Statistik - Erwerbstätige
  1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Erwerbstätige

Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder (Regionale Gesamtrechnungen)

Die hier vorliegenden durchschnittlichen Erwerbstätigenzahlen des Freistaates Sachsen wurden nach den Vorgaben eines einheitlichen Rechenmodells des Arbeitskreises »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder« (AK ETR) ermittelt. Diesem Arbeitskreis gehören Vertreter aller Statistischen Landesämter, des Statistischen Bundesamtes und des Deutschen Städtetages an. Der AK ETR hat die Aufgabe, die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt für die Länder und Landkreise bzw. Kreisfreien Städte nach wirtschaftlicher Gliederung zu berechnen und zu veröffentlichen. Außerdem werden für Zwecke der unterjährigen Beobachtung und Analyse des Arbeitsmarktes Quartalsergebnisse auf Länderebene herausgegeben, die einen vierteljährlichen regionalen Vergleich der Erwerbstätigen erlauben.

Deckblatt des Faltblattes des Arbeitskreises »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder«

Arbeitskreis »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder«

Hier finden Sie das aktuelle Faltblatt des Arbeitskreises zu folgendem Thema:

Alle fünf bis zehn Jahre führt der AK ETR eine Revision seiner Berechnungen durch. Die Revision 2014 stand im Zeichen der Einführung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010 (ESVG 2010). Es wurden alle Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung revidiert. Die Publikation beinhaltet Ergebnisse der Erwerbstätigen ab dem Jahr 1991. Revisionen sind erforderlich, um einheitliche Klassifizierungen einzuführen, bislang nicht nutzbare neue Statistiken zu integrieren, definitorische und konzeptionelle Änderungen sowie methodische Weiterentwicklungen vorzunehmen. Grundanliegen der letzten Revision 2011 war die Einführung der Klassifikation der Wirtschaftszweige WZ 2008 in allen Gesamtrechnungen.

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen handelt es sich um Durchschnittsangaben am Arbeitsort (Inlandskonzept), d. h. die Angaben beziehen sich nur auf Erwerbstätige, die - unabhängig von ihrem Wohnort - ihren Arbeitsplatz in Sachsen hatten.

Weitergehende Informationen über Erwerbstätige nach Stellung im Beruf (Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmer) können bei Bedarf beim Statistischen Landesamt angefordert werden.

Tabellen und Grafiken

Vierteljahresergebnisse

Jahresdurchschnittsergebnisse

Erwerbstätige 2010 bis 2017 nach Stellung im Beruf

Erwerbstätige 2010 bis 2017 nach Stellung im Beruf

Erwerbstätige 2010 bis 2017 nach Stellung im Beruf
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juni 2018. Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Regionaldaten

Freistaat Sachsen

NUTS 2-Regionen

Ergebnisse Kreisfreie Städte

Ergebnisse Landkreise

Bautzen

Erzgebirgskreis

Görlitz

Leipzig

Meißen

Mittelsachsen

Nordsachsen

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Vogtlandkreis

Zwickau

Analysen

Zu einigen speziellen Themen finden Sie nachfolgend Analysen.

Aufsätze in der Zeitschrift »Statistik in Sachsen«

Erläuterungen

Erwerbstätige

Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen, die als Arbeitnehmer oder Selbstständige eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Für die Zuordnung als Erwerbstätige ist es unerheblich, ob aus dieser Tätigkeit der überwiegende Lebensunterhalt bestritten wird. Im Falle mehrerer Tätigkeiten wird der Erwerbstätige nur einmal gezählt (Personenkonzept). Maßgebend für die Zuordnung zur Stellung im Beruf bzw. zum Wirtschaftsbereich ist die zeitlich überwiegende Tätigkeit. Nicht zu den Erwerbstätigen rechnen Personen als Verwalter ihres Privatvermögens (z. B. Immobilien, Geldvermögen, Wertpapiere). Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die auch in das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010 eingegangen sind.

Selbstständige und mithelfende Familienangehörige

Als Selbstständiger zählt, wer zeitlich überwiegend unternehmerisch oder freiberuflich selbstständig tätig ist. Hierzu gehören tätige Eigentümer in Einzelunternehmen und Personengesellschaften, Freiberufler wie Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Architekten, aber auch alle selbstständigen Handwerker, Handels- bzw. Versicherungsvertreter, Lehrer, Musiker, Artisten, Hebammen, Kranken- sowie Altenpfleger. Zu den mithelfenden Familienangehörigen werden alle Personen gerechnet, die regelmäßig und zeitlich überwiegend unentgeltlich in einem Betrieb mitarbeiten, der von einem Familienmitglied als Selbstständiger geleitet wird.

Arbeitnehmer

Als Arbeitnehmer zählt, wer zeitlich überwiegend als Arbeiter, Angestellter, Beamter, Richter, Berufssoldat, Soldat auf Zeit, Wehr- oder Zivildienstleistender/Person im Bundesfreiwilligendienst, Auszubildender, Praktikant oder Volontär in einem Arbeits- bzw. Dienstverhältnis steht. Eingeschlossen sind auch Heimarbeiter sowie marginal Beschäftigte.

Marginal Beschäftigte

Als »marginal Beschäftigte« werden hier Personen angesehen, die als Arbeiter und Angestellte keine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben, jedoch nach dem Labour-Force-Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation als Erwerbstätige gelten, wenn sie in einem einwöchigen Berichtszeitraum wenigstens eine Stunde gegen Entgelt gearbeitet haben. Dazu zählen in Deutschland ausschließlich geringfügig Beschäftigte – also geringfügig entlohnte Beschäftigte und kurzfristig Beschäftigte – sowie Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandsvariante (sog. »Ein-Euro-Jobs«).

Arbeitskreis »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder«

Dem Arbeitskreis »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder« (AK ETR) gehören die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag an. Der AK ETR hat unter anderem die Aufgabe, die durchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen in einem bestimmten Berichtszeitraum für die Länder sowie für die Kreisfreien Städte und Landkreise nach wirtschaftlicher Gliederung und Stellung im Beruf zu berechnen und zu veröffentlichen. Zur Erstellung einer erwerbsstatistischen Gesamtschau gehört auch die Berechnung des regionalen Arbeitsvolumens.

Revision 2014

Das Hauptanliegen der Revision 2014 war die Einführung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010 (ESVG 2010). Dieses gibt für Deutschland und alle anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union rechtsverbindlich die Konzepte und Definitionen vor und verweist auch auf die Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Außerdem wurde auch diese Revision genutzt, um neue Berechnungsgrundlagen wie zum Beispiel die Ergebnisse des Zensus 2011 oder die Ergebnisse der revidierten Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) in die Berechnungen zu integrieren. Darüber hinaus erfolgte auch bei der Revision 2014 die Überprüfung aller statistischen Quellen, die Eingang in die Rechenwerke fanden, sowie der jeweiligen Berechnungsmethoden.

Informationen zu den Revisionsarbeiten können auch einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes vom 21. August 2014 »Arbeitsmarkt: Hinweise zur Neuberechnung der Erwerbstätigenzahlen für Deutschland im Rahmen der Generalrevision 2014 der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR-Revision 2014)« entnommen werden.

Bei der Erwerbstätigenrechnung werden sowohl auf Länder- als auch Kreisebene eine Vielzahl von Einzelstatistiken genutzt, die entweder auf Meldungen von Unternehmen bzw. Betrieben, auf branchenübergreifenden Registerdaten oder Ergebnissen von Personen- bzw. Haushaltsbefragungen zur Erwerbsbeteiligung beruhen. Bei der Überprüfung der Quellen konnten vorerst punktuell auch die im Unternehmensregister verfügbaren Daten herangezogen werden. Beschäftigtendaten der BA werden sowohl für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, als auch für geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte genutzt. Dabei wirkten sich die deutlichen Revisionseffekte der BA-Daten auch niveauerhöhend in der Erwerbstätigenrechnung aus.

Die Ergebnisse für die Jahre 1991 bis 2007 sind Rückrechnungsergebnisse und werden vorerst nur in einer etwas eingeschränkten Gliederungstiefe nach der WZ 2008 veröffentlicht. Ab dem Jahr 2008 wurden alle Ergebnisse originär ermittelt und sind für 21 Abschnitte der WZ 2008 vergleichbar verfügbar.

Revision 2011

Grundanliegen der Überarbeitung der Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit ab dem Jahr 2011 war die Implementierung der Wirtschaftszweigsystematik WZ 2008 (NACE Rev. 2). Gleichzeitig erfolgte eine Überprüfung aller statistischen Quellen der Rechenwerke und der Berechnungsmethoden. Die erste Publikation von Revisionsergebnissen enthielt die Erwerbstätigenzahlen für die Jahre 2008 bis 2011 und erfolgte Ende März 2012. Seit Ende Juni 2012 stehen auch überarbeitete und vergleichbar gegliederte Revisionsergebnisse der Jahre 1991 bis 2007 für Zwecke der Arbeitsmarktbeobachtung zur Verfügung.

Der Umstieg auf die WZ 2008 erfolgte in den Gesamtrechnungen und damit auch in der Erwerbstätigenrechnung später als in den verschiedenen fachstatistischen Erhebungen, in denen die Einführung der WZ 2008 ab dem Berichtsjahr 2008 begann. Dadurch wurde sichergestellt, dass solide Ausgangsinformationen in die Rechenmodelle zur Ermittlung der Erwerbstätigen einfließen. Grundlage der Erwerbstätigenrechnung ist eine Vielzahl von Einzelstatistiken, die entweder auf Meldungen von Unternehmen bzw. Betrieben, auf branchenübergreifenden Registerdaten oder Ergebnissen von Personen- bzw. Haushaltsbefragungen zur Erwerbsbeteiligung beruhen. Für den Umstieg von der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2003 (WZ 2003) auf die WZ 2008 konnten außerdem Doppelaufbereitungen aus den Beschäftigtendaten der Bundesagentur für Arbeit (BA), aus dem Mikrozensus und einer Reihe von Fachstatistiken für die Erstellung von Umsteigeschlüsseln und die Rückrechnung der Ergebnisse genutzt werden.

Die WZ 2008 weist gegenüber ihrer Vorgängerversion eine tiefere Differenzierung der Dienstleistungsbereiche auf. Originär ermittelte Ergebnisse nach der WZ 2008 werden tiefer gegliedert veröffentlicht, als zuvor nach WZ 2003.

Über die reine Umstellung der WZ-Klassifikation hinaus erfolgte im Zuge der Revision 2011 ein Quellenwechsel im Produzierenden Gewerbe, der die Fachstatistiken in den einzelnen Bereichen dieser Branchen mehr als bisher berücksichtigt. Des Weiteren konnten erstmals Informationen der Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich für die Berechnungen herangezogen werden. Außerdem wurden ebenfalls erstmals Ergebnisse der neuen BA-Statistik zur kurzfristigen Beschäftigung sowie des seit 2005 kontinuierlich erhobenen Mikrozensus integriert.

Hinweise zu den Wirkungen des Umstiegs auf die Klassifikation der Wirtschaftszweige WZ 2008 finden Sie am Beispiel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich an:

Marginalspalte

Medieninformationen

Wissenswertes und neue Daten zum Thema finden Sie in unseren Medieninformationen

Veröffentlichungen

Analysen, Grafiken und Daten finden Sie in unseren aktuellen Publikationen zum Thema

Weitere Informationen

Informationen und Daten für alle Länder erhalten Sie in folgendem Internetangebot

Download-Hinweis

Zum Öffnen der angebotenen pdf-Dokumente benötigen Sie den Adobe-Reader. Diesen können Sie kostenfrei von der Internetseite der Firma Adobe downloaden.

© Statistisches Landesamt