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Verbraucherpreisindex

Der bereits seit Monaten anhaltende Aufwärtstrend setzte sich im Oktober mit 2,5 Prozent Jahresteuerung weiter fort. Steigende Tendenzen wurden insbesondere auf dem Energiemarkt (9,0 Prozent), aber auch bei anderen Teilindizes beobachtet. Bei der Vorbereitung auf den Winter musste für viele Aktivitäten ein höherer Preis als noch im Vorjahr gezahlt werden. Die Befüllung des Heizöl- (40,5 Prozent) oder Flüssiggastanks (11,2 Prozent) kostete erheblich mehr als noch vor 12 Monaten. Für Autobesitzer wurden die Preise besonders beim Radwechsel (6,1 Prozent), bei einer Abgasuntersuchung (19,1 Prozent) oder für Wartung und Reparatur am Fahrzeug (3,0 Prozent) teurer. Die gegenwärtig im Bereich der stationären Pflege laufenden Pflegesatzverhandlungen einzelner Einrichtungen führten für gesetzlich Krankenversicherte im Vergleich zum Vorjahr zu einer durchschnittlichen Steigerung von fast 10 Prozent.

Der Vergleich zum September zeigte eine Teuerung von 0,2 Prozent, die hauptsächlich auf den Preissteigerungen im Bereich Bekleidung und Schuhe (2,2 Prozent) basierte. Im Monat der Buchmesse wurden zudem Preissteigerungen für Bücher (2,3 Prozent) ermittelt. Die Steigerungen in den anderen Hauptgruppen liegen moderat zwischen 0,1 und 0,5 Prozent, der Nahrungsmittelmarkt (-0,2 Prozent) sowie die Bereiche Freizeit, Unterhaltung und Kultur (-0,9 Prozent) sowie Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (-0,2  Prozent) präsentierten sogar leichte Rückgänge.

 

Tabellen und Grafiken

Jahresteuerungsraten ausgewählter Verbraucherpreisindizes in Prozent (Basis 2010 = 100)

Monat
Jahr
Gesamt-
index
Gesamt-
index
ohne
Energie
Gesamtindex
ohne Netto-
mieten und
Nebenkosten
Gesamtindex
ohne Nah-
rungsmittel
und Energie
Oktober 2018 2,5 1,8 2,9 1,7
Sept 2018 2,3 1,7 2,7 1,5
August 2018 2,0 1,5 2,3 1,4
Juli 2018 2,2 1,6 2,4 1,5
Juni 2018 2,1 1,6 2,4 1,4
Mai 2018 2,2 1,8 2,6 1,6
April 2018 1,6 1,5 1,6 1,4
März 2018 1,5 1,6 1,6 1,6
Februar 2018 1,3 1,5 1,3 1,6
Januar 2018 1,4 1,6 1,5 1,5
2017 1,9 1,8 2,2 1,6
2016 0,6 1,2 0,5 1,3
2015 0,3 1,5 0,3 1,5
2014 0,9 1,3 1,0 1,4
2013 1,6 1,7 1,9 1,2
2012 2,0 1,5 2,4 1,4
2011 2,0 1,2 2,5 1,0
2010 1,1 0,7 1,3 0,6

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, November 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Durchschnittliche Jahresteuerungsraten nach Hauptgruppen

Im Jahr 2017 erhöhten sich die sächsischen Verbraucherpreise gegenüber 2016 um 1,9 Prozent. Das entsprach einer Verdreifachung der durchschnittlichen Teuerung, die 2016 im Vergleich zu 2015 bei nur 0,6 Prozent lag. Im Detail verzeichneten die Hauptgruppen "Nahrungsmittel, alkoholfreie Getränke", "Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen", "Verkehr", "Andere Waren und Dienstleistungen" sowie "Freizeit, Unterhaltung, Kultur" Preissteigerungen von zwei Prozent und mehr.<BR><BR>Für "Bekleidung und Schuhe", "Gesundheitspflege", "Bildungswesen" und "Alkoholische Getränke, Tabakwaren" entsprach die Jahresteuerung etwa der des Gesamtindex.<BR><BR>Unterdurchschnittliche Preissteigerungen wurden in den Bereichen "Wohnung, Wasser, Strom, Gas u. a. Brennstoffe" sowie "Möbel, Leuchten, Geräte,<BR>Haushaltszubehör" verzeichnet. Nur bei der "Nachrichtenübermittlung" konnten um 0,6 Prozent niedrigere Preise gegenüber 2016 ermittelt werden.

Im Jahr 2017 erhöhten sich die sächsischen Verbraucherpreise gegenüber 2016 um 1,9 Prozent. Das entsprach einer Verdreifachung der durchschnittlichen Teuerung, die 2016 im Vergleich zu 2015 bei nur 0,6 Prozent lag. Im Detail verzeichneten die Hauptgruppen "Nahrungsmittel, alkoholfreie Getränke", "Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen", "Verkehr", "Andere Waren und Dienstleistungen" sowie "Freizeit, Unterhaltung, Kultur" Preissteigerungen von zwei Prozent und mehr.

Für "Bekleidung und Schuhe", "Gesundheitspflege", "Bildungswesen" und "Alkoholische Getränke, Tabakwaren" entsprach die Jahresteuerung etwa der des Gesamtindex.

Unterdurchschnittliche Preissteigerungen wurden in den Bereichen "Wohnung, Wasser, Strom, Gas u. a. Brennstoffe" sowie "Möbel, Leuchten, Geräte,
Haushaltszubehör" verzeichnet. Nur bei der "Nachrichtenübermittlung" konnten um 0,6 Prozent niedrigere Preise gegenüber 2016 ermittelt werden.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verarbeitung mit Quellenangabe gestattet)

Wägungsschema 2010

Das Diagramm stellt die Verteilung der Wägungsanteile auf die Hauptgruppen in Promille für das derzeit gültige Basisjahr 2010 = 100 dar.

Das Diagramm stellt die Verteilung der Wägungsanteile auf die Hauptgruppen in Promille für das derzeit gültige Basisjahr 2010 = 100 dar.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Februar 2013- Auszugsweise Vervielfältigung und Verarbeitung mit Quellenangabe gestattet)

Analyse

    Turnusmäßige Überarbeitung des Verbraucherpreisindex

    Im Januar 2013 erfolgte bundesweit die Umstellung von der bisherigen Basis 2005 auf das Basisjahr 2010. Damit verbunden war eine Neuberechnung der Ergebnisse ab Januar 2010. Im Mittelpunkt der Überarbeitung des Verbraucherpreisindex stand u. a. die Aktualisierung der Wägungsschemata für die Waren und Dienstleistungen, der Geschäftstypen sowie der Bundesländer. Sie nehmen Bezug auf das Jahr 2010 und bleiben bis zur nächsten turnusmäßigen Überarbeitung konstant. Die Auswahl der einzelnen Waren und Dienstleistungen, der sogenannte »Warenkorb«, wird jedoch laufend angepasst, um immer die aktuellen Gütervarianten in die Preisbeobachtung einfließen zu lassen. Des Weiteren gab es einige methodische Verbesserungen.
    Die wichtigsten Neuerungen sind im nachfolgenden Download zusammengefasst.

    Entwicklung von Nahrungsmittel-, Getränke- und Energiepreisen 2012 in Sachsen

    Das tägliche Leben wird nicht billiger! Abgesehen von monatlichen Preisschwankungen und Sonderangeboten, auf die es sich lohnt als kostenbewusster Verbraucher zu achten, zeichnete sich 2012 ein Trend steigender Verbraucherpreise ab, der 2013 weiterhin anhält. Die nachfolgend als Download zur Verfügung stehende Analyse beschäftigt sich explizit mit der Entwicklung der Preise bei Nahrungsmitteln, Getränken und Energie.

    Statistisch betrachtet - 10 Jahre Euro-Bargeld

    10 Jahre Euro-Bargeld in Sachsen

    Am 1. Januar 2012 jährte sich zum zehnten Mal die Einführung des Euro-Bargeldes. Die sächsische Verbraucherpreisstatistik hat dies zum Anlass genommen und sich etwas intensiver mit der Preisentwicklung vor und nach der Währungsumstellung beschäftigt. Die Ergebnisse finden sich in der Publikationsreihe Statistisch betrachtet unter dem Titel »10 Jahre Euro-Bargeld«, der Ihnen nachfolgend als Download zur Verfügung steht.

    Erläuterungen

    • Verbraucherpreisindex
      … durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten zu Konsumzwecken erworben werden
    • Jahresteuerungs- oder Inflationsrate
      … durchschnittliche Preisentwicklung innerhalb eines Jahres in Prozent
    • Warenkorb
      … repräsentative Auswahl an Waren und Leistungen für die Preisbeobachtung mit entsprechender Verbrauchs- und Umsatzbedeutung
    • Wägungsschema
      … Ausgaben- bzw. Umsatzstruktur der Warenkorbvertreter
    • Wägungsanteil
      … Gewicht, mit dem die betrachtete Ware oder Leistung in die Indexberechnung eingeht oder anders ausgedrückt, der Ausgaben- oder Umsatzanteil des Einzelgutes bzw. -leistung


    Marginalspalte

    Weitere Informationen (Wertsicherungsklauseln)

    Der Verbraucherpreisindex dient häufig als Bezugsgröße für Wertsicherungsklauseln in Miet-, Pacht-, Übergabe-, Pensions- und anderen Verträgen über laufende Zahlungen. Die gesetzlichen Grundlagen sind im Preisklauselgesetz (PrKG) vom 7. September 2007 (BGBl. I S. 2246, 2247) geregelt.

    Im Internetauftritt des Statistschen Bundesamtes finden sich wichtige fachliche und methodische Hinweise aus Sicht der amtlichen Statistik sowie eine Rechenhilfe zur Anpassung von Verträgen.

    Weitere Informationen (Qualitätsbericht)

    Im Qualitätsbericht finden sich neben allgemeinen Angaben zur Erhebung Informationen zu Zweck und Ziel der Statistik, Methodik, Genauigkeit und Aktualität, zeitlicher und räumlicher Vergleichbarkeit der Ergebnisse sowie Bezüge zu anderen Erhebungen.

    Datenbank GENESIS

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