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Wasser und Abwasser

Daten zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung

Wasser wird in Deutschland in Trinkwasserqualität und in ausreichender Menge bereitgestellt.

Wasser wird in Deutschland in Trinkwasserqualität und in ausreichender Menge bereitgestellt.
(© Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz)

In modernen, hoch entwickelten Industrieländern wie Deutschland ist weitestgehend abgesichert, dass Wasser in bester Trinkwasserqualität »einfach aus dem Hahn« kommt - sauber, in genügender Menge, zu einem vertretbaren Preis und zu jeder Zeit. Deshalb erscheint es vielen Menschen selbstverständlich, dass Wasser für die Nutzung in den verschiedensten Bereichen des täglichen Lebens uneingeschränkt zur Verfügung steht. Leicht gerät dabei in Vergessenheit, dass die wichtigste natürliche Ressource in der Natur nur in begrenzter Menge vorhanden ist und einen sorgsamen Umgang im Kreislauf zwischen der Wasserentnahme aus der Natur über die Nutzung und Verwendung durch den Menschen bis zur nachfolgenden Rückgabe an die Natur erfordert.

Das Gesamtprogramm der Wasserstatistiken

Die Wasserstatistiken gehören in Deutschland zu den ältesten Statistiken überhaupt und wurden bereits durchgeführt, bevor es den Begriff der Umweltstatistik gab. Sie liefern detaillierte Informationen zur Einschätzung der Wasser- und Abwassersituation in Deutschland. Die Daten sind ein wichtiger Bestandteil zur Erstellung des wasserwirtschaftlichen Gesamtbildes auf Bundes- und Länderebene und bilden auch eine Basis zur Bilanzierung der Wasserentnahmen und Abwassereinleitungen im Abgleich mit dem potentiell zur Verfügung stehenden Wasserdargebot in der Natur.

Im Gesamtprogramm der Wasserstatistiken werden Angaben erhoben zu den Themen:

  • Öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (aller 3 Jahre)
  • Private Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Haushalten (aller 3 Jahre)
  • Entsorgung von Klärschlamm aus öffentlichen biologischen Abwasserbehandlungsanlagen (jährlich)
  • Entgelte für Trinkwasserversorgung und Entgelte für die Abwasserentsorgung (aller 3 Jahre für das Berichtsjahr und die zwei zurückliegenden Jahre)
  • Nichtöffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (industrieller Bereich, aller 3 Jahre)
  • Unfälle beim Umgang mit und bei der Beförderung von wassergefährdenden Stoffen (jährlich)
  • Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (bis Berichtsjahr 2009, danach ausgesetzt).

 

Die jeweils aktuellen Erhebungsbögen (Muster) finden Sie im Service-Bereich unseres Internetauftrittes. Die nächsten Erhebungen mit dreijähriger Periodizität werden für das Berichtsjahr 2016 durchgeführt.

 

Die Ergebnisdarstellung erfolgt entsprechend der Periodizität der Erhebungen in den jeweiligen Statistischen Berichten, die Sie nebenstehend als kostenfreie pdf-Downloads finden.

Öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

Aller drei Jahre werden statistische Daten zur Situation der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung nach § 7 (1) und (2) UStatG erhoben. Dazu werden alle Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie Unternehmen und Einrichtungen befragt, die 

  • Anlagen für die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung betreiben und damit mindestens 20 Einwohner mit Trinkwasser versorgen oder 
  • Abwässer von mindestens 50 Einwohnern entsorgen. 

Bei der Erhebung zur öffentlichen Wasserversorgung werden die sächsischen Wasserversorgungsunternehmen nach Wassergewinnung und -bezug sowie zur Abgabe von Wasser an Letztverbraucher und der Anzahl der versorgten Einwohner befragt. Im untenstehenden Strukturbild wird die Struktur der öffentlichen Wasserversorgung in Sachsen dargestellt.

Bei der Erhebung zur öffentlichen Abwasserentsorgung werden Daten zu Leistungsparametern des öffentlichen Kanalnetzes und seiner technischen Ausstattung erhoben sowie Angaben zum Abwasseraufkommen, der Art der Abwasserbehandlung und der Anzahl der an das öffentliche Kanalnetz und kommunale Abwasseranlagen angeschlossenen Einwohner erfasst. Im untenstehenden Strukturbild wird die Struktur der öffentlichen Abwasserentsorgung in Sachsen dargestellt.

Alle Aufgabenträger werden im Verzeichnis der Aufgabenträger mit ihren aktuellen Kontaktdaten und in der Kreisgliederung des Freistaates Sachsen aufgelistet. Die aktuelle Fassung beinhaltet den Bearbeitungsstand Dezember 2014 mit Gebietsstand 31.12.2013 und kann im Shop unter VZ AUFGAB - 3j/14 kostenpflichtig erworben werden.

 

Die Trinkwasser- und Abwassersituation in Sachsen

Als wichtige Indikatoren zur Einschätzung der Trinkwasser- und Abwassersituation der Bevölkerung in Sachsens gelten die Anschlussgrade an die öffentliche Trinkwasserversorgung, an das öffentliche Kanalnetz sowie an öffentliche Kläranlagen.

 

Entwicklung der Anschlussgrade und Trinkwasserdurchschnittsverbrauch in Sachsen

Jahr Anschluss-
grad an
öffentliche
Trinkwasser-
versorgung
(in Prozent)

Anschluss-
grad an
öffentliche
Kanalisa-
tion
(in Prozent)

Anschluss-
grad an
öffentliche
Abwasser-
behandlungs-
anlagen
(in Prozent)
Durch-
schnitts-
verbrauch
von Trink-
wasser je
Einwohner
und Tag
(in Liter)
2013 99,4 91,6 88,3 86,3
2010 99,3 90,6 86,7 84,2
2007 99,2 89,2 84,3 85,3
2004 99,0 87,5 81,5 88,4
2001 98,9 85,4 78,0 89,5
1998 98,1 82,3 72,9 91,4
1995 97,6 78,8 64,2 96,5
1991 96,0 78,4 59,5 139,7

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2015 Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Der Durchschnittsverbrauch von Trinkwasser (je Einwohner und Tag) ist ein weiterer wichtiger Indikator. Im Jahr 2013 verbrauchte jeder Einwohner in Sachsen täglich 86,3 Liter Trinkwasser u.a. für Kochen, Körperpflege, Waschen und Putzen. Damit hatten die Sachsen erneut den geringsten Pro-Kopf-Wasserverbrauch und liegen damit weit unter dem Bundesdurchschnitt (rund 121 Liter/EW*d). 

Durchschnittlicher Trinkwasserverbrauch je Einwohner und Tag 1991 - 2013

Die Grafik verdeutlicht die Entwicklung des durchschnittlichen Trinkwasserverbrauchs je Einwohner und Tag in den Jahren 1991 - 2013 in Sachsen und in der Bundesrepublik.

Die Grafik verdeutlicht die Entwicklung des durchschnittlichen Trinkwasserverbrauchs je Einwohner und Tag in den Jahren 1991 - 2013 in Sachsen und in der Bundesrepublik.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, März 2015 Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Nachfolgend finden Sie aktuelle Angaben zur öffentlichen Abwasserentsorgung in Sachsen (öffentliche Kanalisation, öffentliche Abwasserbehandlungsanlagen) und ihrer Entwicklung seit 1991. 

2013 erstreckte sich das sächsische Kanalnetz zur Sammlung und Ableitung des Abwassers über eine Gesamtlänge von 27 102,3 Kilometern. Schwerpunktmäßig wurde in den vergangenen Jahren das Trennsystem weiter ausgebaut (getrennte Ableitung von Schmutz- und Regenwasser). Bis 2013 erhöhte sich dessen Anteil auf 63 Prozent.

Knapp ein Fünftel des sächsischen Kanalnetzes stammt noch aus den Jahren vor 1960. Ein Zehntel entstand im Zeitraum zwischen 1961 und 1990. Ab 1991 wurde mehr als die Hälfte des gesamten Kanalnetzes in Sachsen (rund 16 500 Kilometer) neu- bzw. grundhaft ausgebaut. 

Der Neu- und Ausbau des öffentlichen Kanalnetzes nach 1990 spiegelt sich gleichfalls in der Erhöhung des Anschlussgrades der Wohnbevölkerung an die öffentliche Kanalisation wieder. Betrug er 1991 noch 78,4 Prozent, so stieg er bis 2013 auf 91,6 Prozent.

Abwasserbehandlungsanlagen in Sachsen nach Art des Verfahrens

Die Grafik verdeutlicht die zahlenmäßige Entwicklung der Abwasserbehandlungsanlagen in Sachsen nach Art des Verfahrens zur Abwasserbehandlung.

Die Grafik verdeutlicht die zahlenmäßige Entwicklung der Abwasserbehandlungsanlagen in Sachsen nach Art des Verfahrens zur Abwasserbehandlung.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2015 Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Private Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

Die Erhebung nach § 7 (3) UStatG liefert aller drei Jahre Informationen über die Trinkwasserversorgung und die Abwassersituation der nicht an die öffentliche Wasserversorgung bzw. nicht an die öffentliche Abwasserentsorgung angeschlossenen Einwohner Sachsens.

Sie ergänzt das Gesamtbild der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im Freistaat Sachsen mit Daten zur besonders in ländlichen Gegenden noch häufig auftretenden privaten Eigenversorgung mit Trinkwasser und Eigenentsorgung der häuslichen Abwässer. Zur damit verbundenen Umweltproblematik werden die für die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zuständigen Gemeinden befragt.

Die Ergebnisse liegen in regionaler Gliederung (Kreisfreie Städte, Landkreise) sowie in der Gliederung nach Wassereinzugsgebieten (WEG) vor.

Entsorgung von Klärschlamm aus öffentlichen biologischen Abwasserbehandlungsanlagen

Die Erhebung zum Klärschlamm nach § 7 (2) UStatG wird ab Berichtsjahr 2006 jährlich durchgeführt und richtet sich an die Betreiber kommunaler Kläranlagen.

Die Erhebung liefert Informationen zum Klärschlammaufkommen aus der kommunalen Abwasserentsorgung, zur Beschaffenheit der Schlämme, den Entsorgungswegen und zum Verbleib des Klärschlamms nach dem Entsorgungsprozess.

Entsorgung von Klärschlamm aus öffentlichen biologischen Abwasserbehandlungsanlagen 2016 (in Prozent)

<BR>In der Grafik wird die Entsorgung von Klärschlämmen aus öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen 2016 anteilig nach den Entsorgungswegen dargestellt (in Prozent).


In der Grafik wird die Entsorgung von Klärschlämmen aus öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen 2016 anteilig nach den Entsorgungswegen dargestellt (in Prozent).
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Januar 2018 Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Nichtöffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

 

Ab Berichtsjahr 2013 wurden aufgrund neuer methodischer Vorgaben die Berichtskreiskriterien geändert. Auskunftspflichtig für die Erhebung zur nichtöffentlichen Was­serversorgung und Abwasserentsorgung nach § 8 UStatG sind nunmehr alle Betriebe des nichtöffentlichen Bereiches, die im jeweiligen Berichtsjahr

  • mindestens 2 000 Kubikmeter Wasser gewinnen (neu: Landwirtschaft mindestens 2 000 Kubikmeter/vormals ab 10 000 Kubikmetern),
  • Wasser oder Abwasser direkt in ein Oberflächengewässer oder in den Untergrund einleiten (neu: ab einer Einleitmenge von 2 000 Kubikmetern/vormals ohne Mindestmenge) oder
  • Wasser aus dem öffentlichen Netz oder von anderen Betrieben in Höhe von mindestens 10 000 Kubikmetern beziehen.

Aller drei Jahre werden Daten zu Wasser- und Abwasseraufkommen, Wasserverwendung und Wassernutzung sowie Ableitung des Abwassers und seine Behandlung in betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlagen erhoben. Methodische und inhaltliche Erläuterungen zur Erhebung finden Sie nachfolgend.

Wasseraufkommen in sächsischen Betrieben 2013 (in Prozent)

Die Grafik verdeutlicht das Wasseraufkommen sächsischer Betriebe 2013 sowie die Anteile aus Eigengewinnung (nach Wasserarten) und Fremdbezug (nach Herkunft).

Die Grafik verdeutlicht das Wasseraufkommen sächsischer Betriebe 2013 sowie die Anteile aus Eigengewinnung (nach Wasserarten) und Fremdbezug (nach Herkunft).
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juni 2015 Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Die Entwicklung des Wasseraufkommens, der Wasserverwendung und der Abwasserableitung in den Betrieben des nichtöffentlichen Bereiches in den Jahren 2007 bis 2013 wird als Zeitreihe dargestellt.

Eine Darstellung nach Wirtschaftszweigen erfolgt auf Grundlage der seit 2008 verbindlichen Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008). Die WZ der im Berichtsjahr 2013 befragten Betriebe können Sie hier einsehen.

Die Struktur der nichtöffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Sachsen (Wasseraufkommen und Wasserverwendung sowie der Einleitung von Abwasser und ungenutztem Wasser) wird in den nachfolgenden Schaubildern dargestellt.

Unfälle beim Umgang mit und bei der Beförderung von wassergefährdenden Stoffen

Die Erhebungen nach § 9 (1) und (2) UStatG werden jährlich bei den nach Landesrecht für die Entgegennahme der Anzeigen über die Unfälle zuständigen Behörden durchgeführt.

Sie dienen dem regelmäßigen Überblick über das Gefahrenpotential und die sich aus den Unfällen ergebenden Umweltbelastungen im Hinblick auf den Gewässerschutz. Erfasst werden

  • Anzahl der Unfälle
  • freigesetzte und wiedergewonnene Menge der wassergefährdenden Stoffe
  • Unfallgebiet, Unfallursachen sowie Unfallfolgen
  • getroffene Sofort- und Folgemaßnahmen.

Hinweis zur Ergebnislage 2015: Aufgrund der Unfallereignisse 2015 wurden insgesamt rund 4 142 Kubikmeter wassergefährdende Substanzen freigesetzt. Die größten Mengen (rund 4 115 Kubikmeter) gelangten durch Unfälle beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (Lagerung, Abfüllen, innerbetriebliche Beförderung) in die Umwelt. Bei der Havarie eines Gärrestebehälters in einer Biogasanlage wurden allein 3 500 Kubikmeter Gärreste freigesetzt. Dieses Unfallereignis bestimmte maßgeblich die Ergebnislage 2015.

Begriffliche Erläuterungen finden Sie in der nachfolgenden Datei.

 

Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen in Sachsen 2010 - 2016

Jahr Unfälle
insgesamt
Anzahl
freigesetzte
Menge
in m³
darunter
nicht wieder-
gewonnen
in m³
darunter
nicht wieder-
gewonnen
in Prozent
2016 65 659,7 303,7 46,0
2015 96 4141,7 1002,8 24,2
2014 59 109,8 58,5 53,3
2013 75 1489,6 1111,7 74,6
2012 56 1538,4 484,9 31,5
2011 47 97,8 52,2 53,4
2010 88 1 090,0 504,5 46,3
2009 59 24,1 1,9 7,9

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2017- Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

 

Unfälle beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen in Sachsen 2010 - 2016

Jahr Unfälle beim
Umgang
Anzahl
freigesetzte
Menge
in m³
darunter
nicht wieder-
gewonnen
in m³
darunter
nicht wieder-
gewonnen
in Prozent
2016 26 645,9 299,4 46,4
2015 35 4115,2 987,4 24,0
2014 25 106,3 58,2 54,8
2013 36 1449,7 1095,9 75,6
2012 24 1529,2 482,1 31,5
2011 20 56,9 28,6 50,3
2010 65 1 069,4 499,4 46,7

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2017- Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

 

Unfälle bei der Beförderung mit wassergefährdenden Stoffen in Sachsen 2010 - 2016

Jahr Unfälle bei der
Beförderung
Anzahl
freigesetzte
Menge
in m³
darunter
nicht wieder-
gewonnen
in m³
darunter
nicht wieder-
gewonnen
in Prozent
2016 39 13,8 4,3 31,2
2015 61 26,5 15,4 58,1
2014 34 3,5 0,3 8,6
2013 39 39,9 15,8 39,6
2012 32 9,2 2,8 30,4
2011 27 40,9 23,6 57,7
2010 23 20,6 4,0 19,4

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2017- Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

Bis 2009 wurde die Erhebung der Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen nach § 9 (4) UStatG aller fünf Jahre bei den nach Landesrecht für den wasserrechtlichen Vollzug zuständigen Behörden durchgeführt.

Mit der Änderung des Umweltstatistikgesetzes (UStatG) wird diese Erhebung nunmehr jährlich und zentral durch das Statistische Bundesamt (DESTATIS) durchgeführt. Die statistischen Angaben werden aus den Prüfberichten der Sachverständigenorganisationen genutzt und nicht mehr von den Statistischen Landesämtern erhoben. Statistische Ergebnisse liegen zukünftig ausschließlich beim Statistischen Bundesamt vor!

Entgelte für die Trinkwasserversorgung und Entgelte für die Abwasserentsorgung

Ab Berichtsjahr 2007 neu hinzugekommen im Gesamtprogramm der Wasserstatistiken sind die Erhebungen der Entgelte für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Damit wird einer wesentlichen Forderung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) entsprochen und der Versuch unternommen, eine Quantifizierung der Kosten für die Wassernutzung vorzunehmen und Informationen über die Preisfestsetzung zu erlangen.
Im Rahmen dieser Statistik werden die Entgelte im jeweiligen Berichtsjahr und in den zwei vorangegangenen Jahren erhoben. Aufgrund der unterschiedlichen Gebührenmodelle bei den Aufgabenträgern für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung stellt sich die Erstellung belastbarer Ergebnisse als sehr schwierig dar.

Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass es sich bei einigen Gemeinden und auf den übergeordneten regionalen Ebenen um Durchschnittsentgelte handelt. Sowohl in den Fällen, in denen pro Gemeinde mehrere Unternehmen mit unterschiedlichen Entgelten tätig sind als auch auf Kreis- oder Landesebene wird ein gewichtetes Durchschnittsentgelt berechnet. Dabei werden die Entgelte mit der Anzahl der angeschlossenen Einwohner gewichtet.

Bei den Trinkwasserentgelten werden die verbrauchsabhängigen Gebühren (Mengenentgelt je m³) für die Lieferung von Trinkwasser sowie die haushaltübliche, verbrauchsunabhängige Grundgebühr in Gebieten mit Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz dargestellt.

Bei den Abwasserentgelten werden die verbrauchsabhängigen Gebühren (Abwasser- oder Schmutzwasserentgelt je m³), die mengen- und flächenunabhängige Grundgebühr sowie ein flächenbezogenes Niederschlags- bzw. Oberflächenwasserentgelt dargestellt.

Die unten stehenden Tabellen sind auf Kreisebene regionalisiert. Falls Sie weitergehende Informationen (z. B. auf Gemeindeebene) benötigen, finden Sie diese in der GENESIS-Datenbank.

Marginalspalte

Statistische Berichte

Statistischer Bericht zur öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (kostenfreier Download)

Statistischer Bericht zur privaten Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (kostenfreier Download)

Statistischer Bericht zur Entsorgung von Klärschlämmen aus öffentlichen biologischen Abwasserbehandlungsanlagen (kostenfreier Download)

Statistischer Bericht zur nichtöffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (kostenfreier Download)

Statistischer Bericht über Unfälle bei Umgang und Beförderung wassergefährdender Stoffe (kostenfreier Download)

Statistischer Bericht zu Wasser- und Abwasserentgelten im Freistaat Sachsen 2014 bis 2016 (kostenloser Download)

Qualitätsberichte

In den Qualitätsberichten der einzelnen Statistiken finden Sie neben allgemeinen Angaben zur Erhebung auch Informationen zu Zweck und Ziel der Statistik, Erhebungsmethodik, Genauigkeit und Aktualität, zeitliche und räumliche Vergleichbarkeit der Ergebnisse und Bezügen zu anderen Erhebungen.

Weitere Informationen (Statistisches Bundesamt)

Hier finden Sie aktuelle Ergebnisberichte und ausgewählte Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes zu den wasserwirtschaftlichen Statistiken in Deutschland.

Download-Hinweis

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© Statistisches Landesamt