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Asylbewerberleistungen, Kriegsopfer

Asylbewerberleistungen

Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Tabellen und Grafiken

Empfänger von Regelleistungen

Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen am 31. Dezember für ausgewählte Jahre bis 2017

Merkmal 2017 2016 2015 2010 2005
Insgesamt 23 041 28 672 45 749 4 892 8 387
Je 1 000 Einwohner 5,6 7,0 11,2 1,2 2,0
männlich 15 973 19 998 32 219 3 486 5 916
weiblich 7 068 8 674 13 530 1 406 2 471
unter 18 Jahre 6 713 8 489 13 191 1 171 2 006
18 bis unter 40 Jahre 13 436 16 874 27 368 2 845 5 117
40 und mehr Jahre 2 892 3 309 5 190 876 1 264
darunter mit Herkunft
aus Europa
4 664 5 296 7 647 1 411 2 557
aus Afrika 3 906 4 592 5 412 436 760
aus Amerika 215 97 42 20 7
aus Asien 13 520 18 002 32 152 2 832 4 830

Quelle für die Bevölkerungsdaten (zur Quotenberechnung) ist die Bevölkerungsfortschreibung, seit 2011 auf Basis des Zensus 2011.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, September 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerber-leistungsgesetz in Sachsen am 31. Dezember 1995, 2000 und von 2005 bis 2017

Das Säulendiagramm zeigt die Anzahl der Regelleistungsempfänger von 2005 bis 2017 im Vergleich zu 1995 und 2000 für 3 Altersgruppen sowie ihre Quote je<BR>1 000 Einwohner von 2005 bis 2017. Der Anteil der Minderjährigen ist tendenziell leicht angestiegen und lag in den letzte 3 Jahren bei fast 30 Prozent.

Das Säulendiagramm zeigt die Anzahl der Regelleistungsempfänger von 2005 bis 2017 im Vergleich zu 1995 und 2000 für 3 Altersgruppen sowie ihre Quote je
1 000 Einwohner von 2005 bis 2017. Der Anteil der Minderjährigen ist tendenziell leicht angestiegen und lag in den letzte 3 Jahren bei fast 30 Prozent.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, September 2018, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Haushalte von Regelleistungsempfängern nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen am 31. Dezember für ausgewählte Jahre bis 2017

Haushaltstyp 2017 2016 2015 2010 2005
Insgesamt 13 988 17 497 27 495 3 351 5 664
Einzeln nachgewiesene
männliche Haushaltsvorstände
9 867 11 872 19 267 2 325 4 089
Einzeln nachgewiesene
weibliche Haushaltsvorstände
845 902 1 364 262 535
Ehepaare und sonstige Haus-
halte ohne Minderjährige
431 793 940 179 118
Ehepaare mit Kindern 1 879 2 414 3 822 253 460
Haushaltsvorstände
mit Kindern
697 812 1 446 165 238
Sonstige Haushalte mit
Minderjährigen
269 704 656 167 224

Als Kind im Sinne der Haushalttypisierung gelten unter 18-Jährige, die in einer Kindbeziehung zum Haushaltsvorstand stehen.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, September 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Haushalte von Regelleistungsempfängern nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen am 31. Dezember 2017 in Prozent

Der nach Haushalttypen untergliederte Kreisring zeigt den hohen Anteil alleinstehender männlicher Leistungsempfänger. Allein stehende Frauen und Alleinerziehende gibt es dagegen relativ selten. Unter den 20,3 Prozent Haushalten mit Minderjährigen waren Ehepaare mit Kindern am häufigsten.

Der nach Haushalttypen untergliederte Kreisring zeigt den hohen Anteil alleinstehender männlicher Leistungsempfänger. Allein stehende Frauen und Alleinerziehende gibt es dagegen relativ selten. Unter den 20,3 Prozent Haushalten mit Minderjährigen waren Ehepaare mit Kindern am häufigsten.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, September 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Empfänger von besonderen Leistungen

Die hier dargestellten Leistungen werden unabhängig von den Regelleistungen gewährt. Im Unterschied zu diesen dienen sie der Bewältigung besonderer Lebenssituationen wie z. B. Krankheit, Schwangerschaft und Geburt sowie der Deckung anderer besonderer Bedürfnisse.

Empfänger von besonderen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen bis 2017

Leistungsart 2017 2016 2015 2010 2005
Nach den §§ 4 - 6 AsylbLG
im Laufe des Jahres
12 354 19 813 (25 145) 2 662 4 049
Leistungen bei Krankheit,
Schwangerschaft und Geburt
nach § 4 AsylbLG ambulant
12 063 19 170 (24 182) 2 468 3 817
… nach § 4 stationär 1 211 2 216 (2 647) 353 638
Bereitstellung von
Arbeitsgelegenheiten
nach § 5 AsylbLG
195 481 (245) 64 -
sonstige Leistungen
nach § 6 AsylbLG
als Sachleistungen
1 137 402 (1 020) 142 523
… nach § 6 AsylbLG
als Geldleistungen
6 524 8 824 (2 204) 392 221
Nach § 2 AsylbLG
am Jahresende
9 588 6 092 (3 024) 913 (77)

Bei den Hilfen nach den §§ 4 bis 6 AsylbLG werden alle Leistungsempfänger mit der entsprechenden Hilfeart im Laufe des Jahres ausgewiesen, im Insgesamt wird jeder Leistungsempfänger nur einmal gezählt. Von den nach § 2 AsylbLG am Jahresende erfassten Hilfen sind hier nur die enthalten, die den Leistungen nach den Kapiteln 5 bis 9 im Rahmen der Sozialhilfe entsprechen.
Die Zahlenangaben für 2015 sind untererfasst, da für die Empfänger in den Erstaufnahmeeinrichtungen die entsprechenden Leistungen nicht gemeldet  werden konnten.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, September 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Erläuterungen

Eine Anspruch auf Leistungen nach dem AsylbLG besteht für Ausländer mit einer Aufenthaltsgestattung aufgrund eines laufenden Asylverfahrens und deren Ehegatten und minderjährige Kinder (Asylbewerber), aber auch für Ausländer, die zur Ausreise verpflichtet sind, sich aber aus unterschiedlichen anerkannten Gründen (meist geduldet)  tatsächlich noch im Bundesgebiet aufhalten.

Regelleistungen dienen der Deckung des täglichen Bedarfs der Leistungsberechtigten. Sie werden entweder nach § 3 AsylbLG in Form von Grundleistungen oder in besonderen Fällen (bei Überschreitung einer längerwährenden Grundleistungsdauer - aktuell 15 Monate) nach § 2 AsylbLG als Hilfe zum Lebensunterhalt entsprechend dem 3. Kapitel SGB XII gewährt.

Besondere Leistungen werden in speziellen Bedarfssituationen gewährt. Dazu gehören die Leistungen nach den §§ 4 bis 6 AsylbLG und in besonderen Fällen (bei Überschreitung einer längerwährenden Grundleistungsdauer - aktuell 15 Monate) die Leistungen nach § 2 AsylbLG entsprechend dem 5. bis 9. Kapitel SGB XII. Leistungen nach § 2 AsylbLG werden nur am Jahresende erfasst.

Besondere Leistungen werden unabhängig von den Regelleistungen gewährt. Im Unterschied zu diesen dienen sie der Bewältigung besonderer Lebenssituationen wie z. B. Krankheit, Schwangerschaft und Geburt sowie der Deckung anderer besonderer Bedürfnisse.

Einnahmen und Ausgaben nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Tabellen und Grafiken

Auszahlungen und Einzahlungen für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen für ausgewählte Jahre bis 2017 (in 1 000 €)

Merkmal 2017 2016 2015 2010 2005
Bruttoauszahlungen 342 341 566 017 331 545 30 736 52 473
darunter für
Regelleistungen
293 538 505 043 287 489 23 384 39 575
Einzahlungen 6 893 5 116 916 985 577
darunter
Leistungen von
Sozialleistungsträgern
3 691 2 662 388 769 364
Nettoauszahlungen 335 448 560 901 330 629 29 752 51 896
Nettoauszahlungen
je Einwohner in €
82 138 82 7 12

Durch Anwendung des doppischen Rechnungswesens im Ergebnis der Reform des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens wurden die Begrifflichkeiten geändert.
Die Nettoauszahlungen errechnen sich als Differenz aus im Berichtsjahr getätigten Auszahlungen der Leistungsträger abzüglich verbuchter Einzahlungen.
Quelle für die Bevölkerungsdaten zur jeweiligen Jahresmitte (30. Juni) ist die Bevölkerungsfortschreibung; seit 2011 auf Basis des Zensus 2011.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, September 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Auszahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen für ausgewählte Jahre bis 2017 nach Leistungsarten (in 1 000 €)

Leistungsart 2017 2016 2015 2010 2005
Insgesamt 342 342 566 017 331 545 30 736 52 473
Leistungen in besonderen
Fällen nach § 2 AsylbLG
70 233 32 354 10 912 7 102 11 590
davon nach § 2 als
Hilfe zum Lebensunterhalt
59 367 25 486 9 003 5 311 8 860
davon nach § 2
als Leistung nach dem
5. bis 9. Kapitel SGB XII
10 866 6 868 1 909 1 792 2 731
Grundleistungen
nach § 3 AsylbLG
234 171 479 557 278 485 18 073 30 716
darunter nach § 3
als Sachleistung
195 871 386 145 208 797 12 038 24 572
Leistungen bei Krankheit,
Schwangerschaft und 
Geburt nach § 4 AsylbLG
33 408 48 242 38 470 5 185 9 595
Arbeitsgelegenheiten
nach § 5 AsylbLG
1 679 2 303 570 108 44
sonstige Leistungen
nach § 6 AsylbLG
2 850 3 560 3 107 268 528
   darunter nach § 6
als Sachleistungen
2 169 2 382 2 131 169 404

Dargestellt werden die im Berichtsjahr getätigten Auszahlungen der Leistungsträger ohne Berücksichtigung der Einzahlungen.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, September 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Auszahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen für ausgewählte Jahre von 1998 bis 2017

Das nach Leistungsarten gestaffelte Balkendiagramm verdeutlicht den hohen Anteil der Regelleistungen und insbesonder den der dort enthaltenen Grundleistungen. 2017 entfiel jedoch mit 49 Millionen Euro auch ein relativ hoher Ausgabenanteil auf die Hilfe zum Lebensunterhalt nach § 2 AsylbLG, die in der Regel bei einer Aufenthaltsdauer über 15 Monaten gezahlt wird.

Das nach Leistungsarten gestaffelte Balkendiagramm verdeutlicht den hohen Anteil der Regelleistungen und insbesonder den der dort enthaltenen Grundleistungen. 2017 entfiel jedoch mit 49 Millionen Euro auch ein relativ hoher Ausgabenanteil auf die Hilfe zum Lebensunterhalt nach § 2 AsylbLG, die in der Regel bei einer Aufenthaltsdauer über 15 Monaten gezahlt wird.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, September 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Kriegsopfer

Die Daten zur Kriegsopferversorgung werden nicht vom Statistischen Landesamt erhoben, sondern vom Kommunalen Sozialverband Sachsen (KSV) bereitgestellt.

Die Statistik zur Kriegsopferfürsorge wird aufgrund gesetzlicher Änderungen seit 2000 nur alle zwei Jahre durchgeführt.

Tabellen und Grafiken

Kriegsopferversorgung

Versorgungsberechtigte nach dem Bundesversorgungsgesetz (Kriegsopferversorgung) einschließlich Nebengesetzen am 31. Dezember für ausgewählte Jahre von 2000 bis 2017

Merkmal 2017 2015 2010 2005 2000
Bundesversorgungs-
gesetz einschließlich
Nebengesetze
8 288 10 090 18 019 29 747 47 749
Versorgung nach Bundes-
versorgungsgesetz
7 317 9 112 16 842 28 727 46 986
als Kriegsbeschädigte 1 521 2 299 5 473 9 993 15 893
als Kriegshinterbliebene 5 796 6 813 11 369 18 734 31 093
   darunter
 Witwen und Witwer
5 701 6 690 11 201 18 536 30 867
Versorgung
  nach Nebengesetzen
971 978 1 177 1 020 763
Prozentualer Anteil
Versorgung nach
Nebengesetzen
11,7 9,7 6,5 3,4 1,6

Quelle: Kommunaler Sozialverband Sachsen (ab 2008),
            Sächsisches Landesamt für Familie und Soziales (bis 2007)
Nebengesetze, die das Bundesversorgungsgesetz für anwendbar erklären, finden Sie in den Erläuterungen; seit 2015 hier ohne Angaben zum Soldatenversorgungsgesetz.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz
(Kriegsopferversorgung enschließlich Nebengesetzen
für ausgewählte Jahre von 2000 bis 2017 (in 1 000 €)

Merkmal 2017 2015 2010 2005 2000
Bundesversorgungs-
gesetz einschließlich
Nebengesetze
23 338 28 460 51 109 87 982 138 970
Versorgung nach Bundes-
versorgungsgesetz
14 177 20 063 43 641 80 924 133 533
Versorgung
nach Nebengesetzen
9 161 8 397 7 468 7 058 5 438
Prozentualer Anteil
Versorgung nach Nebengesetzen
39,3 29,5 14,6 8,0 3,9

Quelle: Kommunaler Sozialverband Sachsen (ab 2008),
            Sächsisches Landesamt für Familie und Soziales (bis 2007).
Nebengesetze, die das Bundesversorgungsgesetz für anwendbar erklären, finden Sie in den Erläuterungen; seit 2015 hier ohne Angaben zum Soldatenversorgungsgesetz.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, August 2018 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Kriegsopferfürsorge

Empfänger laufender Leistungen der Kriegsopferfürsorge am Ende des Berichtsjahres für ausgewählte Jahre bis 2016

Hilfeart 2016 2012 2008 2004 2000
Leistungen zur Teilhabe
am Arbeitsleben und
ergänzende Leistungen
1 14 44 25 39
Hilfe zur Pflege 74 167 439 331 357
Hilfe zur Weiterführung
  des Haushaltes
6 14 64 106 168
Ergänzende Hilfe zum
  Lebensunterhalt
30 42 83 89 243
Hilfe in besonderen
 Lebenslagen
332 607 1 455 1 902 2 677
Übrige Hilfen 15 20 96 81 99
Insgesamt 458 864 2 181 2 534 3 583

Die »übrigen Hilfen« wurden vorrangig als Altenhilfe gewährt, in Einzelfällen als Erziehungsbeihilfen.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Dezember 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

 

Empfänger einmaliger Leistungen der Kriegsopferfürsorge im Laufe des Berichtsjahres für ausgewählte Jahre bis 2016

Hilfeart 2016 2012 2008 2004 2000
Krankenhilfe 70 118 131 214 78
Altenhilfe 33 124 289 1 219 2 121
Ergänzende Hilfe 
zum Lebensunterhalt
18 14 4 303 317
Erholungshilfe 16 30 79 154 460
Hilfe in besonderen
Lebenslagen
94 147 68 50 61
Übrige Hilfen 28 56 25 29 78
Insgesamt 259 489 596 1 969 3 115

Unter »übrigen Hilfen« wurden Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und ergänzende Leistungen, Hilfe zur Pflege, Hilfe zur Weiterführung  des Haushalts, Erziehungsbeihilfe und Wohnungshilfe zusammengefasst.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Dezember 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Leistungen der Kriegsopferfürsorge für ausgewählte Jahre bis 2016 (in 1 000 €)

Hilfeart 2016 2012 2008 2004 2000
Leistungen zur Teilhabe
am Arbeitsleben und
ergänzende Leistungen
44 365 645 772 821
Hilfe zur Pflege 1 375 2 158 3 535 3 818 3 110
Hilfe zur Weiterführung
  des Haushaltes
22 39 121 191 293
Ergänzende Hilfe zum
  Lebensunterhalt
171 282 727 1 130 3 152
Erholungshilfe 14 47 69 198 451
Hilfe in besonderen
 Lebenslagen
4 596 3 883 2 088 2 498 2 838
Übrige Hilfen 58 173 78 112 125
Insgesamt 6 280 6 900 7 264 8 718 10 788

In den »übrigen Hilfen« sind die Krankenhilfe, Altenhilfe, Erziehungsbeihilfe und Wohnungshilfe enthalten.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Dezember 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Erläuterungen

Rechtsgrundlage für die Leistungen der Kriegsopferversorgung ist das Bundesversorgungsgesetz (BVG). Leistungen nach dem BVG erhalten nicht nur Kriegsbeschädigte und -hinterbliebene, sondern auch alle übrigen Personen mit einem sozialen Entschädigungsrecht auf Grund so genannter Nebengesetze. Die Versorgung umfasst alle staatlichen Maßnahmen, um die gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Beschädigten zu beseitigen, zu lindern oder durch Geldentschädigung auszugleichen sowie die durch den Verlust des Einkommens bei Hinterbliebenen entstehenden wirtschaftlichen Folgen zu mindern – vorrangig Heilbehandlungen, aber auch Renten und Berufsschadensausgleich.

Folgende Nebengesetze erklären das Bundesversorgungsgesetz für anwendbar:

  • Häftlingshilfegesetz (HHG),
  • Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (OEG),
  • Zivildienstgesetz (ZDG),
  • Soldatenversorgungsgesetz (SVG),
  • Infektionsschutzgesetz (IfSG),
  • Gesetz über die Rehabilitierung und Entschädigung von Opfern rechtsstaatswidriger Strafverfolgungsmaßnahmen im Beitrittsgebiet (StrRehaG),
  • Gesetz über die Aufhebung rechtsstaatswidriger Verwaltungsentscheidungen im Beitrittsgebiet und die daran anknüpfenden Folgeansprüche (VwRehaG).

Neben diesen Versorgungsleistungen erhält ein Teil des anspruchsberechtigten Personenkreises ergänzend – als besondere Hilfe im Einzelfall – Leistungen der Kriegsopferfürsorge. Diese nach § 25 b BVG gewährten Leistungen wie z. B. Hilfe zur beruflichen Rehabilitation, Kranken- und Pflegehilfe stehen von ihrer Aufgabenstellung der Sozialhilfe nahe und werden durch die Fürsorgestellen wahrgenommen.

Leistungsfälle und entsprechende Leistungen für Renten- und Heilbehandlungen nach dem Soldatenversorgungsgesetz (SVG) sind seit 2015 bei den Nebengesetzen nicht mehr in den Tabellenangaben für die Kriegopferversorgung und -fürsorge enthalten. Seit diesem Zeitpunkt ist das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) für diese Leistungen zuständig.

Marginalspalte

Medieninformationen

Bruttoauszahlungen für Asylbewerberleistungen in Sachsen 2014 stark gestiegen

Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen in Sachsen 2014 gegenüber 2013 um 75 Prozent gestiegen

Veröffentlichungen

Statistischer Bericht 2016

Weitere Informationen

Aktuelle Informationen zum Thema Asyl finden Sie auf der offiziellen Informationsseite des Freistaates Sachsen

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