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Preise

Verbraucherpreisindizes

Der Verbraucherpreisindex

  • bildet die Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten zu Konsumzwecken gekauft werden, ab.
  • zeigt an, in welchem Maß sich die Preise für Güter des täglichen Bedarfs (z. B. Nahrungsmittel, Kosmetik, Bekleidung), für Gebrauchsgüter (z. B. Haushaltsgeräte) sowie für Dienstleistungen (z. B. Versicherungen, Theaterbesuch, Reparaturleistungen) verteuert oder verbilligt haben.
  • gibt die Entwicklung der Mietpreise wider.
  • stellt eine wichtige Datenquelle zur
    • Beurteilung der Geldwertstabilität (Inflationsrate),
    • Wertsicherung wiederkehrender Zahlungen in Preisgleitklauseln sowie
    • Deflationierung von Wertgrößen in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen dar.
  • gehört zu den Indikatoren des Verbreitungsstandards des Internationalen Währungsfonds.

Mietpreisstatistik

Die Mietpreisstatistik stellt ein wichtiges Teilgebiet der Verbraucherpreisstatistik dar. Die Ausgaben zum Thema »Wohnen« nehmen mit circa 32 Prozent den größten Anteil unserer monatlichen Kosten und damit den höchsten Wägungsanteil im Verbraucherpreisindex ein. In der Folge beeinflusst dieser Komplex, der neben den reinen »Nettomieten« auch »Nebenkosten« wie beispielsweise Gebühren für »Wasser« oder die »Grundsteuer« berücksichtigt, die Gesamtentwicklung des Verbraucherpreisindex entscheidend.
In der Zeitschrift »Statistik in Sachsen, 2/2012, Seite 51« erschien ein interessanter Beitrag, der nähere Einblicke in die sächsische Erhebungspraxis gibt und nachfolgend als Download zur Verfügung steht.

Baupreisindizes

  • messen die Preisentwicklung für Bauleistungen gleicher Art und Qualität.
  • spiegeln die Preisdynamik für den Neubau ausgewählter Bauwerksarten des Hoch- und Tiefbaus (Straßen, Brücken, Ortskanäle) sowie der Instandhaltungsmaßnahmen an Wohngebäuden wider.
  • geben keine Auskunft über die tatsächlichen Baukosten.
  • dienen
    • der Konjunkturbeobachtung,
    • zur Schätzung aktueller oder historischer Verkehrs- bzw. Anschaffungswerte sowie
    • der Anpassung vertraglich vereinbarter Zahlungen (Wertsicherungsklauseln).
    • der Deflationierung anderer wirtschaftsstatistischer Größen (Auftragseingänge und -bestände im Bauhauptgewerbe).

Kaufwerte für Bauland und landwirtschaftlichen Grundbesitz

Die Statistik der Kaufwerte für Bauland erfasst durch Kauf erworbene unbebaute Grundstücke mit einer Fläche von 100 und mehr Quadratmetern, die in den Baugebieten der Gemeinden liegen und Baulandeigenschaften besitzen.

Erhoben werden Angaben zur:

  • Lage und Art des Grundstücks,
  • zum Baugebietstyp,
  • zur Rechtsform des Veräußerers und Erwerbers sowie
  • der Preis und die Größe des verkauften Baulandes.

Der Verkaufspreis beinhaltet keine Grunderwerbsnebenkosten, jedoch Beträge für Aufwuchs, Zäune, den Kapitalwert für Leibrenten sowie Erschließungskosten.

Veräußerte Flächen von mindestens 0,1 Hektar, die den Rechtsvorschriften der Einheitsbewertung der landwirtschaftlichen Nutzung unterliegen (Acker- und Grünland), berücksichtigt die Statistik der Kaufwerte für landwirtschaftlichen Grundbesitz. Des Weiteren sollten sie zu mindestens 90 Prozent landwirtschaftlich genutzt werden. Unbeachtet bleiben Eigentumsübergänge aufgrund von Flurbereinigungen, Enteignungen und Zwangsversteigerungen sowie Grundstückserwerbe infolge Todes, durch Schenkung, Nachlassteilung oder durch Änderung des ehelichen Güterstandes von Verwandten in gerader Linie.

Die Ermittlung der durchschnittlichen Kaufwerte basiert auf dem für jeden einzelnen Kauffall erfassten:

  • Preis und
  • Grundstücksmerkmale, wie
    • Fläche,
    • Lage,
    • Art und Ertragsmesszahl des Grundstücks sowie
    • die Rechtsform des Veräußerers und Erwerbers.

Der Kaufpreis beinhaltet dabei den in Euro ausgedrückten Wert aller vom Käufer zugunsten des Verkäufers vertraglich aufzubringenden grundstücksbezogenen Leistungen (Restwert von übernommenen, noch nicht getilgten Hypotheken/Wert eines etwaigen Tauschgrundstückes).

Es ist zu beachten, dass beide Bodenmarktstatistken nur einen bedingten Anhaltspunkt für das Preisniveau bei Landverkäufen bieten. Für die Beurteilung spezieller Grundstücke empfiehlt es sich auf die Angaben der Gutachterausschüsse zurückzugreifen.

Marginalspalte

Aktuelles

Zahlenspiegel Preise

Weitere Informationen

Methodische Hintergrundinformationen zu den dargestellten Preisstatistiken in aller Kürze enthalten die nachfolgenden Download-Dokumente. 

Eine detailierte Auflistung aller aktuell für die Preisstatistiken gültigen Rechtsgrundlagen befindet sich auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes.

Download-Hinweis

Zum Öffnen der angebotenen pdf-Dokumente benötigen Sie den Adobe-Reader. Diesen können Sie kostenfrei von der Internetseite der Firma Adobe downloaden.

© Statistisches Landesamt