Hauptinhalt

Gastgewerbe

Eckdaten für Sachsen

Ergebnisse aus der Jahreserhebung 2018 im Gastgewerbe für rechtliche Einheiten mit Sitz in Sachsen
Merkmal Einheit Wert Veränderung zum
Vorjahr in %
Umsatz in den jeweiligen Preisen im Gastgewerbe insgesamt Mio. EUR 3 127 6,4
davon      
  im Beherbergungsgewerbe Mio. EUR 860 7,2
  in der Gastronomie Mio. EUR 2 266 6,1
Beschäftigte im Gastgewerbe insgesamt Personen 80 569 -4,4
darunter      
  teilzeitbeschäftigt Personen 47 561 -3,6
davon      
    im Beherbergungsgewerbe Personen 18 163 1,9
    in der Gastronomie Personen 62 406 -6,1
Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten Gastgewerbe insgesamt Mio. EUR 1 532 6,5

Letzte Aktualisierung: 10.08.2020

Unterjährige Ergebnisse

Aktuelle Monatsdaten

Aktueller Berichtsstand: August 2020
Nächster Berichtsstand: September 2020, voraussichtich verfügbar: November 2020

Monatsdaten für 2019 und 2020

Alles rund ums Thema

Über nachfolgende Links erfolgt eine Weiterleitung zur GENESIS-Online Datenbank. Diese Datenbank enthält Ergebnisse der amtlichen Statistik für den Freistaat Sachsen. Die Daten sind je nach Thema »tief«, das heißt nach verfügbaren regionalen Ebenen und/oder zugehörigen Merkmalen, gegliedert.

Statistikportal

Über nachfolgende Links erfolgt eine Weiterleitung zum gemeinschaftlichen Internetangebot der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder www.statistikportal.de. Ergebnisse werden für alle Bundesländer und Deutschland insgesamt dargestellt.

Statistisches Bundesamt (Destatis)

Statistikerläuterungen

Der Erhebungsbereich der monatlichen und jährlichen Gastgewerbestatistik ist die Gesamtheit aller rechtlichen Einheiten, die schwerpunktmäßig Gastgewerbetätigkeiten ausüben. Diese sind im Abschnitt I der Klassifikation der Wirtschaftszweige Ausgabe 2008 zusammengefasst.

Die Erhebungen im Gastgewerbe sind Stichprobenerhebungen, bei denen die auskunftspflichtigen rechtlichen Einheiten durch eine geschichtete Zufallsauswahl aus der im Unternehmensregister vorhandenen Grundgesamtheit gezogen werden. Laut Handelsstatistikgesetz hat die Stichprobe maximal einen Umfang von 5,0 Prozent. Alle Stichprobeneinheiten werden zur Jahreserhebung herangezogen. Jährlich findet eine Rotation dieser Stichprobe statt, ein Teil wird entlastet und dafür aus den bisher nicht berichtspflichtigen Einheiten einschließlich der Neuzugänge in die Grundgesamtheit ein neuer Teil in die Berichtspflicht einbezogen. Diese Stichprobenrotation dient der gleichmäßigen Belastung der rechtlichen Einheiten. Zur monatlichen Statistik im Gastgewerbe sind nur diejenigen rechtlichen Einheiten der Stichprobe berichtspflichtig, die einen Jahresumsatz von mehr als 150 000 Euro haben.

Zum Erhebungsprogramm der Monatserhebung gehören die Erfassung des Monatsumsatzes sowie die Anzahl der tätigen Personen, unterteilt nach Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigen am Monatsende. Wirtschaftlich tief gegliederte vorläufige Ergebnisse stehen rund 45 Tage nach Ende des Berichtsmonats zur Verfügung – hier werden Messzahlen und Veränderungsraten, aber keine absoluten Werte nachgewiesen. Die Messzahlen beziehen sich ab dem Berichtsjahr 2018 auf die Basis 2015. Bei rechtlichen Einheiten mit Niederlassungen in mehreren Bundesländern (Mehrländereinheiten) werden die im Sitzbundesland gemeldeten Daten dem jeweiligen Bundesland der Niederlassung zugerechnet. Damit verfügt auch Sachsen über bereinigte Landesergebnisse, die alle in Sachsen erbrachten Leistungen unabhängig vom Sitz der rechtlichen Einheit nachweisen.

Die Jahreserhebung ermittelt zahlreiche Merkmale, die über die Struktur, die Rentabilität sowie die Produktivität im Gastgewerbe informieren. Ein Austausch der Daten für Mehrländereinheiten findet nur für die Merkmale Umsatz, tätige Personen, Bruttolöhne/-gehälter und Investitionen statt, alle anderen Merkmale beinhalten nur die Daten der rechtlichen Einheiten mit Sitz in Sachsen einschließlich deren Niederlassungen.

Die Gastgewerbestatistik unterliegt nicht zuletzt wegen der vielen Veränderungen innerhalb des Berichtsfirmenkreises einer gewissen Dynamik. Abweichungen in den Ergebnissen der monatlichen Erhebungen und der Jahreserhebungen hinsichtlich der Höhe des getätigten Umsatzes in einem Jahr und damit auch dessen Veränderung zum Vorjahr sowie hinsichtlich des Beschäftigtenstandes und dessen Veränderung sind darüber hinaus auch durch das in der Jahreserhebung angewandte Stichtagsprinzip zu erklären.

Zudem werden im Rahmen der Monatserhebung im Gastgewerbe Abschneidegrenzen angewandt; die Jahreserhebung erfolgt ohne Abschneidegrenze. Der Berichtsfirmenkreis ist somit unterschiedlich groß. Überdies werden die Angaben der rechtlichen Einheiten zur Jahreserhebung ent­sprechend den Jahresabschlussrechnungen dargestellt, wodurch es ebenfalls zu Abweichungen zwischen der Summe der bereits erstatteten Monatsmeldungen und dem nachträglich erstellten Jahresabschlussergebnis kommen kann. Die aufgeführten Abweichungen haben keine Auswirkungen auf die Aussagekraft der jeweiligen Statistik, da grundsätzlich die Monatsstatistik vorwiegend der Darstellung der konjunkturellen Entwicklung im Gastgewerbe und die Jahreserhebung mehr der Beschreibung der Struktur der Wirtschaftsbereiche, ihrer betriebswirtschaftlichen Situation und ihrer Ertragsentwicklung dient. Ergebnisse der Jahreserhebungen können im Statistischen Landesamt angefordert werden. 

Der geringe Stichprobenumfang erlaubt keine räumliche Schichtung der Stichprobe auf eine tiefere regionale Ebene als die Bundesländer. Deshalb stehen die Ergebnisse ausschließlich für Bundesländer nicht für Kreise zur Verfügung.

Qualitätsberichte

Qualitätsberichte sind zu allen Bundesstatistiken und koordinierten Länderstatistiken verfügbar. Diese Berichte sind einheitlich gegliedert. Neben allgemeinen Informationen zur Statistik werden unter anderem Methodik, Genauigkeit, Aktualität, Vergleichbarkeit und Kohärenz erläutert. Als Hintergrundinformationen dienen sie einer sachgerechten Interpretation sowie dem Einschätzen der Aussagefähigkeit unserer Daten.

Rechtsgrundlagen

Beherbergung

Unter Beherbergung versteht man das Anbieten von Übernachtung für eine begrenzte Zeit (auch mit Abgabe von Speisen und Getränken) gegen Entgelt, auch wenn das Betreiben der Beherbergungsstätten nicht der Erlaubnispflicht nach § 2 Gaststättengesetz unterliegt. Auch die Vermietung von Zelt- und Wohnwagenplätzen sowie von Ferienwohnungen und Ferienhäusern gehört dazu.

Beschäftigte

Beschäftigte sind tätige Inhaber, unbezahlt mithelfende Familienangehörige sowie sämtliche Arbeitnehmer einschließlich der Auszubildenden und Praktikanten. Dazu gehören auch  vorübergehend Abwesende (z. B. Kranke, Urlauber) und alle Teilzeitbeschäftigten – ohne eine Umrechnung auf Vollbeschäftigte. Bei Vollbeschäftigten entspricht die durchschnittliche Arbeitszeit der orts-, branchen- oder betriebsüblichen Wochenarbeitszeit. Bei Teilzeitbeschäftigten ist die durchschnittliche Arbeitszeit kürzer als die orts-, branchen- oder betriebsübliche  Arbeitszeit; hierunter sind auch die geringfügig Beschäftigten (»450 Euro-Kräfte«, Tätigkeiten mit einer Arbeitszeit von unter 15 Stunden pro Woche) nachzuweisen.

Gastronomie

Die Gastronomie umfasst die Bewirtung mit kompletten Mahlzeiten oder mit Getränken zum sofortigen oder alsbaldigen Verzehr. Dabei ist es unerheblich, ob die Einrichtungen fest oder mobil sind und ob sie über Sitzgelegenheiten verfügen. Zur Gastronomie zählen auch Kantinen und Caterer.

Rechtliche Einheiten/Arbeitsstätten

Die Datenerhebung erfolgt bei rechtlichen Einheiten, die aus handels- und/oder steuerrechtlichen Gründen Bücher führen oder ähnliche Geschäftsaufzeichnungen mit dem Ziel einer jährlichen Feststellung des Vermögensbestandes und/oder des Erfolgs ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit vornehmen müssen. Eine rechtliche Einheit kann aus einer oder mehreren Arbeitsstätten bestehen. Eine Arbeitsstätte (örtliche Einheit) ist ein an einem räumlich festgelegten Ort gelegene rechtliche Einheit oder Teil einer rechtlichen Einheit (Kantine, Verkaufsladen, Büro, Lagerhaus), wo üblicherweise eine oder mehrere Personen (unter Umständen auch zeitweise) im Auftrag ein und derselben rechtlichen Einheit arbeiten.

Sondersummen

Sondersummen werden aufgrund bestehender Lieferverpflichtungen an Hauptnutzer bzw. wegen des besonderen öffentlichen Interesses ausgewiesen. Sie entsprechen nur Teilen von Wirtschaftsgruppen oder sind wirtschaftsgruppenübergreifend. Nachfolgend wird der Bezug zur Wirtschaftszweigklassifikation (WZ 2008) hergestellt und die einfließenden Wirtschaftsunterklassen benannt:
561-01 beinhaltet das Gaststättengewerbe (Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafes, Eissalons u. Ä.); Ausschank von Getränken.

Umsatz ohne Umsatzsteuer

Der Umsatz im Gastgewerbe ist der Gesamtbetrag der abgerechneten Lieferungen und sonstigen Leistungen (ohne Umsatzsteuer) einschließlich Eigenverbrauch, Verkäufe an Betriebsangehörige sowie gesondert in Rechnung gestellter Kosten für Fracht, Porto, Verpackung usw. ohne Rücksicht auf den Zahlungseingang und die Steuerpflicht. Zum Umsatz zählen auch Getränke-, Sekt- und Vergnügungssteuer, Verkaufserlöse aus gewerblichen Nebenbetrieben, Umsätze aus sonstigen Dienstleistungen, Handelsumsätze und Provisionen aus Vermittlungs- und Kommissionsgeschäften sowie in Rechnung gestellte Nebenkosten, wie z. B. Spesen, Reise-, Fracht-, Porto- oder Verpackungskosten. Außerdem zählen zum Umsatz die Einnahmen aus Vermietung, Verpachtung und Leasing betrieblicher Grundstücke, Anlagen und Einrichtungen, Erträge aus Lizenzen und Patenten sowie der umsatzsteuerfreie Umsatz. Nicht zum Umsatz gehören außerordentliche Erträge (z. B. aus dem Verkauf von Anlagevermögen)  sowie Zinserträge aus nicht betriebsnotwendigem Kapital oder Erträge aus Beteiligungen. Bei Zugehörigkeit zu einer umsatzsteuerlichen Organschaft sind sowohl der auf die rechtliche Einheit entfallende Umsatz mit Dritten als auch die mit den übrigen Tochtergesellschaften bzw. der Muttergesellschaft getätigten Innenumsätze anzugeben.

Unternehmen (Statistisches Unternehmen)

Das Unternehmen entspricht der kleinsten Kombination rechtlicher Einheiten, die eine organisatorische Einheit zur Erzeugung von Waren und Dienstleistungen bildet und insbesondere hinsichtlich der Verwendung der ihr zufließenden laufenden Mittel über eine gewisse Entscheidungsfreiheit verfügt. Ein Unternehmen übt eine Tätigkeit oder mehrere Tätigkeiten an einem Standort oder an mehreren Standorten aus. Es kann einer einzigen rechtlichen Einheit entsprechen.

Das könnte Sie auch interessieren

Statistisches Jahrbuch - Kapitel 19

»Gastgewerbe und Tourismus«

 

Sie melden zu dieser Statistik?

Gastgewerbestatistiken

 

Was wird gemeldet?

Öffentliche Institutionen, Unternehmen und Betriebe sind gesetzlich verpflichtet, statistische Auskünfte im Regelfall mittels Online-Verfahren zu melden. Gedruckte Fragebögen bzw. Papierfragebögen werden nur noch bei wenigen Statistiken verwendet.

Hier ist eine Auswahl aktueller Mustererhebungsbögen als druckbare PDF-Dateien hinterlegt. Diese PDF-Dateien sind nicht barrierefrei. Die Fragen und zugehörigen Erläuterungen geben Einblicke in die aus den Erhebungen zu erwartenden Ergebnisse sowie die Absichten der Statistiken.

zurück zum Seitenanfang