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Aktuelle Meldungen

Sächsische Jahresteuerung im Juli bei 3,7 Prozent

29.07.2021

Ein Jahr nach der temporären Senkung der Mehrwertsteuer und unter der Maßgabe einer uneingeschränkten Erhebung für alle Warenkorbpositionen hat sich der sächsische Verbraucherpreisindex im Juli 2021 v o r a u s s i c h t l i c h um 3,7 Prozent erhöht. Dies ist zum großen Teil auf den Effekt der Mehrwert-steuerabsenkung im Juli 2020 zurückzuführen. Ein weiterer Aspekt für die aktuelle Entwicklung der Jahresteuerung ist die seit Januar 2021 umgesetzte CO2-Bepreisung bei Energieprodukten. Unter Ausschluss der Energiepositionen würde der jährliche Preisanstieg bei 2,9 Prozent liegen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die sächsischen Verbraucherpreise a l l e r  V o r a u s s i c h t nach um 1,0 Prozent. Spürbar für viele Verbraucher wurde dies beim täglichen Einkauf von Nahrungsmitteln (1,0 Prozent). So kosteten beispielsweise Speisefette und -öle (2,2 Prozent), darunter Butter (2,4 Prozent) oder Olivenöl (3,1 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (1,2 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (1,0 Prozent) mehr als im Juni 2021. Preissteigerungen bei Kartoffeln um fast 15 Prozent sorgten dafür, dass sich der Teilindex »frisches Gemüse, einschließlich Kartoffeln« im Vormonatsvergleich um 3,0 Prozent erhöhte. Zum Start in die Ferienzeit lagen zudem die Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen 3,5 Prozent über denen des Vormonates. Wer sich aufgrund der aktuellen Lockerungen der Pandemiemaßnahmen in diesem Monat für einen Einkaufsbummel entschied, konnte im Vergleich zum letzten Monat beim Kauf von Bekleidungsartikeln (-2,1 Prozent) und Schuhen (-2,3 Prozent) für Damen, Herren oder Kinder von den guten Angeboten der Händler profitieren.

Erscheint am 04.08.2021 keine Korrektur, sind die veröffentlichten Indizes als endgültig anzusehen.

Daten sind nur für das Land Sachsen erhältlich.

 

Lohn- und Einkommensteuerpflichtige erzielten in Sachsen mehr als 63 Milliarden Euro Gesamteinkünfte

28.07.2021

Im Jahr 2017 erzielten die 1,9 Millionen sächsischen Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen Gesamteinkünfte von 63,5 Milliarden Euro. Darauf wurden von der sächsischen Finanzverwaltung insgesamt 9,3 Milliarden Euro Lohn- und Einkommensteuer festgesetzt. Die Zahl der Steuerpflichtigen nahm im Vergleich zum Steuerjahr 2016 mit 2,2 Prozent nur geringfügig zu. Die Gesamteinkünfte stiegen um 3,2 Milliarden Euro bzw. 5,2 Prozent. Die festgesetzte Lohn- und Einkommensteuer erhöhte sich um 0,4 Milliarden Euro bzw. 4,8 Prozent. Für das Steuerjahr 2017 ergaben sich nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes durchschnittliche Einkünfte je Steuerpflichtigen von rund 32 800 Euro. Die Lohn- und Einkommensteuer je Steuerpflichtigen lag im Durchschnitt bei 6 000 Euro. Fast jeder dritte Steuerpflichtige (29 Prozent) hatte 2017 weniger als 15 000 Euro Jahreseinkünfte. Diese Einkünfte waren jedoch überwiegend steuerfrei. Des Weiteren erreichten 34 Prozent aller sächsischen Steuerpflichtigen Jahreseinkünfte zwischen 15 000 und 30 000 Euro. Auf diese entfielen 22 Prozent der Gesamteinkünfte und 11 Prozent der festgesetzten Lohn- und Einkommensteuer. Rund 37 Prozent aller Steuerpflichtigen verfügten über Einkünfte von mehr als 30 000 Euro. Zusammen erzielten diese Steuerpflichtigen 71 Prozent der Gesamteinkünfte und trugen 88 Prozent zur Lohn- und Einkommensteuer bei. Jahreseinkünfte von mindestens einer Million Euro gaben 376 Steuerpflichtige im Steuerjahr 2017 in Sachsen an. Insgesamt entrichteten diese Einkommensmillionäre 290 Millionen Euro an die sächsischen Finanzämter und somit 3,1 Prozent der in Sachsen festgesetzten Lohn- und Einkommensteuer.
       
Zusammen veranlagte Personen werden als ein Steuerpflichtiger gezählt. Die zeitliche Verzögerung zwischen dem Steuerjahr 2017 und der Ergebnisbereitstellung der Lohn- und Einkommensteuerstatistik beruht auf den großzügigen gesetzlichen Abgabefristen für Steuererklärungen.

Daten sind für den Freistaat Sachsen, Kreisfreie Städte, Landkreise und teilweise für Gemeinden erhältlich.

 

Fischproduktion in Sachsen 2020: Erzeugung in Aquakultur weiterhin auf niedrigem Niveau

28.07.2021

Mit insgesamt 2 146 Tonnen Speisefischen wurde 2020 in den 197 sächsischen Aquakulturbetrieben zusammen die geringste Erzeugung seit Beginn der Erhebung im Jahr 2012 festgestellt. Gegenüber dem Vorjahr (2 186 Tonnen) verringerte sich die Menge um zwei Prozent. Mit einem Anteil von 11,5 Prozent an der gesamten Fischproduktion Deutschlands befindet sich Sachsen nach Bayern (28,3 Prozent), Niedersachsen (14,8 Prozent) und Baden-Württemberg (14,6 Prozent) dennoch weiterhin an vierter Stelle im Bundesvergleich. Schäden der Fischbestände durch fischfressende Tiere sowie Wassermangel in Folge mehrjähriger Trockenheit waren wesentliche Ursachen für die insgesamt weiterhin geringe Produktion im Jahr 2020. Mehr als drei Viertel der in Sachsen produzierten Speisefische sind Karpfen. 1 697 Tonnen dieser Fischart wurden in den sächsischen Teichwirtschaften erzeugt. 20 Tonnen mehr als im Vorjahr bedeuteten hier wieder einen leichten Zuwachs. Mit einer Erzeugungsmenge von 111 Tonnen war die Regenbogenforelle die zweithäufigste Fischart. Weitere bedeutende Fischarten waren die Schleie, der Sibirische Stör und der Afrikanische Wels mit jeweils über 40 Tonnen. Der Afrikanische Wels wird ausschließlich in Kreislaufanlagen gehalten und verlor in Sachsen weiter deutlich an Bedeutung (-20 Tonnen im Vorjahresvergleich). 
90 Prozent der Fische wurden in Teichen, sieben Prozent in Becken, Fließkanälen oder Forellenteichen und drei Prozent in anderen Erzeugungsverfahren (z. B. Kreislaufanlagen) produziert. Die Landkreise Görlitz und Bautzen sind mit 34 Prozent bzw. 29 Prozent an der Gesamtproduktion die wichtigsten sächsischen Aquakulturregionen. Hier werden vorrangig Karpfen gehalten.

Daten sind für das Land Sachsen sowie teilweise für Kreisfreie Städte und Landkreise erhältlich.

 

Arbeitsvolumen 2019: 48,23 Euro Bruttoinlandsprodukt je Stunde in der Stadt Dresden

27.07.2021

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Arbeitsstunde der Erwerbstätigen betrug 2019 in Sachsen 43,77 Euro. Für die sächsischen Kreise liegt der Spitzenwert mit 48,23 Euro in der Stadt Dresden. Der Erzgebirgskreis erreichte 2019 mit 37,56 Euro das geringste auf das Arbeitsvolumen bezogene BIP. Der Vorteil gegenüber den Pro-Kopf-Größen ist die höhere Aussagekraft beim Bezug auf die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden, unabhängig von Teilzeit oder geringfügiger Beschäftigung. Verglichen mit dem Jahr 2000 lag die Stadt Dresden (28,43 Euro BIP je Stunde) ebenfalls auf der Spitzenposition. Das Arbeitsvolumen ermöglicht auch eine Ermittlung der Stundenverdienste auf Kreisebene. Dabei werden die Bruttolöhne und -gehälter nur auf die tatsächlich geleistete Arbeitszeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, also zum Beispiel ohne Urlaub, Krankheit oder jede Art von Freistellung, bezogen. Innerhalb Sachsens wurde 2019 auch der höchste Stundenverdienst in der Kreisfreien Stadt Dresden erreicht und betrug 25,95 Euro je Arbeitnehmerstunde (Sachsen 23,37 Euro). Die niedrigsten Stundenverdienste verzeichnete mit 20,74 Euro der Erzgebirgskreis. Im Jahr 2000 lag der damalige Spitzenverdienst dagegen noch bei 15,06 Euro in der Stadt Leipzig. 
Die höchste durchschnittliche Pro-Kopf Arbeitszeit eines Erwerbstätigen 2019 betrug 1 439 Stunden im Landkreis Nordsachsen. Das geringste Arbeitspensum je Erwerbstätigen wurde in den Städten Chemnitz und Leipzig mit jeweils 1 408 Stunden je Person verzeichnet. Ursachen für die Unterschiede zwischen Regionen und Branchen bei den Arbeitsvolumen waren z. B. unterschiedliche Arbeitszeiten, die permanent steigende Bedeutung von Teilzeitarbeit, der Anteil marginaler Beschäftigung und die ungleiche Verteilung von Ausfallzeiten z. B. durch Krankheit oder Kurzarbeit.
Mit dieser Veröffentlichung wird gleichzeitig ein Informationsangebot je Kreis in Sachsen im Internetangebot des Statistischen Landesamtes bereitgestellt

Daten sind für das Land Sachsen sowie alle Kreisfreien Städte und Landkreise in der Bundesrepublik erhältlich.

 

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