2019 insgesamt 363 Schlichtungsverfahren in Zivil- und Strafsachen durch, 8 Prozent (33 Verfahren) weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der „Tür- und Angelfälle“1) hat sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls verringert. 2019 wurden 2 263 Fälle (328 weniger als 2018) registriert.
Die Mehrzahl der Schlichtungsverfahren waren mit 88 Prozent (319 Fälle) bürgerliche Rechtsstreitigkeiten (z. B. Nachbar- und Mietrechtsstreitigkeiten). 63 Prozent dieser Zivilverfahren (200 Fälle) wurden durch Vergleich, Anerkenntnis und Verzicht erledigt.
In strafrechtlichen Privatklagesachen („kleine Strafsachen“, z. B. Sachbeschädigung) hat sich die Zahl der Anträge (44 Verfahren) gegenüber 2018 um 47 Prozent erhöht. In 16 Fällen führte der Sühneversuch zum Erfolg.
Insgesamt wurde 2019 gegen 23 Personen wegen unentschuldigtem Fernbleiben zur Schlichtungsverhandlung ein Ordnungsgeld verhängt.
____

1) Bei „Tür- und Angelfällen“ handelt es sich um keine formellen Verfahren. Die Bürgerinnen und Bürger kommen größtenteils ratsuchend zu den Schiedspersonen/Friedensrichtern oder wenden sich telefonisch an sie. Nach Beratung bzw. Aufklärung des Streitgegenstandes durch die Schiedspersonen oder den Friedensrichter sehen sie in der Regel von der Durchführung eines Schlichtungsverfahrens ab.

 

Presse Archiv

Sie möchten unsere Medieninformationen erhalten?

Senden Sie uns das Anmeldeformular (PDF) mit gültiger E-Mail-Adresse zu. Bitte beachten Sie die Datenschutzhinweise.

Hinweis zum Ausfüllen der PDF im Webbrowser:

Folgende Browser unterstützen NICHT das Ausfüllen und den Versand von PDF-Formularen direkt im Webbrowser: Google Chrome. Folgende Browser unterstützen das Ausfüllen und den Versand von PDF-Formularen unter bestimmten Voraussetzungen: Internet Explorer (bei installiertem Adobe® Reader® und aktiviertem Add-on), Mozilla Firefox (bei aktiviertem Adobe® PDF Plug-In (Add-on)), Apple Safari ((OS X) bei installiertem Adobe® Reader®).

Sie haben Fragen?

Auskunftsdienst

Telefon: +49 3578 33-1913

E-Mail: info@statistik.sachsen.de

Pressesprecherin

Diana Roth

Telefon: +49 3578 33-1910

E-Mail: presse@statistik.sachsen.de

zurück zum Seitenanfang