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Kinder- und Jugendhilfe

Erzieherische Hilfen

Tabellen und Grafiken

Erzieherische Hilfe, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfe für junge Volljährige nach dem SGB VIII für ausgewählte Jahre bis 2018 (wenn keine andere Angabe, am jeweiligen Jahresende andauernde Hilfen)

Hilfeart 2018 2017 2016 2010
Hilfe zur Erziehung (§ 27 SGB VIII) 662 669 663 501
Erziehungsberatung (§ 28 SGB VIII)
beendete Hilfen im Berichtsjahr
16 971 16 589 16 813 14 875
Soziale Gruppenarbeit
(§ 29 SGB VIII)
94 89 102 88
Einzelbetreuung -
Erziehungsbeistand/Betreuungshelfer
(§ 30 SGB VIII)
1 288 1 165 1 122 798
Sozialpädagogische Familienhilfe
(§ 31 SGB VIII)
3 451 3 420 3 446 2 371
Erziehung in einer Tagesgruppe
(§ 32 SGB VIII)
525 506 510 464
Vollzeitpflege (§ 33 SGB VIII) 3 518 3 494 3 207 2 225
Heimerziehung, sonstige betreute
Wohnform (§ 34 SGB VIII)
4 727 5 049 5 071 2 512
Intensive sozialpädagogische
Einzelbetreuung (§ 35 SGB VIII)
26 28 34 17
Eingliederungshilfe für seelisch
behinderte junge Menschen
(§ 35a SGB VIII)
2 486 2 230 2 071 1 045

Bei den Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII werden hier die im Berichtsjahr beendeten Hilfen dargestellt. Diese vermitteln ein vollständigeres Bild, da sie mit einer durchschnittlichen Hillfedauer von 5 - 7 Monaten relativ häufig nicht am Jahresende andauern.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Oktober 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

 

Vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche für ausgewählte Jahre bis 2018

Merkmal 2018 2017 2016 2015 2010
Insgesamt 3 301 3 855 5 774 4 104 2 405
darunter wegen Überforderung
der Eltern/eines Elternteils
1 401 1 300 1 305 1 407 869
wegen Beziehungsproblemen 532 470 536 616 583
wegen Vernachlässigung 363 381 353 425 306
wegen Anzeichen für Misshandlung 352 258 223 232 171
wegen Anzeichen
sexuellen Missbrauchs
38 38 47 42 40
wegen unbegleiteter Einreise
aus dem Ausland
382 1 076 3 115 1 360 84
darunter angeregt durch
Kind/Jugendlichen selbst
442 418 493 587 559
durch Soziale Dienste/Jugendamt 2 049 2 635 3 900 2 123 747
durch Polizei/Ordnungsbehörde 464 502 851 908 583
durch Eltern/Elternteil 201 181 166 215 288

Für jedes Kind oder Jugendlichen können bei vorläufigen Schutzmaßnahmen (früher unterschieden in Inobhutnahmen und Herausnahmen) bis zu zwei Anlässe angegeben werden.
Zur besseren Vergleichbarkeit sind für 2017 nur die § 42 SGB VIII-Fälle dargestellt, das heißt bei unbegleiteter Einreise aus dem Ausland sind nur die "regulären" Inobhutnahmen enthalten, nicht  die seit 2017 zusätzlich zu erfassenden Fällen vorläufiger Inobhutnahmen nach § 42a SGB VIII (siehe Erläuterungen).

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Oktober 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

 

Ausgewählte Leistungen der Kinder und Jugendhilfe in Sachsen ab 2000 (am jeweiligen Jahresende andauernde Hilfen)

Das Liniendiagramm zeigt die Entwicklung der am häufigsten vetretenen Hilfearten im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe. Für die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen sind Angaben erst seit der Neukonziperung der Erhebung im Jahr 2007 verfügbar, ebenso für die am Jahresende andauernden Hilfen in der Erziehungsberatung. Gut sichtbar ist, dass die meisten Hilfen durchgängig tendenziell steigende Fallzahlen aufweisen. Abweichend davon ist die Hilfeart Heimerziehung und betreute Wohnformen als ein wichtiger Bestandteil der Hilfen außerhalb des Elternhauses nach langjährigem Rückgang der Fallzahlen und Stagnation erst in den letzten Jahren wieder im Ansteigen begriffen. Ähnliches trifft für die vorläufigen Schutzmaßnahmen zu, deren Entwicklung in den letzten Jahren im Zusammenhang mit unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland und einer diesbezüglichen Gesetzänderung mit methodischen Folgen besonders auffällig ist.

Das Liniendiagramm zeigt die Entwicklung der am häufigsten vetretenen Hilfearten im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe. Für die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen sind Angaben erst seit der Neukonziperung der Erhebung im Jahr 2007 verfügbar, ebenso für die am Jahresende andauernden Hilfen in der Erziehungsberatung. Gut sichtbar ist, dass die meisten Hilfen durchgängig tendenziell steigende Fallzahlen aufweisen. Abweichend davon ist die Hilfeart Heimerziehung und betreute Wohnformen als ein wichtiger Bestandteil der Hilfen außerhalb des Elternhauses nach langjährigem Rückgang der Fallzahlen und Stagnation erst in den letzten Jahren wieder im Ansteigen begriffen. Ähnliches trifft für die vorläufigen Schutzmaßnahmen zu, deren Entwicklung in den letzten Jahren im Zusammenhang mit unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland und einer diesbezüglichen Gesetzänderung mit methodischen Folgen besonders auffällig ist.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Oktober 2019 Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Adoptionsvermittlung am Jahresende für ausgewählte Jahre bis 2018

Merkmal 2018 2017 2016 2015 2010
Zur Adoption vorgemerkte Kinder und Jugendliche 75 78 60 67 109
Vorgemerkte Adoptionsbewerbungen 273 249 250 265 280
Adoptionsbewerbungen
je zur Adoption vorgemerkten
Kind/Jugendlichen
3,6 3,2 4,2 4,0 2,6
In Adoptionspflege untergebrachte Kinder und Jugendliche 158 186 203 211 306
Im Berichtsjahr ausgesprochene Adoptionen 255 229 243 272 235

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Oktober 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

 

Ausführlichere Daten zum Erhebungsteil der erzieherischen Hilfen finden Sie hier.

Erläuterungen

Vorläufige Schutzmaßnahmen (nach § 42  SGB VIII) sind vorläufige Unterbringungen von Kindern oder Jugendlichen durch das Jugendamt. Sie werden ausgelöst, wenn ein Kind oder Jugendlicher sich selbst an das Jugendamt oder an eine andere Stelle außerhalb seiner Familie um Hilfe wendet, eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen die Inobhutnahme erfordert und die Personensorgeberechtigten nicht widersprechen oder eine familiengerichtliche Entscheidung nicht rechtzeitig eingeholt werden kann bzw. ein ausländisches Kind oder ein ausländischer Jugendlicher unbegleitet nach Deutschland kommt und sich weder Personensorge- noch Erziehungsberechtigte im Inland aufhalten. 
Ab Berichtsjahr 2017 werden infolge einer Gesetzesänderung neben den "regulären" Schutzmaßnahmen nach § 42 SGB VIII für unbegleitete Einreisen zusätzlich noch vorläufige Inobhutnahmen nach § 42a SGB VIII erfasst. Die Fälle nach § 42a umfassen die vorläufigen Inobhutnahmen der unbegleitet eingereisten Jugendlichen bis zur Übergabe an das nach Verteilungsverfahren zuständige Jugendamt (gem. Zuweisungsentscheidung) bzw. bis zur Entscheidung, dass der Jugendliche in der Zuständigkeit des betroffenen Jugendamtes verbleibt (Ausschluss des Verteilungsverfahrens) oder bis zur Übergabe an einen Personensorge- oder Erziehungsberechtigten. Durch die zusätzliche Erfassung ergibt sich ein methodischer Bruch, der sich auf die zeitliche Vergleichbarkeit der Ergebnisse auswirkt. Durch diese neue Methodik sind nur die "regulären Inobhutnahmen" (ohne § 42a SGB VIII) mit den zuvor erfassten vergleichbar. Es ist aber anzumerken, dass die Ergebnisse der Berichtsjahre 2015, 2016 und evtl. auch 2017 in ihrer Aussagekraft eingeschränkt sind. Nicht ausszuschließen ist vor allem eine Übererfassung in den Jahren 2015 und 2016, indem vermutlich bereits hier die erst ab 2017 zu erfassenden, im § 42 a geregelten vorläufigen Inobhutnahmen der unbegleitet eingereisten Kinder und Jugendlichen mit als "reguläre" erfasst wurden.
Bei einer Adoption (Annahme als Kind) durch ein Ehepaar oder eine Einzelperson erhält das Kind den rechtlichen Status eines ehelichen Kindes des annehmenden Ehepaares bzw. der annehmenden Person. Auch die im Ausland nach dortigem Recht vollzogenen Adoptionen ausländischer Kinder und Jugendlicher durch deutsche Annehmende werden erfasst, soweit das zuständige Jugendamt davon erfährt.

Angebote der Kinder- und Jugendarbeit

Diese Statistik ersetzt die frühere Statistik zu Maßnahmen der Kinder- und Jugendarbeit. Daten hierfür werden seit 2015 alle 2 Jahre im ungeraden Jahr erhoben.

Tabellen und Grafiken

Angebote der Jugendarbeit

Angebotsart 2017 2015
Angebote insgesamt 5 770 6 403
darunter durch freie Träger 5 040 5 796
und zwar unter Mitarbeit von
pädagogisch tätigem Personal im Ehrenamt

2 907

3 420
...im Haupt- oder Nebenberuf 4 597 5 363
Offene Angebote 1 305 1 298
darunter durch freie Träger 1 192 1 149
und zwar unter Mitarbeit von
pädagogisch tätigem Personal im Ehrenamt

627

733
...im Haupt- oder Nebenberuf 1 084 1 128
Gruppenbezogene Angebote 1 180 1 294
darunter durch freie Träger 1 030 1 181
und zwar unter Mitarbeit von
pädagogisch tätigem Personal im Ehrenamt

576

625
...im Haupt- oder Nebenberuf 788 919
Veranstaltungen bzw. Projekte 3 285 3 811
darunter durch freie Träger 2 818 3 466
und zwar unter Mitarbeit von
pädagogisch tätigem Personal im Ehrenamt

1 704

2 062
...im Haupt- oder Nebenberuf 2 725 3 316

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Teilnehmer bzw. Stammbesucher von Angeboten der Jugendarbeit

Merkmal 2017 2015
Stammbesucher offener Angebote 44 176 41 679
Teilnehmer gruppenbezogener Angebote 33 853 32 768
davon Teilnehmer im Alter von
unter 10 Jahren

11 215

9 077
… 10 bis unter 14 Jahren 8 812 9 177
… 14 bis unter 18 Jahren 7 149 6 409
… 18 bis unter 27 Jahren 4 417 4 395
… 27 Jahren und mehr 2 260 3 710
Teilnehmer an Veranstaltungen und.Projekten 232 305 323 138
darunter Teilnehmer an Freizeiten 50 955 47 471
… an Aus-, Fort-, Weiterbildungen, Seminaren 22 691 23 098
… an Projekten 43 992 50 833

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Ehrenamtlich pädagogisch tätige Personen bei Angeboten der Jugendarbeit

Merkmal 2017 2015
Insgesamt 17 435 18 517
männlich 8 341 8 967
weiblich 9 094 9 550
Davon im Alter unter 16 Jahren 1 394 1 467
… 16 bis unter 18 Jahre 2 362 2 334
… 18 bis unter 27 Jahre 5 499 5 920
… 27 bis unter 45 Jahre 4 626 5 400
… 45 Jahre und mehr 3 554 3 396
Tätig bei offenen Angeboten 2 937 3 338
… bei gruppenbezogenen Angeboten 2 294 2 488
… bei Veranstaltungen und Projekten 12 204 12 691

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Angebote der Jugendarbeit in den Berichtsjahren 2015 und 2017 nach Angebotsart und Träger

Die Grafik zeigt 2017 im Vergleich zu 2015 einen Rückgang der gruppenbezogenen Angebote bzw. der Veranstaltungen und Projekte. Der Rückgang betrifft nur die freien Träger, die dennoch auch 2017 weitaus mehr Angebote realisierten als öffentliche Träger.

Die Grafik zeigt 2017 im Vergleich zu 2015 einen Rückgang der gruppenbezogenen Angebote bzw. der Veranstaltungen und Projekte. Der Rückgang betrifft nur die freien Träger, die dennoch auch 2017 weitaus mehr Angebote realisierten als öffentliche Träger.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2019. Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Ausführlichere Daten zu den Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe finden Sie hier.

Erläuterungen

Die Statistik der Angebote der Jugendarbeit soll einen Überblick über den Einsatz der Kinder- und Jugendhilfe auf dem Gebiet der Jugendarbeit geben. Die bis 2008 aller vier Jahre durchgeführte „Maßnahmenstatistik“ konnte die aktuellen Gegebenheiten dieses Aufgabenbereiches nicht mehr zufriedenstellend abbilden. Daher wurde diese Erhebung für 2012 ausgesetzt und ein neues Konzept der Statistik in Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Verbänden und Forschung entwickelt. Die neue Erhebung wird im zweijährigen Turnus (ungerades Jahr) durchgeführt.
Erhoben werden öffentlich geförderte Angebote der Jugendarbeit, unterschieden in offene Angebote, gruppenbezogene Angebote sowie Veranstaltungen und Projekte.
Die Erhebung erfasst die Angebote der Jugendarbeit, die innerhalb eines Berichtsjahres durchgeführt wurden, wenn diese drei Bedingungen erfüllt sind:

  1. Durchführung von einem öffentlichen oder gemäß § 75 Absatz 1 oder Absatz 3 anerkannten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe
  2. Förderung mit öffentlichen Mitteln
  3. bei dem Angebot handelt es sich um ein Angebot der Jugendarbeit gemäß § 11 SGB VIII oder ein Angebot der Fortbildung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter nach § 74 Absatz 6 SGB VIII.

Nicht zu melden sind Angebote gemäß § 13 SGB VIII (Jugendsozialarbeit).

Aufgrund der drei Voraussetzungen für die zu meldenden Angebote kann die Statistik der Angebote der Jugendarbeit nur zu einem – wenn auch bedeutsamen – Ausschnitt des gesamten Feldes der Jugendarbeit Auskunft geben.

Offene Angebote

Unter offenen Angeboten sind solche mit einer Komm- und/oder Geh-Struktur zu verstehen, die im Grundsatz auf Dauer angelegt sind, aber keinen festen Teilnehmerkreis aufweisen.
Unter „Offene Angebote“ fallen beispielsweise Kinder- und Jugendzentren, -treffs, Halboffene/Offene Türen bzw. der „OT-Bereich“, pädagogisch betreute (Abenteuer-) Spielplätze, Spiel- oder Sportmobile oder aufsuchende Arbeit. Gruppenbezogene Angebote
Unter gruppenbezogenen Angeboten werden solche verstanden, die in regelmäßigen Abständen, d. h. mindestens einmal im Monat, in einem zeitlich begrenzten Rahmen (in Stunden) durchgeführt werden. Gruppenbezogene Angebote sind anders als Projekte und Veranstaltungen nicht auf einen Zeitraum beschränkt, sondern auf Dauer angelegt. Gruppenbezogene Angebote sind zum Beispiel regelmäßige Gruppenstunden und auf Dauer angelegte AGs.
Als Teilnehmerinnen/Teilnehmer einer Gruppe gelten junge Menschen, die regelmäßig, d. h. an mindestens der Hälfte der Gruppentreffen, teilnehmen. Sie sind in der Regel durch eine persönliches Zugehörigkeitsgefühl und/oder eine formale oder Quasi-Mitgliedschaft gekennzeichnet.
Veranstaltungen und Projekte
Veranstaltungen und Projekte sind eigenständige Angebote gegenüber der alltäglichen Arbeit in gruppenbezogenen und offenen Angeboten. Hier werden darunter Angebote gefasst, die auf einen Zeitraum festgelegt sind, der Anfang und das Ende sind bekannt. Der Durchführungszeitraum muss nicht auf ein Kalenderjahr beschränkt, aber im Berichtszeitraum beendet sein. Die Dauer kann wenige Stunden (mindestens 3 Stunden), aber auch mehrere Veranstaltungstage umfassen (mit oder ohne Übernachtung) und muss sich nicht auf einen zusammenhängenden Zeitraum beziehen.

Unter „Veranstaltungen und Projekte“ fallen beispielsweise Ferienangebote (Freizeiten, Stadtranderholungen, Ferienspiele),Wochenendfahrten, Seminare, Jugendleiter-Card-Aus- und Fortbildungen und andere (Weiter-)
Bildungsmaßnahmen, Feste, Konzerte, Angebote im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit (z. B. Weltkindertag, Tag der offenen Tür) und themenzentrierte Projekte (z. B. Umweltwoche) oder auch Diskussionsveranstaltungen. Ferner gehören hierzu Angebote der internationalen Jugendarbeit (im Ausland stattfindend oder mit Teilnehmern aus In- und Ausland).

Einrichtungen und tätige Personen

Bis Dezember 2002 wurde im Rahmen der Statistik der »Einrichtungen der Kinder und Jugendhilfe« auch die Erhebung zu den Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Erstmalig zum 15. März 2006 fand eine (seitdem jährliche) Erhebung der Kindertageseinrichtungen mit völlig neuer Konzeption statt.

Die Daten zur Kindertagesbetreuung in Einrichtungen und geförderter Tagespflege finden Sie unter »Frühkindliche Bildung, Betreuung« beim Thema Bildung.

Die Statistik der »Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (ohne Kindertageseinrichtungen)« wurde von 2006 bis 2014 weiter im Vierjahresturnus durchgeführt,. Seit 2016 werden die Daten im Zweijahresturnus erhoben.

Tabellen und Grafiken

Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen am 31. Dezember bis 2016

Einrichtungskategorien 2016 2014 2010 2006
Einrichtungen der Jugendarbeit 1 221 1 281 1 445 1 504
Einrichtungen der
Jugendsozialarbeit

80

98

86

52
Einrichtungen der
Familienförderung

72

66

65

48
Gemeinsame Wohnformen für
Mütter/Väter mit Kindern

36

28

23

8
Erziehungs-, Jugend-, Familien-
beratungsstellen (einschließlich
Drogen- und Suchtberatungsst.)


351


285


229


137
Einrichtungen für Hilfe zur
Erziehung und Hilfe für
junge Volljährige sowie
für die Inobhutnahme



578



457



376



307
Einrichtungen für junge Menschen
mit Behinderung

8

10

16

8
Verwaltungsstellen und
Einrichtungen der
Mitarbeiterfortbildung


463


445


409


384
Insgesamt
(ohne Kindertageseinrichtungen)

2 809

2 670

2 649

2 448
nachrichtlich:
Tageseinrichtungen für Kinder
(ab 2006 jeweils im März)


2 928


2 860


2 734


2 622

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (ohne Kindertageseinrichtungen) in Sachsen am 31. Dezember bis 2016

Die Grafik zeigt in Form eines gestapelten Säulendiagramms die Entwicklung der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (ohne Kindertageseinrichtungen) insgesamt und die der zahlenmäßig am stärksten vertretenen Einrichtungskategorien. Bis 2006 war ihr zahlenmäßiger Anstieg vor allem auf eine Zunahme der am häufigsten vertretenen Kategorie "Einrichtungen der Jugendarbeit" zurückzuführen. Seitdem geht bei insgesamt steigender Gesamtanzahl die Anzahl dieser Einrichtungen zu Gunsten der anderen Einrichtungskategorien zurück.

Die Grafik zeigt in Form eines gestapelten Säulendiagramms die Entwicklung der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (ohne Kindertageseinrichtungen) insgesamt und die der zahlenmäßig am stärksten vertretenen Einrichtungskategorien. Bis 2006 war ihr zahlenmäßiger Anstieg vor allem auf eine Zunahme der am häufigsten vertretenen Kategorie "Einrichtungen der Jugendarbeit" zurückzuführen. Seitdem geht bei insgesamt steigender Gesamtanzahl die Anzahl dieser Einrichtungen zu Gunsten der anderen Einrichtungskategorien zurück.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2019. Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

In Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe tätige Personen in Sachsen am 31. Dezember bis 2016

Einrichtungskategorien 2016 2014 2010 2006
Einrichtungen der Jugendarbeit 2 083 2 178 2 560 2 632
Einrichtungen der
Jugendsozialarbeit

330

306

345

286
Einrichtungen der
Familienförderung

150

182

179

193
Gemeinsame Wohnformen für
Mütter/Väter mit Kindern

242

179

154

63
Erziehungs-, Jugend-, Familien-
beratungsstellen (einschließlich
Drogen- und Suchtberatungsst.)


927


798


696


514
Einrichtungen für Hilfe zur
Erziehung und Hilfe für
junge Volljährige sowie
für die Inobhutnahme



4 441



3 296



2 760



2 318
Einrichtungen für junge Menschen
mit Behinderung

169

106

147

131
Verwaltungsstellen und
Einrichtungen der
Mitarbeiterfortbildung


4 169


3 532


2 926


2 855
Insgesamt
(ohne Kindertageseinrichtungen)

12 511

10 577

9 767

8 992
nachrichtlich:
Tageseinrichtungen für Kinder
(ab 2006 jeweils im März)


36 403


34 373


29 534


24 418

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

In Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (ohne Tageseinrichtungen für Kinder) tätige Personen in Sachsen am 31. Dezember bis 2016

In diesem gestapelten Säulendiagramm wird die Anzahl der ab 1994 in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe Tätigen (ohne Tätige in Kindertageseinrichtungen) nach Einrichtungskategorien dargestellt. Ihre Gesamtanzahl stieg anfangs stark an, ging danach bis 2006 zurück, um seitdem wieder anzuwachsen. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Tätigen der am stärksten vertretenen Einrichtungskategorien »Einrichtungen für Hilfe zur Erziehung und Hilfe für junge Volljährige sowie für die Inobhutnahme« und die Tätigen in Verwaltungsstellen (einschließlich Mitarbeiterfortbildung) zurückzuführen.

In diesem gestapelten Säulendiagramm wird die Anzahl der ab 1994 in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe Tätigen (ohne Tätige in Kindertageseinrichtungen) nach Einrichtungskategorien dargestellt. Ihre Gesamtanzahl stieg anfangs stark an, ging danach bis 2006 zurück, um seitdem wieder anzuwachsen. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Tätigen der am stärksten vertretenen Einrichtungskategorien »Einrichtungen für Hilfe zur Erziehung und Hilfe für junge Volljährige sowie für die Inobhutnahme« und die Tätigen in Verwaltungsstellen (einschließlich Mitarbeiterfortbildung) zurückzuführen.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2019. Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Ausgaben und Einnahmen

Tabellen und Grafiken

Ausgaben und Einnahmen der Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen für ausgewählte Jahre bis 2017 (in 1 000 €)

Merkmal 2017 2016 2015 2010 2005
Ausgaben 2 534 758 2 383 421 2 048 897 1 588 391 1 133 503
Einnahmen 226 742 230 781 206 756 157 797 129 647
Netto-
ausgaben

2 308 017

2 152 640

1 842 141

1 430 593

1 003 856
Netto
ausgaben
je Einwohner
in €



566



528



454



344



234

Die Nettoausgaben errechnen sich als Differenz aus im Berichtsjahr getätigten Ausgaben und Einnahmen. 
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Nettoausgaben der Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen für ausgewählte Jahre bis 2017 nach Ausgabearten (in 1 000 €)

Ausgabeart 2017 2016 2015 2010 2005
Insgesamt 2 308 017 2 152 640 1 842 141 1 430 593 1 003 856
für
Einrichtungen

1 429 395

1 329 888

1 207 809

998 975

657 699
darunter für
Kindertages-
einrichtungen


1 376 374


1 262 760


1 174 376


961 195


612 339
für
Einzel- und
Gruppenhilfen


877 615


821 809


633 430


378 358


299 857
für Personal-
ausgaben der
Jugendhilfe-
verwaltung



1 006



943



901



53 260



46 300

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Nettoausgaben der Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen für ausgewählte Jahre ab 1995 nach Hilfearten

Das Säulendiagramm veranschaulicht, dass die Entwicklung der Nettoausgaben der Kinder- und Jugendhilfe maßgeblich durch die Ausgabenentwicklung im Bereich der Kindertageseinrichtungen beeinflusst wird, deren Anteil 60 und mehr Prozent beträgt. Für andere Einrichtungen werden nur ca. 2 Prozent der Ausgaben getätigt, der Rest entfällt inzwischen fast vollständig auf Einzel- und Gruppenhilfen.<BR>Die Personalausgaben der Jugendhilfeverwaltung werden bei Trägern, die nach neuer Haushaltsystematik abrechnen (Umstellung auf Doppik), nicht mehr getrennt erfasst, sondern sind in den Ausgaben der einzelnen Leistungsarten enthalten.

Das Säulendiagramm veranschaulicht, dass die Entwicklung der Nettoausgaben der Kinder- und Jugendhilfe maßgeblich durch die Ausgabenentwicklung im Bereich der Kindertageseinrichtungen beeinflusst wird, deren Anteil 60 und mehr Prozent beträgt. Für andere Einrichtungen werden nur ca. 2 Prozent der Ausgaben getätigt, der Rest entfällt inzwischen fast vollständig auf Einzel- und Gruppenhilfen.
Die Personalausgaben der Jugendhilfeverwaltung werden bei Trägern, die nach neuer Haushaltsystematik abrechnen (Umstellung auf Doppik), nicht mehr getrennt erfasst, sondern sind in den Ausgaben der einzelnen Leistungsarten enthalten.
(©  Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

    Erläuterungen

    In der Statistik über die Ausgaben und Einnahmen der Kinder- und Jugendhilfe werden die Ausgaben und Einnahmen der öffentlichen Haushalte für Zwecke der Kinder- und Jugendhilfe nach dem SGB VIII und nach anderen Rechtsvorschriften nachgewiesen. Inhalt dieser Statistik sind die Ist-Ausgaben bzw. Ist-Einnahmen nach der Haushaltrechnung, die auf den in Einzelnachweisen angegebenen Haushaltstellen nach der kommunalen bzw. staatlichen Haushaltsystematik gebucht wurden. Maßgebend ist (im Gegensatz zur Finanzstatistik) der Aufwand der jeweiligen Gebietskörperschaft, der direkt für Leistungen an Letztempfänger erbracht wird, nicht der Nachweis der haushaltsmäßigen Belastungen auf jeder Ebene. Es werden nur unmittelbare Ausgaben (Auszahlungen) - ohne kalkulatorische Kosten, interne Verrechnungen und durchlaufende Gelder - der einzelnen Gebietskörperschaften erfasst.
    Die Ausgaben für die Aktivitäten der freien Träger werden nur in dem Umfang nachgewiesen, in dem sie durch Zuschüsse der öffentlichen Hand gefördert wurden.

    Marginalspalte

    Medieninformationen

    Über 56 700 Kinder und Jugendliche erhielten 2017 Hilfen zur Erziehung

    6 026 Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohls in Sachsen 2017

    Für 3 855 Kinder und Jugendliche in Sachsen vorläufige Schutzmaßnahmen (Inobhutnahmen) ergriffen

    229 Kinder und Jugendliche 2017 in Sachsen adoptiert

    Jugendämter schalten Familiengericht ein - 2017 in Sachsen 2 312 Maßnahmen eingeleitet

    18 131 Sorgeerklärungen 2017 bei den Jugendämtern registriert

    Höhere Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen im Jahr 2015

    Weitere Informationen

    Informationen zur Kindertages- betreuung (frühkindliche Bildung) finden Sie beim Thema Bildung.

    © Statistisches Landesamt