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Erwerbstätige

Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder (Regionale Gesamtrechnungen)

Die hier vorliegenden durchschnittlichen Erwerbstätigenzahlen des Freistaates Sachsen wurden nach den Vorgaben eines einheitlichen Rechenmodells des Arbeitskreises »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder« (AK ETR) ermittelt. Diesem Arbeitskreis gehören Vertreter aller Statistischen Landesämter, des Statistischen Bundesamtes und des Deutschen Städtetages an. Der AK ETR hat die Aufgabe, die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt für die Länder und Landkreise bzw. Kreisfreien Städte nach wirtschaftlicher Gliederung zu berechnen und zu veröffentlichen. Außerdem werden für Zwecke der unterjährigen Beobachtung und Analyse des Arbeitsmarktes Quartalsergebnisse auf Länderebene herausgegeben, die einen vierteljährlichen regionalen Vergleich der Erwerbstätigen erlauben.

Deckblatt des Faltblattes des Arbeitskreises »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder«

Arbeitskreis »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder«

Hier finden Sie das aktuelle Faltblatt des Arbeitskreises zu folgendem Thema:

Alle fünf bis zehn Jahre führt der AK ETR eine Revision seiner Berechnungen durch. Die wesentliche Änderung der Revision 2019, die die Generalrevision in der regionalen ETR bewirkt hat, war die einheitliche Verwendung des Statistischen Unternehmensregisters (URS) als Quelle für den Wirtschaftszweig, dem der Betrieb eines Unternehmens angehört. Es wurden alle Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung revidiert. Die Publikation beinhaltet Ergebnisse der Erwerbstätigen ab dem Jahr 2014. Revisionen sind erforderlich, um einheitliche Klassifizierungen einzuführen, bislang nicht nutzbare neue Statistiken zu integrieren, definitorische und konzeptionelle Änderungen sowie methodische Weiterentwicklungen vorzunehmen. Grundanliegen der letzten Revision 2014 war die Einführung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010 (ESVG 2010).

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen handelt es sich um Durchschnittsangaben am Arbeitsort (Inlandskonzept), d. h. die Angaben beziehen sich nur auf Erwerbstätige, die - unabhängig von ihrem Wohnort - ihren Arbeitsplatz in Sachsen hatten.

Weitergehende Informationen über Erwerbstätige nach Stellung im Beruf (Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmer) können bei Bedarf beim Statistischen Landesamt angefordert werden.

Tabellen und Grafiken

Vierteljahresergebnisse

Jahresdurchschnittsergebnisse

Erwerbstätige 2014 bis 2018 nach Stellung im Beruf

Erwerbstätige 2014 bis 2018 nach Stellung im Beruf

Erwerbstätige 2014 bis 2018 nach Stellung im Beruf
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Oktober 2019. Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Regionaldaten

Freistaat Sachsen

NUTS 2-Regionen

Ergebnisse Kreisfreie Städte

Ergebnisse Landkreise

Bautzen

Erzgebirgskreis

Görlitz

Leipzig

Meißen

Mittelsachsen

Nordsachsen

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Vogtlandkreis

Zwickau

Analysen

Zu einigen speziellen Themen finden Sie nachfolgend Analysen.

Aufsätze in der Zeitschrift »Statistik in Sachsen«

Erläuterungen

Erwerbstätige

Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen, die als Arbeitnehmer oder Selbstständige eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Für die Zuordnung als Erwerbstätige ist es unerheblich, ob aus dieser Tätigkeit der überwiegende Lebensunterhalt bestritten wird. Im Falle mehrerer Tätigkeiten wird der Erwerbstätige nur einmal gezählt (Personenkonzept). Maßgebend für die Zuordnung zur Stellung im Beruf bzw. zum Wirtschaftsbereich ist die zeitlich überwiegende Tätigkeit. Nicht zu den Erwerbstätigen rechnen Personen als Verwalter ihres Privatvermögens (z. B. Immobilien, Geldvermögen, Wertpapiere). Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die auch in das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010 eingegangen sind.

Selbstständige und mithelfende Familienangehörige

Als Selbstständiger zählt, wer zeitlich überwiegend unternehmerisch oder freiberuflich selbstständig tätig ist. Hierzu gehören tätige Eigentümer in Einzelunternehmen und Personengesellschaften, Freiberufler wie Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Architekten, aber auch alle selbstständigen Handwerker, Handels- bzw. Versicherungsvertreter, Lehrer, Musiker, Artisten, Hebammen, Kranken- sowie Altenpfleger. Zu den mithelfenden Familienangehörigen werden alle Personen gerechnet, die regelmäßig und zeitlich überwiegend unentgeltlich in einem Betrieb mitarbeiten, der von einem Familienmitglied als Selbstständiger geleitet wird.

Arbeitnehmer

Als Arbeitnehmer zählt, wer zeitlich überwiegend als Arbeiter, Angestellter, Beamter, Richter, Berufssoldat, Soldat auf Zeit, Wehr- oder Zivildienstleistender/Person im Bundesfreiwilligendienst, Auszubildender, Praktikant oder Volontär in einem Arbeits- bzw. Dienstverhältnis steht. Eingeschlossen sind auch Heimarbeiter sowie marginal Beschäftigte.

Marginal Beschäftigte

Als »marginal Beschäftigte« werden hier Personen angesehen, die als Arbeiter und Angestellte keine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben, jedoch nach dem Labour-Force-Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation als Erwerbstätige gelten, wenn sie in einem einwöchigen Berichtszeitraum wenigstens eine Stunde gegen Entgelt gearbeitet haben. Dazu zählen in Deutschland ausschließlich geringfügig Beschäftigte – also geringfügig entlohnte Beschäftigte und kurzfristig Beschäftigte – sowie Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandsvariante (sog. »Ein-Euro-Jobs«).

Arbeitskreis »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder«

Dem Arbeitskreis »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder« (AK ETR) gehören die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag an. Der AK ETR hat unter anderem die Aufgabe, die durchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen in einem bestimmten Berichtszeitraum für die Länder sowie für die Kreisfreien Städte und Landkreise nach wirtschaftlicher Gliederung und Stellung im Beruf zu berechnen und zu veröffentlichen. Zur Erstellung einer erwerbsstatistischen Gesamtschau gehört auch die Berechnung des regionalen Arbeitsvolumens.

Revision 2019

Generalrevision der regionalen Erwerbstätigenrechnung 2019

In den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) einschließlich der Erwerbstätigenrechnung (ETR) werden etwa alle fünf Jahre die Berechnungen grundlegend überarbeitet. Mit diesen sogenannten Generalrevisionen sollen neue international vereinbarte Konzepte, Definitionen und Klassifikationen eingeführt sowie methodische Verbesserungen und neue Datenquellen eingearbeitet werden.

Im Jahr 2019 findet in Deutschland – wie in den meisten Mitgliedstaaten der Europäischen Union – eine umfassende Revision der VGR einschließlich der ETR statt. Die wesentliche Änderung, die die Generalrevision in der regionalen ETR bewirkt hat, war die einheitliche Verwendung des Statistischen Unternehmensregisters (URS) als Quelle für den Wirtschaftszweig, dem der Betrieb eines Unternehmens angehört. Diese sogenannte Wirtschaftszweigsignierung überträgt sich auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in der ETR erfasst werden. Bisher kam diese Information aus verschiedenen Datenquellen, was teilweise zu Doppel- oder Untererfassungen führte. Die Nutzung des URS als Quelle schafft also eine höhere Einheitlichkeit für dieses wichtige Merkmal. Weitere Verbesserungen gab es darüber hinaus u. a. bei der Erfassung von Kleinbetrieben.

Im Zuge der Generalrevision 2019 wurden die revidierten Ergebnisse für die nationale Ebene erstmals am 14. August 2019 vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Erste, noch vorläufige, revidierte Ergebnisse für die Erwerbstätigen 2014 bis 2018 auf Länderebene wurden am 15. Oktober 2019 vom Arbeitskreis »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder« (AK ETR) veröffentlicht.

Um den Datennutzerinnen und -nutzern weiterhin methodisch konsistente Zeitreihen zur Verfügung zu stellen, werden die VGR- und ETR-Aggregate soweit möglich bis zum Jahr 1991 zurückgerechnet. Die Veröffentlichung der vollständigen, revidierten Zeitreihe ab 1991 für die Erwerbstätigen ist für Ende Januar 2020 geplant. Ebenfalls Ende Januar erscheint das revidierte Arbeitsvolumen auf Landesebene. Es umfasst die Jahre 2000 bis 2018. Für die Kreisebene werden voraussichtlich im Mai 2020 die revidierten Erwerbstätigenzahlen und im Juli 2020 die revidierten Zahlen der Arbeitsstunden veröffentlicht.

Informationen zur Generalrevision 2019 der regionalen VGR, insbesondere zum Bruttoinlandsprodukt und zur Bruttowertschöpfung, finden Sie auf den Internetseiten des Arbeitskreises »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder« (https://www.statistik-bw.de/VGRdL).

Weitere Informationen zur Revision 2019 auf Bundesebene finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes (https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/AnkuendigungRevision2019.html).

Revision 2014

Das Hauptanliegen der Revision 2014 war die Einführung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010 (ESVG 2010). Dieses gibt für Deutschland und alle anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union rechtsverbindlich die Konzepte und Definitionen vor und verweist auch auf die Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Außerdem wurde auch diese Revision genutzt, um neue Berechnungsgrundlagen wie zum Beispiel die Ergebnisse des Zensus 2011 oder die Ergebnisse der revidierten Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) in die Berechnungen zu integrieren. Darüber hinaus erfolgte auch bei der Revision 2014 die Überprüfung aller statistischen Quellen, die Eingang in die Rechenwerke fanden, sowie der jeweiligen Berechnungsmethoden.

Informationen zu den Revisionsarbeiten können auch einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes vom 21. August 2014 »Arbeitsmarkt: Hinweise zur Neuberechnung der Erwerbstätigenzahlen für Deutschland im Rahmen der Generalrevision 2014 der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR-Revision 2014)« entnommen werden.

Bei der Erwerbstätigenrechnung werden sowohl auf Länder- als auch Kreisebene eine Vielzahl von Einzelstatistiken genutzt, die entweder auf Meldungen von Unternehmen bzw. Betrieben, auf branchenübergreifenden Registerdaten oder Ergebnissen von Personen- bzw. Haushaltsbefragungen zur Erwerbsbeteiligung beruhen. Bei der Überprüfung der Quellen konnten vorerst punktuell auch die im Unternehmensregister verfügbaren Daten herangezogen werden. Beschäftigtendaten der BA werden sowohl für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, als auch für geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte genutzt. Dabei wirkten sich die deutlichen Revisionseffekte der BA-Daten auch niveauerhöhend in der Erwerbstätigenrechnung aus.

Die Ergebnisse für die Jahre 1991 bis 2007 sind Rückrechnungsergebnisse und werden vorerst nur in einer etwas eingeschränkten Gliederungstiefe nach der WZ 2008 veröffentlicht. Ab dem Jahr 2008 wurden alle Ergebnisse originär ermittelt und sind für 21 Abschnitte der WZ 2008 vergleichbar verfügbar.

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