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Gesundheitsversorgung

Letzte Aktualisierung: 16. Mai 2023

Beschäftigte im Gesundheitswesen

Die Abbildung zeigt das Gesundheitspersonal in Sachsen 2021 nach Art der Einrichtung über Anteilssegmente. Den größten Anteil am sächsischen Gesundheitspersonal stellten die Beschäftigten in Krankenhäusern (19,6 Prozent) dar, gefolgt von den Beschäftigten

Ende 2021 waren rund 287.000 Beschäftigte1) im sächsischen Gesundheitswesen tätig. Dies entsprach rund 50.000 Beschäftigten bzw. 21 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Während im Jahr 2011 auf 1.000 Einwohnerinnen/Einwohner des Landes rechnerisch 58 Beschäftigte entfielen, waren es 2021 mit 71 Beschäftigten je 1.000 Einwohnerinnen/Einwohner deutlich mehr Beschäftigte, die für die Gesundheit der Bevölkerung sorgten.

Größter Arbeitgeber im sächsischen Gesundheitswesen waren am Jahresende 2021 die ambulanten Einrichtungen mit einem Anteil von 42 Prozent aller Beschäftigten. Hierzu gehören Arzt- und Zahnarztpraxen, Praxen sonstiger medizinischer Berufe, Apotheken und der Einzelhandel mit medizinischen und orthopädischen Erzeugnissen sowie die ambulante Pflege. In dieser Einrichtungsart versorgten etwa 30 Beschäftigte 1.000 Einwohnerinnen/Einwohner.

Die stationären und teilstationären Einrichtungen, zu denen Krankenhäuser, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie die stationäre und teilstationäre Pflege zählen, folgten mit einem Anteil von 37 Prozent. Hier entfielen rechnerisch 26 Beschäftigte auf 1.000 Einwohnerinnen/Einwohner.

Die Abbildung zeigt den Frauenanteil am Gesundheitspersonal in Sachsen 2021 nach Art der Einrichtung. Mit Ausnahme der Rettungsdienste (31 Prozent) sind in allen Einrichtungen weit mehr als die Hälfte der Beschäftigten weiblich. Am höchsten ist der Anteil

Vier von fünf Beschäftigten im sächsischen Gesundheitswesen waren Ende 2021 Frauen (77 Prozent). Am höchsten war der Frauenanteil mit etwas mehr als 87 Prozent im Gesundheitsschutz. Einen hohen Frauenanteil verzeichneten auch die ambulante Pflege (86 Prozent), die Praxen sonstiger medizinischer Berufe und die Zahnarztpraxen (jeweils 84 Prozent). Bei den Rettungsdiensten hingegen betrug der Anteil des weiblichen Personals nur etwa 31 Prozent.

Weitergehende Veröffentlichungen sowie Ergebnisse für alle 16 Bundesländer: GPR in Sachsen und Statistikportal

Ärzteversorgung

Ärztinnen und Ärzte

In Sachsen waren Ende 2021 insgesamt 18.769 Ärztinnen und Ärzte tätig. Ärztinnen waren mit 53 Prozent etwas in der Überzahl. Seit 1991 ist die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte um über 6.645 (um die Hälfte) stetig angestiegen. Damit kamen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner 464 Ärztinnen und Ärzte. 1991 waren es noch 259. Unterschiede bei der Versorgung zeigen sich allerdings durch regionale Konzentrationen von Spezialärztinnen und -ärzten. Die hohe Arztdichte z.B. in Leipzig und Dresden resultiert in hohem Maße aus überdurchschnittlich vielen im spezialisierten stationären Bereich (Fach- und Universitätskliniken) beschäftigten Ärztinnen und Ärzten, die Patientinnen und Patienten aus ganz Sachsen und darüber hinaus versorgen. Bei den Hausärztinnen und Hausärzten ist das Bild recht inhomogen. Im Landkreis Leipzig hatte eine Hausärztin und ein Hausarzt mit durchschnittlich 1.745 die wenigsten Einwohnerinnen und Einwohner zu versorgen. Die meisten Einwohnerinnen und Einwohner auf eine Hausärztin bzw. einen Hausarzt kamen im Erzgebirgskreis (2.548) und in der Kreisfreien Stadt Chemnitz (2.481). Als problematisch bei der Versorgung mit Hausärztinnen und Hausärzten ist zu erwähnen, dass rund ein Drittel von ihnen schon über 60 Jahre alt sind. Das weist auf dringenden Bedarf an Nachwuchs in diesem Bereich hin.

Zahnärztinnen und Zahnärzte

In Sachsen waren Ende 2021 insgesamt 3.808 Zahnärztinnen und Zahnärzte tätig, darunter 3.562 in Niederlassung. 59 Prozent der Zahnärztinnen und Zahnärzte waren Frauen. Jede Zahnärztin und jeder Zahnarzt in Niederlassung versorgte im Durchschnitt 1.135 Einwohnerinnen und Einwohner. 1992 waren es noch deutlich mehr (1.502 Einwohnerinnen und Einwohner je Zahnärztin bzw. Zahnarzt in Niederlassung).

Ärzte und Ärztinnen, Zahnärzte und Zahnärztinnen sowie Apotheken in Sachsen 2000, 2005, 2010, 2015 bis 2021
Jahr Ärzte/Ärztinnen Zahnärzte/Zahnärztinnen Apotheken
2000 13.825 3.771 969
2005 14.329 3.780 992
2010 15.157 3.905 1.022
2015 16.930 3.969 1.009
2016 17.303 3.963 1.004
2017 17.637 3.951 998
2018 17.866 3.919 993
2019 18.202 3.901 978
2020 18.415 3.832 970
2021 18.769 3.808 956

         
Datenquellen: Sächsische Landesärztekammer, Sächsische Landeszahnärztekammer und Sächsische Landesapothekerkammer

Statistischer Bericht zum Thema

Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Tierärztinnen und Tierärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker im Freistaat Sachsen

Apotheken

Ende 2021 gab es in Sachsen 936 öffentliche und 20 Krankenhaus-Apotheken, in denen insgesamt 2.343 Apothekerinnen und Apotheker arbeiteten (darunter drei Viertel Frauen). Eine öffentliche Apotheke versorgte durchschnittlich 4.319 Einwohnerinnen und Einwohner, 1991 waren es noch 8.194 je öffentliche Apotheke.

Stationäre Einrichtungen

Krankenhäuser

In Sachsen gab es im Jahre 2020 insgesamt 78 Krankenhäuser. Das war ein Krankenhaus mehr wie im Vorjahr und zwei weniger als vor zehn Jahren. Generell lässt sich seit Anfang der 1990er Jahre eine sinkende Tendenz feststellen, 1991 existierten noch 112 Krankenhäuser.

Die rund eine Million Behandlungsfälle 2020 wurden von fast 10.000 Ärztinnen und Ärzten und 46.000 Beschäftigten des nichtärztlichen Personal vollstationär betreut. Durchschnittlich weilten die Patientinnen und Patienten etwas mehr als sieben Tage im Krankenhaus. Die Bettenauslastung betrug 69 Prozent.

Weitere Informationen

Fachbeitrag »Gesundheit fördern, Leben retten - Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen in Sachsen 1991 bis 2017«

Vorsorge- oder Rehabilitationsreinrichtungen

Neben den Krankenhäusern spielen auch die Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen eine wichtige Rolle für die stationäre medizinische Versorgung. In Sachsen waren 2020 insgesamt 51 Einrichtungen in diesem Bereich aktiv und es standen 8 600 Betten zur Verfügung.

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