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Einnahmen/Ausgaben

Erläuterungen

Öffentliche Finanzen – Einnahmen und Ausgaben - Definitionen

Gemeindeverbände
sind öffentlich-rechtliche Gebietskörperschaften, die im Rahmen ihres gesetzlichen Aufgabenbereiches das Recht der Selbstverwaltung (Art. 28 II 2 GG) haben. Dazu gehören vor allem die Landkreise und Verwaltungsverbände, aber in Abhängigkeit vom Verwaltungsaufbau des Landes auch Landschaftsverbände und Bezirksverbände.

Landkreis
Daten des Haushaltes des Landkreises

Kreisgebiet
Summe der Daten des Landkreises, der kreisangehörigen Gemeinden und der Verwaltungsverbände

Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, die in öffentlicher oder privater Rechtsform geführt werden, gehören zu den öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, wenn die öffentliche Hand (u. a. Bund, Land, Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände) mit mehr als 50 Prozent des Nennkapitals oder Stimmrechts beteiligt ist. Hierzu zählen auch rechtlich unselbständig Fonds, Einrichtungen und Unternehmen in öffentlicher Rechtsform, wenn für diese Sonderrechnungen geführt werden.

Rechtsformen der öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen
Die öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen werden nach Rechtsformen gegliedert. Es wird zwischen öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Form unterschieden. Bei der öffentlich-rechtlichen Form erfolgt eine weitere Unterteilung in die rechtlich-unselbständige Form und die rechtlich-selbständige Form. Zur rechtlich-unselbständigen Form gehören Eigenbetriebe und das sonstige Sondervermögen mit Sonderrechnung. Dagegen sind z. B. die Zweckverbände, sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts, Anstalten und Stiftungen der rechtlich-selbständigen Form zuzuordnen. Zur privatrechtlichen Form zählen vor allem Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Offene Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften.

Zur vierteljährlichen Kassenstatistik der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie zur Jahresrechnungsstatistik der Gemeinden und Gemeindeverbände

Einnahmen/Ausgaben der laufenden Rechnung
Summe aller Einnahmen bzw. Ausgaben (ohne haushaltstechnische Verrechnungen), die im Rahmen des Verwaltungsvollzuges sowie des Betriebes von Einrichtungen und Anstalten meistens regelmäßig anfallen und nicht vermögenswirksam sind, bereinigt um Zahlungen von gleicher Ebene, d. h. zwischen Gemeinden und Gemeindeverbänden (siehe dazu finanzstatistische Bereinigung).

Einnahmen/Ausgaben der Kapitalrechnung
Summe aller Einnahmen bzw. Ausgaben (ohne haushaltstechnische Verrechnungen und besondere Finanzierungsvorgänge), die eine Vermögensänderung herbeiführen oder der Finanzierung von Investitionen anderer Träger dienen und keine besonderen Finanzierungsvorgänge darstellen, bereinigt um Zahlungen von gleicher Ebene, d. h. zwischen Gemeinden und Gemeindeverbänden (siehe dazu finanzstatistische Bereinigung).

Bereinigte Einnahmen/Ausgaben
Summe aller Einnahmen bzw. Ausgaben der laufenden Rechnung und der Kapitalrechnung

Finanzierungssaldo
Saldo der bereinigten Einnahmen und Ausgaben

Besondere Finanzierungsvorgänge
Sind die den Gesamthaushalt einer Körperschaft ausgleichenden periodenübergreifenden Finanztransaktionen, z.B. Kreditaufnahmen bzw. Kredittilgungen (außer bei Verwaltungen).

Finanzstatistische Bereinigung
Durch die Zahlung zwischen den einzelnen öffentlichen Haushalten ergeben sich bei der Zusammenfassung mehrerer Körperschaften zu einer Darstellungsebene Doppelzählungen. Die finanzstatistische Bereinigung dieser Doppelzählungen kann dabei nicht bei einzelnen Einnahme -oder Ausgabearten, sondern nur global erfolgen, indem die darin enthaltenen Zahlungen zwischen den einzelnen Körperschaften oder Körperschaftsgruppen - in Höhe der Zahlungseingänge - als Gesamtbetrag sowohl von der Einnahmesumme als auch der Ausgabesumme abgesetzt wird.

Steuereinnahmen
In der vierteljährlichen Kassenstatistik sowie der Jahresrechnungsstatistik der Gemeinden und Gemeindeverbände  wird das Ist-Ergebnis der Steuereinnahmen der Gebietskörperschaften im jeweiligen Berichtsvierteljahr bzw. Berichtsjahr nach der Verteilung der Gemeinschaftssteuern und der Gewerbesteuerumlage ausgewiesen. Die Gewerbesteuerumlage der Gemeinden an Bund und Land wird finanzstatistisch nicht den Ausgaben zugeordnet, sondern von den Einnahmen der Gemeinden aus der Gewerbesteuer abgesetzt.

Gewerbesteuer (netto)
Gewerbesteuer (brutto) abzüglich Gewerbesteuerumlage

Einzelplan
Dieser beinhaltet die Zusammenfassung der jeweils zugehörigen Aufgabenbereiche entsprechend der Verwaltungsvorschrift »Gliederung und Gruppierung« vom 8. Januar 2002 (SächsABl. SDr. S. S165), zuletzt geändert am 24. August 2005 (SächsABl. SDr. S. S642).

Zur Jahresabschlussstatistik der öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse umfassen alle Erlöse, welche die eigentliche Betriebsleistung des Unternehmens widerspiegeln. Sie werden jedoch um gewährte Preisnachlässe, z. B. Skonti, Umsatzvergütungen, Mengenrabatte gekürzt. Keine Umsatzerlöse sind Erträge aus nicht betriebstypischen Nebengeschäften z. B. Kantinenerlöse, Weiterberechnungen für die Inanspruchnahme von Verwaltungseinrichtungen des Unternehmens.

Zum Materialaufwand gehören der gesamte Materialverbrauch, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Aufwendungen für aktivierte Eigenleistungen und Aufwendungen für den Verkauf von Waren.

Personalaufwand beinhaltet die Löhne und Gehälter sowie die sozialen Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und für Unterstützung.

Durch die Abschreibungen erfolgt der Nachweis von Wertminderungen bei den vorhandenen Sach- und Finanzanlagen. Berücksichtigt werden dabei vor allem Wertverluste durch die Abnutzung der Gegenstände bei ihrem Gebrauch oder sonstige Wertminderungen, die beispielsweise durch Witterungseinflüsse, technische Veralterung, gesunkenen Börsenkurs oder anhaltende Verluste von Beteiligungsunternehmen bedingt sind.

Bilanz- und Anlagennachweis

Alle Vermögensgegenstände, die durch ihren Gebrauch bzw. ihre wiederholte Nutzung dem Geschäftsbetrieb des Unternehmens dienen, bilden das Anlagevermögen. Die Gliederung des Anlagevermögens erfolgt in immaterielle Vermögensgegenstände (z. B. Konzessionen, Lizenzen), Sachanlagen (z. B. Grundstücke, technische Anlagen und Maschinen) und Finanzanlagen (z. B. Beteiligungen, Wertpapiere).

Das Umlaufvermögen wird zur Verarbeitung (z. B. Rohstoffe), zum Verbrauch (z. B. Brennstoffe), zur Veräußerung (z. B. Fertigerzeugnis, Handelswaren) oder zur kurzfristigen Liquidierung (z. B. Forderungen) verwendet.

Zum Eigenkapital gehören die Kapitaleinlagen des oder der Eigentümer, die Rücklagen und der nicht ausgeschüttete Gewinn. Auftretende Verluste mindern das Eigenkapital.

Verbindlichkeiten sind Zahlungsverpflichtungen eines Unternehmens, deren Höhe und Fälligkeit eindeutig festgelegt sind.

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