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Aktuelle Meldungen

Konjunktur in Sachsen - unterschiedliche Entwicklung im 2. Quartal 2021

25.10.2021

Die sächsische Industrie1) erzielte im 2. Quartal 2021 einen Gesamtumsatz von knapp 17 Milliarden Euro und damit 5,5 Prozent mehr als im Vorquartal (Deutschland: +3,0 Prozent). Der Auftragseingang wuchs um 2,8 Prozent (Deutschland: +0,4 Prozent). Das Bauhauptgewerbe2) erwirtschaftete von April bis Juni 2021 einen Umsatz von insgesamt 1,6 Milliarden Euro und damit fast 65 Prozent mehr als im Vorquartal (Deutschland: +51 Prozent). Das Ausbaugewerbe2) indes erzielte mit 0,8 Milliarden Euro gut 22 Prozent mehr Gesamtumsatz als im ersten Vierteljahr (Deutschland: +25 Prozent). Die sächsischen Exporte gingen allerdings im 2. Quartal im Vergleich zum Vorquartal leicht um 0,6 Prozent auf rund 11 Milliarden Euro (Deutschland: +2,1 Prozent) zurück. Der Gesamtwert der Importe stieg hingegen um annähernd 13 Prozent auf gut 8 Milliarden Euro (Deutschland: +6 Prozent). Bei der größten Warengruppe, den Erzeugnissen des Kraftfahrzeugbaus, ergab sich ausfuhrseitig ein Rückgang um fünf Prozent, einfuhrseitig sogar um acht Prozent. Im Handel stiegen die Umsätze von April bis Juni gegenüber Januar bis März, u. a. infolge des teilweisen Wegfalls von behördlichen Betriebseinschränkungen und vor allem wegen der dynamischen Entwicklung im Juni stark an. Im Einzelhandel z. B. wuchs der Umsatz im Vorquartalsvergleich nominal um fast zehn Prozent und die Beschäftigtenzahl um ein Prozent (Deutschland: 10 Prozent bzw. 1 Prozent). Das Gastgewerbe verzeichnete mit 58 Prozent gegenüber dem 1. Quartal noch einen weitaus stärkeren Umsatzzuwachs (Deutschland: 62 Prozent), allerdings lagen die Umsätze am Jahresanfang auf einem besonders niedrigen Niveau. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich in Sachsen wie in Deutschland um 4 Prozent.
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1) Betriebe mit 50 und mehr tätigen Personen im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden.
2) Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen.

Daten sind nur für das Land Sachsen erhältlich.

Methodischer Hinweis:

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen unabhängig. In der aktuellen Corona-Krise kann es durch die starken Rückgänge, insbesondere im März/April 2020, zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonats-/Vorquartalsvergleich und Vorjahresvergleich kommen. Saisonbereinigte Vergleiche auf Bundesebene sind im Datenangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

 

Stagnierende Erwerbstätigenzahl im 2. Quartal 2021 in Sachsen

21.10.2021

Im 2. Quartal 2021 gab es reichlich zwei Millionen Erwerbstätige in Sachsen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal blieb diese Zahl nahezu unverändert. Sie erhöhte sich lediglich um 90 Personen. Deutschlandweit blieb die Erwerbstätigenzahl im Vergleichszeitraum ebenfalls konstant. Deutlich erkennbar ist, dass sich die Erwerbstätigkeit allmählich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt. Zugänge gegenüber dem Vorjahresquartal gab es vor allem in den Dienstleistungsbereichen. Die größten Anstiege bei der Zahl der Erwerbstätigen verzeichneten mit 5 300 Personen bzw. 1,6 Prozent der Bereich Grundstücks- und Wohnungswesen, Finanz- und Unternehmensdienstleister sowie Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit mit rund 3 900 Erwerbstätigem bzw. 0,6 Prozent. Demgegenüber standen Rückgänge bei der Erwerbstätigenzahl vorrangig im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation mit knapp 5 000 Personen bzw. -1,0 Prozent, gefolgt vom Produzierenden Gewerbe. Maßgeblich dafür war das Verarbeitende Gewerbe mit einem Minus von rund 2 700 Erwerbstätigen bzw. -0,8 Prozent. Im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei ging die Zahl der Erwerbstätigen im 2. Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 300 Personen bzw. 1,2 Prozent zurück. Im Jahresdurchschnitt 2020 hatten knapp 2,1 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz in Sachsen. Gegenüber 2019 war das ein Rückgang um mehr als 16 000 Personen bzw. 0,8 Prozent. In Deutschland verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen ebenfalls um 0,8 Prozent.

Daten sind für Sachsen sowie für alle Länder und Deutschland erhältlich.

 

Zahl der Übernachtungen in Sachsen im August höher als vor der Coronapandemie

21.10.2021

Fast 2,25 Millionen Übernachtungen wurden im August dieses Jahres in den knapp 2 000 geöffneten sächsischen Beherbergungseinrichtungen mit zehn und mehr Betten gebucht. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes drei Prozent mehr als im August 2019 und die höchste Anzahl an Übernachtungen in einem Monat seit Beginn der Erhebung 1992. Mit 783 Tausend Gästen im August 2021 wurden die Zahlen vor der Pandemie noch nicht ganz erreicht, aber den zweiten Monat in Folge die Gästezahlen des jeweiligen Vorjahresmonats übertroffen. Die größten Zuwächse gab es bei den Gästen mit Wohnsitz im Ausland, auch wenn hier das Vorkrisenniveau bei weitem noch nicht erreicht ist. Knapp 64 Tausend Besucher hatten ihren Wohnsitz im Ausland, das bedeutet einen Anstieg um nahezu 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Bei Betrachtung der kumulativen Werte besteht noch ein großer Nachholbedarf. Von Januar bis August 2021 buchten 2,27 Millionen Gäste insgesamt 7,08 Millionen Übernachtungen. Das waren fast ein Drittel weniger Gäste und etwas mehr als ein Viertel weniger Übernachtungen als in den ersten acht Monaten des Jahres 2020. Regional gesehen verzeichnete die Stadt Leipzig mit 23 Prozent mehr Gästen und 28 Prozent mehr Übernachtungen gegenüber August 2020 die größten Zuwächse. Dagegen konnte das Reisegebiet Sächsische Schweiz seine hohen Werte des Vorjahresmonats nicht erreichen und blieb mit minus 16 Prozent bei den Gästezahlen und minus acht Prozent bei den Übernachtungen dahinter zurück.

Daten sind für das Land Sachsen sowie für Kreise und Reisegebiete erhältlich.

 

Europäischer Statistiktag am 20. Oktober: Amtliche Daten für Informationszwecke und für Entscheidungen

19.10.2021

Die Covid 19-Pandemie und die damit verbundenen zeitweise gravierenden Auswirkungen haben gezeigt, wie unverzichtbar Daten für Informationszwecke und für Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Verwaltung in unserer demokratischen Gesellschaft sind. Zahlreiche dieser Daten stammen aus amtlichen Statistiken. Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen arbeitet auf diesem Gebiet gemeinsam mit den anderen Statistischen Landesämtern und dem Statistischen Bundesamt und ist zugleich Teil des Europäischen Statistischen Systems. Das Angebot amtlicher, verlässlicher Daten wäre nicht möglich ohne die Mitwirkung der Unternehmen und Freiberufler, öffentlichen Einrichtungen und Institutionen sowie Privatpersonen, die in Sachsen Auskünfte zu den Statistikerhebungen erteilen. Während der Pandemie waren sie zuverlässige Stütze für das Bereitstellen der Informationen, die als Statistikdaten die aktuelle Situation wiederspiegeln. Die Lage im Jahr 2020 und auch weiterhin stellt viele Beteiligte vor große Herausforderungen. Dass die Daten trotzdem fristgemäß gemeldet wurden, damit die Auswirkungen der Pandemie in der Gesellschaft und in der Wirtschaft zahlenmäßig nachvollziehbar werden, dafür sprechen wir anlässlich des Europäischen Statistiktages einen großen Dank aus. Dadurch kann das Statistische Landesamt monatlich mehr als 200 individuelle Anfragen von Wirtschaftsakteuren, Hochschulen, Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Medienvertretern, Ministerien, Abgeordneten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern beantworten. Zudem stehen für eigene Recherchen in der Datenbank GENESIS-Online die Ergebnisse von 175 Statistiken in knapp 2 000 Tabellen kostenfrei bereit. Das Jahr 2020 hat allerdings auch aufgezeigt, dass bestehende Datenlücken nicht schnell geschlossen werden können. Entsprechende gesetzliche Regelungen, die für unsere Arbeit maßgebend sind, können nicht flexibel genug entsprechend den aktuellen Datenbedarfen geschaffen werden.
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1) Der Europäische Statistiktag ist seit 2016 jährlich in der Europäischen Union durch verschiedene Aktivitäten geprägt und ergänzt den Weltstatistiktag der Vereinten Nationen, der alle fünf Jahre stattfindet. Dabei liegt der Fokus auf dem Wert der amtlichen Statistik für die Gesellschaft.

 

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