Statistik - Insolvenzen
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Insolvenzen

Beantragte Insolvenzverfahren

Beendete Insolvenzverfahren und Restschuldbefreiung

Beantragte Insolvenzverfahren seit 2005 nach Art der Entscheidung

Quartal

Jahr

Ins-
gesamt
Verän-
derung
zum
Vorjahr
in %
Eröffnete
Verfah-
ren
Mangels
Masse
abgewie-
sene
Verfahren
Schul-
denbe-
reini-
gungs-
plan
1. Quartal 2018 1 406 7,8 1 158 243 5
2017 5 400 -8,9 4 630 755 15
2016 5 929 -5,5 5 094 823 12
2015 6 272 -4,0 5 482 779 11
2014 6 530 -3,6 5 734 782 14
2013 6 773 -3,4 5 927 831 15
2012 7 010 -9,7 6 143 837 30
2011 7 764 -10,9 6 742 1 000 22
2010 8 712 0,9 7 713 978 21
2009 8 631 2,9 7 477 1 125 29
2008 8 384 -10,1 7 385 956 43
2007 9 323 2,4 8 300 988 35
2006 9 106 10,5 7 906 1 160 40
2005 8 244 26,4 6 607 1 580 57

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juni 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Insolvenzverfahren seit 2005 nach Art der Entscheidung

In der Grafik wird die Entwicklung der Insolvenzverfahren seit 2005 dargestellt. Seit 2011 verringert sich die Zahl der Insolvenzen stetig.

In der Grafik wird die Entwicklung der Insolvenzverfahren seit 2005 dargestellt. Seit 2011 verringert sich die Zahl der Insolvenzen stetig.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Februar 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Die Kreisfreie Stadt Leipzig bleibt auch im 1. Quartal 2018 Spitzenreiter bei den beantragten Insolvenzverfahren.

Insolvenzverfahren im 1. Quartal 2018 nach Kreisfreien Städten und Landkreisen sowie Art des Schuldners

Unter der Grafik befindet sich die entsprechende Tabelle. Sachsensumme einschließlich Insolvenzverfahren von Schuldnern, die ihren Sitz oder Wohnsitz nicht in Sachsen haben, aber deren Insolvenzabwicklung in Sachsen erfolgt.

Veränderung der Zahl der Insolvenzverfahren 2017 gegenüber dem Vorjahr nach Kreisfreien Städten und Landkreisen

Außer im Erzgebirgskreis und dem Landkreis Görlitz verringerten sich gegenüber 2016 die Unternehmensinsolvenzverfahren. Einen Zuwachs an Verfahren der übrigen Schulder verzeichneten im Jahr 2017 die Kreisfreien Städte Chemnitz und Leipzig sowie die Landkreise Leipzig und Nordsachsen.

Außer im Erzgebirgskreis und dem Landkreis Görlitz verringerten sich gegenüber 2016 die Unternehmensinsolvenzverfahren. Einen Zuwachs an Verfahren der übrigen Schulder verzeichneten im Jahr 2017 die Kreisfreien Städte Chemnitz und Leipzig sowie die Landkreise Leipzig und Nordsachsen.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Februar 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Beendete Insolvenzverfahren und Restschuldbefreiung

 

Finanzielle Ergebnisse von Insolvenzverfahren im Jahr 2010 eröffnet und bis 31. Dezember 2014 beendet nach Art des Schuldners

Art des Schuldners
Eröffnete
Insolvenz-
verfahren
Darunter
bisher
beendete
Verfahren
Beendi-
gungs-
quote
in %
Insgesamt 7 713 6 687 86,7
Unternehmen 1 352 721 53,3
Übrige Schuldner 6 361 5 966 93,8
davon
natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä. 91 63 69,2
ehemals selbständig Tätige 1 230 1 065 86,6
Verbarucher 4 927 4 749 96,4
Nachlässe und Gesamtgut 113 89 78,8

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Februar 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Finanzielle Ergebnisse von Insolvenzverfahren im Jahr 2010 eröffnet und bis 31. Dezember 2014 beendet nach Forderungsgrößenklassen

Forderungen
von … bis … €
Bisher
beendete
Verfahren
Quoten-
berechtig-
te Forde-
rungen
in Mill. €
Zur Vertei-
lung ver-
fügbarer
Betrag
in Mill. €
Verluste
in Mill. €
unter 5 000 1 401 3,1 0,1 3,1
5 000 - 50 000 3 777 72,3 1,1 71,2
50 000 - 250 000 1 222 127,5 1,9 125,7
250 000 - 500 000 138 47 0,8 46,2
500 000 - 1 Million 78 52,4 0,8 51,5
1 Million - 5 Millionen 35 70,9 0,3 70,6
5 Millionen und mehr 5 37,7 0,3 37,4
Unbekannt 31 - - -
Insgesamt 6 687 410,9 5,3 405,7

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Februar 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Insolvenzverfahren im Jahr 2010 eröffnet und bis 31. Dezember 2014 beendet nach Art des Schuldners

Über 96 Prozent der in 2010 eröffneten Insolvenzverfahren für Verbraucher<BR>wurden bis 2014 beendet.

Über 96 Prozent der in 2010 eröffneten Insolvenzverfahren für Verbraucher
wurden bis 2014 beendet.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Februar 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Verluste und Deckungsquoten von Insolvenzverfahren im Jahr 2010 eröffnet und bis 31. Dezember 2014 beendet

Bei den ehemals selbstständig Tätigen erlitten die Gläubiger die höchsten Verluste.<BR><BR>Verluste: Differenz zwischen den quotenberechtigten Forderungen und dem zur Verteilung verfügbaren Betrag.<BR>Deckungsquote im engeren Sinne: Anteil des zur Verteilung verfügbaren Betrages an den quotenberechtigten Forderungen.<BR>

Bei den ehemals selbstständig Tätigen erlitten die Gläubiger die höchsten Verluste.

Verluste: Differenz zwischen den quotenberechtigten Forderungen und dem zur Verteilung verfügbaren Betrag.
Deckungsquote im engeren Sinne: Anteil des zur Verteilung verfügbaren Betrages an den quotenberechtigten Forderungen.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Februar 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Weitere Tabellen zum Download

Erläuterungen

Analysen

In den folgenden Artikeln der Zeitschrift »Statistik in Sachsen« werden die Ergebnisse der Insolvenzstatistik ausführlich nach Insolvenzart, der Höhe der angemeldeten Forderungen, der Rechtsformen und Wirtschaftszweige der Unternehmen betrachtet. Ein regionaler Vergleich erfolgt mit den anderen Bundsländern sowie auf Kreisebene Sachsens.

Erläuterungen

Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens setzt voraus, dass ein Eröffnungsgrund gegeben ist. Allgemeiner Eröffnungsgrund ist die ...

  • Zahlungsunfähigkeit, bei Antrag des Schuldners auch
  • die drohende Zahlungsunfähigkeit sowie
  • bei einer juristischen Person die Überschuldung.

Es ist zu unterscheiden zwischen Regelinsolvenzverfahren und Verbraucherinsolvenzverfahren.

Das Regelinsolvenzverfahren wird bei ...

  • Unternehmen,
  • ehemals selbstständig Tätigen mit nicht überschaubaren Vermögensverhältnissen (d.h. 20 und mehr Gläubiger und Forderungen aus Arbeitsverhältnissen),
  • sonstigen unternehmerisch tätigen natürlichen Personen (Gesellschafter) und
  • Nachlässen (als Sonderform)

angewandt.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist ein vereinfachtes Verfahren für ...

  • Verbraucher und
  • ehemals selbstständig Tätige mit überschaubaren Vermögensverhältnissen (d.h. weniger als 20 Gläubiger und keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen).

Zu den eröffneten Insolvenzverfahren zählen die Verfahren, die durch einen Beschluss des Gerichtes eröffnet wurden (Eröffnungsbeschluss; vgl. § 27 InsO). Ein Verfahren wird eröffnet, wenn das Vermögen des Schuldners ausreicht, um die Verfahrenskosten zu begleichen oder wenn ein entsprechender Geldbetrag vorgeschossen wird.

Mangels Masse abgewiesene Insolvenzverfahren sind Verfahren, bei denen das Vermögen des Schuldners voraussichtlich nicht ausreichen wird, um die Kosten des Verfahrens zu decken (vgl. § 26 InsO). Für natürliche Personen gilt ab Dezember 2001, dass sie sich die Verfahrenskosten stunden lassen können.

Schuldenbereinigungsplan
Dieser Plan enthält alle Regelungen für eine angemessene Schuldenbereinigung im Rahmen des Verbraucherinsolvenzverfahrens. Er hat die Wirkung eines Vergleichs. Hat kein Gläubiger Einwendungen bzw. wird eine Ablehnung durch Zustimmung des Gerichts ersetzt, gilt der Schuldenbereinigungsplan als angenommen (Beschluss des Insolvenzgerichts; vgl. §§ 305, 308, 309 InsO).

Ausführliche Begriffserläuterungen

Marginalspalte

Aktuelles

Zahlenspiegel Insolvenzen 

Medieninformation

2016 erstmals mehr Unternehmensinsolvenzen in Sachsen seit 2010

Auch 2016 weniger Verbraucherinsolvenzen in Sachsen

Der finanzielle Abschluss von Insolvenzverfahren in Sachsen - Gläubiger gehen oftmals leer aus 

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