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Personal im öffentlichen Dienst

Erläuterungen

Besonderheiten der Personalstandstatistik

Bezieherinnen und Bezieher von Amtsgehalt (z. B. Ministerpräsident, Minister, Staatssekretäre) sowie Wahlbeamtinnen und -beamte (z. B. Landrat, Bürgermeister und Beigeordnete) werden den Beamten zugeordnet.

Darüber hinaus werden nachrichtlich ohne Bezüge beurlaubte Beamte, Richter, Dienstordnungsange­stellte und Arbeitnehmer sowie geringfügig (Allein-)Beschäftigte gemeldet. Diese Beschäftigten gehören jedoch nicht zum Personal-Ist-Bestand der Personalstandstatistik.

Nicht zu melden sind kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse, Personen, die „Arbeitsgelegenheiten mit Aufwandsentschädigung“ (Ein-Euro-Jobs) wahrnehmen, da bei dieser öffentlichen Förderung kein Arbeitsvertragsverhältnis vorliegt und Personen, die Freiwilligendienste ableisten (sind nur 2011 enthalten).

Besonderheiten der Sächsischen Frauenförderungsstatistik

Ohne Bezüge beurlaubte Beschäftigte zählen - im Gegensatz zur Personalstandstatistik - zum Personalstand der Sächsischen Frauenförderungsstatistik.

Kurzfristig und geringfügig (Allein)Beschäftigte, Personen, die „Arbeitsgelegenheiten mit Aufwandsentschädigung“ (Ein-Euro-Jobs) wahrnehmen, Personen, die Freiwilligendienste ableisten, Bezieher von Amtsgehalt sowie Beamte auf Zeit, bei denen die Verleihung des Amtes auf einer Wahl beruht (Wahlbeamte) sind nicht zu melden und gehören somit nicht zum Personalstand.

Darüber hinaus liefert die Sächsische Frauenförderungsstatistik Angaben zum Personalstand – wie z. B. nach Funktionen und Funktionsebenen, Angaben zu Bewerbungs- und Stellenbesetzungsverfahren, beruflichem Aufstieg (Beförderungen/Höhergruppierungen) und Fortbildung, die im Rahmen der Personalstandstatistik nicht erhoben werden.

Des Weiteren ist in beiden Statistiken die Abgrenzung des Erhebungskreises der rechtlich selbstständigen öffentlich-rechtlichen Einrichtungen unter Aufsicht des Landes (ohne Sozialversicherungsträger) unterschiedlich geregelt. So gehören u. a. die Sparkassen als Anstalten des öffentlichen Rechts nicht zum Erhebungskreis der Personalstandstatistik.

Definitionen

Die Darstellung der Erhebungen „Personalstandstatistik“ und „Sächsische Frauenförderungsstatistik“ erstreckt sich auf folgende Ebenen:

-   Landesbereich

        Land (Kernhaushalt und Sonderrechnungen)

        Rechtlich selbstständige öffentlich-rechtliche Einrichtungen

-   Kommunaler Bereich

        Gemeinden/Gemeindeverbände (Kernhaushalte und

        Sonderrechnungen)

        Einrichtungen in öffentlich-rechtlicher Rechtsform

  • Sozialversicherungsträger unter Aufsicht des Landes

        Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung (Kernhaushalte)

Ebenen: Mit der Einführung des Schalenkonzepts in den Finanz- und Personalstatistiken ab den Erhebungen 2011 wird auch die Darstellungsweise hinsichtlich der Aufteilung auf die staatlichen Ebenen an die Konzepte der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen angepasst. Der öffentliche Dienst ist jetzt auf die Ebenen „Landesbereich“, „Kommunaler Bereich“ und „Sozialversicherungsträger“ aufgeteilt. Die früher als „mittelbarer öffentlicher Dienst“ veröffentlichten Einrichtungen sind auf den Landesbereich und die Sozialversicherungsträger aufgegliedert. Bei der Darstellung von Zeitreihen wurden diese den aktuellen Ebenen angepasst.

 

Beschäftigungsbereiche

Kernhaushalte: Alle Ämter, Behörden, Gerichte und Einrichtungen, für die in den Haushaltsplänen des Landes, der Gemeinden/Gemeindeverbände und der Sozialversicherungsträger die Ausgaben und Einnahmen brutto veranschlagt und Personalausgaben ausgewiesen werden.

Sonderrechnungen: Dieser Begriff wird in den Finanz- und Personalstatistiken als Synonym für rechtlich unselbstständige Einheiten in öffentlich-rechtlicher Rechtsform verwendet, die über eine eigene Wirtschafts-/ Rechnungsführung verfügen, deren Einnahmen und Ausgaben also nicht im Kernhaushalt enthalten sind. Zu den Sonderrechnungen zählen Staatsbetriebe nach § 26 SächsHO, kommunale Eigenbetriebe sowie Krankenhäuser von Land und Gemeinden/Gemeindeverbänden.

Einrichtungen in öffentlich-rechtlicher Rechtsform: Rechtlich selbstständige öffentlich-rechtliche Einrichtungen (Anstalten, Körperschaften und öffentlich-rechtliche Stiftungen), die unter Landesaufsicht oder kommunaler Aufsicht stehen, einschließlich Zweckverbände aber ohne Sozialversicherungsträger. Letztere werden den Kernhaushalten zugerechnet.

 

Beamtinnen und Beamte (einschließlich Richterinnen und Richter) sind Bedienstete, die - auf Lebenszeit, Zeit, Probe, Widerruf - durch eine Ernennungsurkunde in das Beamtenverhältnis berufen worden sind.

Zu den Richterinnen und Richtern gehören alle Berufsrichterinnen und -richter im Sinne des Deutschen Richter­gesetzes (DRiG), die sowohl bei Gerichten als auch Behörden (z. B. Ministerien) tätig sind; auch zu “Richtern auf Probe“ ernannte Gerichtsassessoren. Nicht zu den Richtern zählen Richter an Gemeindegerichten sowie Richter kraft Auftrags und Staatsanwälte, die statusgemäß Beamte sind.

 

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind die in einem privatrechtlichen Arbeitsvertragsverhältnis stehenden Beschäftigten. Hierunter fallen Angestellte, Arbeiterinnen und Arbeiter, nicht aber Beamtinnen und Beamte. Hierzu zählen auch Arbeitnehmer in Ausbildung, Arbeitnehmer mit Zeitvertrag (einschließlich Arbeitnehmer in einem öffentlich geförderten Arbeitsverhältnis), Dienstordnungsangestellte der Sozialversicherungsträger und Arbeitnehmer in einzelvertraglichen Beschäftigungsverhältnissen.

 

Gruppierung nach Funktionen und Funktionsebenen

Für den Nachweis der Beschäftigten nach Funktionen ist der funktionelle Aufbau der Dienststelle/Einrichtung entsprechend dem jeweiligen Bereich im öffentlichen Dienst im Online-Formular der Sächsischen Frauenförderungsstatistik bereits vorgegeben. Maßgeblich ist die tatsächlich ausgeübte Funktion des Beschäftigten, d. h., keine in Vertretung ausgeübte Funktion. Um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse nach Funktionen zu ermöglichen, wurde für 13 Bereiche des öffentlichen Dienstes (Allgemeine Behörden, Krankenhäuser, Schulen, Hochschulen, Gerichte, Staatsanwaltschaften, Justizvollzugsanstalten, Landkreise und Gemeinden mit 10 000 und mehr Einwohnern, Gemeinden/Gemeindeverbände mit unter 10 000 Einwohnern, Eigenbetriebe/Zweckverbände, Polizei, Sparkassen und Sonstige öffentlich-rechtliche Einrichtungen/ Sozialversicherungsträger) jeweils eine für ihn gültige funktionelle Gliederung erarbeitet.

Darüber hinaus wurde im Rahmen der Auswertung der Daten die Möglichkeit genutzt, ein Ergebnis aus den Funktionsangaben aller Berichtspflichtigen für folgende drei Funktionsebenen zu erzeugen:

-   Beschäftigte mit obersten Leitungsfunktionen

    (Behördenleiter/in, stellvertretende(r) Behördenleiter/in, Abteilungsleiter/in und vergleichbare Funktionen)

-   Beschäftigte mit leitenden Funktionen

    (Referatsleiter/in, Referent/in mit Leitungsfunktion und vergleichbare Funktionen)

-   Sonstige Beschäftigte – ohne Leitungsfunktionen

    (Referent/in ohne Leitungsfunktion, Sachbearbeiter/in, weitere(r) Mitarbeiter/in und vergleichbare Funktionen)

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