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Geld und Kredit

Organigramm »Kredite an / Einlagen von Nichtbanken (Nicht-MFI)«

Organigramm »Kredite an / Einlagen von Nichtbanken (Nicht-MFI)«
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2013. Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Mithilfe der regionalisierten Statistiken des Geld- und Kreditwesens lassen sich sowohl die Strukturen als auch die Entwicklung des Kredit- und Einlagengeschäftes zwischen (inländischen) Banken als monetären Finanzinstituten (MFI) und privaten bzw. staatlichen Kreditnehmern für das Land Sachsen in regelmäßigen Abständen über einen langjährigen Zeitraum hinweg darstellen.

So dürfte es im Allgemeinen sowohl für Privatpersonen als auch für Un-ternehmen und öffentliche Haushalte sinnvoll sein, zur Werterhaltung und Vermehrung des finanziellen Vermögens bei monetären Finanzinstituten - also bei Kreditbanken, Sparkassen, Kreditgenossenschaften oder sonstigen Banken wie Landesbanken oder auch Bausparkassen - bestimmte Einlagen zu tätigen, die sich grundsätzlich nach ihrer Art und Befristung sowie nach Gläubigergruppen differenzieren lassen. Auf der anderen Seite kann im privaten wie im beruflichen Umfeld hin und wieder die Aufnahme eines Kredites notwendig werden, um die eigene Zahlungsfähigkeit aufrechterhalten zu können oder zusätzliche Liquidität für größere Investitionsprojekte zu schaffen. Diese Kredite lassen sich prinzipiell nach ihren Schuldnergruppen und Befristungen, aber auch nach ausgewählten Wirtschaftszweigen unterscheiden.

Die zugrundeliegenden Daten zum Kredit- und Einlagengeschäft der monetären Finanzinstitute mit Kunden werden durch die Deutsche Bundesbank - basierend auf den monatlich zur Bilanzstatistik sowie vierteljährlich zur Kreditnehmerstatistik erhobenen Daten der Regional-statistik - quartalsweise auch für die einzelnen Bundesländer aufbereitet und veröffentlicht. Für den Freistaat Sachsen ist hierfür die Hauptverwal-tung der Deutschen Bundesbank in Leipzig zuständig.

Die regionale Zuordnung der bankstatistischen Daten erfolgt grundsätz-lich nach dem Sitz des monetären Finanzinstituts bzw. der Banknieder-lassungen (Zweigstellen) und nicht nach dem Sitz der Kunden. Einzige Ausnahme hiervon bildet – zumindest ab 2005 – die Deutsche Postbank AG, deren Kundenbeziehungen nach den Postleitzahlen den einzelnen Bundesländern zugeordnet werden. Insofern sind die nachfolgend vorge-stellten Ergebnisse nicht identisch mit den Krediten an bzw. Einlagen von Bankkunden in Sachsen. Insbesondere gilt dies für bundesweit tätige Kreditinstitute ohne Filialnetz, wie z. B. die überwiegend in den Regionalbanken und sonstigen Kreditbanken enthaltenen Direktbanken, deren gesamtes Kundengeschäft den jeweiligen Firmensitz-Bundesland zugeordnet wird. Zur Vermeidung weiterer derartiger Verzerrungen sind die folgenden überregional tätigen Institute mit zentralen Aufgaben im gesamten Bundesgebiet in den regionalstatistischen Auswertungen des jeweiligen Firmensitz-Bundeslandes von vorneherein nicht mit enthalten:

  • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW),
  • AKA Ausfuhrkredit-GmbH,
  • Landwirtschaftliche Rentenbank,
  • Liquiditäts-Konsortialbank GmbH,
  • DekaBank Deutsche Girozentrale,
  • DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank,
  • IKB Deutsche Industriebank AG.

Den bankstatistischen Regionalergebnissen für das Land Sachsen liegen somit die Abgaben aller – einer Berichtspflicht unterliegenden – monetären Finanzinstitute mit Sitz in Sachsen, die Gesamtzahl ihrer hier befindlichen Zweigstellen sowie alle sächsischen Niederlassungen von Banken mit Sitz in anderen Bundesländern zugrunde. In die Aus-wertungen nicht mit eingeschlossen sind Kapitalanlagegesellschaften, Wertpapiersammelbanken, Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung und Kreditinstitute, die nur Bankgeschäfte im Sinne des § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 8 KWG (Garantiegeschäfte) betreiben. Wie das obige Organigramm veranschaulicht, werden passend zu dieser Abgrenzung auch die ein-zelnen Kundengruppen ausschließlich von der inländischen Seite her betrachtet.

Die Angaben in den nachfolgenden Tabellen und Grafiken repräsentieren die jeweiligen Jahresendbestände an Krediten für / Einlagen von (inländi-schen) Nichtbanken bei den berichtspflichtigen Bankstellen in Sachsen. Weitere methodische Hinweise – etwa zu den Besonderheiten der WZ-Umstellung von der WZ 2003 auf die WZ 2008 – und Definitionen finden Sie unter Erläuterungen.

Tabellen und Grafiken

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Tabellen zum Thema »Geld und Kredit«:

    Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Grafiken zum Thema »Geld und Kredit«:

    Analysen

    Ausgewählte Analyseergebnisse zum Themenfeld »Geld und Kredit« finden sich in den Heften 4/2013 sowie 1/2014 unserer Amtszeitschrift »Statistik in Sachsen«.

    Erläuterungen

    Methodische Hinweise zur Umstellung der Wirtschaftszweigklassifikation von der WZ 2003 auf die WZ 2008
    Ab Berichtsmonat Dezember 2008 werden die bankstatistischen Regio-naldaten bei den auskunftspflichtigen monetären Finanzinstituten auf der Grundlage der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) erhoben, nachdem zuvor die WZ 2003 maßgebend war (vgl. Rundschreiben Nr. 17/2008 der Deutschen Bundesbank v. 20.06.2008). Insofern war auch der Jahresendbestand an Krediten an (inländische) Unternehmen sowie wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen 2008 erstmals nach WZ 2008 auszuweisen. Da der Übergang von der »alten« zur »neuen« Klassifikation aber sowohl in struktureller als auch in be-grifflicher Hinsicht eine Vielzahl von Veränderungen – insbesondere im Dienstleistungsbereich – mit sich gebracht hat, sind die Ergebnisse ab 2008 mit denen der vorangegangenen Jahre nur noch eingeschränkt ver-gleichbar. Eine exakte Auflistung der unter die in Tabelle 3 dargestellten Wirtschaftszweige ab dem Jahre 2008 fallenden WZ-Positionen findet sich in den Richtlinien der Deutschen Bundesbank zur Kreditnehmer-statistik (Stand: Januar 2013) unter:

    Beim praktischen Wechsel von der WZ 2003 auf die WZ 2008 hat es über sämtliche Wirtschaftsbereiche hinweg mehr oder weniger deutliche Verzögerungen gegeben, die zum einen auf die notwendigen Umstell-ungen bei Software und Erhebungsformularen, zum anderen aber auch auf die Neugestaltung bzw. Neuprüfung der regionalen Zuordnungsbe-ziehungen zurückzuführen sind. Dadurch kommt es vereinzelt auch in den Jahren nach 2008 noch zu gewissen »Niveausprüngen«, was eine uneingeschränkte Vergleichbarkeit der Ergebnisse von Jahr zu Jahr in gewisser Weise einschränkt.

    In der Regel haben derartige »Niveausprünge« sowohl eine methodische als auch eine konjunkturelle Komponente. Exemplarisch sei hier der Bereich »Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden)« herausgegriffen, der nach WZ 2003 noch vollständig ohne den Entsorgungssektor abgebildet worden war. Zugleich erfordert diese Branche seit einiger Zeit beständig höhere Kreditvolumina, die allerdings nicht ausschließlich konjunkturell bedingt sein müssen, sondern ihren Ursprung auch in technischen Ver-besserungen des Erhebungssystems (z. B. bei der Software) bei den auskunftspflichtigen Bankstellen haben. Dadurch lassen sich die Kre-ditlieferungen nunmehr weitaus präziser auf die einzelnen Bundesländer aufzuteilen, nachdem die zuvor unzuordenbaren Kredite vollständig im Sitzland des betreffenden monetären Finanzinstituts verbucht worden waren.


    Gläubiger- bzw. Schuldnergruppen

    Nichtbanken (Nicht-MFI)
    Zu den – nach Inland und Ausland differenzierten – Nichtbanken (Nicht-MFI) zählen Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisa-tionen ohne Erwerbszweck) sowie öffentliche Haushalte.

    Inländische Unternehmen (einschl. Unternehmensorganisationen)
    Bei den Unternehmen wird im bankstatistischen Meldewesen zwischen nichtfinanziellen sowie finanziellen Unternehmen unterschieden. Die Rechtsform der Unternehmen kann privat (z. B. Kapitalgesellschaften, Personenhandelsgesellschaften, Genossenschaften, Partnerschafts-gesellschaften sowie Industrie-Stiftungen) oder öffentlich (z. B. Bundes-anstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Erdölbevorratungsverband, öffentliche Rundfunk- und Fernsehanstalten) sein. Zu den Unternehmen in öffentlicher Rechtsform zählen auch rechtlich unselbstständige Be-triebe der Gebietskörperschaften. Außerdem werden Anstalten und Einrichtungen von Gebietskörperschaften, Sozialversicherungsträgern oder Organisationen ohne Erwerbszweck, die im eigenen Namen wirt-schaften und Kredite aufnehmen, hinzugerechnet.

    • Nichtfinanzielle Unternehmen:
      Hierzu zählen alle Institutionen, deren Haupttätigkeit darin besteht,
      Waren und Dienstleistungen nichtfinanzieller Art herzustellen und
      gegen ein Entgelt zu verkaufen, das in der Regel Überschüsse er-
      bringt (oder mindestens die Produktionskosten deckt). Dabei spielt
      es keine Rolle, wer die Kapitaleigner sind. Exemplarisch seien hier
      die Deutsche Bahn AG, die Deutsche Post AG und die Deutsche
      Telekom AG angeführt. Zu den nichtfinanziellen Unternehmen rech-
      nen laut Bankenstatistik darüber hinaus auch Unternehmensorgani-
      sationen, das heißt Institutionen, die für Unternehmen tätig sind und/
      oder deren Mittel von Unternehmen erbracht werden. Dazu gehören
      Arbeitgeberverbände, Wirtschaftsverbände und Berufsorganisationen
      einschließlich Innungs- und Fachverbände, öffentlich-rechtliche Wirt-
      schafts- und Berufsvertretungen sowie weitere Organisationen, die
      Beratungs- und andere Einrichtungen zur Förderung der Wirtschaft
      oder bestimmter Zweige unterhalten oder unterstützen.
    • Finanzielle Unternehmen (ohne Banken [MFI]):
      Hierzu zählen alle Institutionen, deren Haupttätigkeit auf die Erbrin-
      gung von Finanz- und Versicherungsleistungen ausgerichtet ist. Dies
      sind u. a. Bürgschaftsbanken, Wertpapierhandelsunternehmen, Kapi-
      talanlagegesellschaften, Versicherungsgesellschaften und Pensions-
      kassen (einschließlich öffentlich-rechtliche Versicherungsunterneh-
      men) sowie die so genannten sonstigen Finanzierungsinstitutionen
      (z. B. Leasingunternehmen). Auch die Verbände von Banken und
      Versicherungsunternehmen, die zentrale Aufsichtsbehörde Bundes-
      anstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie inländische
      Repräsentanzen ausländischer Kreditinstitute gehören hierher.

    Inländische Privatpersonen
    Zu den Privatpersonen rechnen natürliche Personen sowie Mehrheiten von natürlichen Personen (z. B. Ehepaare und Erbengemeinschaften). Die inländischen Privatpersonen beinhalten in der Regel auch die im Inland wohnenden ausländischen Arbeitnehmer. Zusammenschlüsse von natürlichen Personen, deren Zweck die gemeinschaftliche Geld-anlage ist (z. B. Sparvereine, Investmentvereine und -klubs), zählen ebenfalls zu den Privatpersonen.

    Die Privatpersonen gliedern sich wie folgt:

    • wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen (Einzelfirmen, Gewerbe-treibende, freiberuflich Tätige, Landwirte sowie Privatpersonen, deren Einkommen überwiegend aus Vermögen stammt),
    • wirtschaftlich unselbstständige Privatpersonen (Arbeiter, Angestellte, Beamte, Arbeitslose, Rentner sowie Pensionäre),
    • sonstige Privatpersonen (Hausfrauen, Kinder, Schüler, Studenten, in Ausbildung befindliche Personen und Personen ohne Berufsangabe).

    Inländische Organisationen ohne Erwerbszweck
    Hierzu gehören alle Organisationen ohne Erwerbszweck, die für Privat-personen tätig sind und/oder deren Mittel von Privatpersonen stammen. Beispielhaft seien hier Kirchen u. karitative Verbände, Stiftungen (ohne Industrie-Stiftungen), eingetragene und nicht eingetragene Vereine mit »idealer Zielsetzung« (die nicht zu den Unternehmensorganisationen zählen), Gewerkschaften sowie politische Parteien angeführt.

    Inländische öffentliche Haushalte
    Zu den öffentlichen Haushalten zählen:

    • Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindever-
      bände, kommunale Zweckverbände mit hoheitlichen und/oder wirt-
      schaftlichen Aufgaben sowie Sondervermögen des Bundes)
    • Sozialversicherung und Arbeitsförderung (gesetzliche und knapp-
      schaftliche Rentenversicherung, Altershilfe für Landwirte, gesetz-
      liche und knappschaftliche Krankenversicherung, gesetzliche Unfall-
      versicherung, Arbeitsförderung sowie sonstige Sozialversicherung
      und Arbeitsförderung).


    Kredite und Einlagen

    Kredit
    Zeitlich begrenzte Überlassung von Kaufkraft (in der Regel in Geldform) durch den Kreditgeber (Gläubiger) gegen Zahlung eines Zinses als Ent-schädigung für den Nutzungsverzicht durch den Kreditnehmer (Schuld-ner). Schatzwechselkredite, Wertpapierbestände, Treuhandkredite und Ausgleichsforderungen sind in den Angaben in Tabelle 1 nicht mit ent-halten, wohl aber die von Bausparkassen an Nichtbanken (Nicht-MFI) ausgereichten Kredite.

    Buchkredit
    Von einem Kreditinstitut an einen Kunden ausgereichter Kredit, der le-diglich »in den Büchern« erfasst wird, also ohne dass der Gegenwert – wie beispielsweise bei Schuldscheindarlehen oder Wechselkrediten – beurkundet wird. Die häufigste Form ist das Einräumen einer Kreditlinie (Überziehungslimit) auf dem Kontokorrentkonto oder die Gewährung eines Darlehens.

    Wechseldiskontkredit
    Ein derartiger Kredit beruht auf dem Ankauf noch nicht fälliger Wechsel und Schecks durch ein Kreditinstitut, für die dem Einreicher die auf den Gegenwartswert abgezinste Wechselsumme zur Verfügung gestellt wird. Die Ergebnisse in den obigen Tabellen umfassen den Wechsel-bestand zuzüglich Indossamentsverbindlichkeiten aus rediskontierten Wechseln und aus dem Wechselbestand vor deren Verfall zum Einzug versandte Wechsel. Die sektorale Zuordnung erfolgt nach dem Einrei-cher des Wechsels.

    Treuhandkredit
    Hierbei handelt es sich um einen Kredit, der in eigenem Namen, aber  für fremde Rechnung gewährt worden ist, und bei dem sich die Haftung des berichtenden Kreditinstituts auf die ordnungsgemäße Verwaltung der Ausleihung und die Abführung der Zins- und Tilgungszahlungen an den Auftraggeber beschränkt. Treuhandkredite werden nicht in die Dar-stellung der Kredite und Einlagen einbezogen, sondern nur nachrichtlich veröffentlicht.

    Sichteinlage
    Auf einem Girokonto verbuchtes Bankguthaben bei einem Kreditinstitut, bei dem keine Laufzeit oder Kündigungsfrist vereinbart ist oder dessen Laufzeit oder Kündigungsfrist weniger als einen Monat beträgt. Der Regelfall sind – wie in Tabelle 4 und 5 dargestellt – die täglich fälligen Verbindlichkeiten. Über diese kann der Kontoberechtigte auf Sicht – also jederzeit – durch Barabhebung oder im unbaren Zahlungsverkehr verfügen, ohne seine Absicht dem kontoführenden Kreditinstitut vorher anzeigen zu müssen. Aus diesem Grund werden Sichteinlagen nur mit einem niedrigen Prozentsatz oder überhaupt nicht verzinst.

    Termineinlage
    Verzinsliche Einlage, die einem Kreditinstitut für eine bestimmte Zeit – auf Termin – gegen einen festen Zinssatz zur Verfügung gestellt wird und über die der Gläubiger erst nach Fristablauf oder unter Einhaltung einer Kündigungsfrist verfügen darf. Verbindlichkeiten aus Namens-schuldverschreibungen (ohne Sparbriefe) sowie ab 1999 Bausparein-lagen sind in den Angaben der Tabellen 4 und 5 ebenfalls enthalten.

    Sparbrief
    Von einem Kreditinstitut angebotenes festverzinsliches Anlageprodukt. Die vereinbarten Sparbeiträge und deren Verzinsung sind für die gesam-te Laufzeit, die bis zu zehn Jahre betragen kann, festgelegt und damit im Voraus überschaubar. Die Zinsen werden entweder vorab berück-sichtigt (Abzinsung) oder regelmäßig während der Laufzeit ausgezahlt. Ein Sparbrief ist spesenfrei und in der Regel zu 100 Prozent beleihbar. Die Angaben in Tabelle 4 und 5 umfassen keine Verbindlichkeiten aus nicht börsenfähigen Inhaberschuldverschreibungen, wohl aber Namens-sparschuldverschreibungen.

    Spareinlage
    Von vornherein unbefristete und zumeist variabel verzinste Einlage auf einem Sparkonto bei einem Kreditinstitut, für die der Gläubiger eine Ur-kunde (Sparbuch) erhält, in der sämtliche Ein- und Auszahlungen sowie alle Zinsgutschriften vermerkt werden. Die Spareinlage dient der Geldan-lage oder der Vermögensbildung (vor allem von Privatpersonen) und darf nicht für den Zahlungsverkehr verwendet werden. Erst nach Ablauf der vereinbarten Kündigungsfrist kann der Gläubiger wieder über sein Geld verfügen. Da die Spareinlagen von wirtschaftlich selbstständigen Privat-personen und jene von wirtschaftlich unselbstständigen und sonstigen Privatpersonen nicht getrennt erfragt werden, erfolgt in Tabelle 5 ein zusammengefasster Ausweis.
     
    Fristengliederung
    Für die Gliederung nach Befristung ist bei Forderungen und Verbindlich-keiten die ursprünglich vereinbarte Laufzeit oder Kündigungsfrist maß-gebend. Als Beginn der vereinbarten Laufzeit gilt die erste Inanspruch-nahme, nicht die Zusage. Als Kündigungsfrist ist der Zeitraum vom Tag der Kündigung bis zur Fälligkeit anzusehen. Mit Beginn der dritten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion am 1. Januar 1999 wird in folgende Fristigkeiten unterschieden:

    • kurzfristig:   täglich fällig sowie vereinbarte Laufzeit oder Kündigungs-
                        frist bis zu einem Jahr,
    • mittelfristig: Laufzeit oder Kündigungsfrist von über einem Jahr bis
                        einschließlich fünf Jahre,
    • langfristig:   Laufzeit oder Kündigungsfrist von über fünf Jahren.

    In den Jahren bis einschließlich 1998 hatte noch eine abweichende Fristengliederung gegolten:

    • kurzfristig:   täglich fällig sowie vereinbarte Laufzeit oder Kündigungs-
                        frist bis zu einem Jahr,
    • mittelfristig: Laufzeit oder Kündigungsfrist von über einem Jahr bis
                        unter vier Jahre,
    • langfristig:   Laufzeit oder Kündigungsfrist von vier Jahren und mehr.

    Marginalspalte

    Veröffentlichungen

    Zum Geld- und Kreditwesen in
    Sachsen in der Zeit von 2000
    bis 2012

    Weitere Informationen

    Weitere Informationen sowie Quartalsdaten zum Kredit- und Einlagengeschäft der berichts-pflichtigen monetären Finanzins-titute (MFI) für das Land Sachsen ab dem 1. Quartal 2004 finden Sie zum Download auch im Internetan-gebot der Deutschen Bundesbank.

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