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Daten zur Beheizung von Wohnungen, Nichtwohngebäuden und zum Energieverbrauch in der Industrie

18.08.2022

Betrachtet man die Baufertigstellungen von Wohngebäuden1) 2016 bis 2020, so war Gas in Deutschland mit einem Anteil von 44,9 Prozent die am häufigsten eingesetzte primäre Heizenergie. In Sachsen lag der Anteil mit 39,7 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt, war jedoch bei neu fertiggestellten Wohngebäuden ebenfalls die am häufigsten eingesetzte Heizenergie. Umweltthermie folgte beim Vergleich aller Bundesländer mit 32,4 Prozent an zweiter Stelle (nach Gas). Auch in Sachsen war sie mit 32,5 Prozent zweithäufigste primäre Heizenergieart. Regional zeigen sich bei den 2016 bis 2020 neugebauten Wohngebäuden Unterschiede: Gas als primäre Heizenergie wurde deutschlandweit im Landkreis Aurich mit 91,9 Prozent am häufigsten eingesetzt. Den geringsten Anteil Gas als primäre Heizenergie hatte die kreisfreie Stadt Flensburg mit 2,5 Prozent. In Sachsen wird in der Kreisfreien Stadt Chemnitz mit 47,5 Prozent am häufigsten Gas als Heizenergie verwendet, der geringste Anteil lag mit 32,1 Prozent im Landkreis Meißen. In drei sächsischen Landkreisen überstieg der Anteil Umweltthermie als primäre Heizenergie mit jeweils über 36 Prozent den Anteil von Gas, und zwar im Vogtlandkreis und in den Landkreisen Meißen und Nordsachsen. Betrachtet man nicht nur neu fertiggestellte Wohngebäude, sondern alle bewohnten Wohnungen2) in Deutschland, ist festzustellen, dass mehr als die Hälfte (52,1 Prozent) 2018 überwiegend mit Gas beheizt wurde. Auch hier gibt es regionale Unterschiede: Im Nordwesten Deutschlands wird Erdgas vergleichsweise häufig genutzt. Den höchsten Anteil hatte Gas als primäre Heizenergie deutschlandweit in der Statistischen Region Weser-Ems mit 85,2 Prozent. Im Süden sind die Anteile von Gas als Heizenergieart in Wohnungen niedriger. Den geringsten Anteil hatte Gas in den Statistischen Regionen Trier mit 23,5 Prozent und Niederbayern mit 24,5 Prozent. Auf einer Themenseite „Wie heizt Deutschland?“ im Statistikportal stellen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder in einem deutschlandweiten Vergleich in interaktiven Karten Ergebnisse für bewohnte Wohnungen auf Basis des Mikrozensus 2018, für die von 2016 bis 2020 fertiggestellten Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden und für den Energieverbrauch der Industrie dar.
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1) Datenquelle: Baufertigstellungsstatistik; Daten bis zur Landkreisebene verfügbar
2) Datenquelle: Mikrozensus 2018; Daten bis NUTS2-Ebene (ehem. Direktionsbezirke) verfügbar.

 

Im Blickpunkt: Einbruch der sächsischen Exporte nach Russland und in die Ukraine im 1. Halbjahr 2022

18.08.2022

In den ersten sechs Monaten 2022 ging der sächsische Warenexport (Spezialhandel) gegenüber dem Vorjahreszeitraum nach Russland um 22 Prozent auf 227 Millionen Euro und in die Ukraine um 35 Prozent auf 39 Millionen Euro erheblich zurück. Hauptursächlich dafür war der von Russland im Februar 2022 begonnene Angriffskrieg gegen die Ukraine und die infolge dessen verhängten Sanktionen der EU sowie weiterer Staaten. Der Exporteinbruch in diese beiden Länder stand damit im Gegensatz zur sächsischen Ausfuhrentwicklung insgesamt. Diese war im 1. Halbjahr 2022 gegenüber 2021, vor dem Hintergrund signifikant gestiegener Exportpreise (+15 Prozent), durch einen Wertzuwachs um 14 Prozent (Deutschland: +13 Prozent) auf 25,6 Milliarden Euro gekennzeichnet. Wichtigstes Exportgut waren jeweils „Personenkraftwagen und Wohnmobile“. Die Importe (Generalhandel) Sachsens erreichten von Januar bis Juni 2022 einen Warenwert von 17,5 Milliarden Euro und fielen damit um 9 Prozent (Deutschland: +26 Prozent) höher als im Vorjahreszeitraum aus. Hinsichtlich der kriegs-
bedingten Auswirkungen eher überraschend stiegen auch die Einfuhren aus der Ukraine, zu reichlich der Hälfte „Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung“, um 43 Prozent auf 93 Millionen Euro. Der Importwert aus Russland wuchs um 31 Prozent auf 399 Millionen Euro, worunter mehr als vier Fünftel auf „Erdöl und Erdgas“ entfielen. Allerdings stieg der (bundesdeutsche) Importpreis in dieser Warengruppe im Mittel der ersten sechs Monate 2022 gegenüber 2021 um das Anderthalbfache (+151 Prozent; Einfuhrpreisindex insgesamt: +29 Prozent), was die wertmäßigen Importsteigerungen erklärt. Bei alternativer Betrachtung der eingeführten Mengen nach Sachsen zeigen sich im Vergleichszeitraum stattdessen Rückgänge sowohl für Russland um 12 Prozent auf rund 944 000 Tonnen als auch für die Ukraine um 20 Prozent auf gut 26 000 Tonnen.

Daten sind nur für das Land Sachsen erhältlich.

 

Lohn- und Einkommensteuerpflichtige erzielten in Sachsen knapp 68 Milliarden Euro Gesamteinkünfte

17.08.2022

Im Jahr 2018 erzielten die zwei Millionen sächsischen Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen Gesamteinkünfte von 67,6 Milliarden Euro. Darauf wurden von der sächsischen Finanzverwaltung insgesamt 10 Milliarden Euro Lohn- und Einkommensteuer festgesetzt. Die Zahl der Steuerpflichtigen nahm im Vergleich zum Steuerjahr 2017 mit 3,1 Prozent nur geringfügig zu. Die Gesamteinkünfte stiegen um 4,1 Milliarden Euro bzw. 6,5 Prozent. Die festgesetzte Lohn- und Einkommensteuer erhöhte sich um 0,6 Milliarden Euro bzw. 6,8 Prozent. Für das Steuerjahr 2018 ergaben sich nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes durchschnittliche Einkünfte je Steuerpflichtigen von rund 33 900 Euro. Die Lohn- und Einkommensteuer je Steuerpflichtigen lag im Durchschnitt bei 6 200 Euro. In Sachsen erzielte gut jeder vierte Steuerpflichtige (27 Prozent) weniger als 15 000 Euro an Jahreseinkünften. Diese waren jedoch überwiegend steuerfrei. Des Weiteren erreichten 34 Prozent aller sächsischen Steuerpflichtigen Jahreseinkünfte zwischen 15 000 und 30 000 Euro. Auf diese entfielen 22 Prozent der Gesamteinkünfte und 10 Prozent der festgesetzten Lohn- und Einkommensteuer. Gut ein Drittel aller Steuerpflichtigen (38 Prozent) verfügte über Einkünfte von mehr als 30 000 Euro. Zusammen erzielten diese Steuerpflichtigen 72 Prozent der Gesamteinkünfte und trugen ungefähr 89 Prozent zur Lohn- und Einkommensteuer bei. Im Steuerjahr 2018 gab es in Sachsen 427 Steuerpflichtige mit Jahreseinkünften von mindestens einer Million Euro. Insgesamt entrichteten diese Einkommensmillionäre 355 Millionen Euro und somit 3,6 Prozent der in Sachsen festgesetzten Lohn- und Einkommensteuer.

Zusammen veranlagte Personen werden als ein Steuerpflichtiger gezählt. Die zeitliche Verzögerung zwischen dem Steuerjahr 2018 und der Ergebnisbereitstellung der Lohn- und Einkommensteuerstatistik beruht auf den großzügigen gesetzlichen Abgabefristen für Steuererklärungen.

Daten sind für das Land Sachsen, für Kreisfreie Städte und Landkreise sowie teilweise für Gemeinden erhältlich.

 

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