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Statistisch betrachtet: 2. Regionalisierte Schüler- und Absolventenprognose für den Freistaat Sachsen

Letzte Aktualisierung: 04.11.2021

Einleitung

Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen erstellt im Auftrag des Sächsischen Staatsministerium für Kultus und auf Grundlage des Sächsischen Schulgesetzes (§ 63b Abs. 5 SächsSchulG) eine Regionalisierte Schüler- und Absolventenprognose für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen für die Landkreise und die Kreisfreien Städte im Freistaat Sachsen. Die Ergebnisse stellen eine wichtige Grundlage für die Ermittlung des Lehrerbedarfes sowie für die Schulnetzplanung dar. Außerhalb des Bildungswesens spielen die Ergebnisse der Vorausberechnung von Schüler- und Absolventenzahlen vor allem für Arbeitsmarktanalysen und -planungen sowie in der Wirtschaft eine bedeutende Rolle.

Die 2. Regionalisierte Schüler- und Absolventenprognose für den Freistaat Sachsen liefert Ergebnisse der voraussichtlichen Schüler- und Absolventenzahlen für die Landkreise und Kreisfreien Städte vom Schuljahr 2021/22 bis zum Schuljahr 2035/36 und hat den Charakter einer Modellrechnung. Sie beruht auf einem Berechnungsmodell, das dem sächsischen Schulsystem mit seinen verschiedenen Schularten, Verzweigungen, Übertritts- und Abschlussmöglichkeiten entspricht.

Die 2. Regionalisierte Schüler- und Absolventenprognose basiert neben der amtlichen Schulstatistik auf der 7. Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung (7. RBV) für den Freistaat Sachsen. Aus der amtlichen Schulstatistik liegen Daten für Schülerinnen und Schüler sowie Absolventinnen und Absolventen des jeweiligen Schulstandortes für ausgewählte Merkmale in aggregierter Form vor.

Die 7. RBV stellt die mögliche Bevölkerungsentwicklung, begrenzt durch eine obere (Variante 1) und eine untere Variante (Variante 2), dar. Die beiden Varianten unterscheiden sich hinsichtlich der Annahmen zur Auslandswanderung, dem Wanderungsaustausch mit dem Bundesgebiet und dem Geburtenverhalten. Durch die Verwendung dieser beiden Varianten ist es auch für die 2. Regionalisierte Schüler- und Absolventenprognose möglich, einen Korridor zu skizzieren, in dem sich die Entwicklung der Schülerzahlen in Sachsen insgesamt sowie für die einzelnen Kreisfreien Städte und Landkreise voraussichtlich bewegen wird.

Allen Rechnungen liegen die ungerundeten Werte zugrunde. Für den Prognosezeitraum (Schuljahr 2021/22 bis 2035/36) werden nur gerundete Werte veröffentlicht. Aus diesem Grund kann es zu geringen Abweichungen kommen.

Weiterführende Informationen zur 7. Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung

Weiterführende Informationen zur 2. Regionalisierten Schüler- und Absolventenprognose

Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges

Seit dem Geburtentief in den frühen 90er Jahren und dem damit verbundenen Tiefststand der Schülerzahl an allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges im Freistaat Sachsen im Schuljahr 2009/10, stieg die Anzahl der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich an.

Das Liniendiagramm zeigt den Anstieg der Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2027/28 in beiden Varianten auf 425920 bzw. 418760. Danach wird mit einem Rückgang für beide Varianten bis zum Schuljahr 2035/36 auf 402300 bzw. 379870 gerechnet.

Dieser Trend wird sich voraussichtlich bis zum Schuljahr 2027/28 weiter fortsetzen. Zu diesem Zeitpunkt werden im Vergleich zum Schuljahr 2020/21 zwischen 8 und 10 Prozent mehr Schülerinnen und Schüler erwartet. In den allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges in öffentlicher und freier Trägerschaft würden dann 418 760 (Variante 2) bis 425 920 (Variante 1) Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden.

Nach den voraussichtlich höchsten Schülerzahlen im Schuljahr 2027/28 wird mit einem Rückgang der Schülerzahlen gerechnet. Im Schuljahr 2035/36 werden nach der unteren Variante (Variante 2) 2 Prozent weniger und nach der oberen Variante (Variante 1) 4 Prozent mehr Schülerinnen und Schüler als im Schuljahr 2020/21 erwartet. An den allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges würden dann 379 870 bzw. 402 300 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Zu den Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Schulen gehören Lernende in Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien, Förderschulen und Freien Waldorfschulen. Die Schülerinnen und Schüler des zweiten Bildungsweges verteilen sich auf Abendoberschule, Abendgymnasium und Kolleg. Die Entwicklung der Schülerzahl bis zum Schuljahr 2035/36 unterscheidet sich je nach Schulart. Dies liegt insbesondere an der voraussichtlichen Entwicklung der jeweiligen Altersgruppen, die diese Schulart besuchen.

Das Säulendiagramm zeigt, dass die prozentuale Veränderung der Schülerzahlen je nach Schulart sehr unterschiedlich ausfällt. In Grundschulen wird von einem Rückgang ausgegangen, an Gymnasien hingegen von einem Anstieg.

An den sächsischen Grundschulen wird mit einem Rückgang der Schülerzahlen ab dem Schuljahr 2025/26 gerechnet, nachdem im Vorfeld von einem kontinuierlichen Anstieg im Vergleich zum Schuljahr 2020/21 ausgegangen wird. Bis zum Schuljahr 2035/36 verringert sich die Schülerzahl voraussichtlich um 7,3 Prozent (Variante 1) bzw. 14,1 Prozent (Variante 2) gegenüber dem Schuljahr 2020/21. Damit würden etwa 10 680 bzw. 20 550 weniger Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Ab 2029/30 werden sich auch die Schülerzahlen an den Oberschulen im Freistaat Sachsen aller Voraussicht nach rückläufig entwickeln. Bis zum Schuljahr 2028/29 wird ein Anstieg von 10,9 Prozent (Variante 2) bzw. 12,1 Prozent (Variante 1) im Vergleich zum Schuljahr 2020/21 erwartet. Bis zum Schuljahr 2035/36 werden im Vergleich zu 2020/21 5 030 mehr (Variante 1) bzw. 40 weniger (Variante 2) Schülerinnen und Schülern erwartet. Das entspricht 4,4 Prozent mehr (Variante 1) bzw. keiner Veränderung (Variante 2) an Lernenden.

An den Gymnasien im Freistaat Sachsen hält der steigende Trend voraussichtlich bis zum Schuljahr 2030/31 an. Trotz der danach sinkenden Schülerzahlen wird im Schuljahr 2035/36 mit 18,8 Prozent (Variante 1) bzw. 12,5 Prozent (Variante 2) mehr Schülerinnen und Schülern als im Schuljahr 2020/21 gerechnet. Das entspricht 19 400 bzw. 12 890 mehr Gymnasiastinnen und Gymnasiasten.

An den Förderschulen wird bis zum Schuljahr 2035/36 im Vergleich zum Schuljahr 2020/21 mit 1 580 (Variante 2) bzw. 830 (Variante 1) weniger Schülerinnen und Schülern gerechnet. Das entspricht 4,3 Prozent (Variante 1) bzw. 8,2 Prozent (Variante 2) weniger Lernenden.

An den Freien Waldorfschulen wird hingegen mit einem prozentual starken Anstieg der Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2035/36 im Vergleich zum Schuljahr 2020/21 gerechnet.

Die Schülerzahl an Schulen des zweiten Bildungsweges bleibt voraussichtlich bis zum Schuljahr 2035/36 fast konstant.

Eckzahlen zum Download:

Das Balkendiagramm zeigt, dass das voraussichtlich größte prozentuale Wachstum der Schülerzahlen in der Stadt Leipzig mit über 30 Prozent in Variante 1 zu erwarten ist. Der größte Verlust wird im Erzgebirgskreis mit über 18 Prozent (Variante 2) erwartet.

Während für den Freistaat Sachsen insgesamt die Anzahl der Schülerinnen und Schüler bis zum Schuljahr 2035/36 etwa das Niveau von 2020/21 erwartet wird, entwickelt sich die Schülerzahl je nach Landkreis bzw. Kreisfreier Stadt sehr unterschiedlich.

In der Region Leipzig (Kreisfreie Stadt Leipzig, Landkreis Leipzig und Landkreis Nordsachsen) und in den Kreisfreien Städten Chemnitz und Dresden steigt die Anzahl der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges bis zum Schuljahr 2035/36 voraussichtlich an. Für die Kreisfreie Stadt Leipzig wird der mit 17 090 (Variante 1) bzw. 12 920 (V2) Schülerinnen und Schülern größte Anstieg erwartet. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 30,7 Prozent (Variante 1) bzw. 23,2 Prozent (Variante 2).

Mit einem voraussichtlichen Rückgang von 14,8 Prozent (Variante 1) bzw. 18,7 Prozent (Variante 2) und damit 4 630 bzw. 5 850 weniger Schülerinnen und Schülern, hat der Erzgebirgskreis die stärksten Verluste bis zum Schuljahr 2035/36 zu verzeichnen.

Veränderung der Schülerzahlen an allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 2035/36 im Vergleich zum Schuljahr 2020/21

Weiterführende Informationen

Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen

Das Liniendiagramm zeigt sinkende Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2015/16, danach erfolgt ein kontinuierlicher Anstieg in Variante 2 bis zum Schuljahr 2033/34 und in Variante 1 bis zum Schuljahr 2034/35 bis maximal 120340.

Der Tiefststand bei der Schülerzahl wurde aufgrund der höheren Altersgruppen an berufsbildenden Schulen erst im Schuljahr 2015/16 erreicht. Seitdem ist, im Gegensatz zu den allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges, ein langsamer aber kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen.

Auch die Prognose der künftigen Schülerzahlen geht von einem Anstieg bis mindestens zum Schuljahr 2033/34 aus. Danach werden die Schülerzahlen voraussichtlich wieder leicht zurückgehen. Für Sachsen insgesamt werden an den berufsbildenden Schulen im Schuljahr 2035/36 nach Variante 2 10,3 Prozent und nach Variante 1 15,4 Prozent mehr Schülerinnen und Schüler als im Schuljahr 2020/21 erwartet, das entspricht einem Plus von rund 10 690 bis 15 970 Lernenden. An den berufsbildenden Schulen würden dann 114 570 bzw. 119 840 Schülerinnen und Schüler am Unterricht teilnehmen.

Das Säulendiagramm zeigt, dass bei allen Schularten außer Fachschulen ein Anstieg zu erwarten ist. In Berufsfachschulen wird mit einem Anstieg bis zu 18 Prozent (Variante 1) gerechnet, Fachschulen verlieren voraussichtlich bis zu 4 Prozent (Variante 2).

Die Entwicklung der Schülerzahlen an den verschiedenen Schularten der berufsbildenden Schulen im Freistaat Sachsen verläuft in den meisten Fällen sehr ähnlich.

An den Berufsschulen wird bis zum Schuljahr 2035/36 mit einem Anstieg von 11,5 Prozent (Variante 2) bzw. 17,7 Prozent (Variante 1) im Vergleich zum Schuljahr 2020/21 gerechnet. Damit lernen dort im Schuljahr 2035/36 voraussichtlich 57 240 bzw. 60 420 Schülerinnen und Schüler. An Beruflichen Gymnasien wird mit 1 250 (Variante 2) bzw. 1 510 (Variante 1) mehr Schülerinnen und Schülern als im Schuljahr 2020/21 gerechnet. Das bedeutet einen Zuwachs von etwa 14,2 Prozent (Variante 2) bzw. 17,1 Prozent (Variante 1). Auch an den Berufsfachschulen steigen voraussichtlich die Schülerzahlen. Bei einem prognostizierten Anstieg um 13,3 Prozent (Variante 2) bzw. 17,6 Prozent (Variante 1) lernen im Schuljahr 2035/36 hier 25 560 bzw. 26 530 Schülerinnen und Schüler.

Eckzahlen zum Download:

Das Balkendiagramm zeigt, dass das voraussichtlich größte prozentuale Wachstum der Schülerzahl in der Stadt Dresden mit über 25 Prozent in Variante 1 zu erwarten ist. Der größte Verlust wird im Landkreis Zwickau mit über ein Prozent (Variante 2) erwartet.

Regional hingegen ist die Entwicklung der Schülerzahlen an berufsbildenden Schulen sehr unterschiedlich. Während in den Kreisfreien Städten Dresden und Leipzig in beiden Varianten steigende Schülerzahlen von etwa 20 Prozent bis zum Schuljahr 2035/36 erwartet werden, sind diese in anderen Landkreisen und der Kreisfreien Stadt Chemnitz voraussichtlich weniger stark steigend oder sogar geringfügig fallend. Für den Landkreis Zwickau werden beispielsweise 1,2 Prozent weniger (Variante 2) bzw. 3,1 Prozent mehr (Variante 1) Schülerinnen und Schülern bis 2035/36 erwartet. Allgemein ist bei den berufsbildenden Schulen immer zu beachten, dass die verschiedenen Schularten in allen Landkreisen und Kreisfreien Städten sehr unterschiedlich stark vertreten sind.

Veränderung der Schülerzahlen an berufsbildenden Schulen im Schuljahr 2035/36 im Vergleich zum Schuljahr 2020/21

Weiterführende Informationen

Absolventinnen und Absolventen, Abgängerinnen und Abgänger an allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges

2020 verließen 31 138 Absolventinnen und Absolventen sowie Abgängerinnen und Abgänger die allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges im Freistaat Sachsen. Nach Variante 2 werden diese Zahlen bis 2035 voraussichtlich um 18,9 Prozent auf 37 040 steigen. Nach Vorausberechnungen der Variante 1 werden die Absolventen- und Abgängerzahlen im Freistaat Sachsen 2035 sogar 24,6 Prozent über dem Niveau von 2020 liegen. Das würden dann 38 810 Absolventinnen und Absolventen sowie Abgängerinnen und Abgänger bedeuten.

Die Ringdiagramme zeigen einen Anstieg der allgemeinen Hochschulreife 2035 von 4,8 Prozentpunkten im Vergleich zu 2020. Bei den Abschlüssen ohne und mit Hauptschulabschluss sowie Realschulabschluss werden sich die Anteile 2035 voraussichtlich verringern.

Seit 2010 hat sich das Verhältnis der einzelnen Abschlussarten an allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges kaum verändert. 2020 verließen 2 455 (7,9 Prozent) Schülerinnen und Schüler die allgemeinbildende Schule oder eine Schule des zweiten Bildungsweges ohne Abschluss. 2 600 (8,3 Prozent) erreichten einen Hauptschulabschluss, 15 934 (51,2 Prozent) einen Realschulabschluss und 10 149 (32,6 Prozent) beendeten die allgemeinbildende Schule oder eine Schule des zweiten Bildungsweges mit dem Erreichen der allgemeinen Hochschulreife.

Bis 2035 wird der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss auf voraussichtlich 7,2 Prozent sinken. Obwohl die absoluten Absolventenzahlen steigen, wird erwartet, dass prozentual gesehen weniger Schülerinnen und Schüler mit einem Haupt- oder Realschulabschluss die allgemeinbildende Schule oder eine Schule des zweiten Bildungsweges verlassen. Der Anteil mit allgemeiner Hochschulreife erhöht sich bis 2035 voraussichtlich um 4,8 Prozentpunkte. Alle Werte basieren auf der oberen Variante (Variante 1).

Eckzahlen zum Download:

Das Balkendiagramm zeigt, dass das voraussichtlich größte prozentuale Wachstum der Absolventenzahlen in der Stadt Leipzig mit über 53 Prozent in Variante 1 zu erwarten ist. Der größte Verlust wird im Erzgebirgskreis mit 1,8 Prozent (Variante 2) erwartet.

Die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen sowie Abgängerinnen und Abgänger wird sich bis 2035 voraussichtlich analog zu den Schülerzahlen an allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges sehr unterschiedlich in den Landkreisen und Kreisfreien Städten entwickeln.

Während in den Kreisfreien Städten Leipzig und Dresden sowie im Landkreis Leipzig von einem starken Anstieg der Absolventen- und Abgängerzahlen im Vergleich zu 2020 ausgegangen wird, fällt der Anstieg in der Kreisfreien Stadt Chemnitz und den übrigen Landkreisen voraussichtlich moderater aus.

Für den Erzgebirgskreis wird sogar ein Rückgang von 1,8 Prozent (Variante 2) erwartet, für die Kreisfreie Stadt Leipzig wird hingegen mit einem Anstieg von 53,0 Prozent (Variante 1) gerechnet.

Weiterführende Informationen

Absolventinnen und Absolventen, Abgängerinnen und Abgänger an berufsbildenden Schulen

Das Liniendiagramm zeigt, dass der Rückgang der Anzahl der Absolventinnen und Absolventen und Abgängerinnen und Abgänger im Schuljahr 2019 mit 33286 erreicht ist und bis zum Schuljahr 2035 mit einem kontinuierlichen Anstieg gerechnet wird.

Aufgrund der voraussichtlich steigenden Schülerzahlen an berufsbildenden Schulen, steigen auch die Absolventen- und Abgängerzahlen. Bis 2035 wird im Vergleich zu 2020 mit 5 420 (Variante 1) bzw. 4 030 (Variante 2) mehr Absolventinnen und Absolventen sowie Abgängerinnen und Abgänger gerechnet, was einen Zuwachs von 16,2 Prozent (Variante 1) bzw. 12,1 Prozent (Variante 2) entspricht.

Knapp 10 Prozent (2020: 3 299) der Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen verlassen die Bildungseinrichtung mit einem Abgangszeugnis. Etwas mehr als 90 Prozent (2020: 30 124) erhalten hingegen ein Abschlusszeugnis. Von diesen erwarben etwa 7,4 Prozent (2 238) des Abschlussjahrgangs 2020 die Fachhochschulreife, weitere 8,5 Prozent (2 559) die allgemeine Hochschulreife. Diese prozentuale Verteilung wird bis zum Schuljahr 2035 voraussichtlich weitgehend konstant bleiben.

Eckzahlen zum Download:

Das Balkendiagramm zeigt, dass das größte prozentuale Wachstum der Absolventenzahlen in der Stadt Leipzig mit über 33 Prozent in Variante 1 zu erwarten ist. Der größte Verlust wird im Landkreis Zwickau mit knapp 5 Prozent (Variante 2) erwartet.

Auch regional ist die Entwicklung der Zahl der Absolventinnen und Absolventen sowie der Abgängerinnen und Abgänger an berufsbildenden Schulen stark verknüpft mit der Entwicklung der Schülerzahlen. In den Kreisfreien Städten Leipzig und Dresden, in denen bis zum Schuljahr 2035/36 von stark steigenden Schülerzahlen ausgegangen wird, steigt auch die Zahl der Absolventinnen und Absolventen sowie Abgängerinnen und Abgänger. Im Landkreis Zwickau hingegen werden bis 2035 im Vergleich zu 2020 30 (Variante 1) bzw. 120 weniger (Variante 2) Absolventinnen und Absolventen sowie Abgängerinnen und Abgänger erwartet. Das sind 1,3 Prozent (Variante 1) bzw. 4,6 Prozent weniger (Variante 2) als noch 2020.

Weiterführende Informationen

Studienberechtigte Absolventinnen und Absolventen

Das Säulendiagramm zeigt in beiden Varianten der Prognose einen Anstieg der Studienberechtigten von 14946 in 2020 bis voraussichtlich maximal 20320 in 2035. Es steigen die Studienberechtigten mit allgemeiner als auch mit Fachhochschulreife.

Wichtigste Voraussetzung für die Aufnahme eines Hochschulstudiums ist die allgemeine Hochschulreife bzw. die Fachhochschulreife. Die Zahl der Studienberechtigten ist 2020 im Vergleich zu 2019 leicht gesunken.

2020 erwarben überwiegend an den allgemeinbildenden und den beruflichen Gymnasien sowie an den Abendgymnasien und Kollegs 12 708 Schülerinnen und Schüler die allgemeine Hochschulreife. 2 238 Schülerinnen und Schüler erlangten an den Fachoberschulen und Fachschulen die Fachhochschulreife. 2035 werden voraussichtlich 17 580 (Variante 1) bzw. 16 380 (Variante 2) Schülerinnen und Schüler die allgemeine Hochschulreife erwerben und somit 38,3 Prozent bzw. 28,9 Prozent mehr im Vergleich zu 2020. Die Fachhochschulreife erwerben voraussichtlich 2 740 (Variante 1) bzw. 2 650 (Variante 2) Schülerinnen und Schüler, das sind 22,4 Prozent bzw. 18,5 Prozent mehr als 2020.

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