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Statistisch betrachtet: Corona in Sachsen

Wirtschaftsentwicklung - Eckdaten für Sachsen

Veränderung zum Vorjahresmonat in %, Berichtsmonat Mai 2020
Merkmal Mai 2016 Mai 2017 Mai 2018 Mai 2019 Mai 2020
Industrie: Auftragseingang 7,7 3,4 6,6 -9,2 -30,6
Industrie: Gesamtumsatz 6,5 7,6 1,7 -1,1 -30,1
Bauhauptgewerbe: Auftragseingang 11,3 28,9 1,9 15,9 -27,0
Bauhauptgewerbe: Gesamtumsatz 7,5 16,3 4,9 16,9 -8,0
Einzelhandel: Umsatz (in jeweiligen Preisen) 6,4 6,2 2,5 2,3 6,6
Außenhandel: Export insgesamt -1,5 19,5 -3,5 -1,8 -36,7
Außenhandel: Import insgesamt 1,9 19,1 -8,1 9,6 -25,1
Arbeitsmarkt: Arbeitslose -9,7 -11,9 -9,0 -9,1 18,2
Arbeitsmarkt: Kurzarbeit (Personenzahl in Anzeigen) -22,8 -38,1 -41,4 441,0 2 257,9
Preisentwicklung: Verbraucherpreisindex 0,2 1,2 2,2 1,4 0,9
Tourismus: Übernachtungen -1,0 -5,3 10,6 -3,9 -68,4
Gastgewerbe: Umsatz (in jeweiligen Preisen) 1,8 -2,2 5,0 1,3 -54,5

Letzte Aktualisierung: 28.07.2020

Sächsische Industrie im April 2020

Sächsisches Bauhauptgewerbe im März 2020

Der baugewerbliche Umsatz stieg im 1. Quartal 2020 gegenüber dem 1. Quartal 2019 um 11,1 %. Die Nachfrage sank um 11,3 %. Den größten Umsatzzuwachs verzeichnete der Öffentlichen Bau und Straßenbau mit 17,6 %. Hier sank der Auftragseingang um 27,8 %.
Der baugewerbliche Umsatz stieg im 1. Quartal 2020 gegenüber dem 1. Quartal 2019 um 11,1 %. Die Nachfrage sank um 11,3 %. Den größten Umsatzzuwachs verzeichnete der Öffentliche Bau und Straßenbau mit 17,6 %. Hier sank der Auftragseingang um 27,8 %. 

Ende März 2020 waren 34 234 Personen in den Betrieben des sächsischen Bauhauptgewerbes, d. h. im Hoch- und Tiefbau sowie Vorbereitenden Baustellenarbeiten tätig. Fast 478 Millionen Euro Gesamtumsatz wurden im März 2020 erzielt. Der (nominale) Umsatzwert stieg gegenüber dem Vormonat saisontypisch um 39,0 Prozent. Gegenüber März 2019 war er bei einem Arbeitstag mehr um 9,3 Prozent höher.

Kurzfristig ist das Bauhauptgewerbe damit kaum vom Corona-Stillstand betroffen.Die Branche wurde nicht explizit reglementiert, es sind jedoch auch hier Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Langfristig bleibt abzuwarten, ob bspw. Lieferketten Bestand haben oder Haushaltsperren, wie sie bereits von einigen sächsischen Kommunen verhängt wurden, Bauvorhaben bremsen. Sollte eine gesamtwirtschaftliche Rezession folgen, wird sich diese auch auf das Baugewerbe auswirken.

Sächsische Industrie im März 2020

Das Bild zeigt ein Balkendiagramm mit den Merkmalen Umsatz, Betriebe, tätige Personen, geleistet Arbeitsstunden dargestellt, und zwar für die Wirtschaftsbereiche Kraftfahrzeugbau, Maschinenbau und Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln.
Unter den drei umsatzstärksten Bereichen der sächsischen Industrie im März 2020 weist die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« die größten Anteile beim Umsatz mit 23,2 Prozent und bei den tätigen Personen mit 15,7 Prozent auf.  

Im März 2020 waren 237 290 Personen in der Industrie tätig. 1 363 Betriebe berichteten zur Statistik. Mehr als 4,8 Milliarden Euro Gesamtumsatz wurden erzielt. Der (nominale) Umsatzwert blieb damit auf dem Niveau des Vormonats Februar 2020 (+0,2 Prozent). Gegenüber März 2019 war er bei einem Arbeitstag mehr allerdings um über ein Zehntel (-11,9 Prozent) geringer.

Am stärksten geprägt wird die sächsische Industrie durch den Bereich »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen«. Hier waren im März 2020 fast ein Sechstel aller Industriebeschäftigten (37 212 Personen) tätig. Vom Ge­samtumsatz entfiel knapp ein Viertel (1,1 Milliarden Euro) auf den sächsischen Kraftfahrzeugbau. Der Umsatz brach überdurchschnittlich um rund ein Viertel sowohl gegenüber dem Vormonat (-24,3 Prozent) als auch gegenüber März 2019 (-28,6 Prozent) ein. Stärkere Entwicklungsimpulse kamen jeweils aus dem Aus­landsgeschäft.

Reglementierte Wirtschaftsbereiche

In den Allgemeinverfügungen bzw. Corona-Schutz-Verordnungen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) sind eine Vielzahl von Bereichen und Einrichtungen der sächsischen Wirtschaft angesprochen, deren Betrieb vor dem Hintergrund der derzeitigen Corona-Pandemie von Mitte März 2020 bis mindestens Anfang Mai 2020 als »durchgängig zulässig« bzw. »vorübergehend untersagt« explizit reglementiert war. Anhand einer Auswertung des Statistischen Unternehmensregisters zu Rechtlichen Einheiten und deren sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wurde eine genauere Betrachtung der sächsischen Wirtschaft und damit näherungsweise auch der mit diesen Bekanntmachungen angesprochenen Wirtschaftszweige vorgenommen.

Rechtliche Einheiten in ausgewählten Wirtschaftsklassen in Sachsen nach Beschäftigtengrößenklassen

Die Abbildung zeigt ein Balkendiagramm zur Darstellung der Rechtlichen Einheiten in ausgewählten Wirtschaftsklassen nach Beschäftigtengrößenklassen für zulässige/geöffnete Einrichtungen gemäß der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 30. April 2020.

Die Abbildung zeigt ein Balkendiagramm zur Darstellung der Rechtlichen Einheiten in ausgewählten Wirtschaftsklassen nach Beschäftigtengrößenklassen für zulässige/geöffnete Einrichtungen gemäß der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung.

Die Abbildung zeigt ein Balkendiagramm zu Rechtlichen Einheiten in ausgewählten Wirtschaftsklassen nach Beschäftigtengrößenklassen für untersagte/geschlossene Einrichtungen gemäß der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 30. April 2020.

Die Abbildung zeigt ein Balkendiagramm zu Rechtlichen Einheiten in ausgewählten Wirtschaftsklassen nach Beschäftigtengrößenklassen für untersagte/geschlossene Einrichtungen gemäß der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung.

Ausgewählte Eckdaten

Wirtschaftsbereiche mit den höchsten Anteilen der Kleinstunternehmen (0 bis 9 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte)

Der Durchschnitt der Gesamtwirtschaft beträgt 89 Prozent, darunter:

  • Frisör- und Kosmetiksalons: 97 Prozent,
  • Versand- und Internet-Einzelhandel: 94 Prozent,
  • Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen: 93 Prozent,
  • Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés usw.: 93 Prozent,
  • Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, Hauptrichtung Nahrungs- und Genussmittel, Getränke und Tabakwaren: 71 Prozent.

Krankenhäuser

  • Als »durchgängig geöffnete Einrichtungen« mit den meisten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (68 000) in 114 Rechtlichen Einheiten,
  • Anteil der Kleinstunternehmen mit 0 bis 9 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt hier unter 10 Prozent.

»Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen« sowie »Baugewerbe«

  • Ein Drittel aller Rechtlichen Einheiten in Sachsen entfallen auf diese beiden Wirtschaftsbereiche, jeweils rund 27 Tausend Einheiten.

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Das Statistische Bundesamt stellt ebenfalls statistische Ergebnisse auf einer Sonderseite dar. 

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