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Tourismus

Tabellen und Grafiken

Die Beherbergungstatistik ist eine monatliche Erhebung und dient der kurzfristigen Information über die konjunkturelle Entwicklung im Beherbergungsgewerbe.

Beherbergungseinrichtungen, Gästebetten, Auslastung sowie Ankünfte und Übernachtungen im Freistaat Sachsen

Jahr geöffnete Beherber-gungs-
betriebe im Juli des Jahres
angebotene Betten im Juli des Jahres Durch-schnittliche Auslastung der ange-
botenen Betten
Ankünfte Übernach-tungen
2015 2 122 121 666 42,3 7 405 916 18 732 207
2014 2 157 122 327 42,5 7 408 813 18 898 767
2013 2 129 120 466 41,6 7 087 419 18 285 259
2012 2 182 120 929 41,3 7 050 496 18 355 248

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, April 2016 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Beherbergungsstätten, Gästebetten, Auslastung sowie Ankünfte und Übernachtungen im Freistaat Sachsen bis 2011

Jahr geöffnete Beherber-gungsbetriebe im Juli des Jahres angebotene Betten im Juli des Jahres Durch-schnittl. Betten-aus-lastung Ankünfte Über-
nacht-
ungen
2011 2 159 119 998 39,8 6 559 975 16 815 599
2010 2 124 118 467 39,0 6 267 540 16 317 139
2009 2 097 116 669 38,0 5 964 696 15 777 587
2008 2 097 115 309 38,6 5 911 979 15 701 033
2007 2 053 111 410 39,7 5 815 921 15 544 118
2006 2 088 111 368 40,8 5 975 861 15 900 797
2005 2 106 110 474 38,3 5 491 319 14 949 755
2004 2 132 111 543 37,5 5 436 572 14 744 026
2003 2 101 111 535 36,5 5 125 603 14 239 746
2002 2 122 112 290 34,8 4 784 049 13 513 787
2001 2 170 114 434 36,1 5 146 015 14 535 614
2000 2 160 114 812 36,0 5 143 032 14 565 456
1999 2 055 111 201 34,2 4 733 041 13 469 724
1998 2 127 111 849 32,5 4 532 711 12 794 634
1997 2 098 109 149 32,9 4 362 375 12 560 440
1996 1 741 95 347 36,4 4 109 930 12 255 593
1995 1 380 76 322 38,9 3 435 692 10 144 847
1994 1 068 60 242 40,4 2 808 790 8 388 187
1993 898 52 401 39,6 2 392 893 7 142 208
1992 862 48 251 40,1 2 186 724 6 749 402

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, November 2011 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Anteil der Kontinente an der Zahl der ausländischen Gäste in den sächsischen Beherbergungseinrichtungen (inkl. Camping) im Jahr 2015 (in Prozent)

Im Jahr 2015 haben 868 399 ausländische Gäste in Sachsens Beherbergungsstätten übernachtet. Die Grafik zeigt, von welchen Kontinenten sie kamen.

Im Jahr 2015 haben 868 399 ausländische Gäste in Sachsens Beherbergungsstätten übernachtet. Die Grafik zeigt, von welchen Kontinenten sie kamen.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, April 2016 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Die Entwicklung der Anzahl der Betriebe im Beherbergungsgewerbe 1) seit 1995

1) ab 2012 veränderter Berichtskreis: Betriebe mit mindestens 10 Betten<BR><BR>Sie sehen eine Entwicklung der Anzahl der Betriebe im Beherbergungsgewerbe 1995 bis 2015.

1) ab 2012 veränderter Berichtskreis: Betriebe mit mindestens 10 Betten

Sie sehen eine Entwicklung der Anzahl der Betriebe im Beherbergungsgewerbe 1995 bis 2015.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, April 2016 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet )

Weitere Tabellen zum Beherbergungsgewerbe finden Sie hier:

Analysen

Deckblatt

Branchenreport Tourismus im Freistaat Sachsen 2014; Tabellenband

Der Tabellenband des Branchenreports Tourismus im Freistaat Sachsen wurde um ein weiteres Jahr - für gewöhnlich 2014 - erweitert. Das Tabellenpro-gramm blieb im Vergleich zur Vorjahresausgabe unverändert. Der Branchenreport kann hier als pdf-Datei kostenlos heruntergeladen werden. Der Bezug der Excel-Datenmappe erfolgt über den Shop.

Branchenreport Tourismus im Freistaat Sachsen 2013; Tabellenband

Branchenreport Tourismus im Freistaat Sachsen 2013; Tabellenband

Der aktualisierte Branchenreport Tourismus für den Freistaat Sachsen 2013 enthält unter anderem eine Ergebnisseite, auf der ausgewählte Daten aus dem nachfolgenden Tabellenanhang zusammenfassend dargestellt sind. Neu aufgenommen wurden zudem zahlreiche Angaben zu Beherbergungsstätten der Hotellerie mit 25 und mehr Gästezimmern. Der Branchenreport kann hier als pdf-Datei kostenlos heruntergeladen werden. Der Bezug der Excel-Datenmappe erfolgt über den Shop.

Deckblatt des Statistischen Berichtes - Branchenreport Tourismus im Freistaat Sachsen 2012

Branchenreport Tourismus im Freistaat Sachsen 2012; Tabellenband

Im aktualisierten Tabellenband des Branchenre-portes Tourismus für den Freistaat Sachsen 2012 sind unter anderem die seit dem 1. Januar 2011 angehobenen Abschneidegrenzen für Beherber-gungsbetriebe sowie Campingplätze auf 10 und mehr Betten bzw. Stellplätze berücksichtigt. Das Tabellenprogramm blieb im Vergleich zu den Vorjahresausgaben faktisch unverändert. Der Branchenreport kann hier als pdf-Datei kostenlos heruntergeladen werden. Der Bezug der Excel-Datenmappe erfolgt über den Shop.

Branchenreport Tourismus 1992 bis 2011

Branchenreport Tourismus im Freistaat Sachsen; Tabellenband 1992 bis 2011

Der Tabellenband des Branchenreports Tourismus für den Freistaat Sachsen 1992 bis 2011 wurde um ein weiteres Jahr - in der Regel 2011 - fortgeschrie-ben. Das Tabellenprogramm blieb unverändert. Der Branchenreport kann hier als pdf-Datei kostenlos heruntergeladen werden. Der Bezug der Excel-Datenmappe erfolgt über den Shop.

Titelbaltt der Broschüre: Branchenreport Tourismus im Freistaat Sachsen

Branchenreport Tourismus im Freistaat Sachsen; 1992 bis 2009

Für den Branchenreport Tourismus als Querschnittsbereich der Wirtschaft wurden Ergebnisse unterschiedlicher Statistiken zu Berechnungen der Wertschöpfung des Tourismus sowie zum Beschäftigtenpotenzial zusammengeführt. Darüber hinaus bietet diese Veröffentlichung einen umfassenden Überblick über das Angebot an Beherbergungsbetrieben und Betten sowie über die Entwicklung der Ankünfte und Übernachtungen in Sachsen im Zeitraum von 1992 bis 2009. Der Bezug erfolgt über den Shop.

    Zeitschrift Statistik in Sachsen

    Im Heft 2/2008 finden Sie einen Aufsatz über das Reiseland Sachsen. Der Aufsatz im Heft 1/2007 befasste sich mit dem Wirtschaftsfaktor Tourismus in Sachsen

    Im Heft 3/2012 wurde die Entwicklung des Tourismus in Sachsen seit Beginn der Erhebung analysiert.

    Im Heft 3/2013 finden Sie einen Vergleich der verschiedenen Reisegebiete in Sachsen.

    Erläuterungen

    Der Erhebungsbereich der Monatserhebung im Tourismus erstreckt sich auf alle Betriebe und fachlichen Betriebsteile, die nach Zweck und Ein-richtung dazu dienen, mindestens zehn Gäste gleichzeitig vorüber-gehend zu beherbergen. Für Campingplätze gilt die Berichtspflicht, wenn sie mindestens zehn Stellplätze im Touristikcamping anbieten. Einbezogen sind danach die Gruppen 55.1 »Hotellerie«, 55.2 »Ferien-unterkünfte und ähnliche Beherbergungsstätten« und 55.3 »Camping-plätze im Abschnitt I »Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie«, Schulungsheime in der Abteilung 85 sowie Vorsorge- und Rehabili-tationskliniken (WZ 86103) der aktuellen EU-einheitlichen Wirtschafts-zweigsystematik NACE Rev.2.
     
    Es handelt sich damit um eine Totalerhebung mit Abschneidegrenze (neu ab dem Jahr 2012 - zehn oder mehr Betten für Beherbergungs-stätten bzw. mindestens zehn Stellplätze im Touristikcamping bei Campingplätzen). Auskunftspflichtig sind die Inhaber(-innen) oder Leiter(-innen) der Betriebe.
     
    Erhebungsmerkmale der Monatserhebung im Tourismus sind die Zahl der Ankünfte und Übernachtungen von Gästen; bei Gästen, deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt außerhalb Deutschlands liegt, werden diese Angaben auch in der Unterteilung nach Herkunftsländern erfasst. Erhoben werden auch die Zahl der angebotenen Gästebetten oder bei Campingplätzen der Stellplätze sowie bei Betrieben der Hotellerie jeweils zum 31.Juli zusätzlich die Zahl der Gästezimmer. Ab Januar 2012 wird bei Betrieben der Hotellerie mit 25 und mehr Gästezimmern im letzten Juli zusätzlich monatlich die Zahl der angebotenen sowie der belegten Gästezimmer ersatzweise auch die Zimmerauslastung im Monat erfragt.
     
    Erste vorläufige Ergebnisse der Statistik stehen rund 45 Tage nach Ende des Berichtszeitraumes zur Verfügung. Es liegen vorläufige Daten für Sachsen, für die sächsischen Reisegebiete, für Kreisfreie Städte und Landkreise sowie für ausgewählte Gemeinden vor. Endgültige Ergeb-nisse stehen Ende Februar des Folgejahres für das abgelaufene Kalenderjahr zur Verfügung. Neben ausgewählten Tabellen im Internet steht unseren Nutzern auch unsere Datenbank Genesis online mit umfangreichem Datenmaterial zur Verfügung.

    Wirtschaftsfaktor Tourismus

    Die Bedeutung des Tourismus in Sachsen hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten beständig weiter zugenommen. Von ihm profitieren jedoch nicht nur das klassische Beherbergungsgewerbe, sondern - insbesondere durch den Tagestourismus - auch die Gastronomie, der Einzelhandel und zahlreiche weitere Dienstleistungsanbieter. Für viele Beschäftigte werden dadurch Arbeitsplätze und Einkommen gesichert. Eine Übersicht, welche Zweige der Tourismuswirtschaft zuzurechnen sind, finden Sie hier:

    Zur Ermittlung des Beitrags des Querschnittsbereiches Tourismus zur gesamtwirtschaftlichen sowie Beschäftigten- und Erwerbstätigenent-wicklung in Sachsen kommen unterschiedliche Rechenverfahren zur Anwendung, die im Statistischen Landesamt des Freistaates Sachsen entwickelt wurden. Darin eingeschlossen sind neben den »reinen« Tourismuszweigen auch Bereiche, die nur mittelbar mit touristischen Aktivitäten in Verbindung stehen, beispielsweise der Groß- und Einzelhandel, das Kredit- und Versicherungsgewerbe oder auch das Fotografische Gewerbe.

    Im Zuge der notwendigen Anpassung der Rechenwerke an die revidierten Ausgangsdaten aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (sogenanntes Neuverfahren) wurden zuletzt sukzessive weitere Modifikationen und Methodikverfeinerungen an den Berechnungen vor-genommen, um die Qualität und Genauigkeit der Ergebnisse weiter zu erhöhen.

    Die entsprechenden Ergebnisse sind nachfolgend in Form von Tabellen und Grafiken veranschaulicht. Bei der durch Touristen erbrachten betriebswirtschaftlichen Bruttowertschöpfung und den ihr zugrundeliegenden Umsätzen beginnt die Zeitreihe 1997, bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sowie den Erwerbstätigen in der Tourismuswirtschaft 1999. Die strikte Trennung der Darstellung in die beiden Zeiträume bis 2008 sowie ab 2009 ist aus methodischen Gründen zwingend erforderlich, da beide Datenreihen nur eingeschränkt miteinander vergleichbar sind. Genauere Hinweise zur Methodik sowie entsprechende Definitionen finden Sie unter Erläuterungen.

    Tabellen und Grafiken

    Nachfolgend finden Sie eine Reihe von Datentabellen und Grafiken mit Ergebnissen zum »Wirtschaftsfaktor Tourismus«:

    Die Abbildung zeigt die betriebswirtschaftliche Bruttowertschöpfung der sächsi-schen Tourismuswirtschaft, die seit 2009 eine steigende Tendenz aufweist und am aktuellen Rand 2013 einen Wert von 1,24 Milliarden € erreicht hat.

    Die Abbildung zeigt die betriebswirtschaftliche Bruttowertschöpfung der sächsi-schen Tourismuswirtschaft, die seit 2009 eine steigende Tendenz aufweist und am aktuellen Rand 2013 einen Wert von 1,24 Milliarden € erreicht hat.
    (© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Oktober 2015. Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet. )

    Die Abbildung zeigt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der sächsischen Tourismuswirtschaft, die zur Jahresmitte 2014 mit rund 61 200 Per-sonen ihren vorläufigen Höchststand seit 2009 erreicht hat.

    Die Abbildung zeigt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der sächsischen Tourismuswirtschaft, die zur Jahresmitte 2014 mit rund 61 200 Per-sonen ihren vorläufigen Höchststand seit 2009 erreicht hat.
    (© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Oktober 2015. Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

    Die Abbildung zeigt die Aufteilung der betriebswirtschaftlichen Bruttowertschöp-fung sowie der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der sächsischen Tourismuswirtschaft 2013 auf die einzelnen Wirtschaftszweige. Die größten Anteile entfallen auf das Beherbergungsgewerbe, die Gastronomie sowie den Einzelhandel.

    Die Abbildung zeigt die Aufteilung der betriebswirtschaftlichen Bruttowertschöp-fung sowie der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der sächsischen Tourismuswirtschaft 2013 auf die einzelnen Wirtschaftszweige. Die größten Anteile entfallen auf das Beherbergungsgewerbe, die Gastronomie sowie den Einzelhandel.
    (© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Oktober 2015. Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

    Die Abbildung zeigt die Zahl der Erwerbstätigen in der sächsischen Tourismus-wirtschaft, die am aktuellen Rand 2014 nach uneinheitlichen Entwicklungen in den Vorjahren mit knapp 98 000 Personen ihren vorläufigen Höchststand seit 2009 erreicht hat.

    Die Abbildung zeigt die Zahl der Erwerbstätigen in der sächsischen Tourismus-wirtschaft, die am aktuellen Rand 2014 nach uneinheitlichen Entwicklungen in den Vorjahren mit knapp 98 000 Personen ihren vorläufigen Höchststand seit 2009 erreicht hat.
    (© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Oktober 2015. Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

    Die Abbildung zeigt die langfristige Entwicklung der betriebswirtschaftlichen Bruttowertschöpfung, sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sowie Erwerbs-tätigen in der sächsischen Tourismuswirtschaft von 1997 bis zum aktuellen Rand, die sich zwischen den einzelnen Merkmalen zum Teil erheblich unterscheidet.

    Die Abbildung zeigt die langfristige Entwicklung der betriebswirtschaftlichen Bruttowertschöpfung, sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sowie Erwerbs-tätigen in der sächsischen Tourismuswirtschaft von 1997 bis zum aktuellen Rand, die sich zwischen den einzelnen Merkmalen zum Teil erheblich unterscheidet.
    (© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Oktober 2015. Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

    Analysen

    In den Ausgaben 1/2007 und 4/2008 der Amtszeitschrift »Statistik in Sachsen« wurde die Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor näher untersucht. Im Frühjahr 2010 erfolgte eine erneute Aktualisierung der entsprechenden Ergebnisse.
    Die Auswirkungen der WZ-Umstellung von der WZ2003 auf die WZ2008 auf die sächsische Tourismuswirtschaft wurden in Heft 4/2011 anhand des Merkmals »sozialversicherungspflichtig Beschäftigte« näher be-trachtet.
    Die Erweiterung der Berechnungen zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf die Gesamtzahl an tourismusrelevanten Erwerbs-tätigen war schließlich Gegenstand eines Analysebeitrags für Heft 4/2012 der Amtszeitschrift.

    Erläuterungen

    Tourismus
    Umfasst gemäß der Definition der Welttourismusorganisation (WTO) all jene Aktivitäten von Personen, die an Orte außerhalb ihrer gewohnten Umgebung reisen und sich zu Freizeit-, Geschäfts- oder bestimmten anderen Zwecken dort nicht länger als ein Jahr ohne Unterbrechung aufhalten.
    Demnach zählen nicht nur private Reisen sondern auch Dienst- und Geschäftsreisen als touristische Aktivitäten. Dabei ist es unerheblich, ob die Reisen mit Übernachtungen verbunden sind oder nicht. Das Pendeln zur Arbeitsstelle bzw. zu einer Bildungseinrichtung wird dagegen nicht dem Tourismus zugerechnet.
    Eine weitestgehend trennscharfe Abgrenzung des Querschnittsbereichs Tourismus innerhalb der Gesamtwirtschaft erfolgt anhand der Klassifika-tion der Wirtschaftszweige. Dabei werden die einzelnen, tourismus-relevanten Aktivitäten einem konkreten Wirtschaftszweig zugeordnet. Bis zum Jahr 2008 war hierfür die Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2003 (WZ 2003) maßgebend. Gegenüber ihrer Vorgängerver-sion, der WZ93, unterschied sie sich in den den Tourismus betreffenden Punkten nur marginal. Die entsprechende Abgrenzung der Tourismus-wirtschaft, differenziert nach Hauptwirtschaftszweigen und Verbundenen Aktivitäten, finden Sie in folgender Übersicht:

    Ab dem Berichtsjahr 2009 gilt die Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008). Im Vergleich zur WZ 2003 weist sie sowohl in struktureller als auch in begrifflicher Hinsicht erhebliche Veränderungen auf. In besonderem Maße sind davon die Dienstleistungsbereiche, also auch die Tourismuswirtschaft, betroffen. Die entsprechende Abgrenzung der Tourismuswirtschaft nach der WZ 2008, differenziert nach Hauptwirt-schaftszweigen und Verbundenen Aktivitäten, finden Sie in folgender Übersicht:

    Durch die beträchtlichen Umstellungen beim Übergang von der WZ 2003 auf die WZ 2008 kommt es innerhalb der Zeitreihen zwischen 2008 und 2009 zu einem gewissen »methodischen Bruch«, der sich in bestimmten Niveauunterschieden ausdrückt. Die einzelnen Hauptwirtschaftszweige des Tourismus sowie die mit ihm Verbundenen Aktivitäten sind davon in unterschiedlichem Maße betroffen. Ursächlich hierfür sind einerseits Änderungen in der WZ-Systematik als solcher und andererseits Verschiebungen der touristischen Wirtschaftszweige untereinander. Dies gilt es bei Entwicklungs- und Strukturvergleichen in der Zeitreihe zu beachten.

    Umsatzsteuerpflichtige und Steuerbarer Umsatz (aus Lieferungen und sonstigen Leistungen)
    Steuerbare Umsätze können gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG nur durch einen Unternehmer für sein Unternehmen im Inland ausgeführt werden (Ausnahme § 2a UStG). Nach § 2 Abs. 1 UStG ist Unternehmer, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt. Gewerblich oder beruflich ist jede auf Dauer angelegte Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Gewinnerzielungsabsicht fehlt oder eine Personenvereinigung nur gegenüber ihren Mitgliedern tätig wird, d. h. es kommt weder auf die Rechtsform noch auf die -fähigkeit an. Selbständig tätig zu sein heißt, Arbeiten auf eigene Rechnung und eigene Verantwortung auszuführen. Unternehmer können somit sowohl natürliche als auch juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts sein. Zum Unternehmen gehören sämtliche Betriebe oder berufliche Tätigkeiten desselben Unternehmers (§ 2 Abs. 1 S. 2 UStG).
    Der Umsatzsteuer unterliegen gem. § 1 Abs. 1 UStG die folgenden Umsätze:
    - Lieferungen und sonstige Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt (Nr. 1),
    - die Einfuhr von Gegenständen im Inland (Einfuhrumsatzsteuer) (Nr. 4),
    - der innergemeinschaftliche Erwerb im Inland gegen Entgelt (Nr. 5).
    Die Umsatzsteuer ist gem. § 16 Abs. 1 S. 1 UStG grundsätzlich nach vereinbarten Entgelten (Sollbesteuerung = Regelbesteuerung) zu berechnen. Der Berechnung der Steuer liegt die Summe der Umsätze (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 und 5 UStG) zugrunde, die mit Ablauf des Voran-meldungszeitraumes (Monat, Quartal) ausgeführt worden sind, d. h. die Steuer entsteht unabhängig von der Rechnungslegung bzw. Bezahlung. Die Umsätze müssen für diesen Voranmeldungszeitraum angemeldet werden.

    Tourismusrelevanter Umsatz
    Mithilfe verschiedener Schlüsselfaktoren aus Drittquellen (z. B. Anteil der Ferien- und Freizeitwohnungen an den Wohnungen in Wohngebäuden insgesamt laut GWZ, gewichteter Umsatzanteil nach Fahrscheingruppen im Regionalverkehr der einzelnen Verkehrsverbünde, Tourismusanteil am Bruttoumsatz im Einzelhandel des OSGV-Tourismusbarometers, usw.) um tourismusfremde Erlöse bereinigter Umsatz.

    Betriebswirtschaftliche Bruttowertschöpfung
    Nachdem die tourismusrelevanten Umsätze, die als Produktionswerte einschließlich Handelsware (in jeweiligen Preisen) angesehen werden, zunächst um die in ihnen enthaltene Handelsware bereinigt wurden, schließt sich in einem zweiten Schritt der Abzug der Vorleistungen an. Hierzu lassen sich aus den nationalen VGR sowohl der entsprechende Handelswarefaktor am Produktionswert einschließlich Handelsware (in jeweiligen Preisen) als auch die entsprechende Vorleistungsquote ermitteln. Das Ergebnis entspricht schließlich der betriebswirtschaftlichen Bruttowertschöpfung eines einzelnen Tourismuszweiges bzw. der Tourismuswirtschaft insgesamt.

    Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
    Zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zählen alle Arbeit-nehmer und Personen in beruflicher Ausbildung, die in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und/oder Arbeitslosenversicherung pflichtversichert sind oder für die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden. 
    Die Angaben zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stammen aus der vierteljährlichen Bestandsauswertung (Quartalsendwerte) der bei der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen des integrierten Meldeverfahrens zur Sozialversicherung geführten Versicherungskonten. Die regionale Zuordnung erfolgt - gemäß des Arbeitsortkonzepts - nach dem vom Arbeitgeber angegebenen Arbeitsort.
    Zur Identifikation der tourismusabhängigen Beschäftigung in den einzel-nen Tourismuszweigen bzw. in der Tourismuswirtschaft insgesamt wird die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mittels der beim Umsatz angewandten Schlüsselfaktoren um tourismusfremde Beschäftigte bereinigt. Dahinter steht die Intention einer möglichst adäquaten Berücksichtigung der unterschiedlichen Zeitanteile jener Beschäftigten, die mehr oder weniger andauernd mit Touristen in Berührung kommen, aber nicht zwangsläufig der Tourismusbranche zuzurechnen sind.

    Erwerbstätige
    Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die eine auf Erwerb ge-richtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Für die Zuord-nung als Erwerbstätige ist es unerheblich, ob aus dieser Tätigkeit der überwiegende Lebensunterhalt bestritten wird. Im Falle mehrerer Tätig-keiten wird der Erwerbstätige nur einmal gezählt (Personenkonzept). Maßgebend für die Stellung im Beruf bzw. nach Wirtschaftszweigen ist die zeitlich überwiegende Tätigkeit. Nicht zu den Erwerbstätigen zählen Personen als Verwalter ihres Privatvermögens (z. B. Immobilien, Geld-vermögen, Wertpapiere).
    In den Schätzungen zum Wirtschaftsfaktor Tourismus erfolgt die Dar-stellung der Erwerbstätigkeit als jahresdurchschnittliche Größe nach dem Inlandskonzept (Erwerbstätige am Arbeitsort). Erfasst werden alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsort erreichen. Beamte, zu denen auch Richter, Soldaten sowie Wehr- und Zivildienstleistende zählen, werden aufgrund ihrer vergleichsweise geringen bzw. gänzlich fehlenden Tourismusrelevanz vollständig aus dem Rechenwerk herausgehalten.

     

    Marginalspalte

    Aktuelles

    Daten erhalten Sie auch bei ... 

    weitere Informationen

    Zusätzliche Informationen und Angaben zum »Wirtschaftsfaktor Tourismus« für das Land Sachsen finden Sie auch in den Internet-Angeboten des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), des Landestourismusverbandes Sachsen e. V. (LTV) sowie der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS).

    Statistisches Datenmaterial zum Themengebiet Kultur finden Sie hier:

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    © Statistisches Landesamt