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Gewerbeanzeigen

Ausführliche Begriffserläuterungen

Die Neugründung setzt sich zusammen aus der Betriebsgründung und der sonstigen Neugründung.

  • Betriebsgründung
    Unter Betriebsgründung wird aus statistischer Sicht die Gründung einer Hauptniederlassung, Zweigniederlassung oder einer unselbstständigen Zweigstelle durch eine juristische Person, eine Gesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit (Personengesellschaft) oder eine natürliche Person zusammengefasst. Bei einer natürlichen Person, die eine Hauptniederlassung anmeldet, gilt als Voraussetzung für eine Betriebsgründung, dass sie entweder in das Handelsregister eingetragen ist oder aber eine Handwerkskarte besitzt oder mindestens einen Arbeitnehmer lt. Gewerbeanmeldung beschäftigen wird.
  • Sonstige Neugründung
    Eine sonstige Neugründung ist die Gründung einer Hauptniederlassung durch einen Kleingewerbetreibenden, die nach Art und Umfang keinen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert (Nicht-Kaufmann/-frau). Der Kleingewerbetreibende ist nicht im Handelsregister eingetragen, besitzt keine Handwerkskarte und beschäftigt keine Arbeitnehmer. Die Gründung eines Gewerbes, das in der Gewerbeanzeige bereits als Gewerbe im Nebenerwerb ausgewiesen wird, gilt ebenfalls als sonstige Neugründung.

Mit der Unterscheidung in Betriebsgründung und sonstige Neugründung lässt sich das Gründungsgeschehen nur näherungsweise bestimmen, da die dieser Einteilung zugrunde liegenden Angaben sich auf den Zeitpunkt der Gewerbeanmeldung beziehen und teilweise unvollständig sind. Insbesondere kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass ein zu den sonstigen Neugründungen zugeordneter Betrieb später größere wirtschaftliche Aktivitäten entfaltet und dann als Betriebsgründung anzusehen wäre.

 

Die vollständige Aufgabe setzt sich zusammen aus der Betriebsaufgabe und der sonstigen Stilllegung.

  • Betriebsaufgabe
    Eine Betriebsaufgabe umfasst aus statistischer Sicht die vollständige Aufgabe einer Hauptniederlassung, einer Zweigniederlassung oder einer unselbstständigen Zweigstelle, welche durch eine juristische Person, eine Gesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit (Personengesellschaft) oder eine natürliche Person geführt wurde. Bei einer natürlichen Person gilt als Voraussetzung, dass sie entweder in das Handelsregister eingetragen war oder zuletzt mindestens einen Arbeitnehmer beschäftigt hat.
  • Sonstige Stilllegung
    Eine sonstige Stilllegung ist die vollständige Aufgabe einer Hauptniederlassung eines Kleingewerbetreibenden (Nicht-Kaufmann/-frau). Das Kleinunternehmen war nicht im Handelsregister eingetragen und beschäftigte keine Arbeitnehmer. Die Aufgabe eines Gewerbes, das im Nebenerwerb betrieben wurde, gilt ebenfalls als sonstige Stilllegung.

Die Unterscheidung der Gewerbeabmeldungen in Betriebsaufgabe und sonstige Stilllegungen ist aus den für die Gewerbeanmeldungen genannten Gründen ebenfalls nur näherungsweise zu treffen.


Die Niederlassungsart (Grad der Selbstständigkeit) wird unterschieden nach:

  • Hauptniederlassung
    Eine Hauptniederlassung ist der Mittelpunkt des Geschäftsverkehrs eines Betriebes, der sich bei Personengesellschaften und juristischen Personen am Sitz des Unternehmens befindet. Er kann aber auch in der Wohnung des Gewerbetreibenden liegen.
  • Zweigniederlassung
    Eine Zweigniederlassung ist ein Betrieb mit selbstständiger Organisation, selbstständigen Betriebsmitteln und gesonderter Buchführung, dessen Leiter Geschäfte selbstständig abzuschließen und durchzuführen befugt ist.
  • Unselbstständige Zweigstelle
    Bei unselbstständigen Zweigstellen handelt es sich um feste örtliche Anlagen oder Einrichtungen, die der Ausübung eines stehenden Gewerbes dienen, jedoch nicht die Bedingungen einer Zweigniederlassung erfüllen.

Die wirtschaftszweigsystematische Zuordnung basiert auf der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008.

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