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Arbeitswege

Entfernung zur Arbeitsstätte

Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen (57,1 Prozent) arbeiteten in ihrer Wohngemeinde einschließlich Tätigkeit auf demselben Grundstück. Zwei von fünf (39,6 Prozent) Erwerbstätigen pendelte in eine andere Gemeinde Sachsens. Nur vier Prozent fuhren täglich in andere Bundesländer oder ins Ausland zur Arbeit

Für mehr als die Hälfte (57,4 Prozent) der Berufspendler war der Arbeitsort in einem Umkreis von weniger als zehn Kilometern zu erreichen. Im mittleren Entfernungsbereich von 10 bis unter 25 Kilometern lag die Arbeitsstätte von 27,8 Prozent der Berufspendler. 14,8 Prozent hatten täglich mehr als 25 Kilometer zu bewältigen.

Definition

Berufspendler sind hier erwerbstätige Pendler (ohne Altersbegrenzung) von der Wohnung des Hauptwohnsitzes mit Angabe zur Lage der Arbeitsstätte und ohne Personen mit Arbeitsstätte auf demselben Grundstück oder ständig wechselnder Arbeitsstelle.

In dieser Balkengrafik wird die Entfernung für den Hinweg zur Arbeitsstätte 2020 für erwerbstätige Männer und Frauen in 5 Entfernungsgruppen dargestellt. Frauen haben häufiger Wege von unter 25 km, Männer häufiger darüber.

Für Frauen waren die Arbeitswege tendenziell kürzer als für Männer. So hatten gut ein Drittel von ihnen (34,1 Prozent) einen Arbeitsweg von unter 5 Kilometern. Bei den Männern waren es nur gut ein Viertel (27,1 Prozent). Sie nahmen deutlich häufiger (18,1 Prozent) als Frauen (11,3 Prozent) auch Arbeitswege von 25 und mehr Kilometern auf sich.

Verkehrsmittel für den Arbeitsweg

Diese Ringgrafiken zeigen erwerbstätige Männer und Frauen nach dem für die längste Wegstrecke für den Hinweg zur Arbeitsstätte benutzten Verkehrsmittel in 8 Gruppen. Der PKW wird als Selbstfahrer sowohl von Männern als auch Frauen am häufigsten genutzt.

Das Auto war für Berufspendler mit Abstand das am häufigsten benutzte Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit. 69,4 Prozent aller Berufspendler waren mit ihm unterwegs, 66,8 Prozent als Selbstfahrer und 2,6 Prozent als Mitfahrer. Der öffentliche Personennahverkehr wurde relativ wenig genutzt. Lediglich rund 11 von 100 Berufspendlern nutzten Bus, Bahn oder Straßenbahn für den Arbeitsweg. Fast genauso viele Berufspendler (10,3 Prozent) fuhren mit einem Fahrrad (einschließlich E-Bike) zur Arbeit. Zu Fuß waren etwa 8,1 Prozent zur Arbeit unterwegs.

Auch bei der Wahl des Verkehrsmittels gab es Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Männer nutzten für den Arbeitsweg häufiger als Frauen den Pkw als Selbstfahrer (Männer: 68,9 Prozent; Frauen: 64,6 Prozent). Dagegen nutzten 12,8 Prozent der Frauen, aber nur etwa 9,5 Prozent der Männer die öffentlichen Verkehrsmittel (hier: Bus, Straßenbahn, Eisenbahn, S-Bahn) für ihren Arbeitsweg. Zu Fuß waren 9,8 Prozent der Frauen aber nur 6,6 Prozent der Männer zur Arbeit unterwegs. Dies steht im Zusammenhang damit, dass Männer häufiger auch längere Arbeitswege hatten.

Statistischer Bericht zum Thema

»Pendler - Ergebnisse des Mikrozensus (A VI 14)«

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