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Asylbewerberleistungen, Kriegsopfer

Asylbewerberleistungen

Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Tabellen und Grafiken

Empfänger von Regelleistungen

Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen am 31. Dezember für ausgewählte Jahre bis 2018

Merkmal 2018 2017 2015 2010 2005
Insgesamt 21 197 23 041 45 749 4 892 8 387
Je 1 000 Einwohner 5,2 5,6 11,2 1,2 2,0
männlich 14 491 15 973 32 219 3 486 5 916
weiblich 6 706 7 068 13 530 1 406 2 471
unter 18 Jahre 6 280 6 713 13 191 1 171 2 006
18 bis unter 40 Jahre 12 058 13 436 27 368 2 845 5 117
40 und mehr Jahre 2 859 2 892 5 190 876 1 264
darunter mit Herkunft
aus Europa

4 158

4 664

7 647

1 411

2 557
aus Afrika 3 600 3 906 5 412 436 760
aus Amerika 362 215 42 20 7
aus Asien 12 242 13 520 32 152 2 832 4 830

Quelle für die Bevölkerungsdaten (zur Quotenberechnung) ist die Bevölkerungsfortschreibung, seit 2011 auf Basis des Zensus 2011. 

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerber-leistungsgesetz in Sachsen am 31. Dezember 1995, 2000 und von 2005 bis 2018

Das Säulendiagramm zeigt die Anzahl der Regelleistungsempfänger von 2005 bis 2018 im Vergleich zu 1995 und 2000 für 3 Altersgruppen sowie ihre Quote je<BR>1 000 Einwohner von 2005 bis 2018. Der Anteil der Minderjährigen ist seit 2015 tendenziell leicht angestiegen und lag in den letzte 3 Jahren bei fast 30 Prozent.

Das Säulendiagramm zeigt die Anzahl der Regelleistungsempfänger von 2005 bis 2018 im Vergleich zu 1995 und 2000 für 3 Altersgruppen sowie ihre Quote je
1 000 Einwohner von 2005 bis 2018. Der Anteil der Minderjährigen ist seit 2015 tendenziell leicht angestiegen und lag in den letzte 3 Jahren bei fast 30 Prozent.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2019, Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.)

Haushalte von Regelleistungsempfängern nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen am 31. Dezember für ausgewählte Jahre bis 2018

Haushaltstyp 2018 2016 2015 2010 2005
Insgesamt 12 765 17 497 27 495 3 351 5 664
Einzeln nachgewiesene
männliche Haushaltsvorstände

8 825

11 872

19 267

2 325

4 089
Einzeln nachgewiesene
weibliche Haushaltsvorstände

874

902

1 364

262

535
Ehepaare und sonstige Haus-
halte ohne Minderjährige

389

793

940

179

118
Ehepaare mit Kindern 1 688 2 414 3 822 253 460
Haushaltsvorstände
mit Kindern

735

812

1 446

165

238
Sonstige Haushalte mit
Minderjährigen

254

704

656

167

224

Als Kind im Sinne der Haushalttypisierung gelten unter 18-Jährige, die in einer Kindbeziehung zum Haushaltsvorstand stehen.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Haushalte von Regelleistungsempfängern nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen am 31. Dezember 2018 in Prozent

Der nach Haushalttypen untergliederte Kreisring zeigt den hohen Anteil alleinstehender männlicher Leistungsempfänger. Allein stehende Frauen und Alleinerziehende gibt es dagegen relativ selten. Unter den 21 Prozent Haushalten mit Minderjährigen waren Ehepaare mit Kindern am häufigsten.

Der nach Haushalttypen untergliederte Kreisring zeigt den hohen Anteil alleinstehender männlicher Leistungsempfänger. Allein stehende Frauen und Alleinerziehende gibt es dagegen relativ selten. Unter den 21 Prozent Haushalten mit Minderjährigen waren Ehepaare mit Kindern am häufigsten.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Empfänger von besonderen Leistungen

Die hier dargestellten Leistungen werden unabhängig von den Regelleistungen gewährt. Im Unterschied zu diesen dienen sie der Bewältigung besonderer Lebenssituationen wie z. B. Krankheit, Schwangerschaft und Geburt sowie der Deckung anderer besonderer Bedürfnisse.

Empfänger von besonderen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen bis 2018

Leistungsart 2018 2017 2015 2010 2005
Nach den §§ 4 - 6 AsylbLG
im Laufe des Jahres

9 873

12 354

(25 145)

2 662

4 049
Leistungen bei Krankheit,
Schwangerschaft und Geburt
nach § 4 AsylbLG ambulant


9 590


12 063


(24 182)


2 468


3 817
… nach § 4 stationär 950 1 211 (2 647) 353 638
Bereitstellung von
Arbeitsgelegenheiten
nach § 5 AsylbLG


254


195


(245)


64


-
sonstige Leistungen
nach § 6 AsylbLG
als Sachleistungen


572


1 137


(1 020)


142


523
… nach § 6 AsylbLG
als Geldleistungen

712

6 524

(2 204)

392

221
Nach § 2 AsylbLG
am Jahresende

10 326

9 588

(3 024)

913

(77)

Bei den Hilfen nach den §§ 4 bis 6 AsylbLG werden alle Leistungsempfänger mit der entsprechenden Hilfeart im Laufe des Jahres ausgewiesen, im Insgesamt wird jeder Leistungsempfänger nur einmal gezählt.
Von den nach § 2 AsylbLG am Jahresende erfassten Hilfen sind hier nur die enthalten, die den Leistungen nach den Kapiteln 5 bis 9 im Rahmen der Sozialhilfe entsprechen.
Die Zahlenangaben für 2015 sind untererfasst, da für die Empfänger in den Erstaufnahmeeinrichtungen die entsprechenden Leistungen nicht gemeldet  werden konnten.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Erläuterungen

Eine Anspruch auf Leistungen nach dem AsylbLG besteht für Ausländer mit einer Aufenthaltsgestattung aufgrund eines laufenden Asylverfahrens und deren Ehegatten und minderjährige Kinder (Asylbewerber), aber auch für Ausländer, die zur Ausreise verpflichtet sind, sich aber aus unterschiedlichen anerkannten Gründen (meist geduldet)  tatsächlich noch im Bundesgebiet aufhalten.

Regelleistungen dienen der Deckung des täglichen Bedarfs der Leistungsberechtigten. Sie werden entweder nach § 3 AsylbLG in Form von Grundleistungen oder in besonderen Fällen (bei Überschreitung einer längerwährenden Grundleistungsdauer - aktuell 15 Monate) nach § 2 AsylbLG als Hilfe zum Lebensunterhalt entsprechend dem 3. Kapitel SGB XII gewährt.

Besondere Leistungen werden in speziellen Bedarfssituationen gewährt. Dazu gehören die Leistungen nach den §§ 4 bis 6 AsylbLG und in besonderen Fällen (bei Überschreitung einer längerwährenden Grundleistungsdauer - aktuell 15 Monate) die Leistungen nach § 2 AsylbLG entsprechend dem 5. bis 9. Kapitel SGB XII. Leistungen nach § 2 AsylbLG werden nur am Jahresende erfasst.

Besondere Leistungen werden unabhängig von den Regelleistungen gewährt. Im Unterschied zu diesen dienen sie der Bewältigung besonderer Lebenssituationen wie z. B. Krankheit, Schwangerschaft und Geburt sowie der Deckung anderer besonderer Bedürfnisse.

Einnahmen und Ausgaben nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Tabellen und Grafiken

Auszahlungen und Einzahlungen für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen für ausgewählte Jahre bis 2018 (in 1 000 €)

Merkmal 2018 2017 2015 2010 2005
Bruttoauszahlungen 306 510 342 341 331 545 30 736 52 473
darunter für
Regelleistungen

254 625

293 538

287 489

23 384

39 575
Einzahlungen 4 694 6 893 916 985 577
darunter
Leistungen von
Sozialleistungsträgern


2 404


3 691


388


769


364
Nettoauszahlungen 301 816 335 448 330 629 29 752 51 896
Nettoauszahlungen
je Einwohner in €

74

82

82

7

12

Durch Anwendung des doppischen Rechnungswesens im Ergebnis der Reform des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens wurden die Begrifflichkeiten geändert.
Die Nettoauszahlungen errechnen sich als Differenz aus im Berichtsjahr getätigten Auszahlungen der Leistungsträger abzüglich verbuchter Einzahlungen.
Quelle für die Bevölkerungsdaten zur jeweiligen Jahresmitte (30. Juni) ist die Bevölkerungsfortschreibung; seit 2011 auf Basis des Zensus 2011.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Auszahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen für ausgewählte Jahre bis 2018 nach Leistungsarten (in 1 000 €)

Leistungsart 2018 2017 2015 2010 2005
Insgesamt 306 510 342 342 331 545 30 736 52 473
Leistungen in besonderen
Fällen nach § 2 AsylbLG

91 589

70 233

10 912

7 102

11 590
davon nach § 2 als
Hilfe zum Lebensunterhalt

66 896

59 367

9 003

5 311

8 860
davon nach § 2
als Leistung nach dem
5. bis 9. Kapitel SGB XII


24 692


10 866


1 909


1 792


2 731
Grundleistungen
nach § 3 AsylbLG

187 729

234 171

278 485

18 073

30 716
darunter nach § 3
als Sachleistung

160 599

195 871

208 797

12 038

24 572
Leistungen bei Krankheit,
Schwangerschaft und
Geburt nach § 4 AsylbLG


23 792


33 408


38 470


5 185


9 595
Arbeitsgelegenheiten
nach § 5 AsylbLG

1 670

1 679

570

108

44
sonstige Leistungen
nach § 6 AsylbLG

1 730

2 850

3 107

268

528
darunter nach § 6
als Sachleistungen

1 378

2 169

2 131

169

404

Dargestellt werden die im Berichtsjahr getätigten Auszahlungen der Leistungsträger ohne Berücksichtigung der Einzahlungen.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Auszahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen für ausgewählte Jahre von 1998 bis 2018

Das nach Leistungsarten gestapelte Säulendiagramm verdeutlicht den hohen Anteil der Regelleistungen und insbesonder den der dort enthaltenen Grundleistungen. 2017 und 2018 entfielen jedoch mit 49 bzw. 52 Millionen Euro auch relativ hohe Ausgaben auf die Hilfe zum Lebensunterhalt nach § 2 AsylbLG, die in der Regel bei einer Aufenthaltsdauer über 15 Monaten gezahlt wird.

Das nach Leistungsarten gestapelte Säulendiagramm verdeutlicht den hohen Anteil der Regelleistungen und insbesonder den der dort enthaltenen Grundleistungen. 2017 und 2018 entfielen jedoch mit 49 bzw. 52 Millionen Euro auch relativ hohe Ausgaben auf die Hilfe zum Lebensunterhalt nach § 2 AsylbLG, die in der Regel bei einer Aufenthaltsdauer über 15 Monaten gezahlt wird.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Kriegsopfer

Die Daten zur Kriegsopferversorgung werden nicht vom Statistischen Landesamt erhoben, sondern vom Kommunalen Sozialverband Sachsen (KSV) bereitgestellt.

Die Statistik zur Kriegsopferfürsorge wird aufgrund gesetzlicher Änderungen seit 2000 nur alle zwei Jahre durchgeführt.

Tabellen und Grafiken

Kriegsopferversorgung

Versorgungsberechtigte nach dem Bundesversorgungsgesetz (Kriegsopferversorgung) einschließlich Nebengesetzen am
31. Dezember für ausgewählte Jahre von 2000 bis 2018

Merkmal 2018 2015 2010 2005 2000
Bundesversorgungs-
gesetz einschließlich
Nebengesetze


7 605


10 090


18 019


29 747


47 749
Versorgung nach Bundes-
versorgungsgesetz

6 666

9 112

16 842

28 727

46 986
als Kriegsbeschädigte 1 186 2 299 5 473 9 993 15 893
als Kriegshinterbliebene 5 480 6 813 11 369 18 734 31 093
darunter
Witwen und Witwer

5 701

6 690

11 201

18 536

30 867
Versorgung
nach Nebengesetzen

939

978

1 177

1 020

763
Prozentualer Anteil
Versorgung nach
ebengesetzen


12,3


9,7


6,5


3,4


1,6

Quelle: Kommunaler Sozialverband Sachsen (ab 2008), Sächsisches Landesamt für Familie und Soziales (bis 2007)
Nebengesetze, die das Bundesversorgungsgesetz für anwendbar erklären, finden Sie in den Erläuterungen; seit 2015 hier ohne Angaben zum Soldatenversorgungsgesetz.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

 

Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz
(Kriegsopferversorgung) einschließlich Nebengesetzen
für ausgewählte Jahre von 2000 bis 2018 (in 1 000 €)

Merkmal 2018 2015 2010 2005 2000
Bundesversorgungs-
gesetz einschließlich
Nebengesetze


20 243


28 460


51 109


87 982


138 970
Versorgung nach Bundes-
versorgungsgesetz

11 604

20 063

43 641

80 924

133 533
Versorgung
nach Nebengesetzen

8 639

8 397

7 468

7 058

5 438
Prozentualer Anteil
Versorgung nach
Nebengesetzen


42,7


29,5


14,6


8,0


3,9

Quelle: Kommunaler Sozialverband Sachsen (ab 2008), Sächsisches Landesamt für Familie und Soziales (bis 2007)
Nebengesetze, die das Bundesversorgungsgesetz für anwendbar erklären, finden Sie in den Erläuterungen; seit 2015 hier ohne Angaben zum Soldatenversorgungsgesetz.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Juli 2019 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Kriegsopferfürsorge

Empfänger laufender Leistungen der Kriegsopferfürsorge am Ende des Berichtsjahres für ausgewählte Jahre bis 2016

Hilfeart 2016 2012 2008 2004 2000
Leistungen zur Teilhabe
am Arbeitsleben und
ergänzende Leistungen
1 14 44 25 39
Hilfe zur Pflege 74 167 439 331 357
Hilfe zur Weiterführung
  des Haushaltes
6 14 64 106 168
Ergänzende Hilfe zum
  Lebensunterhalt
30 42 83 89 243
Hilfe in besonderen
 Lebenslagen
332 607 1 455 1 902 2 677
Übrige Hilfen 15 20 96 81 99
Insgesamt 458 864 2 181 2 534 3 583

Die »übrigen Hilfen« wurden vorrangig als Altenhilfe gewährt, in Einzelfällen als Erziehungsbeihilfen.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Dezember 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

 

Empfänger einmaliger Leistungen der Kriegsopferfürsorge im Laufe des Berichtsjahres für ausgewählte Jahre bis 2016

Hilfeart 2016 2012 2008 2004 2000
Krankenhilfe 70 118 131 214 78
Altenhilfe 33 124 289 1 219 2 121
Ergänzende Hilfe 
zum Lebensunterhalt
18 14 4 303 317
Erholungshilfe 16 30 79 154 460
Hilfe in besonderen
Lebenslagen
94 147 68 50 61
Übrige Hilfen 28 56 25 29 78
Insgesamt 259 489 596 1 969 3 115

Unter »übrigen Hilfen« wurden Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und ergänzende Leistungen, Hilfe zur Pflege, Hilfe zur Weiterführung  des Haushalts, Erziehungsbeihilfe und Wohnungshilfe zusammengefasst.

(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Dezember 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Leistungen der Kriegsopferfürsorge für ausgewählte Jahre bis 2016 (in 1 000 €)

Hilfeart 2016 2012 2008 2004 2000
Leistungen zur Teilhabe
am Arbeitsleben und
ergänzende Leistungen
44 365 645 772 821
Hilfe zur Pflege 1 375 2 158 3 535 3 818 3 110
Hilfe zur Weiterführung
  des Haushaltes
22 39 121 191 293
Ergänzende Hilfe zum
  Lebensunterhalt
171 282 727 1 130 3 152
Erholungshilfe 14 47 69 198 451
Hilfe in besonderen
 Lebenslagen
4 596 3 883 2 088 2 498 2 838
Übrige Hilfen 58 173 78 112 125
Insgesamt 6 280 6 900 7 264 8 718 10 788

In den »übrigen Hilfen« sind die Krankenhilfe, Altenhilfe, Erziehungsbeihilfe und Wohnungshilfe enthalten.
(© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, Dezember 2017 - Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet)

Erläuterungen

Rechtsgrundlage für die Leistungen der Kriegsopferversorgung ist das Bundesversorgungsgesetz (BVG). Leistungen nach dem BVG erhalten nicht nur Kriegsbeschädigte und -hinterbliebene, sondern auch alle übrigen Personen mit einem sozialen Entschädigungsrecht auf Grund so genannter Nebengesetze. Die Versorgung umfasst alle staatlichen Maßnahmen, um die gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Beschädigten zu beseitigen, zu lindern oder durch Geldentschädigung auszugleichen sowie die durch den Verlust des Einkommens bei Hinterbliebenen entstehenden wirtschaftlichen Folgen zu mindern – vorrangig Heilbehandlungen, aber auch Renten und Berufsschadensausgleich.

Folgende Nebengesetze erklären das Bundesversorgungsgesetz für anwendbar:

  • Häftlingshilfegesetz (HHG),
  • Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (OEG),
  • Zivildienstgesetz (ZDG),
  • Soldatenversorgungsgesetz (SVG),
  • Infektionsschutzgesetz (IfSG),
  • Gesetz über die Rehabilitierung und Entschädigung von Opfern rechtsstaatswidriger Strafverfolgungsmaßnahmen im Beitrittsgebiet (StrRehaG),
  • Gesetz über die Aufhebung rechtsstaatswidriger Verwaltungsentscheidungen im Beitrittsgebiet und die daran anknüpfenden Folgeansprüche (VwRehaG).

Neben diesen Versorgungsleistungen erhält ein Teil des anspruchsberechtigten Personenkreises ergänzend – als besondere Hilfe im Einzelfall – Leistungen der Kriegsopferfürsorge. Diese nach § 25 b BVG gewährten Leistungen wie z. B. Hilfe zur beruflichen Rehabilitation, Kranken- und Pflegehilfe stehen von ihrer Aufgabenstellung der Sozialhilfe nahe und werden durch die Fürsorgestellen wahrgenommen.

Leistungsfälle und entsprechende Leistungen für Renten- und Heilbehandlungen nach dem Soldatenversorgungsgesetz (SVG) sind seit 2015 bei den Nebengesetzen nicht mehr in den Tabellenangaben für die Kriegopferversorgung und -fürsorge enthalten. Seit diesem Zeitpunkt ist das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) für diese Leistungen zuständig. Es liegen keine Angaben für das Land Sachsen vor.

Marginalspalte

Medieninformationen

Bruttoauszahlungen für Asylbewerberleistungen in Sachsen 2014 stark gestiegen

Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen in Sachsen 2014 gegenüber 2013 um 75 Prozent gestiegen

Veröffentlichungen

Statistischer Bericht 2016

Weitere Informationen

Aktuelle Informationen zum Thema Asyl finden Sie auf der offiziellen Informationsseite des Freistaates Sachsen

© Statistisches Landesamt