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Todesursachen

Eckdaten für Sachsen

2019
Merkmal Anzahl Veränderung zum Vorjahr in %
Sterbefälle 54 946 -2,4
Todesursache: Krankheiten des Kreislaufsystems 22 874 -5,7
Todesursache: bösartige Neubildungen  13 017 2,2
Todesursache: Krankheiten des Atmungssystems  3 023 -9,3

Letzte Aktualisierung: 21.12.2020 

 

Über nachfolgende Links erfolgt eine Weiterleitung zur GENESIS-Online Datenbank. Diese Datenbank enthält Ergebnisse der amtlichen Statistik für den Freistaat Sachsen. Die Daten sind je nach Thema »tief«, das heißt nach verfügbaren regionalen Ebenen und/oder zugehörigen Merkmalen, gegliedert.

Gestorbene nach Todesursachen (A IV 3)

Aktueller Berichtsstand: 2017
Nächster Berichtsstand: 2018, voraussichtlich verfügbar: Oktober 2020

Selbsttötungen (A IV 10)

Aktueller Berichtsstand: 2017
Nächster Berichtsstand: 2018, voraussichtlich verfügbar: September 2020

Statistisches Bundesamt (Destatis)

Gesund­heits­bericht­erstat­tung (GBE) des Bundes

Statistikerläuterungen

Todesursachenstatistik

Auf der Basis der Todesursachenstatistik können wichtige Indikatoren wie vermeidbare Sterbefälle, Sterbeziffer und verlorene Lebensjahre ermittelt werden. Darauf aufbauend ist die Todesursachenforschung möglich, aus deren Ergebnissen zukünftige Handlungsabläufe und Strategien, beispielweise für die Gesundheitspolitik, abgeleitet werden können.

Aufgabe der Todesursachenstatistik ist es eine Übersicht über die vorherrschenden Todesursachen der Wohnbevölkerung im Freistaat Sachsen nach regionaler Gliederung zu geben. Es werden alle Krankheiten, Leiden oder Verletzungen der Verstorbenen, die entweder zum Tode führten oder beitrugen, von den Ärzten rückwirkend bis zu dem Grundleiden auf dem Leichenschauschein festgehalten. Das jeweilige Grundleiden wird in den Statistischen Landesämtern als Todesursache erfasst und verschlüsselt. Die Erfassung erfolgt fortlaufend. Das Datenmaterial wird monatlich aufbereitet und jährlich ausgewertet.

Qualitätsberichte

Qualitätsberichte sind zu allen Bundesstatistiken und koordinierten Länderstatistiken verfügbar. Diese Berichte sind einheitlich gegliedert. Neben allgemeinen Informationen zur Statistik werden unter anderem Methodik, Genauigkeit, Aktualität, Vergleichbarkeit und Kohärenz erläutert. Als Hintergrundinformationen dienen sie einer sachgerechten Interpretation sowie dem Einschätzen der Aussagefähigkeit unserer Daten.

Rechtsgrundlagen

Grundleiden

Für die unikausale Todesursachenstatistik wird bei Angabe von zwei oder mehr den Tod verursachenden Leiden auf der Todesbescheinigung das sogenannte Grundleiden als Todesursache ausgewählt. Das Grundleiden entspricht

  • der Krankheit oder Verletzung, die den Ablauf der direkt zum Tode führenden Krankheitszustände auslöste, oder
  • den Umständen des Unfalls oder der Gewalteinwirkung, die den tödlichen Ausgang verursachten.

ICD-10

Grundlage der systematischen Ergebnisdarstellung der Todesursachenstatistik bildet die 10. Revision der »Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme« (ICD-10). Diese wurde 1998 in Deutschland eingeführt und löste damit die seit 1979 gültige ICD-9 ab.

Mit der 10. Revision erfolgte eine notwendige Anpassung an den medizinischen Kenntnisstand.

Nichtnatürliche Todesursachen

Die Erfassung der an nichtnatürlichen Todesursachen (Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen) verstorbenen Personen erfolgt im Rahmen der Todesursachenstatistik durch die Verschlüsselung:

  • der medizinischen Diagnose des Schadens oder seiner Komplikation
  • des Zustandekommens (äußere Ursache) des Schadens und des Ortes des Ereignisses
  • der Unfallkategorie.

Folgende Unfallkategorien sind möglich:

1 = Arbeitsunfall
2 = Schulunfall
3 = Verkehrsunfall
4 = Häuslicher Unfall
5 = Sport- und Spielunfall
6 = Sonstiger Unfall

Vorsätzliche Selbstbeschädigung

Als Verstorbene infolge vorsätzlicher Selbstbeschädigung werden die Personen erfasst, bei denen der die ärztliche Leichenschau durchführende Arzt bei der Feststellung der Todesursache zweifelsfrei eine Selbsttötung ermittelt und auf dem Totenschein dokumentiert hat.

Für die Todesursachenstatistik werden entsprechend des Kapitels XX der ICD-10 (Äußere Ursache von Morbidität und Mortalität) die Code-Nummern X60 – X84 für Vorsätzliche Selbstbeschädigung ausgewertet.

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