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Lebendgeborene und Gestorbene

In der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa (ERN) waren 2020 etwas über 12 000 Lebendgeborene zu verzeichnen, rund 6 200 bzw. ein Drittel weniger als 1991. Die rückläufige Entwicklung gab es in allen drei Teilen der ERN, betraf aber den polnischen Teil besonders.

Erläuterungen und Definitionen

Bitte beachten Sie gegebenenfalls die Erläuterungen zu den Unterschieden bei den Ländern unter den Tabellen und Abbildungen.

Weitere Definitionen und methodische Hinweise finden Sie im Lexikon Statisitk - Definitionen der Grundbegriffe und methodische Erläuterungen der deutschen, polnischen und tschechischen Statistik

Definitionen (für den deutschen Teil) finden Sie auch in unserem Glossar.

Lebendgeborene und Gestorbene sowie Überschuss der Lebendgeborenen bzw. Gestorbenen (-) in der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa nach ausgewählten Jahren
Jahr Lebendgeborene
absolut
Lebendgeborene
je 1 000
Einwohner/-innen
Gestorbene
absolut
Gestorbene
je 1 000 Einwohner/-innen
Überschuss der Lebendgeborenen bzw. Gestorbenen (-)
absolut
Überschuss der Lebendgeborenen bzw. Gestorbenen (-) je 1 000 Einwohner/-innen
1991 18 316 10,5 20 384 11,7 -2 068 -1,2
1995 14 309 8,3 18 773 10,9 -4 464 -2,6
2000 14 264 8,5 17 513 10,5 -3 249 -1,9
2005 13 711 8,5 17 333 10,7 -3 622 -2,2
2010 14 790 9,3 17 758 11,2 -2 968 -1,9
2015 13 448 8,8 18 773 12,2 -5 325 -3,5
2020 12 106 8,0 22 180 14,7 -10 074 -6,7

Wie in den Vergleichsjahren bestand auch 2020 in der ERN insgesamt ein Gestorbenenüberschuss. Mit über 10 000 wurde allerdings der bisher höchste Wert ermittelt. Noch 2015 lag er bei rund 5 300. Dieser resultiert überwiegend aus dem hohen Gestorbenenüberschuss von fast 5 900 im deutschen Teil. Im polnischen Teil fiel der Gestorbenenüberschuss mit knapp unter 3 500 etwas moderater aus. Auch im tschechischen Teil wurden anders als noch 2015 fast 700 mehr Gestorbene als Lebendgeborene registriert.

Tabelle zum Download

Über 80 Prozent aller Sterbefälle 2019 entfielen auf fünf Todesursachengruppen. Den größten Anteil hatten in allen drei Teilen der ERN Kreislauferkrankungen. Im deutschen und tschechischen Teil betrug er 2019 fast 42 Prozent. Im polnischen Teil war der Anteil mit 37 Prozent etwas geringer. Eine ebenfalls häufige Todesursache waren bösartige Neubildung, die im deutschen und tschechischen Teil bei etwa einem Viertel und im polnischen Teil der Euroregion sogar bei fast 29 Prozent festgestellt wurden.

Im Vergleich zum polnischen Teil traten im deutschen und tschechischen Teil der ERN als Todesursachen Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie Krankheiten des Nervensystems häufiger auf.

Während im deutschen Teil der ERN in den letzten Jahren zwischen 5 und 6 Prozent der Todesursachen auf Krankheiten des Atmungssystems entfielen, stiegen im polnischen und tschechischen Teil der ERN die Anteile im Laufe der Jahre von 4 Prozent auf über 6 Prozent im polnischen Teil und knapp 8 Prozent im tschechischen Teil im Jahr 2019. Auffällig hoch ist im deutschen Teil der Anteil von Psychischen und Verhaltensstörungen bei den Todesursachen mit inzwischen über 5 Prozent im Vergleich zum polnischen Teil mit etwas über einem Prozent und zum tschechischen Teil mit knapp 2 Prozent in 2019.

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