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Luftverschmutzung

Daten zur Luftverschmutzung

Um die Emission von Schadstoffen in die Luft zu verringern, werden bei Industrieschornsteinen und Kühltürmen spezielle Filteranlagen eingebaut.

Um die Emission von Schadstoffen in die Luft zu verringern, werden bei Industrieschornsteinen und Kühltürmen spezielle Filteranlagen eingebaut.
(© StLa)

Eine nachhaltige Sicherstellung guter Luftqualität, also eine möglichst schadstoffarme Luft, ist das Ziel der Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Diese sollen der Luftverschmutzung entgegenwirken oder sie erst gar nicht entstehen lassen. Maßnahmen zur Luftreinhaltung können unterschieden werden in

  • gesetzliche Vorgaben (z.B. Festlegung von Interventions- und Grenzwerten für Schadstoffe) und
  • technische Maßnahmen (z.B. Einbau von Filteranlagen an potentiellen Schadstoffquellen).

Die amtliche Statistik liefert jährlich Informationen zur Luftverunreinigung durch bestimmte klimawirksame Stoffe. Die Erhebung nach § 10 UStatG gliedert sich dabei in zwei Teile:

  • Erhebung bestimmter klimawirksamer Stoffe  und

  • Erhebung des Stoffes Schwefelhexafluorid (SF6). Diese Erhebung wird zentral vom Statistischen Bundesamt durchgeführt.

Nach dem Umweltstatistikgesetz von 1994 wurden bis zum Jahr 2004 neben den klimawirksamen Stoffen auch ozonschichtschädigende Stoffe (FCKW, H-FCKW und FCKW-haltige Blends) erfasst. Das Ziel, die Verwendung von ozonschichtschädigenden Stoffen einzustellen, ist nahezu erreicht. Die auf internationaler Ebene geregelten Ausstiegsfristen aus Produktion und Verbrauch Ozon abbauender Stoffe werden in Deutschland eingehalten. Aus diesem Grund wurde im aktuellen Umweltstatistikgesetz ab dem Berichtsjahr 2005 auf die Erhebung der ozonschichtschädigenden Stoffe verzichtet. Im Gegenzug wurde die Erhebung der klimawirksamen Stoffe erweitert. Hier ist aufgrund der aktuellen Klimaproblematik und der Kyoto-Reduktionsverpflichtung eine statistische Erfassung von Daten weiterhin notwendig.

Die jeweils aktuellen Erhebungsbögen (Muster) finden Sie im Service-Bereich unseres Internetauftrittes.

Erhebung bestimmter klimawirksamer Stoffe

Die Erhebung bestimmter klimawirksamer Stoffe nach § 10 UStatG umfasst Unternehmen, die eine Menge von mehr als 20 kg bestimmte klimawirksame Stoffe zur Instandhaltung, Wartung oder Reinigung von Erzeugnissen verwenden. Jährlich werden Informationen über Herstellung, Ein- und Ausfuhr sowie Verwendung dieser Stoffe erhoben. Die Ergebnisse werden zur Darstellung des Emissionspotentials dieser Stoffe benötigt.

Klimawirksame Stoffe werden aufgrund ihrer Eigenschaften eingesetzt

  • als Kältemittel (z.B. in Haushaltskühlgeräten, gewerblichen Kälteanlagen, Fahrzeugklimaanlagen, Gebäude- und Raumklimaanlagen)
  • als Treibmittel bei der Herstellung von Aerosolerzeugnissen, Kunst- und Schaumstoffen 
  • bei der Herstellung, Instandhaltung oder Reinigung von Erzeugnissen, zum Beispiel als Lösungsmittel oder als Löschmittel in Feuerlöschgeräten/-anlagen.

Die Verwendung der Stoffe wird sowohl in metrischen Tonnen als auch in GWP-gewichteten Tonnen gemessen in CO2-Äquivalenten (CO2eq) dargestellt. Der GWP-Wert stellt die klimaschädigende Wirkung der Stoffe dar. Als Vergleichsgröße dient dabei die Klimawirksamkeit von Kohlendioxid (CO2) mit einem GWP-Wert = 1. Das Treibhauspotenzial der einzelnen Stoffe in CO2eq zeigt an, um wie viel stärker oder schwächer die Klimawirksamkeit einer bestimmten Menge Treibhausgas im Verhältnis zur gleichen Menge CO2 ist. 

Um die Vergleichbarkeit der CO2-Äquivalente (GWP-Wert) darzustellen sind die Werte für die Berichtsjahre 2009 bis 2012 rückwirkend an den Stand der CO2-Äquivalente nach IPCC – 2007 - verbindlich gültig bis einschließlich 2013 - angepasst worden.

Blends sind Gemische bzw. Zubereitungen aus zwei und mehr Stoffen, die mindestens einen klimawirksamen Stoff enthalten. Sie werden als Ersatzstoffe für die verbotenen FCKW und vorwiegend als Kältemittel eingesetzt. Die GWP-Werte/CO2-Äquivalente der Blends werden mittels der GWP-Werte/CO2-Äquivalente der in ihnen enthaltenen Stoffe ermittelt und fallen daher unterschiedlich aus.

Nachfolgend finden Sie die aktuelle Stoffliste der bestimmten klimawirksamen Stoffe und deren Blends mit den jeweiligen GWP-Werten (Treibhauspotential in CO2-Äquivalenten) sowie begriffliche Erläuterungen.

Verwendung von Fluorkohlenwasserstoffen 1996 bis 2016 nach Menge und Klimawirksamkeit 1)

In der Grafik wird die Verwendung von Fluorkohlenwasserstoffen nach Menge und Klimawirksamkeit in den Jahren 1996 - 2016 dargestellt (in Prozent). Das Jahr 1996 wird dabei als Basiswert gesetzt (=100).<BR><BR>Um die Vergleichbarkeit der CO2-Äquivalente (GWP-Wert) darzustellen wurden die Werte für die Berichtsjahre 2007 bis 2012 rückwirkend an den Stand der CO2-Äquivalente nach IPCC – 2007 angepasst.

In der Grafik wird die Verwendung von Fluorkohlenwasserstoffen nach Menge und Klimawirksamkeit in den Jahren 1996 - 2016 dargestellt (in Prozent). Das Jahr 1996 wird dabei als Basiswert gesetzt (=100).

Um die Vergleichbarkeit der CO2-Äquivalente (GWP-Wert) darzustellen wurden die Werte für die Berichtsjahre 2007 bis 2012 rückwirkend an den Stand der CO2-Äquivalente nach IPCC – 2007 angepasst.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Gefährdungspotential der Fluorkohlenwasserstoffe 1996 bis 2016 1)2) (1 000 CO2eq)

In der Grafik wird das Gefährdungspotential der Fluorkolenwasserstoffe unter Berücksichtigung der Zuordnung der in Blends enthaltenen Stoffe in den Jahren 1996 - 2016 dargestellt (in 1 000 CO2-Äquivalenten).<BR>Um die Vergleichbarkeit der CO2-Äquivalente (GWP-Wert) darzustellen wurden die Werte für die Berichtsjahre 2007 bis 2012 rückwirkend an den Stand der CO2-Äquivalente nach IPCC – 2007 angepasst.

In der Grafik wird das Gefährdungspotential der Fluorkolenwasserstoffe unter Berücksichtigung der Zuordnung der in Blends enthaltenen Stoffe in den Jahren 1996 - 2016 dargestellt (in 1 000 CO2-Äquivalenten).
Um die Vergleichbarkeit der CO2-Äquivalente (GWP-Wert) darzustellen wurden die Werte für die Berichtsjahre 2007 bis 2012 rückwirkend an den Stand der CO2-Äquivalente nach IPCC – 2007 angepasst.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Erhebung des Stoffes Schwefelhexafluorid (SF6)

Die Erhebung des Stoffes Schwefelhexafluorid (SF6) und die Veröffentlichung der Ergebnisse obliegt seit dem Berichtsjahr 2006 dem Statistischen Bundesamt. Sie wird bei Unternehmen durchgeführt, die Schwefelhexafluorid (SF6) herstellen, einführen oder ausführen oder in Mengen von mehr als 200 kg pro Jahr im Inland abgeben. Die Ergebnisse werden zur Ermittlung der Verwendungsmengen und der Verwendungsart sowie der treibhauswirksamen Emissionen des Stoffes benötigt.
Schwefelhexafluorid (SF6) gehört zu den stärksten bekannten Treibhausgasen. Seine klimaschädigende Wirkung ist bei einer Freisetzung 23 900 mal stärker im Vergleich zur gleichen Menge Kohlenstoffdioxid (CO2).

 

Marginalspalte

Medieninformationen

Piktogramm Umwelt

Hier finden Sie aktuelle Medieninformationen zur Statistik über bestimmte klimawirksame Stoffe.

Weitere Informationen (Statistisches Bundesamt)

Hier finden Sie aktuelle Ergebnisberichte und ausgewählte Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes zu den Statistiken über die Luftverschmutzung/-reinhaltung in Deutschland.

Qualitätsberichte

In den Qualitätsberichten der einzelnen Statistiken finden Sie neben allgemeinen Angaben zur Erhebung auch Informationen zu Zweck und Ziel der Statistik, Erhebungsmethodik, Genauigkeit und Aktualität, zeitliche und räumliche Vergleichbarkeit der Ergebnisse und Bezügen zu anderen Erhebungen.

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© Statistisches Landesamt