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Aktuelle Meldungen

Zahl der Empfängerinnen und Empfänger sozialer Mindestsicherung 2022 in Sachsen gestiegen

11.04.2024

Am Jahresende 2022 lebten in Sachsen 307.105 Personen bzw. 7,5 Prozent der sächsischen Bevölkerung von sogenannten Mindestsicherungsleistungen, also staatlichen Transferleistungen zur Sicherung des grundlegenden Lebensunterhaltes. Dies waren
32.239 Personen bzw. 11,7 Prozent mehr als 2021 jedoch nur noch ca. zwei Drittel so viele wie 2010. Damals bezogen 11,2 Prozent der Bevölkerung Sachsens Mindestsicherungsleistungen. 
Der Anstieg gegenüber 2021 ging dabei primär auf die Fluchtbewegung infolge des russischen Angriffskrieges ab Februar 2022 zurück.
Der Wert in Sachsen lag unter dem Bundesdurchschnitt von 8,5 Prozent. Zusammen mit Brandenburg hatte Sachsen damit die fünftniedrigste Mindestsicherungsquote aller Bundesländer.
Während dabei 12,0 Prozent aller unter 15-Jährigen in Sachsen Mindestsicherungsleistungen bezogen, waren es bei den Personen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren 9,0 Prozent. 1,8 Prozent der Personen ab 65 Jahren waren auf Mindestsicherung angewiesen. 
Zur sozialen Mindestsicherung gehören folgende Leistungen: 
im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) 

  • Arbeitslosengeld II (178.685 erwerbsfähige Leistungsberechtigte) und
  • Sozialgeld (60.325 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte)

im Rahmen der Sozialhilfe (SGB XII) 

  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (davon 18.845 erwerbsgeminderte  Personen und 16.335 im Rentenalter) und
  • Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen (5.370 Personen)

sowie 

  • Regelleistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz (27.540 Personen).

Daten sind für das Land Sachsen sowie für Kreisfreie Städte, Landkreise und für Gemeinden erhältlich.

 

Moderater Anstieg der Baupreise in Sachsen im Februar 2024

10.04.2024

Der sächsische Baupreisindex für ein Wohngebäude lag im Februar 2024 um 3,7 Prozent höher als im Februar 2023. Das war die geringste Preissteigerung seit drei Jahren, nachdem im August 2022 mit 22,5 Prozent die höchste jährliche Teuerungsrate gemessen wurde und diese seitdem rückläufig war.
Die Preise für Rohbauarbeiten erhöhten sich im Februar 2024 im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozent, Ausbauarbeiten kosteten dagegen 5,7 Prozent mehr. Bei den Rohbauarbeiten stiegen insbesondere die Preise für Entwässerungskanalarbeiten (5,9 Prozent), Maurerarbeiten (5,1 Prozent) sowie Erdarbeiten (4,9 Prozent), während Verbauarbeiten um 6,4 Prozent günstiger angeboten wurden. Im Ausbaugewerk verzeichneten Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen (16,0 Prozent) und Betonwerksteinarbeiten (15,0 Prozent) überdurchschnittliche Teuerungen. Beim Bau von Bürogebäuden (3,6 Prozent) und gewerblichen Betriebsgebäuden (3,1 Prozent) zeigte sich ebenfalls die Tendenz, dass Rohbauarbeiten (0,5 bzw. 0,6 Prozent) einen geringeren Preiszuwachs hatten als Ausbauarbeiten (5,3 bzw.
5,9 Prozent). Für Ingenieurbauten lagen die Preise im Februar 2024 im Straßenbau um 4,8 Prozent, bei Brücken im Straßenbau um
0,4 Prozent sowie bei Ortskanälen um 5,8 Prozent über den Werten vom Vorjahr. Dem Preiszuwachs bei der Instandhaltung von Wohngebäuden ohne Schönheitsreparaturen (5,1 Prozent) stand ein Rückgang von 0,1 Prozent bei den Preisen für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung gegenüber.
Gegenüber dem Vorberichtsquartal November 2023 erhöhte sich der Index für den Neubau eines Wohngebäudes im Februar 2024 um 1,4 Prozent. Damit lag die Teuerung innerhalb eines Quartals über der vom November 2023 (0,7 Prozent Preisanstieg gegenüber August 2023). 

Hinweis: 
Mit dem Berichtsmonat Mai 2024 werden die Indizes der Bauleistungspreise turnusmäßig auf das neue Basisjahr 2021 umgestellt. Die alle fünf Jahre stattfindenden Indexumstellungen werden genutzt, um methodische Verbesserungen, aktuelle Wägungsschemata und sonstige notwendige Anpassungen einzuführen. Die bisher veröffentlichten Indizes vom Februar 2021 bis Februar 2024 verlieren ihre Gültigkeit und werden durch die mit neuen Wägungsschemata auf der Basis 2021=100 berechneten Indizes ersetzt.

Daten sind nur für das Land Sachsen erhältlich.

 

Tag der Geschwister am 10. April: 73 Prozent der Kinder unter 18 Jahren in Sachsen leben mit Geschwistern zusammen

09.04.2024

Im Jahr 2023 lebten 73 Prozent der minderjährigen Kinder in Sachsen mit Geschwistern zusammen. Nach ersten Ergebnissen des Mikrozensus1) hatten 47 Prozent ein Geschwisterkind. 17 Prozent teilten sich das Zuhause mit zwei Geschwistern, 8 Prozent wohnten sogar mit drei oder mehr Geschwistern zusammen. 27 Prozent der Kinder lebten zum Befragungszeitpunkt als Einzelkinder.
Wie das Statistische Landesamt zum Tag der Geschwister am 10. April weiter mitteilt, zeigen sich dabei Unterschiede im Stadt-Land-Vergleich2): So lebten in städtischen Gebieten 72 Prozent der Kinder unter 18 Jahren zusammen mit mindestens einem Geschwisterkind, in ländlichen Gebieten waren es 76 Prozent.
Ein Blick auf die verschiedenen Familienformen mit Kindern zeigt ebenfalls deutliche Unterschiede: In Familien mit einem verheirateten Paar lebten acht von zehn minderjährigen Kindern (80 Prozent) gemeinsam mit Geschwistern. In Familien mit unverheirateten Elternteilen und in Haushalten Alleinerziehender trifft dies nur auf gut sechs von zehn Kindern unter 18 Jahren zu (65 bzw. 60 Prozent).
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1) Im Mikrozensus wird nicht zwischen leiblichen Geschwistern, Adoptiv- und Stiefgeschwistern unterschieden. Geschwister, die außerhalb des Haushalts leben, werden nicht erfasst.
Der Mikrozensus ist eine jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführte Befragung der amtlichen Statistik. Rechtliche Grundlage der Erhebung ist das Mikrozensusgesetz (MZG). Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen belastbare statistische Daten zu Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische Planungen und Entscheidungen, stehen selbstverständlich auch der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Presse und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.
2) Grad der Urbanisierung (Eurostat): Methoden - Eurostat (europa.eu)

Daten sind nur für das Land Sachsen erhältlich.

Mehr Straßenverkehrsunfälle in Sachsen im Jahr 2023

08.04.2024

Die Polizei nahm 99.415 Straßenverkehrsunfälle im Jahr 2023 in Sachsen auf. Das bedeutete ein Plus gegenüber 2022 von 2,4 Prozent. Bei 86.388 Unfällen blieb es bei Sachschäden (+2,9 Prozent). 
Insgesamt verloren 187 Personen bei Straßenverkehrsunfällen ihr Leben, davon 133 Männer und 54 Frauen. Nach Angaben des Statistischen Landesamt waren das 69 Menschen mehr als 2022 (+58,5 Prozent). Von den Getöteten waren 83 Personen bzw. 44,4 Prozent älter als 65 Jahre. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Zahl der Schwerverletzten mit 3.408 Personen (-160 oder -4,5 Prozent) zurück. Die Zahl der Leichtverletzten stieg hingegen mit 12.789 Personen (+97 oder um 0,8 Prozent) leicht. Bei Unfällen mit Kraftfahrzeugen verunglückten 126 Menschen tödlich, 49 Personen mehr als im Vorjahr. Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten PKW-Insassen war mit 84 besonders hoch, das waren 35 Getötete mehr als im Vorjahreszeitraum.
Bei Fahrradunfällen waren 32 Getötete zu beklagen, 10 Menschen mehr als 2022. Bei den Fahrradnutzern wurden gegenüber dem Vorjahr weniger Verletzte registriert (Schwerverletzte: 931, -70 oder -7,0 Prozent; Leichtverletzte: 3.516, -247 oder -6,6 Prozent). 
Weiterhin wurden 28 getötete Fußgänger gemeldet. Darunter war ein Kind unter 15 Jahren und 17 Personen in der Gruppe 65 Jahre und älter. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der getöteten Fußgängerinnen und Fußgänger um 9 Personen oder 47,4 Prozent. 
Wie im Vorjahr war auch im Jahr 2023 nicht angepasste Geschwindigkeit die häufigste Ursache für die folgenschwersten Unfälle. So verunglückten aus diesem Grund 65 Personen tödlich (21 Getötete mehr) und 899 (44 Verletzte mehr) wurden schwer verletzt. Eine weitere schwerwiegende Ursache war der Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot, infolgedessen 17 Personen (3 mehr) starben und 215 (20 weniger) schwer verletzt wurden. Das Fehlverhalten von Fußgängern beim Überschreiten der Fahrbahn führte zu 22 Getöteten (16 mehr) und 217 Schwerverletzten (38 mehr).

Daten sind für das Land Sachsen sowie für Kreisfreie Städte und Landkreise erhältlich.

 

Sachsens Landwirtschaft im Spiegel der amtlichen Statistik

05.04.2024

Anlässlich der deutschlandweiten Bauernproteste in Folge geplanter Kürzungen von Subventionen im Landwirtschaftssektor hat das Statistische Landesamt eine Faktensammlung zusammengestellt. Wussten Sie beispielsweise, dass 2023…

  • im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei in Sachsen gut 1,5 Milliarden Euro bzw. 1,1 Prozent (Deutschland: 0,8 Prozent) der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung (in jeweiligen Preisen) erwirtschaftet wurden?
  • jahresdurchschnittlich knapp 25.000 Erwerbstätige und damit 1,2 Prozent aller Erwerbstätigen in Sachsen (Deutschland: 1,2 Prozent) in diesem Wirtschaftsbereich ihren Arbeitsplatz hatten?
  • der Anteil der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen an den Erwerbstätigen im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei mit 12 Prozent (Deutschland: 36 Prozent) höher als in der Gesamtwirtschaft (9 Prozent) war?
  • am 30. Juni von insgesamt 16.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Sachsens Landwirtschaft 63 Prozent Männer (Gesamtwirtschaft: 52 Prozent) und 37 Prozent Frauen (Gesamtwirtschaft: 48 Prozent) waren?1)
  • annähernd 6.500 sächsische Landwirtschaftsbetriebe eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von 897.200 Hektar (darunter ökologisch: 85.400 Hektar) bewirtschafteten, was einer durchschnittlichen Größe von 138 Hektar (Deutschland: 65 Hektar) je Betrieb entsprach?
  • reichlich 4 Prozent der sächsischen Exporte Güter der Ernährungswirtschaft im Gesamtwert von knapp 2,1 Milliarden Euro, darunter vor allem »Milch und Milcherzeugnisse« (19 Prozent), »Käse« (10 Prozent), »Pflanzliche Öle und Fette« (10 Prozent) sowie »Zuckerrüben, Zucker und Zuckererzeugnisse« (9 Prozent) waren?
  • sich die sächsischen Verbraucherpreise für Nahrungsmittel gegenüber 2022 um jahresdurchschnittlich 13 Prozent (Gesamtindex:
    +6,5 Prozent) überdurchschnittlich stark verteuerten?

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1) Datenquelle: Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit

Daten sind nur für das Land Sachsen erhältlich.

 

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