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Wohnsituation, GWZ

Eckzahlen (GWZ)

Merkmal Anzahl
Wohngebäude 800 822
Wohnungen 2 238 018
Wohnungen je Gebäude 2,8
Eigentümerquote in % 33,2
Leerstandsquote in % 9,9
Moderne Ausstattung in % 92,9
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juni 2014 -
Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Ergebnisse zur Wohnsituation als Download

Als Download bieten wir Ihnen Excel-Tabellen mit umfassenden Daten zur Wohnsituation in Haushalten an. Die Ergebnisse liegen auf Kreis- und Gemeinde­ebene vor. 

Wohnsituation

Durchschnittlich 76 m² Wohnfläche und 4 Räume je Haushalt in Sachsen


Durchschnittliche Raumzahl je Wohnung am 9. Mai 2011 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen

Die Karte zeigt die durchschnittliche Raumzahl je Wohnung im Freistaat Sachsen am 9. Mai 2011 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen.

Die Karte zeigt die durchschnittliche Raumzahl je Wohnung im Freistaat Sachsen am 9. Mai 2011 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen; © GeoSN; Kartengrundlage: Verwaltungsgrenzen)

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In Sachsen standen jedem Haushalt durchschnittlich 76 m² Wohnfläche und 4 Räume (mit Küche) zur Verfügung. Jedes Haushaltsmitglied verfügte damit durchschnittlich über fast 39 m² und 2 Räume. Bundesweit lag die durchschnittliche Wohnungsgröße bei rund 90 m². Die Struktur der Wohnungen bezüglich Fläche und Raumzahl entspricht in Sachsen den Wohnungsgrößen in den Stadtstaaten.

Einpersonenhaushalte wohnen auf 60 m²


Durchschnittliche Wohnfläche je Haushalt in m² am 9. Mai 2011 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen

Die Karte zeigt die durchschnittliche Wohnfläche in m² je Haushalt im Freistaat Sachsen am 9. Mai 2011 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen.

Die Karte zeigt die durchschnittliche Wohnfläche in m² je Haushalt im Freistaat Sachsen am 9. Mai 2011 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen; © GeoSN; Kartengrundlage: Verwaltungsgrenzen)

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Bedingt dadurch, dass Mietwohnungen mit durchschnittlich 63 m² deutlich kleiner sind als vom Eigentümer selbst bewohnte Wohnungen mit 101 m², steigt die Wohnfläche mit der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen. Während Einpersonenhaushalte eine durchschnittliche Wohnfläche von 60 m² besitzen, sind es in Haushalten mit 3 und mehr Personen rund 100 m². 

Wohneigentumsquote der Haushalte in Sachsen bei 33 Prozent


Wohneigentumsquote der Haushalte am 9. Mai 2011 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen
Die Karte zeigt die Wohneigentumsquote der Haushalte im Freistaat Sachsen am 9. Mai 2011 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen.

Die Karte zeigt die Wohneigentumsquote der Haushalte im Freistaat Sachsen am 9. Mai 2011 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen.
(©  Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen; © GeoSN; Kartengrundlage: Verwaltungsgrenzen)

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Rund ein Drittel der sächsischen Haushalte wohnte zum Zensusstichtag in den eigenen vier Wänden. Damit lag die Wohneigentumsquote der Haushalte in Sachsen mit 33 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 45 Prozent. Am höchsten war die Wohneigentumsquote im Saarland mit 62 Prozent. Während die kleineren Haushalte mit maximal 2 Personen bevorzugt zur Miete wohnen (73 Prozent), leben mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Haushalte mit 3 und mehr Personen in den eigenen vier Wänden. 

Gebäude- und Wohnungsstruktur

Ausstattung sächsischer Wohnungen seit 1995 erheblich verbessert

Rund 92 Prozent der bewohnten Wohnungen in Sachsen verfügen über eine moderne Ausstattung mit Badewanne/Dusche und WC innerhalb der Wohnung und werden durch eine Sammelheizung wärmeversorgt, 1995 waren es nur 56 Prozent. Die Wohnqualität in Sachsen ist durch die umfangreiche Modernisierung des Wohnraumes in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Überdurchschnittlich gut sind die Wohnungen in den Kreisfreien Städten ausgestattet. Dort haben über 97 Prozent der bewohnten Wohnungen Badewanne/Dusche und WC. In den Landkreisen schwankt die Ausstattung von 87 Prozent im Landkreis Görlitz und zwischen 92 Prozent im Landkreis Zwickau.

Von den rund zwei Millionen bewohnten Wohnungen verfügen nur knapp 23 400, das sind 1,2 Prozent, weder über Badewanne/Dusche noch WC innerhalb der Wohnung. Von diesen Wohnungen  befinden sich 90 Prozent in Wohngebäuden mit einem Baujahr vor 1949. Durch die Gebäude und Wohnungszählung (GWZ) wurde weiterhin festgestellt, dass rund 95 Prozent der bewohnten Wohnungen in Sachsen durch eine Sammelheizung (Fern-, Block-, Zentral-, oder Etagenheizung) wärmeversorgt werden. Nur noch 5 Prozent aller Wohnungen waren im Jahre 2011 mit Einzel- und Mehrraumöfen beheizt. Zur letzten GWZ im Jahre 1995 lag deren Anteil noch bei 36 Prozent. 

Wohnungsbestand in Sachsen seit 1995 angestiegen

In Sachsen gab es zum Zensusstichtag 9. Mai 2011 rund 801 000 Wohngebäude mit ca. 2 270 000 darin befindlichen Wohnungen. Im Vergleich zur letzten Gebäude- und Wohnungszählung in den neuen Bundesländern und Berlin Ost im Jahre 1995 haben sich der Bestand und die Struktur der Gebäude und Wohnungen in Sachsen durch Bautätigkeit, Eigentumswechsel sowie durch Fördermaßnahmen maßgeblich verändert. Während der Bestand der Wohngebäude um 15 Prozent anstieg, kamen im gleichen Zeitraum 5 Prozent mehr Wohnungen hinzu.

Sachsen verfügt über den ältesten Gebäudebestand in Deutschland. Dieser hat sich jedoch seit 1995 verjüngt. Der Anteil der Wohngebäude, die vor 1949 errichtet wurden, sank von 69 Prozent 1995 auf 53 Prozent im Jahr 2011. Durch den Neubau nach 1995 wurden in Sachsen 134 745 Wohngebäude (17 Prozent des Gebäudebestandes) mit 274 400 Wohnungen (12 Prozent des Wohnungsbestandes) errichtet. Dieser Neubauanteil liegt im Bundesdurchschnitt.

Regional betrachtet gibt es 28 sächsische Gemeinden, bei denen der Neubauanteil der Gebäude über 25 Prozent beträgt. Diese befinden sich fast ausschließlich im Umland der Kreisfreien Städte Dresden und Leipzig. Den höchsten Anteil am Gebäudeneubau besitzt mit 37 Prozent die Gemeinde Bannewitz, bei den Landkreisen ist es mit 21 Prozent der Landkreis Leipzig. Demgegenüber liegt der überwiegende Anteil von Gemeinden mit einem Gebäudeneubauanteil unter 10 Prozent den in Grenzregionen zu Polen und Tschechien. Den geringsten Anteil am Neubau erreicht die Gemeinde Deutschneudorf mit 4 Prozent, von den Landkreisen ist es der Landkreis Görlitz mit 12 Prozent.