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Soziale Mindestsicherung

Tabellen und Grafiken

Empfänger von Leistungen der sozialen Mindestsicherung im Dezember bis 2017

Leistungsart 2017 2016 2015 2014 2010
Regelleistungen der
Grundsicherung für
Arbeitsuchende
(SGB II)
297 874 319 671 335 719 361 839 431 133
als Arbeitslosengeld II
(ALG II)
223 468 241 715 255 428 277 493 347 024
als Sozialgeld 74 406 77 956 80 291 84 346 84 109
Leistungen zur
Sicherung des
Lebensunterhaltes
im Rahmen der
Sozialhilfe 
(SGB XII)
35 809 35 555 37 700 36 468 28 702
als Hilfe zum
Lebensunterhalt
außerhalb
von Einrichtungen
5 807 6 307 6 462 6 186 4 020
als Grundsicherung
im Alter und bei
Erwerbsminderung
30 002 29 248 31 238 30 282 24 682
darunter
Grundsicherungs-
leistungen
ab der Altersgrenze
11 352 10 711 11 783 11 144 9 289
Regelleistungen nach
dem Asylbewerber-
leistungsgesetz
23 041 28 672 45 749 16 549 4 892
Insgesamt 356 724 383 898 419 168 414 856 464 727
Empfänger je 100
Einwohner
· 9,4 10,3 10,2 11,2

Quelle für die SGB II-Angaben sind die im April 2016 revidierten Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
hier berücksichtigt werden nur Empfänger von Regelleistungen in Form von ALG II oder Sozialgeld.
Bei den Leistungen nach dem SGB XII werden wegen Leistungsüberschneidungen in Einrichtungen bei den Empfängern von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt nur die Empfänger außerhalb von Einrichtungen berücksichtigt.
Quelle für die Bevölkerungsdaten (zur Quotenberechnung) ist die Bevölkerungsfortschreibung, seit 2011 auf Basis des Zensus 2011.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Achtung! Methodische Änderung ab 2016:
Die revidierten Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit zum
SGB II unterscheiden u. a. die nur durch das Bedarfsgemeinschafts-
prinzip vom SGB II betroffenen Personen und die Empfänger von Regel- bzw. ausschließlich sonstigen Leistungen. Als Mindestsicherungsempfänger gezählt werden nach Revision rückwirkend nur die Regelleistungsempfänger. 
Die Leistungen der Kriegsopferfürsorge zählen aus methodischen Gründen in der amtlichen Sozialberichterstattung rückwirkend bis zum Jahr 2005 nicht mehr zur sozialen Mindestsicherung (u. a. war eine regionale Zuordnung der Leistungsempfänger nicht möglich). Der Einfluss dieser Leistung auf die Mindestsicherungsquote in Sachsen lag in den letzten Jahren unter 0,1 Prozent, 2016 gab es hier 458 Leistungsempfänger.

 

Empfänger von Leistungen der sozialen Mindestsicherung im Dezember bis 2017 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen

Kreisfreie Stadt
Landkreis
Land
2017 2016 2015 2014 2013
Chemnitz, Stadt 27 084 28 019 28 071 29 151 28 731
Erzgebirgskreis 21 052 23 856 27 503 28 931 30 422
Mittelsachsen 20 348 22 626 25 464 25 920 27 001
Vogtlandkreis 16 766 18 323 19 771 19 707 20 140
Zwickau 23 644 25 779 28 123 28 453 29 551
Dresden, Stadt 51 709 53 373 54 449 53 561 54 179
Bautzen 21 670 24 975 27 974 28 555 29 470
Görlitz 26 563 29 048 31 687 32 443 33 262
Meißen 18 368 20 299 22 530 23 193 23 696
Sächsische Schweiz-
Osterzgebirge
17 175 18 925 21 082 21 643 22 383
Leipzig, Stadt 73 531 76 255 77 804 76 170 76 075
Leipzig 20 004 22 017 24 346 24 735 25 661
Nordsachsen 18 291 19 881 21 479 21 803 22 351
Sachsen 356 724 383 898 419 168 414 856 423 467
Kreisfreie Städte 152 324 157 647 160 324 158 882 158 985
Landkreise 203 881 225 729 249 959 255 383 263 937

Quelle für die SGB II-Angaben sind die im April 2016 revidierten Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Berücksichtigt wurden nur die Empfänger von Regelleistungen.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Die Darstellung nach Kreisen erfolgt auf Basis des Wohnortes der Leistungsempfänger. Dabei sind beim SGB XII und AsylbLG nur Empfänger mit sächsischem Leistungsträger enthalten, in der Anzahl bzw. Kennzahl für Sachsen zu einem geringen Anteil auch außerhalb Sachsens wohnende.
Asylbewerber in Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) wurden bis 2015 mit Wohnort Chemnitz (Sitz der Zentralen EAE für SN) erfasst. Bis 2014 sind sie deshalb (trotz Außenstelle Schneeberg im Unterschied zur letzten Veröffentlichung) dort enthalten und werden nur 2015 ohne tiefere regionale Zuordnung ausschließlich in der Sachsensumme berücksichtigt. Ab 2016 ist der jeweilige Standort der EAE als Wohnort ausgewiesen. 

Empfänger von Leistungen der sozialen Mindestsicherung je 100 Einwohner im Dezember bis 2017 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen

Kreisfreie Stadt
Landkreis
Land
2017 2016 2015 2014 2013 2012
Chemnitz, Stadt 11,0 11,4 11,3 12,0 11,9 11,9
Erzgebirgskreis 6,2 6,9 7,9 8,3 8,7 8,9
Mittelsachsen 6,6 7,3 8,1 8,3 8,6 8,5
Vogtlandkreis 7,3 7,9 8,5 8,5 8,6 8,7
Zwickau 7,4 8,0 8,7 8,8 9,0 9,1
Dresden, Stadt 9,4 9,8 10,0 10,0 10,2 10,3
Bautzen 7,2 8,2 9,1 9,3 9,6 9,9
Görlitz 10,4 11,2 12,2 12,5 12,7 12,9
Meißen 7,6 8,3 9,2 9,5 9,7 9,9
Sächsische Schweiz-
Osterzgebirge
7,0 7,7 8,5 8,8 9,1 9,3
Leipzig, Stadt 12,6 13,4 13,9 14,0 14,3 14,5
Leipzig 7,8 8,5 9,4 9,6 10,0 10,3
Nordsachsen 9,2 10,0 10,9 11,1 11,3 11,3
Sachsen 8,7 9,4 10,3 10,2 10,5 10,6
Kreisfreie Städte 11,0 11,6 11,9 11,9 12,2 12,3
Landkreise 7,5 8,3 9,1 9,4 9,6 9,8

Quelle (für SGB II-Daten): Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Datenstand nach Revision im April 2016

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Oktober 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Empfänger von Leistungen der Sozialen Mindestsicherung in Sachsen im Dezember 2017

Die Karte zeigt auf Kreisebene die prozentualen Anteile der Mindestsicherungsempfänger an der Bevölkerung in vier Farbabstufungen. Acht der zehn Landkreise hatten auch 2017 Quoten weit unter dem Sachsendurchschnitt (8,7), die Landkreise Nordsachsen und vor allem Görlitz sowie alle Kreisfreien Städte lagen darüber. Die Kreisfreie Stadt Dresden wies nur eine leicht höhere Mindestsicherungsquote aus als der Landkreis Nordsachsen. In der Kreisfreien Stadt Leipzig waren sowohl absolut als auch im Bezug zur Bevölkerung besonders viele Einwohner auf Mindestsicherungsleistungen angewiesen.

Die Karte zeigt auf Kreisebene die prozentualen Anteile der Mindestsicherungsempfänger an der Bevölkerung in vier Farbabstufungen. Acht der zehn Landkreise hatten auch 2017 Quoten weit unter dem Sachsendurchschnitt (8,7), die Landkreise Nordsachsen und vor allem Görlitz sowie alle Kreisfreien Städte lagen darüber. Die Kreisfreie Stadt Dresden wies nur eine leicht höhere Mindestsicherungsquote aus als der Landkreis Nordsachsen. In der Kreisfreien Stadt Leipzig waren sowohl absolut als auch im Bezug zur Bevölkerung besonders viele Einwohner auf Mindestsicherungsleistungen angewiesen.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Oktober 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Weitere Daten für Sachsen auf Kreis- und Gemeindeebene

Ausführlichere Daten auf Kreisebene zur sozialen Mindestsicherung bzw. zu zusammengefassten Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes im Rahmen des SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende) und SGB XII (Sozialhilfe) bis 2010 zurück finden sie hier.

Für Gemeinden werden im Folgenden Daten zu Mindestsicherungsempfängern nur in Zusammenfassung der zwei Leistungsbereiche dargestellt, die in den Sozialgesetzbüchern geregelt sind. Berücksichtigt werden also nur die Empfänger von Regelleistungen  (Arbeitslosengeld II und Sozialgeld) nach dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende) und Empfänger von laufenden Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII (Sozialhilfe). 

Nicht enthalten sind Regelleistungsempfänger nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die sich meist nur vorübergehend in den entsprechenden Gemeinden aufhalten und durch ihre größtenteils zentrale Unterbringung und eine abweichende Finanzierung so kleinräumig gesondert betrachtet werden sollten.

Die hier veröffentlichte Gemeindetabellen (für 2016 und 2015) beruhen hinsichtlich der enthaltenen SGB II-Empfänger auf den im April 2016 revidierten Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Aus diesem Grund ist eine Vergleichbarkeit mit früheren Daten nicht mehr gegeben und die entsprechenden Tabellen wurden entfernt.

Daten für Deutschland und andere Bundesländer

Im Rahmen der amtlichen Sozialberichterstattung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder werden Mindestsicherungsberichte und Tabellen mit Zeitreihen veröffentlicht.

Tabellen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (»Hartz IV«)

Die Statistik für diese seit 2005 am häufigsten gewährte Sozialleistung im Rahmen der sozialen Mindestsicherung (in Sachsen über 90 Prozent der Leistungsempfänger) liegt in der Verantwortung der Bundesagentur für Arbeit (BA). Im Internetangebot der BA finden sie dazu detaillierte Angabe.

Analysen

Artikel »Soziale Mindestsicherung in den Gemeinden Sachsens 2011«

Der in der Zeitschrift »Statistik in Sachsen, 4/2012« erschienene Artikel liefert in Anlehnung an die jährlichen Berichte der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder »Soziale Mindestsicherung in Deutschland« umfassende Aussagen zum System der sozialen Mindestsicherung in Sachsen. Er erläutert die Rolle der Mindestsicherungsleistungen innerhalb der Sozialleistungen, da Sozialdaten als politische Entscheidungsgrundlage zwar oft nachgefragt werden, es den Auskunftssuchenden aber meist schwerfällt, die einzelnen Leistungen voneinander abzugrenzen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Betrachtung der Empfänger von sozialer Mindestsicherung auf Gemeindeebene unter Berücksichtigung der Empfängerstrukturen.

frühere Artikel:

»Soziale Mindestsicherung in Sachsen 2009«
mit Akzent auf tangierenden Sozialleistungen (Kinderzuschlag, Wohngeld)

»Soziale Mindestsicherung in Sachsen«
Struktur der sozialen Mindestsicherung und Ergebnisse bis 2008

Erläuterungen

Die soziale Mindestsicherung umfasst eine Reihe staatlicher Mindestsicherungssysteme, die durch finanzielle Hilfen den Lebensunterhalt bedürftiger Personen sichern bzw. ergänzend zu deren anderen Einkünften dazu beitragen. Die beteiligten Mindestsicherungs- systeme haben verschiedene gesetzliche Grundlagen. Sie unterscheiden sich in erster Linie durch den jeweils anspruchsberechtigten Personenkreis:

Weitere Erläuterungen zur Mindestsicherung und ihren einzelnen Leistungsbestandteilen finden Sie im Mindestsicherungsbericht der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

Marginalspalte

Medieninformationen

Hartz-IV- vor nunmehr 10 Jahren eingeführt

Veröffentlichungen

Faltblatt

Leistungsempfänger und Quoten der sozialen Mindestsicherung in Sachsen am Jahresende 2015

Ansicht Faltblatt Mindestsicherung

Weitere Informationen

Artikel »Soziale Mindestsicherung in den Gemeinden Sachsens 2011«

Daten und Informationen zur Mindestsicherung und Armuts- gefährdung in Bund und Ländern mit Verweisen zu den aktuellen und früheren Ausgaben der Mindestsicherungsberichte für Deutschland

Daten der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)

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