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Corona Spezial: Wirtschaftsentwicklung

Letzte Aktualisierung: 30.07.2021

Die Analyse der Wirtschaftsentwicklung in Sachsen im Jahr 2020 für ausgewählte Wirtschaftsbereiche bezieht den möglichen Einfluss der Corona-Pandemie ein.

Ein Vergleich zu Entwicklungen in den Jahren 2008/2009 mit der Finanz- und Wirtschaftskrise erfolgt, soweit statistische Daten dies gestatten.

Konjunktur aktuell

Konjunkturdaten zur aktuellen Wirtschaftsentwicklung im Freistaat Sachsen stehen unter »Daten und Fakten« bereit:  

Industrie

Umsatz

Das Säulendiagramm zeigt die Gesamtumsatzentwicklung in den sächsischen Industriebetrieben mit 50 und mehr tätigen Personen (Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) von 2008 bis 2020 im Vorjahresvergleich nach Quartalen.
  • Gesamtumsatz in der sächsischen Industrie 2020 mit 57,2 Milliarden Euro um 6,0 Prozent (Deutschland: -8,8 Prozent) unter dem Vorjahresniveau; maßgeblich verursacht durch zeitweise Betriebseinschränkungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, insbesondere im sogenannten »1. Lockdown« in den Monaten April und Mai 2020 mit Umsatzeinbußen von jeweils mehr als 30 Prozent)
     
  • Rückgang geringer als zu Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 mit nahezu 16 Prozent im Vergleich zu 2008
     
  • Umsatzentwicklung im Inlandsgeschäft 2020 mit -3,4 Prozent auf 35,8 Milliarden Euro moderater rückläufig als im Auslandsgeschäft mit -10,1 Prozent (Euroraum: -13,6 Prozent) auf 21,4 Milliarden Euro; Exportquote von gut 37 Prozent (Deutschland: 50 Prozent) somit niedriger als 2019 (39 Prozent) aber höher als 2009 (36 Prozent)
     
  • leicht überdurchschnittlicher Umsatzrückgang 2020 binnen Jahresfrist im umsatzstärksten Industriezweig Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen um 6,9 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro; deutlich größeres Minus im Maschinenbau um knapp 19 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro)
     
  • vereinzelte Umsatzzuwächse, z. B. in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln um 2,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro

Tätige Personen

Das Säulendiagramm zeigt die Beschäftigtenentwicklung in den sächsischen Industriebetrieben mit 50 und mehr tätigen Personen (Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) von 2008 bis 2020 im Vorjahresvergleich nach Quartalen.
  • Zahl der tätigen Personen in der sächsischen Industrie 2020 mit jahresdurchschnittlich 236 000 Personen nach vielen Jahren beständiger Zuwächse um 1,6 Prozent (Deutschland: -2,3 Prozent) geringer als 2019, dennoch um ein Viertel über dem zwischenzeitlichen Tiefstand von 2010 (knapp 190 000 Personen)
     
  • Rückgang der Beschäftigung 2009 gegenüber 2008 in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise doppelt so stark (3,3 Prozent)
     
  • Auswirkungen durch die zeitweisen pandemiebedingten Betriebseinschränkungen tendenziell geringer und weniger unmittelbar als beim Umsatz, nicht zuletzt aufgrund einer deutlichen Ausweitung und Inanspruchnahme der Kurzarbeitsregelung seitens der Bundesagentur für Arbeit
  • beschäftigungsstärkste Wirtschaftszweige 2020 mit unterschiedlicher Entwicklung im Vorjahresvergleich: moderater Beschäftigungsaufbau in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+0,8 Prozent) auf reichlich 37 000 Personen gegenüber deutlichen Beschäftigungsrückgängen im Maschinenbau (-3,4 Prozent) auf gut 35 000 Personen sowie in der Herstellung von Metallerzeugnissen (-5,2 Prozent) auf knapp 30 000 Personen

Bauhauptgewerbe

Umsatz

Das Säulendiagramm zeigt die Gesamtumsatzentwicklung in den Betrieben des sächsischen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr tätigen Personen von 2008 bis 2020 im Vorjahresvergleich nach Quartalen.
  • Gesamtumsatz im sächsischen Bauhauptgewerbe 2020 mit 6,0 Milliarden Euro nach sich im Jahresverlauf zusehends abschwächender Dynamik um insgesamt 0,8 Prozent unter dem Stand von 2019 (Deutschland: +6,6 Prozent); durch Corona-Pandemie weitgehend unbeeinflusster Entwicklungsunterschied zwischen 1. Halbjahr (+3,2 Prozent) und 2. Halbjahr (-3,7 Prozent) gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum
     
  • weitere Rückgänge im Vorjahresvergleich seit 2008 lediglich 2009 (-2,6 Prozent) und 2012 (-2,8 Prozent)
     
  • Umsatzplus im Hochbau 2020 binnen Jahresfrist um 2,0 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro versus Umsatzminus im Tiefbau um 3,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro
     
  • in den übrigen Bausparten ebenso uneinheitliche Umsatzentwicklungen von -2,8 Prozent im gewerblichen und industriellen Bau über -1,4 Prozent im öffentlichen und Straßenbau bis +9,5 Prozent im Wohnungsbau
     
  • Gesamtumsatz im sächsischen Ausbaugewerbe 2020 mit reichlich 3,0 Milliarden Euro um 8,8 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau (Deutschland: +6,8 Prozent)

Tätige Personen

Das Säulendiagramm zeigt die Beschäftigtenentwicklung in den Betrieben des sächsischen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr tätigen Personen von 2008 bis 2020 im Vorjahresvergleich nach Quartalen.
  • Zahl der tätigen Personen im sächsischen Bauhauptgewerbe 2020 mit jahresdurchschnittlich gut 34 000 Per­sonen um 1,5 Prozent höher als 2019 (Deutschland: +3,7 Prozent); Beschäftigungszuwachs zum fünften Mal in Folge auf den höchsten Stand seit 2004 (knapp 35 000 Personen)
     
  • Beschäftigungsaufbau im sächsischen Ausbaugewerbe 2020 binnen Jahresfrist um 2,6 Prozent (Deutschland: +2,9 Prozent) auf durchschnittlich 21 000 tätige Personen bei – wie im Bauhauptgewerbe – im Jahresverlauf nachlassender Entwicklungsdynamik

Binnenhandel

Umsatz im Einzel-, Groß- und Kfz-Handel

Das Liniendiagramm zeigt die (nominale) Umsatzentwicklung im sächsischen Einzelhandel, Großhandel und Kraftfahrzeughandel von 2018 bis 2020 (Messzahl: 2015 = 100) nach Monaten.
  • Umsatzentwicklung in den drei sächsischen Binnenhandelssparten im Jahresverlauf 2020 tendenziell aufwärtsgerichtet und in unterschiedlichem Maße von den pandemiebedingten behördlichen Betriebs­einschränkungen bzw. -untersagungen betroffen
     
  • stärkste unterjährige Schwankungen im Kraftfahrzeughandel mit Umsatzminimum im April (ein Drittel unter Vorjahresniveau) und Umsatzmaximum im Juli (15 Prozent über Vorjahresniveau)
     
  • Einzelhandels-Höchstwert saisontypisch im Dezember (3,2 Prozent über Vorjahresniveau)
     
  • Umsatzsteigerung 2020 gegenüber 2019 sowohl im Kraftfahrzeughandel mit 0,7 Prozent (real, d. h. unter Ausschaltung von Preiseinflüssen: -1,2 Prozent) als auch im Großhandel mit 2,3 Prozent (real: 4,6 Prozent) signifikant geringer als im Einzelhandel mit 6,7 Prozent (real: 5,5 Prozent); Entwicklungen jeweils günstiger als auf Bundesebene

Umsatz in ausgewählten Abteilungen des Einzelhandels

Das Liniendiagramm zeigt die (nominale) Umsatzentwicklung in ausgewählten Abteilungen des sächsischen Einzelhandels von 2018 bis 2020 (Messzahl: 2015 = 100) nach Monaten.

 

  • differenziertes Bild innerhalb des sächsischen Einzelhandels, in dem sich die unterschiedlichen Regelungen der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnungen hinsichtlich Betriebserlaubnis/-öffnung bzw. Betriebsverbot/-schließung widerspiegeln
     
  • faktisch durchgängig geöffnet: Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren (in Verkaufsräumen) mit relativ saisontypischer Verlaufsfigur 2020 und unterdurchschnittlichem Umsatzplus von 3,2 Prozent (real: keine Veränderung) gegenüber 2019
     
  • von zwischenzeitlichen Betriebsuntersagungen im April (»1. Lockdown«) bzw. im November und Dezember (»2. Lockdown«) 2020 betroffen: Einzelhandel mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf im Gesamtjahr 2020 mit Umsatzzuwachs um 5,7 Prozent (real: 4,5 Prozent); dagegen im Einzel­handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren erheblicher Umsatzeinbruch um (nominal wie real) mehr als 22 Prozent gegenüber 2019
     
  • im Einzelhandel, nicht in Verkaufsräumen, an Verkaufsständen oder auf Märkten – maßgeblich durch den von Corona unabhängigen Versand- und Internet-Handel geprägt – Fortsetzung des seit 2015 ununterbrochenen Aufwärtstrends in überdurchschnittlich dynamischer Form im Jahresverlauf 2020, zum Teil durch Substitutions­effekte (im Frühjahrs- sowie Weihnachtsgeschäft) begünstigt; Umsatzniveau um (nominal wie real) insgesamt rund ein Viertel über dem von 2019

Beschäftigte

Das Liniendiagramm zeigt die Beschäftigtenentwicklung im sächsischen Einzelhandel von 2018 bis 2020 (Messzahl: 2015 = 100) nach Monaten und Beschäftigungsumfang.
  • Beschäftigungsaufbau im sächsischen Einzelhandel unter saisontypischem Verlaufsmuster 2020 gegenüber 2019 um insgesamt 1,2 Prozent (Deutschland: +0,3 Prozent); Wachstumsimpulse faktisch ausschließlich von Seiten der Teilzeitbeschäftigten (+1,7 Prozent; Vollzeitbeschäftigte: +0,1 Prozent)
     
  • große Spannweite innerhalb des Einzelhandels: 5,2 Prozent Beschäftigungszuwachs im Einzelhandel, nicht in Verkaufsräumen, an Verkaufsständen oder auf Märkten (maßgeblich Versand- und Internet-Handel); -4,4 Pro­zent Beschäftigungsrückgang im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren (nachrichtlich: Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkten: -17,3 Prozent)
     
  • in den anderen beiden Binnenhandelssparten: Verringerung der (jahresdurchschnittlichen) Beschäftigtenzahl von 2019 auf 2020 um 0,7 Prozent im Kraftfahrzeughandel (Deutschland: -1,1 Prozent) sowie 1,6 Prozent im Großhandel (Deutschland: -0,7 Prozent); Verhinderung stärkerer Rückgänge durch pandemiebedingt flexibilisierte Regelungen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeit

Gastgewerbe

Umsatz

Das Liniendiagramm zeigt die (nominale) Umsatzentwicklung im sächsischen Gastgewerbe von 2018 bis 2020 (Messzahl: 2015 = 100) nach Monaten.
  • deutliche Widerspiegelung der 2020 zeitweisen pandemiebedingten Betriebseinschränkungen bzw. -verbote im Frühjahr (»1. Lockdown«) sowie zum Jahresende (»2. Lockdown«) bei der Umsatzentwicklung im sächsischen Gastgewerbe – Hintergrund: Beherbergungsverbot für touristische Übernachtungsgäste nebst deutlicher Reduktion des Geschäftsreiseverkehrs sowie ausschließliche Abholmöglichkeit von Speisen und Getränken in gastgewerblichen Einrichtungen ohne Präsenzbesuch
     
  • Umsatzniveau im April 2020 auf historischem Tiefststand, im Dezember 2020 nur wenig darüber bei jeweils einem Viertel des Vorjahreswertes; mit Ausnahme von Januar und Februar auch in allen anderen Monaten des Jahres niedriger als 2019
     
  • jahresdurchschnittlicher Umsatzrückgang 2020 gegenüber 2019 mit -31,3 Prozent (real, d. h. unter Ausschaltung von Preiseinflüssen: -33,7 Prozent) bei etwa einem Drittel, auf Bundesebene (nominal: -36,4 Prozent) sogar noch etwas kräftiger
     
  • darunter stärkere (negative) Entwicklungsimpulse von Seiten des Beherbergungsgewerbes mit -40,5 Prozent (real: -41,6 Prozent) im Vergleich zur Gastronomie mit -26,1 Prozent (real: -29,1 Prozent)

Beschäftigte

Das Liniendiagramm zeigt die Beschäftigtenentwicklung im sächsischen Gastgewerbe von 2018 bis 2020 (Messzahl: 2015 = 100) nach Monaten und Beschäftigungsumfang.
  • Beschäftigungsentwicklung im sächsischen Gastgewerbe 2020 mit grundsätzlich ähnlichem Verlaufsbild wie beim Umsatz, jedoch mit Jahrestiefststand im Dezember bei weniger als drei Vierteln des Vorjahreswertes
     
  • Rückgang der Beschäftigtenzahl im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 um insgesamt 12,1 Prozent (Deutschland: -15,2 Prozent) mit weitaus stärkerer Beeinflussung durch Teilzeitbeschäftigte (-18,8 Prozent) im Unterschied zu Vollzeitbeschäftigten (-2,7 Prozent)
     
  • darunter überdurchschnittliche Reduktion der Teilzeitbeschäftigten im Bereich Beherbergung (-23,5 Prozent), weniger deutlich in der Gastronomie (-17,6 Prozent)
     
  • Verhinderung stärkerer Einbrüche durch die pandemiebedingt ausgeweiteten Möglichkeiten zur Inanspruch­nahme von Kurzarbeit

Tourismus

Das kombinierte Säulen-Linien-Diagramm zeigt die Zahl der Übernachtungen in sächsischen Beherbergungsstätten und auf Campingplätzen sowie die durchschnittliche Gästebettenauslastungsquote 2008 und 2009 sowie 2019 und 2020 nach Monaten.
  • infolge des zwischenzeitlichen pandemiebedingten Beherbergungsverbots für Touristen im Jahresverlauf 2020 historische, vollkommen saisonuntypische Tiefstände bei Übernachtungen und Gästebettenauslastungsquote im April (»1. Lockdown«) bzw. im November/Dezember (»2. Lockdown«)
     
  • Jahresmaximum an Übernachtungen im Sommerferienmonat August ebenfalls unter dem Vorjahresergebnis (-5,1 Prozent), auf Campingplätzen indes deutlich darüber (+42,9 Prozent)
     
  • Gesamtzahl an Übernachtungen im sächsischen Beherbergungsgewerbe 2020 mit 13,5 Millionen um mehr als ein Drittel (-34,9 Prozent; Deutschland: -39,0 Prozent) kleiner als 2019; Vorjahresveränderungsraten von +7,2 Prozent im Februar bis -85,2 Prozent im April)
     
  • infolge deutlicher Einschränkungen des (internationalen) Reiseverkehrs überdurchschnittlicher Rückgang der Gästeübernachtungen aus dem Ausland auf weniger als 1,0 Millionen (-55,6 Prozent; Inland: -32,4 Prozent)
     
  • durchschnittliche Auslastung der angebotenen Gästebetten in Beherbergungsstätten 2020 bei 30 Prozent mit (saisontypischem) Maximum im August und (saisonuntypischem) Minimum im April (Ostern) bzw. im Dezember (Weihnachten) – Auslastungsquote im Jahresdurchschnitt 2019: 45 Prozent
     
  • Vergleich Finanz- und Wirtschaftskrise 2009: geringfügiger Übernachtungszuwachs um 0,5 Prozent gegenüber 2008 und jahresdurchschnittliche Gästebettenauslastungsquote von rund 38 Prozent, d. h. grundsätzlich keine negativen Auswirkungen auf das sächsische Beherbergungsgewerbe

Außenhandel

Export

Das Säulendiagramm zeigt die Entwicklung der sächsischen Gesamtexporte (Spezialhandel) von 2008 bis 2020 im Vorjahresvergleich nach Quartalen.
  • Exporte Sachsens 2020 im Gesamtwert von 36,8 Milliarden Euro um 8,6 Prozent (Deutschland: -9,3 Prozent) geringer als 2019 und damit etwa auf dem Stand von 2016; deutlicher Rückgang im 1. Halbjahr (-17,5 Prozent) gegenüber annähernder Stagnation im 2. Halbjahr (+0,4 Prozent) – Hintergrund: zeitweise pandemiebedingte Produktions- und Lieferkettenunterbrechungen im Frühjahr 2020
     
  • Index der (bundesdeutschen) Ausfuhrpreise im Jahresmittel 2020 gegenüber 2019 um 0,7 Prozent geringer, daher nur moderater Preiseinfluss auf die Exportentwicklung
     
  • Vergleich Finanz- und Wirtschaftskrise 2009: Exporteinbruch um -15,9 Prozent (Deutschland: -18,4 Prozent) zum Vorjahr
     
  • wichtigster Handelspartner China: 2020 mit rund 19 Prozent bzw. 7,0 Milliarden Euro der gesamtsächsischen Exporte, -2,7 Prozent weniger als 2019
     
  • stärkerer Rückgang der Ausfuhren in die EU-Länder (ab Januar 2020 ohne Vereinigtes Königreich) auf mehr als 15,9 Milliarden Euro bzw. 43 Prozent (Deutschland: 53 Prozent) Exportanteil
     
  • Personenkraftwagen und Wohnmobile 2020 mit überdurchschnittlichem Exporteinbruch auf fast 10,4 Milliarden Euro (-16,2 Prozent im Vergleich zu 2019)

Import

Das Säulendiagramm zeigt die Entwicklung der sächsischen Gesamtimporte (Generalhandel) von 2008 bis 2020 im Vorjahresvergleich nach Quartalen.
  • Importe Sachsens 2020 im Gesamtwert von reichlich 26,8 Milliarden Euro faktisch auf Vorjahresniveau (+0,2 Prozent; Deutschland: -7,3 Prozent) mit nahezu spiegelverkehrter Entwicklung im 1. und 2. Halbjahr
     
  • rückläufiger (bundesdeutscher) Einfuhrpreisindex um jahresdurchschnittlich 4,3 Prozent gegenüber 2019
     
  • Vergleich Finanz- und Wirtschaftskrise 2009: Importrückgänge im Vorjahresvergleich in allen vier Quartalen und Gesamtveränderung von -11,6 Prozent (Deutschland: -17,6 Prozent)
     
  • wichtigster Handelspartner Tschechien: 2020 mit knapp 18 Prozent bzw. 4,8 Milliarden Euro aller sächsischen Importe, -3,4 Prozent weniger als 2019
     
  • leichter Rückgang auch bei der Einfuhr aus den EU-Ländern (ab Januar 2020 ohne Vereinigtes Königreich) auf mehr als 16,7 Milliarden Euro bzw. 62 Prozent (Deutschland: 53 Prozent) Importanteil
     
  • Fahrgestelle, Motoren u. a. Teile für Kraftfahrzeuge 2020 mit höchstem Importwert von ca. 3,0 Milliarden Euro (+4,5 Prozent gegenüber 2019), gefolgt von Personenkraftwagen und Wohnmobilen mit 2,6 Milliarden Euro (-3,6 Prozent) sowie Geräten zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung mit 2,0 Milliarden Euro (+34,2 Prozent)

Weitere (unternehmensnahe) Dienstleistungsbereiche

Umsatz

Das kombinierte Säulen-Linien-Diagramm zeigt die Umsatzentwicklung in den sächsischen unternehmensnahen Dienstleistungsbereichen von 2016 bis 2020 im Vorjahresvergleich nach Quartalen.
  • Umsatzentwicklung in unternehmensnahen Dienstleistungsbereichen gegenüber dem Vorjahreszeitraum nach ununterbrochenen Zuwächsen seit 2016 im 1. Quartal 2020 noch mehrheitlich aufwärtsgerichtet, im weiteren Jahresverlauf – mit abnehmender Intensität zum aktuellen Rand – nahezu ausnahmslos und teils erheblich rückläufig
     
  • Umsatzrückgang im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 um insgesamt -4,3 Prozent (Deutschland:
    -6,3 Prozent) in einer Spanne von -0,7 Prozent im Bereich »Verkehr und Lagerei« bis zu -16,3 Prozent bei den »Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen«; maßgebliche Beeinflussung durch die konjunkturreagible Arbeitnehmerüberlassungsbranche (bevorzugte Entlassung von Zeitarbeitern anstelle der Stammbelegschaft in wirtschaftlichen Krisenzeiten) und die von den pandemiebedingten Betriebseinschränkungen stark betroffenen »Reisebüros und Reiseveranstalter«

Beschäftigte

Das kombinierte Säulen-Linien-Diagramm zeigt die Beschäftigtenentwicklung in den sächsischen unternehmensnahen Dienstleistungsbereichen von 2016 bis 2020 im Vorjahresvergleich nach Quartalen.
  • Beschäftigungsentwicklung in unternehmensnahen Dienstleistungsbereichen nach anhaltenden Zuwächsen im Vorjahresvergleich seit 2016 bereits im Jahresverlauf 2019 faktisch stagnierend bzw. leicht rückläufig und in allen vier Quartalen 2020 negativ
     
  • überdurchschnittlich starke Rückgänge bei den »Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen« insbesondere im Bereich »Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften« (hier statistische Erfassung von »Leiharbeitern« unabhängig ihres wirtschaftsbereichsspezifischen Einsatzortes)
     
  • Beschäftigungsrückgang im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 um insgesamt -1,9 Prozent (Deutschland: -1,5 Prozent); darunter Zuwächse von bis zu 2,3 Prozent im Bereich »Information und Kommunikation« (u. a. Auswei­tung Homeoffice) und Rückgänge von bis zu -6,2 Prozent bei den »Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen«

Erwerbstätigkeit

Das Säulendiagramm zeigt die Erwerbstätigenentwicklung am Arbeitsort in Sachsen von 2009 bis 2020 im Vorjahresvergleich nach Quartalen.
  • Jahresdurchschnittliche Erwerbstätigenzahl 2020 mit 2,05 Millionen um 21 800 Personen bzw. 1,1 Prozent (Deutschland: -1,0 Prozent) unter dem Vorjahresstand; Verringerung damit so stark wie letztmals 2002 (trotz pandemiebedingt flexibilisierter Kurzarbeiterregelung; Kurzarbeitende zählen definitorisch zu Erwerbstätigen)
     
  • Vergleich Finanz- und Wirtschaftskrise 2009: Erwerbstätigenrückgang um lediglich 0,4 Prozent (Deutschland: +0,2 Prozent) gegenüber 2008
     
  • Entwicklung bei den Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen 2020 binnen Jahresfrist (-3,3 Pro­zent) prozentual weit stärker rückläufig als bei den Arbeitnehmern (-0,8 Prozent; darunter marginal Beschäftigte: -8,5 Prozent)
     
  • unterschiedlich stark ausgeprägte Rückgänge in den Wirtschaftsbereichen von -2,7 Prozent in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei über -1,8 Prozent im Produzierenden Gewerbe (darunter Verarbeitendes Gewerbe: -2,5 Prozent) bis zu -0,7 Prozent in den Dienstleistungsbereichen

Arbeitsmarkt

Arbeitslose

Das kombinierte Säulen-Linien-Diagramm zeigt die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen sowie die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen in Sachsen 2008 und 2009 sowie 2019 und 2020 nach Monaten.
  • Zahl der Arbeitslosen im Jahresverlauf 2020 – saisonuntypisch – mit Minimum im März und Maximum im August; ab April durchweg zweistellig um bis zu 20 Prozent höher als 2019 bei zugleich stark ausgeweiteter Inanspruchnahme von Kurzarbeit 
     
  • jahresdurchschnittlicher Anstieg der Arbeitslosen 2020 nach kontinuierlichen Rückgängen im Vorjahresvergleich ab 2006 um mehr als ein Zehntel (10,9 Prozent; Deutschland: 18,9 Prozent) auf insgesamt knapp 129 000 Per­sonen)
     
  • überdurchschnittliches Plus auf Seiten der männlichen Arbeitslosen (Anteil von fast 58 Prozent) in Höhe von 12,0 Prozent gegenüber 9,3 Prozent Zuwachs bei den Frauen (Anteil von gut 42 Prozent)
     
  • Vergleich Finanz- und Wirtschaftskrise 2009: leichter Rückgang der Arbeitslosen um ca. 1 000 Personen bzw. 0,4 Prozent gegenüber 2008, jedoch von einem mehr als doppelt so hohen Niveau (knapp 278 000 Arbeitslose); Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) bei 12,9 Prozent (2020: 6,1 Prozent; Deutschland: 5,9 Prozent)

Kurzarbeitende

Das kombinierte Säulen-Linien-Diagramm zeigt die Zahl der kurzarbeitenden Männer und Frauen sowie das Beschäftigungsäquivalent in Sachsen 2009 sowie 2019 und 2020 nach Monaten.
  • enormer Anstieg der Zahl der (tatsächlichen) Kurzarbeitenden ab März 2020 mit Beginn der Corona-Pandemie und den damit verbundenen behördlichen Betriebseinschränkungen für weite Teile der sächsischen Wirtschaft (»1. Lockdown«)
     
  • über die Sommermonate kontinuierlicher Rückgang der Fallzahlen bis Oktober infolge stufenweiser Lockerungen der Schutzmaßnahmen; mit Inkrafttreten erneuter Beschränkungen zum Jahresende 2020 (»2. Lockdown«) nochmals deutliche Zunahme
     
  • rund 132 000 Kurzarbeitende im Jahresdurchschnitt 2020: mehr als das 13-fache von 2019 (gut 10 000 Kurz­arbeitende) und nahezu 2,5-mal so viel wie 2009 (reichlich 54 000 Kurzarbeitende) zu Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise
     
  • Anteil Kurzarbeiterinnen 2020 mit gerundet 41 Prozent deutlich sowohl über dem des Vorjahres (12 Prozent) als auch über dem von 2009 (25 Prozent)
     
  • verstärkte Inanspruchnahme der (flexibilisierten) Kurzarbeiterregelungen 2020 im Verarbeitenden Gewerbe (gut 50 000 Personen), im Gastgewerbe (reichlich 17 000 Personen), im Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (rund 16 000 Personen) sowie bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleis­tungen (knapp 10 000 Personen)
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